Pflege

Atmosphärendruckplasmabeschichtung

Neue antimikrobielle Beschichtungen für Wundauflagen mittels Zinkoxid

Jena (11. Juli 2019) -- Wissenschaftler der Industrieforschungseinrichtung INNOVENT e.V. haben in Kooperation mit dem in-vitro Forschungslabor der Klinik für Hautkrankheiten des Universitätsklinikums Jena, eine zinkoxidhaltige antimikrobielle Beschichtung für Wundauflagen entwickelt. Antibakterielle Wundauflagen können dabei helfen, infizierte oder chronische Wunden zu therapieren. Im Fokus der Untersuchungen standen eine sehr gute Wirksamkeit gegen verschiedene Mikroorganismen und eine optimale Verträglichkeit mit menschlichen Zellen.

DBfK

ICN-Positionspapier ‚Minderwertige und gefälschte Medizinprodukte‘ jetzt in deutscher Übersetzung

Berlin (10. Juli 2019) -- Gefährliche Implantate, instabile Endoprothesen, verunreinigte Arzneimittel, gestreckte Wirkstoffbeimengungen, bedrohliche Lieferengpässe – die Liste der Probleme mit Medizinprodukten wird auch im deutschen Gesundheitssystem allmählich immer länger. Aus diesem Grund hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) jetzt ein kürzlich erschienenes Positionspapier des International Council of Nurses (ICN) mit dem Titel „Minderwertige und gefälschte Medizinprodukte“ ins Deutsche übersetzt und stellt es als Download bereit.

DBfK Nightingale ChallengeDBfK

Aufruf an Arbeitgeber:
Machen Sie mit bei der ‚Nightingale Challenge‘!

Berlin (9. Juli 2019) -- Die Weltgesundheitsorganisation hat 2020 als „Jahr der Pflegenden und Hebammen“ ausgerufen, äußerer Anlass ist der 200. Geburtstag von Florence Nightingale. Und deshalb trägt die Kampagne, die am 28. Juni 2019 beim ICN-Kongress in Singapur gestartet wurde und von Januar bis Dezember 2020 weltweit laufen soll, ihren Namen: THE NIGHTINGALE CHALLENGE. Ihr Ziel ist, eine Generation junger Pflegefachpersonen und Hebammen als Führungskräfte, Praktiker und einflussreiche Interessenvertreter im Gesundheitswesen zu befähigen und zu fördern. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert Einrichtungen im deutschen Gesundheitswesen ausdrücklich dazu auf, diese Gelegenheit zu nutzen und sich an der Initiative aktiv zu beteiligen. Träger der Kampagne sind u.a. die NURSING NOW Initiative und der International Council of Nurses (ICN).

Patientensicherheit

GQMG fordert hohe Sprachkompetenz in der Pflege

Köln (1. Juli 2019) -- Forderungen an die Politik und die Arbeitgeber im Gesundheitswesen stellt die AG „Pflege und Qualität“ der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung (GQMG) in einem Positionspapier zur Sprachkompetenz in der Pflege. Kommunikation sei entscheidend im Umgang mit Patienten und für die Patientensicherheit. Zunehmend werden Pflegefachpersonen aus dem Ausland angeworben und leisten Unterstützung gegen den Fachkräftemangel. Ihre Sprachkompetenz sollte in einem bundesweit einheitlichen Verfahren geprüft werden, beispielsweise in Verantwortung der neu eingerichteten Pflegekammern. Die deutsche Sprache einschließlich der fachsprachlichen Anforderungen muss durch zertifizierte Schulen unterrichtet und auf anspruchsvollem Niveau geprüft werden. Kranke und pflegebedürftige Menschen haben ein Anrecht auf eine qualitativ hochwertige und sichere Versorgung.

HoPeEine Studie der Universität Trier zeigt, wie Pflegekräfte Menschen bis in die letzte Lebensphase hinein Kraft geben können

Pflegekräfte können die Hoffnung alter Menschen stärken

Trier (28. Juni 2019) – Hoffnung erweist sich gerade bei älteren Menschen als eine wertvolle Ressource und Kraftquelle. In vorhergehenden Studien wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der persönlichen Hoffnung und der empfundenen Lebensqualität nachgewiesen. Doch inwieweit lässt sich dieser Zusammenhang beeinflussen? Dieser Frage ist ein Forschungsteam an der Universität Trier unter Leitung von Professorin Dr. Margit Haas nachgegangen. Ziel ihrer Studie „HoPe – Konzept der Hoffnung in der Pflege alter Menschen“ war es, die Ausprägung der Hoffnung bei alten Menschen zu untersuchen und Pflegekräfte zu befähigen, Hoffnungskonstrukte positiv zu beeinflussen.

Zahnbehandlung cc81e0fbe4„Da ist immer sehr viel Empathie gefragt!“

Menschen mit schwerer Behinderung bekommen eigene Zahnarzt-Ambulanz

Witten (27. Juni 2019) -- Mitarbeiter der Zahnklink der Universität Witten/Herdecke behandeln in einer neuen inklusiven Ambulanz 130 Menschen mit Behinderung aus zwei Spezialpflege-Einrichtungen der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Die Beteiligten haben ihre Zusammenarbeit am 27. Juni 2019 in Wetter offiziell vorgestellt. „Wir sind stolz auf diese Ambulanz, weil sie unseren Bewohnern deutlich mehr Versorgungsqualität bietet“, betonte Markus Bachmann, Vorstand der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Davon profitieren die Menschen mit schwerer Behinderung, die im Haus Bethanien und im Hans-Vietor-Haus in Volmarstein wohnen. Standort der Ambulanz ist das Haus Bethanien. Immer dienstags werden die Bewohner dort behandelt.

Adhärenz in der Therapie der Multiplen Sklerose

Erste Praxiserfahrungen mit dem COPAXONE PEN® 40 mg

Ulm/München (26. Juni 2019) -- Glatirameracetat (GA, COPAXONE®) hat sich seit über 15 Jahren in der Real-Life-Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose bewährt. Seit März 2019 steht mit dem COPAXONE PEN® 40 mg eine neuartige Anwendung als Fertigpen zur Verfügung, der die dreimal wöchentliche subkutane Gabe des bewährten Immunmodulators Glatirameracetat 40 mg/ml wesentlich vereinfacht. Der Fertigpen erlaubt durch seine benutzerfreundliche und diskrete Handhabung eine flexible Anwendung in allen Lebenssituationen.1 PD Dr. med. Antonios Bayas (Augsburg) und MS-Fachberaterin Margit Adam (Regensburg) stellten in einem Teva-Fachpressegespräch die Themen Adhärenz und die Umsetzung in den Praxisalltag bei der Therapie der MS in den Fokus der Diskussion.

Teva erwirkt einstweilige Verfügung gegen Glatirameracetat Nachfolgeprodukt

Ulm (25. Juni 2019) -- Der Patentschutz von Copaxone® 40 mg/ml, welches zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) eingesetzt wird, wurde Ende März in einer erstinstanzlichen Entscheidung des Europäischen Patentamts in leicht geänderter Form für rechtsbeständig erachtet und aufrechterhalten. In der aufrechterhaltenen Fassung schützt das Patent  EP 2 949 335 unter anderem die dreimal wöchentliche subkutane Injektion (40 mg/ml Glatirameracetat) für die Behandlung der RMS.

Forschungsprojekt zum Gesundheitswesen der alternden Gesellschaft präsentiert erste Ergebnisse

Pflegegeld für Angehörige findet in Befragung große Zustimmung

Köln (19. Juni 2019) -- Ein „Pflegegeld“ als Lohnersatz für Menschen, die ihre Angehörigen pflegen, findet große Zustimmung in der Bevölkerung. Ähnlich wie Eltern beim Elterngeld würden berufstätige pflegende Angehörige einen Anspruch auf ein Pflegegeld erhalten. 89 Prozent von etwa 1700 gesellschaftlichen Stakeholdern in verschiedenen Bereichen mit Bezug zum Gesundheitswesen befürworten eine solche Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige. Dies geht aus einer Online-Befragung des Forschungsverbundes „Normen im demographischen Wandel“ hervor, der von der Kölner Ethikerin Professorin Dr. Christiane Woopen geleitet wird.

DGIIN

Grundlage der Therapie auf Intensivstation: Patientenwillen rechtzeitig festhalten

Berlin (12. Juni 2019) – Die Medizin bringt immer neue Möglichkeiten hervor, selbst todkranke und sehr alte Menschen am Leben zu erhalten. Doch am Lebensende entscheiden viele Betroffene und Angehörige anders: Bei 70 Prozent der Todesfälle auf einer Intensivstation geht ein Behandlungsverzicht oder eine Therapielimitierung voran. In diesem Spannungsfeld kommt dem Patientenwillen eine wachsende Bedeutung zu, wie die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) betont. Im Rahmen einer Pressekonferenz der DGIIN informierten Experten am 12. Juni 2019 in Berlin, welche Rolle Patientenverfügungen spielen, um den Patientenwillen zu ermitteln und warum es wichtig ist, Therapieziele in der intensivmedizinischen Behandlung festzulegen.

Konzertierte Aktion Pflege (KAP)

Endlich Hoffnung für die Pflege? KAP bleibt Konkretes vorerst schuldig

Berlin (4. Juni 2019) – Große Erwartungen, insbesondere bei den Angehörigen der Pflegeberufe,  haben die drei Bundesminister Giffey, Heil und Spahn geweckt, als sie vor einem Jahr vor die Hauptstadtpresse traten und den Start der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) verkündeten. Gemeinsam mit Vertretern aus den Ländern, großen Playern, Verbänden und Organisationen der Pflege wolle man für deutliche Verbesserungen der Arbeitssituation von beruflich Pflegenden kümmern. Heute – ein Jahr später – wurden in Berlin die Ergebnisse vorgestellt. „Von einer solch großen Runde mit derart heterogenen Interessen mehr als den kleinsten gemeinsamen Nenner zu erwarten, wäre eine Verkennung politischer Realitäten. Trotzdem liegt gerade in dieser Zusammensetzung der KAP-Arbeitsgruppen eine große Chance, neue Ideen zuzulassen,  innovative Maßnahmen zu entwickeln und frische Denkanstöße zu geben. Ob das gelungen ist, bleibt abzuwarten, erst die Umsetzung und zeitnah spürbare Effekte werden es zeigen können“, erklärt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein.

Deutscher Wundkongress 2019

Patienten profitieren von kontinuierlicher Wundversorgung – 
Exsudat und Schmerzen managen, Versorgungsprozesse optimieren

Bremen/Heidenheim (4. Juni 2019) – Eine regelrechte Wundversorgung ist grundlegend für einen optimalen Wundverschluss. Im Versorgungsalltag ist diese nicht immer gewährleistet. Schmerzen werden unter Umständen nicht ernst genug genommen oder die Rolle des Exsudats und die damit verbundene Auswahl der geeigneten Wundauflage unterschätzt. Der Austausch aller Behandlungspartner untereinander und mit Betroffenen und Angehörigen bedarf zusätzlicher Anstrengungen. Wie eine zeitgemäße Wundversorgung aussehen und Versorgungsprozesse optimiert werden können, berichteten Experten auf dem von HARTMANN initiierten Symposium „Sicherstellung der Kontinuität in der Wundversorgung“ anlässlich des Deutschen Wundkongresses am 09. Mai in Bremen. 

DBfK

Praktikable Lösungen gegen Defizite beim Entlass-Management von Schmerz-Patienten nötig

Berlin (4. Juni 2019) – Anlässlich des heutigen bundesweiten Aktionstags gegen den Schmerz weist der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf riskante Lücken in der Überleitung von Schmerz-Patienten aus dem Krankenhaus in die weitere Betreuung hin. „Vor zwei Jahren schon haben wir mit einer Umfrage gezeigt, wie problematisch Übergänge und Schnittstellen gerade für Schmerz-Patienten sind. Das Risiko von Versorgungsbrüchen ist bei Überleitung zwischen den Sektoren besonders groß und kann gravierende Folgen haben“, sagt DBfK-Sprecherin Johanna Knüppel.

DBfK startet neue Online-Umfrage „Teilzeitarbeit in der Pflege"

Berlin (3. Juni 2019) - Seit 1. Juni ist die neue Umfrage des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) zu „Teilzeitarbeit in der Pflege“ online. Zum Mitmachen laden wir alle Pflegefachpersonen ein, die in der direkten Pflege tätig sind und entweder in regulärer Teilzeit oder mit einem „Arbeit auf Abruf Vertragsmodell“ arbeiten.

