Pflege

DBfK

Handlungsempfehlung: Sterbende brauchen gute Begleitung

Berlin (21. November 2018) - Dass Wunsch und Wirklichkeit häufig auseinander klaffen, ist keine große Überraschung. Dass dieses Phänomen gerade bei den letzten Dingen so deutlich auftritt, hingegen schon: Während die meisten Menschen sich wünschen, zu Hause ihre letzten Stunden zu verbringen, stirbt doch die Überwiegende Zahl im Krankenhaus. Im krassen Widerspruch dazu steht, dass in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vielfach immer noch nicht die Bedingungen vorzufinden sind, die ein würdevolles Sterben und eine entsprechende Begleitung durch beruflich Pflegende ermöglichen. Darauf verweist die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Palliative Care im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) angesichts der Jahreszeit zwischen Allerseelen und Totensonntag.

Gilenya (fingolimod): FDA Drug Safety Communication -
Severe Worsening of Multiple Sclerosis After Stopping the Medicine

Silver Spring, MD, USA (November 20, 2018) - FDA is warning that when the multiple sclerosis (MS) medicine Gilenya (fingolimod) is stopped, the disease can become much worse than before the medicine was started or while it was being taken. This MS worsening is rare but can result in permanent disability.

Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS)

Auf dem Weg zum Facharzt für Schmerzmedizin

Berlin (20. November 2018) - Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) begrüßt mit großer Freude, dass in einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Abnahme des Endberichts „Gutachten zur Weiterentwicklung der Bedarfsplanung i.S.d. §§ 99FF SGB5 V zur Sicherung der vertragsärztlichen Versorgung“ vom 20. September 2018 erstmals eine eigenständige fachärztliche Versorgung von Schmerzzuständen in die Bedarfsplanung eingeführt wird.

Präventionsangebot

Internetsucht erstmals signifikant reduziert

Heidelberg (16. November 2018) - Wissenschaftlerinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben ein Programm entwickelt, das die Internet- und Computerspielabhängigkeit bei Jugendlichen erstmals signifikant reduziert. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler den funktionalen Umgang mit Alltagsproblemen und werden befähigt, technische Medien kritisch zu beurteilen. Das Programm wird von der Dietmar Hopp Stiftung gefördert und von zahlreichen Einrichtungen und Organisationen der Metropolregion Rhein-Neckar unterstützt. Das Team um Junior-Professorin Dr. Katajun Lindenberg plant, ihr Präventionsangebot weiter auszubauen und Betroffenen schneller Zugang zu Unterstützungsmaßnahmen zu ermöglichen.

Universität Witten/Herdecke entwickelt Masterstudiengang bis 2020:

Neuer Studiengang für neues Berufsbild: Community Health Nursing

Witten/Herdecke (15. November 2018) - Wer auf dem Land oder in benachteiligten Stadtquartieren krank wird, hat derzeit in Deutschland ein Problem: Kein Arzt in Sicht und wenn, dann quillt das Wartezimmer über. Und wenn man dann auch nicht mehr der/die Jüngste ist, werden lange Wege wegen der oft ausgedünnten fahrenden Busse und Bahnen zur Odyssee. Länder wie Finnland und Kanada haben das Problem schon länger und darum auch eine Lösung: Community Health Nursing. Gut ausgebildete Pflegekräfte sind direkt vor Ort und übernehmen einfache ärztliche Tätigkeiten, managen die Erkrankungen, beraten die Patienten und erleichtern den Alltag mit chronischen oder psychischen Erkrankungen.

Mehr als zwei Millionen Behandlungsfälle auf Intensivstationen

Individuelle Ernährungstherapie kann Prognose verbessern

Berlin (15. November 2018) – Bei Störungen lebenswichtiger Körperfunktionen müssen Patienten auf einer Intensivstation überwacht und behandelt werden. Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Jahr 2017 in deutschen Krankenhäusern mehr als 2,13 Millionen intensivmedizinische Behandlungsfälle, wobei meistens eine akute Infektion den Organfunktionsstörungen zugrunde lag (1). Da sich unter diesen Bedingungen der Ernährungszustand der meisten Patienten und so auch ihre Prognose verschlechtert, kommt der Ernährung im Rahmen der intensivmedizinischen Behandlung eine zentrale Rolle zu. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) gibt Ärzten in ihrer aktualisierten Leitlinie „Klinische Ernährung in der Intensivmedizin“ Empfehlungen zur Ernährungstherapie kritisch kranker Patienten.

Digitalisierung im Mittelpunkt der Diabetes Herbsttagung

Verbesserte Blutzuckereinstellung mit „Closed Loop“-Systemen

Wiesbaden (13. November 2018) – Die 12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und die 34. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) ging am 10. November mit rund 3800 Teilnehmern erfolgreich zu Ende. Ein Schwerpunktthema waren digitale Technologien, die das Leben der Menschen mit Diabetes erleichtern und immer neue Möglichkeiten für mehr Lebensqualität schaffen. Das gilt insbesondere für Typ-1-Diabetes, woran mehr als 300 000 Erwachsene und circa 32 000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Deutschland leiden (1). Inzwischen nutzen viele Patienten in ihrem Alltag digitale Unterstützung in Form spezieller Diabetes-Apps sowie technischer Innovationen wie Insulinpumpen und Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung. Noch in diesem Jahr soll in Europa das erste „Hybrid Closed Loop“-System, das Blutzuckermessungen und notwendige Insulingaben weitestgehend automatisch steuert, verfügbar sein.

Herbsttagung der DDG: Hautveränderungen bei Diabetes – nur ein kosmetisches Problem?

Insulintherapie mit Liprolog® 200:
Spritzlast reduzieren und Lipohypertrophien vermeiden

Wiesbaden (10. November 2018) - Lipohypertrophien sind eine häufige Komplikation an Injektionsstellen bei insulinpflichtigen Diabetikern.  Neben einem richtigen Spritzmanagement, das die Einhaltung empfohlener Rotationsschemata berücksichtigt, kann die Verwendung eines hochkonzentrierten Mahlzeiteninsulins wie z. B. Liprolog® 200 Einheiten/ml KwikPen+ eine weitere Präventionsmaßnahme zur Vermeidung von Lipohypertrophien sein, betonten Experten auf einem Symposium der BERLINCHEMIE AG, anlässlich der Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft. 

Informationen zu klinischer Studie

Prospektive Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Sitagliptin
im Vergleich zu Dapagliflozin bei Patienten mit Typ-2-Diabetes und milder Niereninsuffizienz

Wiesbaden (9. November 2018) - Patienten mit Typ-2-Diabetes und einer milden Niereninsuffizienz zeigen eine stärkere Reduktion ihrer HbA1C-Werte unter Sitagliptin (z.B. Xelevia®) im Vergleich zu einer Behandlung mit Dapagliflozin – dies sind die Ergebnisse der kürzlich publizierten CompoSIT-R-Studie, die erstmals im Rahmen des ADA 2018 in Orlando präsentiert wurde [1].

Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Moderne Diabetestherapie:
Gemeinsam die Herausforderung Diabetes annehmen

Wiesbaden (9. November 2018) - Nur wenn Patienten in ihren Kompetenzen rund um die Diabetestherapie gestärkt werden, kann die Therapie langfristig erfolgreich sein. Aus diesem Grund bietet die BERLIN-CHEMIE AG zusätzlich zu einem modernen Produktportfolio ein breites Programm an modernen Schulungsprogrammen, die von Experten für spezielle Patientengruppen entwickelt wurden. Ziel der Angebote ist, Betroffene, Diabetologen und Diabetesberater beim Therapiemanagement zu unterstützen. Auf dem von der BERLIN-CHEMIE AG veranstalteten Symposium berichteten Experten über Therapieoptionen, die Notwendigkeit von modernen Patienteninformationen und Schulungsprogrammen sowie über aktuelle Weiterentwicklungen der Schulungs- und Behandlungsprogramme SGS, PRIMAS und INPUT. Unter dem Vorsitz von PD Dr. Matthias Frank, Neunkirchen, gaben Experten einen Überblick darüber, mit welchen Herausforderungen an Diabetes mellitus erkrankte Patienten und ihre behandelnden Ärzte tagtäglich konfrontiert sind. 

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM)

Erfolgreiches Reparaturprogramm –
Schlaf ist der Kundendienst im Körper

Nürnberg (9. November 2018) – „Schlafstörungen gelten mittlerweile als Volkskrankheit, so weit verbreitet sind sie“, stellte der Past President der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), Dr. Alfred Wiater, gleich zu Beginn der Pressekonferenz anlässlich der 26. Jahrestagung der Gesellschaft im Oktober in Nürnberg klar. Im Gegensatz dazu stünden die erheblichen Defizite in der Versorgung von Patienten mit Schlafstörungen. „Tagtäglich erleben wir das als Schlafmediziner, zum Beispiel bei der Schlafapnoe. Die Ausschreibungspraxis der Krankenkassen ist hier weit entfernt von der qualitativ gebotenen Patientenversorgung. Eine adäquate Versorgung ist so nur unter erheblichen Einschränkungen möglich, eine individuelle Versorgung jedoch gar nicht“, so Wiater. Dabei ist eine individuelle Behandlung wünschenswert und es gibt mittlerweile eine breite Therapiepalette. „Doch auch das wird von unserem Gesundheitssystem alles andere als gefördert“, fasst Dr. Wiater die Sachlage zusammen.

Studie der Universität Witten/Herdecke zu den Bedürfnissen pflegender Angehöriger

Was brauchen pflegende Angehörige wirklich?

Witten/Herdecke (8. November 2018) - Drei von vier Pflegebedürftigen in Deutschland und somit insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen werden im häuslichen Umfeld von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn versorgt. Wenn Angehörige die Betreuung oder Pflege eines nahestehenden Menschen übernehmen, bedeutet das häufig eine große Herausforderung und kann mit erheblichen physischen und psychischen Belastungen verbunden sein. Dennoch werden Angebote zur Information, Beratung, Schulung und Entlastung von den Angehörigen nur wenig angenommen. Sind die Unterstützungsangebote nicht bekannt oder bieten sie nicht das, was pflegende Angehörige wirklich brauchen?

DBfK

Beruflich Pflegende sind auch pflegende Angehörige –
mit dem Recht auf planbare, gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen

Berlin (8. November 2018) - Der größte Pflegedienst der Nation droht zu kollabieren!‘ Die Botschaft des heute in Berlin veröffentlichten BARMER Pflegereports 2018, dass die Bereitschaft und Fähigkeit zur Pflege von Angehörigen sinkt, lässt aufhorchen. Vor allem mit Blick auf die weitere demografische Entwicklung der Bevölkerung und den sich zuspitzenden Pflegefachkräftemangel. „Wir sind auf diese wichtige Säule ganz dringend angewiesen. Beruflich Pflegende fehlen heute überall, freie Fachkraftstellen sind nur mit viel Mühe und langem Zeitverzug zu besetzen. Es muss alles getan werden, um pflegende Angehörige zu stützen, zu entlasten und somit physisch und psychisch so lange wie möglich gesund und dieses Versorgungsarrangement stabil zu halten.

Bundesverband Geriatrie

Geriatrien droht kurzfristig das Aus –
verantwortungsloses Handeln verschiedener Krankenkassen stellt altersmedizinische Versorgungsstrukturen in Frage

Berlin (8. November 2018) - Immer mehr Krankenkassen fordern auf Grundlage des Urteils des Bundessozialgerichts (BSG B 1 KR 19/17 R zur Dokumentation der Teambesprechung nach OPS 8-550 Geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung) Millionenbeträge von Geriatrien zurück. Der Bundesverband Geriatrie e.V. (BV Geriatrie) warnt vor einer akuten Gefährdung der Versorgung geriatrischer Patienten im Krankenhaus und ruft zu einer konzertierten Aktion zum Erhalt der geriatrischen Versorgungsstrukturen auf.

