Pharmakologie

Schwerwiegende Kreislaufreaktionen nach intravenöser Gabe von Toluidinblau® zur Darstellung der ableitenden Harnwege

 

Berlin (4. Juli 2008) - Toluidinblau® enthält als wirksamen Bestandteil den Redoxfarbstoff Tolononiumchlorid. Es ist in erster Linie bekannt als Antidot bei der Methämoglobinämie, da es die Reduktion von Met-Hb zu Hämoglobin durch die körpereigene Met-Hb-Reduktase beschleunigt. Toluidinblau® ist darüber hinaus zugelassen zur intraoperativen Färbung von Epithelkörperchensowie seit 2007 auch zur Chromoendoskopie, Chromolaparoskopie und Fistelgangdarstellung (1). Es gibt Hinweise für die Zunahme der Anwendung von Toluidinblau® außerhalb der zugelassenen Indikationen (Off-label-use), da andere Farbstoffe wie Methylenblau oder Indigocarmin seit einiger Zeit in Deutschland nicht mehr verfügbar sind. So wird der nierengängige Farbstoff intravenös verabreicht, um bei urologischen oder gynäkologischen Eingriffen wie der Chromocystoskopie den Harnabfluss darzustellen.

Bayer HealthCare erwirbt Hämatologie-Entwicklungs-Portfolio von Maxygen

 

Leverkusen/Redwood City, Kalifornien, USA, (2. Juli 2008) – Bayer HealthCare erwirbt das Hämatologie-Portfolio von Maxygen Inc. und erweitert damit seine Zukunfts­perspektiven im Bereich der Hämophilie. Darin enthalten ist unter anderem das innovative rekombinante Faktor-VIIa-Protein, MAXY-VII, mit dem voraussichtlich noch im dritten Quartal 2008 klinische Phase-I-Studien aufgenommen werden. Zudem erhält Bayer Nutzungsrechte an Maxygens MolecularBreeding™-Technologie, einer neuartigen, biotechnologischen Forschungsplattform. Das Abkommen sieht eine Vorauszahlung von 90 Millionen US-Dollar vor – bis zu 30 Millionen US-Dollar werden insgesamt beim Erreichen von Meilensteinen fällig.

Neue Sandoz/Hexal-Unternehmenszentrale in Holzkirchen eröffnet

 

Die neuen Gebäude der weltweiten Firmenzenrale von Sandoz/Hexal in Holzkirchen.Holzkirchen (30. Juni 2008) - Heute eröffnete Sandoz/Hexal, Deutschlands größtes Pharma-unternehmen, die neuen Gebäude der weltweiten Firmenzentrale in Holzkirchen. In nur knapp zwei Jahren ist auf einem 20.000 m2 großen Grundstück ein mehrteiliger Verwaltungskomplex mit insgesamt ca. 500 Büroarbeitsplätzen entstanden. „Dass sich ein global tätiges High-Tech-Unternehmen wie Sandoz/Hexal für den Standort Oberbayern entscheidet und hier auch weiter investiert, ist ein ausgesprochen positives Signal für die gesamte Region und eine Bestätigung für die bayerische Innovationspolitik“, sagte Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein in seiner Festrede. „Sandoz ist eines der wenigen Pharmaunternehmen, die ihre Arzneimittel in Deutschland nicht nur vermarkten, sondern auch entwickeln und herstellen“, so Sandoz-Chef Dr. Andreas Rummelt.

AstraZeneca beantragt europäische Zulassung für Seroquel Prolong® zur Behandlung der Unipolaren Depression

 

Wedel (1. Juli 2008) - AstraZeneca hat für Seroquel Prolong® (Quetiapinhemifumarat) die europäische Zulassungserweiterung zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Unipolarer Depression (Major Depressive Disorder) beantragt. Der Antrag für die Zulassungserweiterung wurde nach dem Verfahren der gegenseitigen Anerkennung gestellt und schließt die Rückfallprophylaxe ein. Seroquel Prolong® , als Retardtablette zur täglichen Einmalgabe, ist das erste atypische Neuroleptikum, für das eine europäische Zulassung zur Behandlung der Unipolaren Depression beantragt wird. Bereits im Februar 2008 war ein entsprechender Antrag bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) gestellt worden.

Europäische Kommission erteilt Zulassung für neue ADVATE-Konzentratstärken

 

München (27. Juni 2008) – Die Europäische Kommission hat die Zulassung für zwei neue Konzentratstärken des rekombinanten Gerinnungsfaktors VIII - ADVATE 2.000 und 3.000 I.E. (ADVATE Octocog Alfa Rekombinanter Gerinnungsfaktor VIII) (Internationale Einheiten) zur Therapie der Hämophilie A erteilt. Baxter hat die Entwicklung dieser hohen Konzentratstärken vorangetrieben, um für Patienten, die hohe Dosen benötigen, die Handhabung zu erleichtern. Die neuen Stärken werden wie die derzeit zugelassenen (250, 500, 1.000 und 1.500 I.E.) mit nur 5 ml Lösungsmittel verdünnt. Durch die großen Konzentratstärken brauchen die Patienten nur noch eine Flasche aufziehen und gewinnen daher mehr Komfort bei der Hämophilie-A-Therapie. Die Zulassung durch die Europäische Kommission ermöglicht Baxter die Vermarktung der neuen Konzentratstärken in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten.