Pflege

DGIIN fordert praxistaugliche Regelungen im Umgang mit COVID-19

Quarantäne für Medizinisches Personal darf Patientenversorgung nicht gefährden

Berlin (10. März 2020) – Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) begrüßt ausdrücklich die vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichte Ergänzung zum Nationalen Pandemieplan zu COVID-19. Die Fachgesellschaft kritisiert hingegen die Regelungen für medizinisches Personal, das engen ungeschützten Kontakt (≤2 Meter) zu einem bestätigten COVID-19-Fall im Rahmen der Pflege oder medizinischen Untersuchung hatte. Das RKI empfiehlt hier bei Kontakt ohne verwendete Schutzausrüstung eine häusliche Quarantäne. Diese Vorgabe ist aus Sicht der DGIIN nicht praktikabel und würde bei strikter Beachtung zu einem Kollaps der Gesundheitsversorgung durch Krankenhäuser und Arztpraxen führen.

17.000 Pflegekräfte fehlen

Verdrängen Corona-Patienten andere Krankenhauspatienten?

Gelsenkirchen (9. März 2020) -- In deutschen Krankenhäusern fehlen nach Angaben des Deutschen Krankenhausinstitutes 17.000 Pflegekräfte, auch auf Intensivstationen. Aus diesem Grund sind in der Vergangenheit bereits Intensivbetten gesperrt worden. Krankenhäuser haben sich tageweise von der Notfallversorgung abgemeldet, weil ihnen das Personal für die Patientenversorgung fehlte.

Robert Koch-Institut

Fast Food, Bio-Lebensmittel, Energydrinks –
Journal of Health Monitoring mit neuen Daten zum Ernährungsverhalten in Deutschland

Berlin (4. März 2020) -- Das Robert Koch-Institut (RKI) hat im Journal of Health Monitoring neue Daten zum Ernährungsverhalten mit einem Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche veröffentlicht. Die Daten stammen aus der zweiten "Ernährungsstudie als KiGGS-Modul", EsKiMo II. Als wichtiger Baustein des RKI-Gesundheitsmonitorings ist KiGGS die regelmäßig durchgeführte, umfassende Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. "Die Gesundheit von Heranwachsenden hat einen besonders hohen Stellenwert, denn in Kindheit und Jugend werden die Weichen für die Gesundheit im Erwachsenenalter gestellt", betont Lothar H. Wieler, Präsident des RKI. "Unsere Daten sind Grundlage für Handlungsempfehlungen zur Prävention", unterstreicht Wieler.

DBfK

Im Kampf gegen Corona-Infektionen erfordert der Schutz der Mitarbeiter höchste Priorität

Berlin (5. März 2020) -- In einem Positionspapier hat die World Health Professions Alliance (WHPA), darunter auch der International Council of Nurses (ICN), gestern von allen Regierungen weltweit gefordert, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihrer Gesundheitssysteme maximal zu unterstützen. Der Schutz derjenigen, die bei Präventionsmaßnahmen, Diagnostik, Eindämmung und Behandlung von Corona-Infektionen vor Ort einem hohen Risiko ausgesetzt sind, selbst infiziert und krank zu werden, erfordert höchste Priorität. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat das WHPA-Papier in deutscher Übersetzung unter www.dbfk.de veröffentlicht.

Neuer Test

Frühzeitige Differenzialdiagose der Parkinson-Erkrankung

Berlin (3. März 2020) – Die Parkinson-Erkrankung ist eine neurodegenerative Erkrankung, die zu den sogenannten Synucleinopathien zählt. Besonders in frühen Stadien war es bislang nicht möglich, zwischen M. Parkinson und der Multisystematrophie (MSA) zu unterscheiden, da beide mit der krankhaften Ablagerung von unlöslichem, fehlgefaltetem α-Synuclein einhergehen und ganz ähnliche Symptome auftreten. Jetzt ist es erstmals gelungen [1], unterschiedliche Formen des krankhaften α-Synucleins im Liquor nachzuweisen, wodurch die beiden Erkrankungen mit großer Sicherheit voneinander abgegrenzt werden können. Perspektivisch ermöglicht diese Erkenntnis die Möglichkeit, sehr früh im Krankheitsverlauf eine Therapie einzuleiten.