Schmerztherapie mit Opioiden

Real-World-Daten bestätigen Vorteile von Hydromorphon

Berlin (5. November 2018) - Bei der Auswahl eines geeigneten opioidhaltigen Analgetikums zur Behandlung starker Schmerzen sollten behandelnde Ärzte Begleiterkrankungen des Patienten, Kontraindikationen, das Nebenwirkungsprofil des Opioids sowie die Patientenpräferenzen berücksichtigen. Diese allgemein anerkannten Leitlinienempfehlungen gelten insbesondere bei multimorbiden Patienten. Aufgrund seiner guten Wirksamkeit und Verträglichkeit ist Hydromorphon in vielen Fällen das Opioid der Wahl. Zu Recht, wie aktuelle Real-World-Daten des PraxisRegisters Schmerz der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) belegen, die PD Dr. Michael Überall, Nürnberg, anlässlich eines Symposiums von Aristo Pharma beim Deutschen Schmerzkongress in Mannheim präsentierte.

27. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin

Opioidsubstitution mit Morphin retard:
Weniger Beikonsum von Alkohol möglich

Berlin (2. November 2018) – Im Rahmen des 27. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin in Berlin wurde ausführlich diskutiert, welchen Einfluss die Wahl des Substituts auf den problematischen Beikonsum von Alkohol haben kann. Norbert Erez Lyonn, A.I.D. Berlin-Kreuzberg, präsentierte den eindrucksvollen Fall eines Patienten, der seit fast drei Jahren stabil auf Substitol® (Morphin retard) eingestellt ist und seitdem auf Alkohol nahezu verzichten kann – nachdem er jahrelang einen hochproblematischen Beikonsum unter der vorigen Medikation hatte. Auch Zwischenergebnisse der SROMOS-Studie* zeigen, dass Substitutionspatienten von einer Umstellung auf Morphin retard profitieren können.(1)

G-BA erkennt Zusatznutzen für Sativex® bei MS-induzierter Spastik an

Reinbek (1. November 2018) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Beschluss zur Nutzenbewertung des cannabinoidhaltigen Oromukosalsprays Sativex® veröffentlicht.1 Darin bescheinigt der G-BA Sativex® einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen für die mittelschwere bis schwere Multiple Sklerose (MS)-induzierte Spastik.

Neuartiger Mundschutz

Ende der Maskerade

Dübendorf, Schweiz (1. November 2018) - Lachen macht gesund, sagt die medizinische Forschung. Doch wie soll es Kranken zum Lachen zumute sein, wenn die Gesichter von Pflegenden und Angehörigen von Masken verdeckt sind? Forscher der Empa und der EPFL entwickeln derzeit einen neuartigen Mundschutz, der freie Sicht auf die Mimik des Gegenübers ermöglicht.

Neurowoche Berlin - Neue Erkenntnisse aus dem Praxisalltag

Real-World-Daten ergänzen die Evidenz zur Langzeitwirksamkeit von Natalizumab und Dimethylfumarat 

Berlin (1. November 2018) – Die diesjährige Neurowoche unter dem Dach der neuromedizinischen Fachgesellschaften wie zum Beispiel der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) stand ganz im Zeichen der fünf thematischen Schwerpunkte Bewegungsstörungen, Schlaganfall, Epilepsie, Hirntumoren sowie Multiple Sklerose (MS). Eine immer wichtigere Rolle in der Behandlung der MS spielt die personalisierte Therapieabfolge auf Basis der Krankheitsaktivität, des -verlaufs, unerwünschter Ereignisse oder sich verändernder Patientenbedürfnisse. Unterstützung für die Therapieentscheidung liefern neben Daten aus klinischen Studien zunehmend Ergebnisse aus dem Praxisalltag.

