Pflege

DAC-Kongress 2019 in Leipzig

Therapie der präoperativen Eisenmangelanämie –
Empfehlungen für den klinischen Alltag

  • Eine präoperative Anämie kommt bei fast 40 % der Patienten vor und ist ein ungünstiger Prognosefaktor für das Behandlungsergebnis von geplanten, operativen Eingriffen.1,2 Sie geht einher mit einem größeren Transfusionsbedarf1, einem erhöhten Risiko für Infektionen1, Nierenschädigungen1 und Sterblichkeit1 sowie einer längeren Kranken-hausverweildauer3 und erhöhten Krankenhauskosten4.
  • Die häufigste Form der präoperativen Anämie ist die Eisenmangelanämie.5 Die Diagnostik und Behandlung einer präoperativen Eisenmangelanämie ist wichtiger Bestandteil des multidisziplinären Patient Blood Management-Konzepts5,6 und wird in einer Reihe von Leitlinien empfohlen2,7-10.
  • Klinische Studiendaten zu Patienten mit präoperativer Eisenmangelanämie zeigten, dass eine intravenöse (i.v.) Therapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®)*11 die Eisen-homöostase rasch12 und nachhaltig13-15** wiederherstellen kann und dabei sowohl den Transfusionsbedarf13-15** als auch die Krankenhausverweildauer senkt13,14**.

Leipzig (9. Mai 2019) - Fast 40 % der Patienten, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen, leiden an einer präoperativen Anämie, unabhängig von der Art der Operation.1 Patienten in der Allgemeinchirurgie sind in 39 % der Fälle betroffen1, gefolgt von Patienten, die einen Hüft- oder Kniegelenksersatz erhalten (35 %)9, sowie Patienten, mit nicht-kardiochirurgischen (34 %)7 oder gefäßchirurgischen Operationen (33 %)16. Ältere Patienten haben noch ein deutlich höheres Risiko.17

DMP Typ-2-Diabetes

IQWiG legt vorläufige Ergebnisse aus Leitlinien-Recherche vor

  • Aktualisierungsbedarf bei fast allen Versorgungsaspekten

Köln (8. Mai 2019) - Disease-Management-Programme (DMP) sollen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, um sie an den jeweiligen Stand des medizinischen Wissens anzupassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat deshalb aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zu Diabetes mellitus Typ 2 recherchiert, deren Empfehlungen zu Kernaussagen zusammengefasst und überprüft, ob sich aus ihnen ein Aktualisierungsbedarf ergibt. Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. Demnach sollten oder könnten fast alle Aspekte des DMP überarbeitet werden. Allerdings bilden auch die Leitlinien nicht alle für die Patientenversorgung wichtigen Fragen und Probleme angemessen ab. Bis zum 5. Juni können Interessierte Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

Wundheilung mit der Kraft der Nanofaser

Mainz (29. April 2019) – Die Heilung von Verletzungen, insbesondere von durchtrennten Nervenbahnen, erfordert heutzutage aufwändige Methoden, wie z. B. das Zusammennähen der beiden entstandenen Nervenstümpfe. Wissenschaftler des Arbeitskreises von Prof. Tanja Weil (Max-Planck-Institut für Polymerforschung) haben nun unter der Leitung von Dr. Christopher Synatschke in einer Kooperation mit Forschern um Prof. Bernd Knöll vom Institut für Physiologische Chemie der Universität Ulm ein neuartiges Biomaterial entwickelt, welches die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen könnte.

BZgA gibt Tipps zum Welthändehygienetag

So geht gründliche Händehygiene

Bonn (5. Mai 2019) - Händehygiene ist eine wirkungsvolle Methode, um sich und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Daran erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Welthändehygienetages am 5. Mai 2019. Wer seine Hände effektiv waschen will, sollte einige einfache Grundregeln beachten: Beispielsweise sollten die Handinnenflächen, Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen gründlich eingeseift werden.

Abbildung Kantonsspital AarauPublication in Lancet

Individuelle Ernährung zeigt Nutzen bei Spitalpatienten

Basel, Schweiz (26. April 2019) - Durch eine individualisierte Ernährung nehmen Spitalpatienten nicht nur mehr Proteine und Kalorien zu sich, sondern es verbessern sich auch die klinischen Ergebnisse der Behandlung. Das zeigt eine Studie von Forschenden der Universität Basel und des Kantonsspitals Aarau in der Fachzeitschrift «The Lancet». Wer wegen einer Erkrankung nicht mehr richtig essen und trinken kann, läuft Gefahr, zu wenig Proteine und Energie zu sich zu nehmen. In den medizinischen Abteilungen von Spitälern ist von diesem Phänomen über ein Drittel der stationären Patienten und Patientinnen betroffen.