Pflege

Hepatitis-C-Virusinfektion

Ziel HCV-Eliminierung:
Die letzten medizinischen Hürden sind genommen

München (13. September 2018) – Die chronische Hepatitis-C-Virus(HCV)-Infektion hat heute auf einfache, gut verträgliche Weise eine hohe Chance auf Heilung. In der Regel können mit den heute zur Verfügung stehenden pangenotypischen Therapieregimen Heilungsraten von mehr als 95 Prozent erzielt werden.1 Für die größte Patientengruppe, therapienaive Patienten ohne Zirrhose, lassen sich zum Beispiel mit Sofosbuvir/Velpatasvir (Epclusa®) SVR12-Raten von bis zu 100 Prozent erzielen, mit einem Nebenwirkungsprofil ähnlich Placebo-Niveau.2,3,4 Zudem können Patienten über alle Genotypen und Fibrosestadien hinweg behandelt werden.1,2,3,4,5 Für mit interferonfreier DAA-Kombinationstherapie (inkl. NS5A-Inhibitoren) vorbehandelte Patienten ohne und mit kompensierter Zirrhose, die lange Zeit schwierig zu behandeln waren, steht schließlich als bislang einziges zugelassenes Medikament Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir (Vosevi®) zur Verfügung.6 Mit diesen Optionen ist die Elimination der Hepatitis C noch realistischer geworden. Was jetzt noch gefragt ist, ist eine einheitliche Screening-Strategie und eine stärkere Unterstützung durch die Politik.

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Die Kasuistik Beatrice K. verdeutlicht die Probleme bei der Schmerzbehandlung in der Palliativmedizin

Bremen (7. September 2018) – Schmerzen sind ein zentrales Thema in der Palliativmedizin. Onkologische Daten und Daten zu Schmerzprävalenzen zeigen, dass 320.000 Patienten in palliativmedizinischer Betreuung wegen Schmerzen behandelt werden.1 In der Therapie chronischer Schmerzen kommt Opioiden eine zentrale Rolle zu. Die Opioid-induzierte Obstipation (OIC, opioid-induced constipation) ist eine häufige Komplikation einer OpioidTherapie.2 Die OIC ist daher ein häufiger Aufnahmegrund auf den Palliativstationen, da bei der Versorgung von Opioid- Patienten die Schmerz-Therapie oft eine OIC zur Folge hat.3 Man geht davon aus, dass die OIC bei Palliativpatienten öfter auftritt, als bei ambulanten Tumorpatienten oder Patienten mit chronischen Schmerzen anderer Genese.3 Eine OIC, die nicht therapiert wird, steigert die Gesamtlast der Schmerzerkrankung: Die Lebensqualität bei Patienten mit OIC ist erheblich verringert.3 In der letzten Lebensphase ist diese Belastung aufgrund der Schwäche der Patienten noch verstärkt. Der Stuhlgang ist kräftezehrend und häufig gar nicht mehr möglich. Dies verursacht einen zusätzlichen Leidensdruck.4 

Zahnärzte und Pflege machen sich gemeinsam stark für eine verbesserte Mundgesundheit bei pflegebedürftigen Menschen

Berlin ( 27. August 2018 ) - Um Pflegekräfte bei einer Verbesserung der Mundgesundheit von Pflegebedürftigen zu unterstützen, planen das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und die Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderung oder besonderem medizinischen Unterstützungsbedarf (AG ZMB) die gemeinsame Entwicklung eines Expertenstandards zur „Erhaltung und Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“.

IQWiG

Vakuumtherapie bei Wunden: Verstoß gegen ethische und wissenschaftliche Standards

  • Hersteller und Wissenschaftler halten Studienergebnisse unter Verschluss

Köln (28. August 2018) - Rund ein Jahrzehnt nach ihrer ersten Nutzenbewertung kommt die Vakuumversiegelungstherapie von Wunden erneut auf den Prüfstand beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Doch damals wie heute sind Nutzen und Schaden der Methode unklar. Hatte es 2006 nur wenige und zudem kaum aussagefähige Studien gegeben, sind es mittlerweile über 100 klinische Vergleiche mit mehreren Tausend Patientinnen und Patienten. Doch nur von einem Teil dieser Studien sind die Ergebnisse öffentlich zugänglich.

Ehe schützt vor Mangelernährung im Alter

Erlangen (27. August 2018) - Immer mehr alte Menschen leiden an Mangelernährung. Besonders betroffen sind Unverheiratete und getrennt oder geschieden Lebende – während verheiratete und verwitwete Männer und Frauen besser für sich sorgen. Auch wer Probleme beim Gehen oder Treppensteigen hat oder vor Kurzem im Krankenhaus war, leidet häufiger an Mangelernährung als seine Altersgenossen. Das ist das Ergebnis einer Metaanalyse von Prof. Dr. Dorothee Volkert und ihrem Team vom Institut für Biomedizin des Alterns (IBA) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).