Novartis Fingolimod (Gilenya®) erhalten die meisten Patienten in Registerstudie PANGAEA nach nur einer vorherigen krankheitsmodifizierenden Therapie

  • Registerstudie PANGAEA: Junge Erwachsene (≤ 20 und ≤ 30 Jahre) erreichen im ersten Behandlungsjahr unter Gilenya® (Fingolimod) Schubreduktion zwischen 66 und 71 %.1 
  • Unabhängig vom Alter der Patienten, von der Art, Dauer und Zahl der Vortherapie(n) profitieren Patienten auch nach 5 Jahren in der täglichen Praxis von Fingolimod.2 
  • PANGAEA 2.0: Vor Einstellung auf Fingolimod waren 55 % der Patienten unbehandelt oder nur mit einer krankheitsmodifizierenden Therapie (DMT) vorbehandelt. Die meisten Patienten erhielten Fingolimod aufgrund von anhaltender Schubaktivität trotz Behandlung mit einem DMT.3

Berlin (31. Oktober 2018) – Klinische Studien sind unerlässlich, um die Wirksamkeit und Sicherheit neuer Medikamente zu beurteilen. Was eine Substanz aber tatsächlich leisten kann, zeigt sich erst nach einigen Jahren in der täglichen Praxis. Für Gilenya® (Fingolimod) wurden nun aktuell die ersten 5-Jahres-Daten zur Anwendung im praktischen Alltag vorgestellt. „Gilenya kontrolliert unter Real-Life-Bedingungen die Krankheitsaktivität wirksam und sicher, und zwar unabhängig vom Alter der Patienten sowie von der Art, Dauer und der Anzahl der Vortherapien2,3“, erläuterte Prof. Dr. Tjalf Ziemssen, Multiple Sklerose Zentrum, Technische Universität Dresden.

Ärztliche Versorgung in Pflegeeinrichtungen

Zahl der kooperierenden Praxen wächst schnell

Berlin (30. Oktober 2018) - Niedergelassene Ärzte kümmern sich zunehmend auf Basis von freiwilligen Kooperationsverträgen um Pflegeheimbewohner. Die Anzahl der Arztpraxen, die mit stationären Pflegeeinrichtungen einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben, lag im 3. Quartal 2016 noch bei 737. Im 4. Quartal 2017 waren es bereits über 4.300 (4.317). Innerhalb dieses kurzen Zeitraums ist damit die Zahl der kooperierenden Praxen fast um das Sechsfache angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Ältere Menschen besonders gefährdet – Kassen übernehmen Impfkosten

Die wichtigsten Tipps zur Grippe-Impfung

Köln (30. Oktober 2018) – Es geht wieder los: Die Grippe-Zeit beginnt! Insbesondere ältere Patienten sind durch Influenza-Viren gefährdet. Aber auch Schwangere, Kinder und Pflegepersonal sind besonders betroffen. Deswegen raten Experten jetzt zur gezielten Grippeschutzimpfung. „Für ältere Menschen eignen sich insbesondere die sogenannten tetravalenten Impfstoffe, die nun auch von den Krankenkassen bezahlt werden“, sagt Dr. Andreas Leischker (Foto), Impfexperte der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Alexianer-Krankenhauses Krefeld. Im Interview beantwortet Leischker die wichtigsten Fragen zu Influenza-Viren, aktuellen Übertragungsrisiken, den größten Gefahren und den optimalen Grippeschutz.

Fast ein Drittel der Bewohner in Seniorenheimen hat Diabetes

Ältere Patienten müssen individuell geschult und behandelt werden

Berlin (29. Oktober 2018) – Zwanzig Prozent der 75- bis 80-Jährigen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt; in Pflegeheimen sind etwa 30 Prozent der Bewohner betroffen (1). In den nächsten Jahren wird die Anzahl der Betroffenen weiter ansteigen. Die Schulung und Behandlung von älteren Diabetes-Patienten wird daher immer wichtiger. Dass bei der Behandlung älterer Diabetes-Patienten andere Standards als bei jüngeren Menschen gelten, darauf macht der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) aufmerksam. In einem Symposium im Rahmen der Diabetes Herbsttagung in Wiesbaden am 9. November 2018 können sich Diabetesberaterinnen und Diabetesassistentinnen zu den Besonderheiten in der Schulung und Behandlung geriatrischer Patienten informieren und fortbilden.

