Pflege

Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Ingwerextrakt hilft nicht zur Prophylaxe von Migräneanfällen

Berlin (28. Februar 2020) – Eine doppelblinde Placebo-kontrollierte Studie [1] untersuchte die Wirksamkeit von Ingwerextrakt zur Prophylaxe von Migräneanfällen. Im Vergleich zur Placebotherapie gab es keinen Vorteil – allerdings sank in beiden Studiengruppen die Häufigkeit schwerer Migräneanfälle. Laut DGN-Pressesprecher spricht das für einen Placeboeffekt in beiden Studienarmen. Helfen können Pestwurzextrakt (Petadolex), Mutterkraut sowie eine Kombination von Vitamin B2, Magnesium und Coenzym Q10. Eine nicht-medikamentöse Maßnahme, deren Wirkung wissenschaftlich belegt ist und die auch in den Leitlinien empfohlen wird, ist regelmäßiger Ausdauersport.

Diakonie Deutschland

Qualität in der Begleitung sterbender Menschen sichern –
Handbuch für stationäre Hospiz-Arbeit vorgestellt

Berlin (28. Februar 2020) -- "Qualität sorgsam gestalten" – so lautet der Titel des neuen Qualitätsrahmenhandbuchs für stationäre Hospize, das die Diakonie Deutschland, der Deutsche Caritasverband und der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband in einem dreijährigen Prozess gemeinsam erarbeitet haben. Der 74-seitige Leitfaden wurde heute anlässlich einer gemeinsamen Fachtagung der drei Verbände in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Er zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er

bpa-Präsident Meurer fordert praxistaugliche Regelungen

„Digitalisierung braucht vollständige Berücksichtigung der Pflege“

Berlin (27. Februar 2020) -- „Bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens darf die Pflege nicht fehlen. In der Mehrzahl der Regelungen wird die Pflege nunmehr mitgenannt. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, dennoch gibt es Beschränkungen und es werden längst nicht alle Potentiale der Pflegeeinrichtungen und Pflegekräfte genutzt.“ Das sagt Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), anlässlich der heutigen Anhörung zum Referentenentwurf zum Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG).

Patient Blood Management

Präoperatives Anämiemanagement versus Transfusionsweltmeister –
Best Practice für mehr Patientensicherheit

  • Rund eine Million Blutkonserven pro Jahr im Vergleich zum Pro-Kopf-Verbrauch der Niederlande wären laut BARMER-Krankenhausreport 2019 in Deutschland vermeidbar.1 Dazu beitragen könnte unter anderem ein effektives präoperatives Anämiemanagement.1
  • Eine präoperative Anämie kommt bei ca. 39 % der Patienten, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen, vor.2 Sie ist ein ungünstiger Prognosefaktor für das Behandlungsergebnis von geplanten, operativen Eingriffen2,3 und geht unter anderem mit einem erhöhten Transfusionsbedarf einher2.
  • Die häufigste Form der präoperativen Anämie ist die Eisenmangelanämie.4 Deren Diagnostik und Behandlung ist wichtiger Bestandteil des multidisziplinären Patient Blood
    Management (PBM)-Konzepts4,5 und wird in einer Reihe von Leitlinien empfohlen3,6-8.
  • Klinische Studiendaten zu Patienten mit präoperativer Eisenmangelanämie zeigen, dass eine intravenöse (i.v.) Therapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®)*,9 den Transfusionsbedarf senken kann10,11**,12.

Bremen (27. Februar 2020) -- Deutschland ist Transfusionsweltmeister – zu diesem Ergebnis kommt der BARMER-Krankenhaus-report 2019. Dabei könnten deutsche Krankenhäuser dem Report zufolge etwa eine Million Blutkonserven# jährlich einsparen.1 Wie das funktionieren kann? Das multimodale und multidisziplinäre Konzept des Patient Blood Managements spielt hier eine wichtige Rolle. Von zentraler Bedeutung ist dabei, eine Eisenmangelanämie frühzeitig zu diagnostizieren und zu therapieren. Denn es hat sich gezeigt: Durch präoperative i.v. Eisensubstitution lassen sich Transfusionen häufig einsparen.1 Wie durch ein konsequentes Anämiemanagement Bluttransfusionen vermieden und die Patientensicherheit erhöht werden können, erläuterten Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski, Frankfurt/Main, und Prof. Dr. Christoph Wiesenack, Freiburg, bei einem Meet-the-Experts von Vifor Pharma im Rahmen der Bremer Intensivtage 2020.

Vorbereitung auf eine Corona-Pandemie

Intensiv- und Notfallmediziner rufen Kliniken zur Meldung von ARDS-Behandlungskapazitäten auf

Berlin (26. Februar 2020) -- Die Experten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind sich einig: Nach den Ereignissen der vergangenen Tage lässt sich eine Pandemie mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2/COVID-19) nicht mehr ausschließen. „In diesem Fall muss mit einem beträchtlichen Aufkommen intensivstationär zu versorgenden Patienten gerechnet werden, die das gesamte Behandlungsspektrum des akuten Lungenversagens erforderlich macht“, sagt Professor Christian Karagiannidis, Sprecher der DIVI-Sektion „Lunge – Respiratorisches Versagen“ sowie Leiter des ECMO-Zentrums der Lungenklinik Köln-Merheim. Zur bestmöglichen Vorbereitung ruft die Sektion Kliniken dazu auf, ab sofort tagesaktuell Behandlungskapazitäten zu melden. Zudem wird DIVI-Experte Karagiannidis aktuelle Entwicklungen direkt auf dem Twitter-Account der DIVI (https://www.divi.de/index.php?option=com_acymailing&ctrl=url&subid=42028&urlid=3216&mailid=326 ) mitteilen. Folgen Sie @Divi_eV.