DIVI: Kritik an neuer Personalverordnung

Mehr Pflegende für bessere Versorgung auf Intensivstationen gefordert

Berlin (28. Oktober 2018) - Die optimale Patientenversorgung im Krankenhaus kann nur durch ausreichend Personal gewährleistet werden. „Die ab Januar 2019 geltenden neuen Richtwerte des Bundesministeriums für Gesundheit gehen allerdings in die ganz falsche Richtung“, sagt Professor Stefan Schwab, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sowie Direktor der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. „Die in der überarbeiteten Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung festgelegten Werte sind ein unerwünschtes Minimum“, heißt es in einer jetzt veröffentlichten Stellungnahme der DIVI. Demnach soll zukünftig beispielsweise in der Nachtschicht eine Intensivpflegekraft gleich 3,5 Patienten betreuen. Die DIVI fordert für alle Schichten maximal zwei Patienten für einen Intensivpflegenden. „Wir lehnen die neuen Richtwerte entschieden ab und fordern die Politik auf, sich an unseren Vorgaben aus der Praxis zu orientieren“, sagt Schwab.

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, ist beeinflussbar

Weniger Neuerkrankungen an Demenz in westlichen Industrieländern

Leipzig (25. Oktober 2018) - Demenzerkrankungen gehören zu den folgenschwersten Erkrankungen im Alter. Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig belegen einen Trend zu sinkenden Neuerkrankungsraten bei Demenz in westlichen Industrieländern. Das heißt, dass Menschen, die heute 85 Jahre alt sind, seltener an Demenz erkranken, als diejenigen, die eine Generation früher ihr 85. Lebensjahr erreichten. Veränderungen in den Neuerkrankungsraten an Demenz belegen vor allem: Das Risiko, an Demenz zu erkranken, ist beeinflussbar. Das ist eine gute Nachricht, denn somit scheint Prävention möglich. Die Leipziger Forscher haben ihre Arbeit im Fachjournal „Clinical Epidemiology“ veröffentlicht.

Protonenpumpenhemmer

Weniger vorbeugende Medikamente auf der Intensivstation

Bern, Schweiz (25. Oktober 2018) - Kritisch kranke Patientinnen und Patienten erhalten auf der Intensivstation häufig ein Magenschutzmedikament, um Magendarmblutungen vorzubeugen. Doch die Prophylaxe scheint weniger zu bewirken als vermutet, so eine grosse internationale Studie mit Beteiligung des Inselspitals.

Wer auf einer Intensivstation hospitalisiert ist, befindet sich in einem kritischen Gesundheitszustand. Wenn der Mensch um das Überleben kämpft, schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus, was den Magendarmtrakt angreifen und zu Magendarmblutungen führen kann. Zur Prävention erhalten deshalb bislang die meisten Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen routinemässig ein Magenschutzmedikament. 33 Intensivstationen in sechs EU-Ländern und in der Schweiz haben nun untersucht, ob diese Praxis den Krankheitsverlauf verbessert. Die Ergebnisse wurden am 24. Oktober 2018 im renommierten «New England Journal of Medicine» publiziert und zeitgleich am Europäischen Kongress für Intensivmedizin in Paris präsentiert.

DIVI

Pflege-Memorandum fordert gezielte Weiterbildung und mehr Solidarität

Berlin (24. Oktober 2018) - Unterbezahlt, unterbesetzt und vielerorts mangelhaft unterstützt: Die Notfallpflege in Deutschland muss besser organisiert werden. Immer mehr Mitarbeiter in den Klinik-Notaufnahmen kommen an die Belastungsgrenze. Schon lange fordert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) konkrete Vorgaben für eine adäquate Pflegekraftbesetzung von Notaufnahmen und mehr Personal für eine bessere Patientenbetreuung. „Uns geht es um ausreichende Arbeitszeit, mehr Wertschätzung und natürlich auch eine adäquate Bezahlung der Pflegenden“, sagt Thomas van den Hooven, Präsidiumsmitglied der DIVI und Pflegedirektor am Universitätsklinikum Münster. Jetzt hat der Verein „Stiftung Pflege“ mit Unterstützung der DIVI ein Memorandum vorgelegt, das eine gezielte Fachweiterbildung, eine bessere Kommunikation sowie mehr Solidarität von Politik und Gesellschaft einfordert.

Deutscher Schmerzkongress 2018

Therapie mit CGRP-Antikörpern erweitert den  Behandlungsspielraum in der Migräne-Prophylaxe

Berlin/Ulm (19. Oktober 2018) -- Chronische Kopfschmerzen und Migräne begleiten viele Betroffene seit ihrer Kindheit. Nach Angaben der International Headache Society gibt es über 240 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Eine der wichtigsten Erkrankungen ist die Migräne. Differenzierung, Diagnosestellung und Wahl der passenden Therapie sind somit eine Herausforderung für den behandelnden Arzt. Der medizinische Bedarf an neuen wirksamen Therapien, die vorbeugend bei Migräne eingesetzt werden können, ist hoch. Ca. 1 % bis 2 % der Bevölkerung weltweit sind von täglichen oder nahezu täglichen Migräneattacken betroffen.1,2 Durch die schwere Symptomatik der Migräne ist die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigt.

Informationen zur klinischen Studie

Prospektive Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von Sitagliptin im Vergleich zu Dapagliflozin bei Patienten mit  Typ-2-Diabetes und milder Niereninsuffizienz

Berlin (16. Oktober 2018) – Patienten mit Typ-2-Diabetes und einer milden Niereninsuffizienz zeigen eine stärkere Reduktion ihrer HbA1C-Werte unter Sitagliptin (z.B. Xelevia®) im Vergleich zu einer Behandlung mit Dapagliflozin – dies sind die Ergebnisse der kürzlich publizierten CompoSIT-R-Studie, die erstmals im Rahmen des ADA 2018 in Orlando präsentiert wurde [1].

Bjoern Schulz Stiftung Logo

Björn Schulz Stiftung

Berlin (16. Oktober 2018) - Die Björn Schulz Stiftung ist benannt nach dem kleinen Björn, der mit nur sieben Jahren an Leukämie starb. 1996 wurde die Stiftung in Berlin von einem Eltern-Selbsthilfeverein gegründet. Im Mittelpunkt steht die Betreuung lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankter Kindern und ihrer Familien. Die Stiftung begleitet die erkrankten Kinder und ihre Familien ab dem Zeitpunkt der Diagnose, steht ihnen umfassend und ganzheitlich zur Seite. Dabei reicht die Betreuung der Eltern oft über den langjährigen Krankheitsverlauf und über den Tod des Kindes hinaus.

Deutscher Schmerzkongress 2018

Mit Telemedizin und Apps schmerzmedizinische Versorgung verbessern

Berlin (15. Oktober 2018) - Menschen mit Schmerzen werden in Deutschland nicht ausreichend versorgt. Das belegt die jedes Jahr steigende Zahl der Patienten mit chronischen Schmerzen. Da in der Schmerzmedizin vorwiegend kommunikative und medikamentöse Wirkfaktoren eine Rolle spielen, sehen Experten in der Telemedizin und in Apps ein großes Potential,um die Versorgung zu verbessern. Es brauche jedoch nicht nur mehr Forschungsprojekte, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Gesundheits- und Medizin-Apps zu bewerten, sondern auch Standards zum Datenschutz und zur Datensouveränität sowie zur Steuerung von Risiken dieser neuen Anwendungen, fordern Schmerzexperten im Vorfeld des Deutschen Schmerzkongresses 2018 in Mannheim.