 

15 Abb System angewendet klDiabetes-Kongress 2019

Autonomes und personalisiertes Typ-1-Diabetes-Management mit dem Hybrid-Closed-Loop-System von Diabeloop

  • Aktuelle Publikation in „The Lancet Digital Health“ zeigt positive Ergebnisse der Diabeloop SP7 Studie mit dem DBLG1TM-System

Paris, Frankreich / Berlin (31. Mai 2019) – Das französische Unternehmen Diabeloop ermöglicht Menschen mit Typ-1-Diabetes durch die Entwicklung eines bahnbrechenden Hybrid-Closed-Loop-Systems Zugang zu einem personalisierten und automatisierten Diabetes-Management. Die Veröffentlichung der SP7-Studienergebnisse1 in „The Lancet Digital Health“ zeigt nun: Das DBLG1™-System verbessert die Blutzuckerkontrolle und reduziert das Risiko von Hypoglykämien im Vergleich zur sensorgestützten Insulinpumpen-Therapie bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes deutlich. Damit setzt Diabeloop einen wichtigen Meilenstein für die nächste Generation an Typ-1-Therapie.

Abb.1 Dexcom G6 rtCGMDiabetes-Kongress 2019

Neue Untersuchungen bestätigen: Hypoglykämie-Voralarm des Dexcom G6 rtCGM-Systems und die SHARE-Funktion bilden wichtige Bausteine für optimales Diabetes-Management

Berlin (29. Mai 2019) – Eine Diabetes-Erkrankung ist für die Betroffenen nicht nur eine körperliche, sondern auch eine seelische Belastung. Wird die Erkrankung diagnostiziert, sind Schreck und Verunsicherung erst einmal groß – und das Coping kann vielen Patienten nicht nur direkt nach der Diagnose, sondern häufig ein Leben lang schwerfallen. So wird ein Diabetes häufig durch psychische Beschwerden wie Sorgen, Ängste und Stress begleitet. Dies kann bis hin zu depressiven Verstimmungen führen – etwa jeder zehnte Diabetiker in Deutschland leidet sogar an einer manifesten Depression. Die Prävalenz der psychischen Erkrankung ist bei Diabetikern doppelt so hoch, wie in der gesunden Bevölkerung in Deutschland.(1)

Diakonie Deutschland und DEKV

Klare Verantwortungen und mehr Praxisanleitung für Anästhesietechnische und Operationstechnische Assistenten

Berlin (21. Mai 2019) - Der Referentenentwurf des Gesetzes über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) sieht erstmals eine bundesweit einheitliche und staatlich anerkannte Ausbildung in diesen Berufen vor.

ThoraxMonitoring Fraunhofer IPAIntensivmedizinische Pflege von Frühchen

Sanftere künstliche Beatmung

Mannheim (16. Mai 2019) - Künstliche Beatmung ist häufig das letzte Mittel, um ein Leben zu retten. Leider geht sie oft mit akuten oder chronischen Lungenschädigungen einher – besonders, wenn das Beatmungsgerät gegen den Patienten arbeitet. Forscher der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie PAMB entwickeln derzeit ein schonenderes Verfahren. Es ist auf der Sensor+Test zu sehen.

Für Argumente pro und kontra fehlen belastbare Studiendaten

Medikamenten-Verblisterung für Pflegeheime: Viel diskutiert, aber kaum erforscht

Köln (14. Mai 2019) - Bei der Verblisterung portioniert und verpackt die Apotheke (oder ein von ihr beauftragter Dienstleister) die verordneten Medikamente einer Patientin oder eines Patienten nach Wochentagen und Tageszeiten sortiert in individuelle durchsichtige Verpackungen (Blister). So sieht man auf einen Blick, wann welche Tabletten zu nehmen sind und ob man an alle Einnahmen gedacht hat. Seit einigen Jahren wird in Deutschland breit und kontrovers diskutiert, ob eine vermehrte Verblisterung für Pflegeheimbewohner geeignet ist, das System der Pflege zu entlasten und die Versorgung der Heimbewohner nachhaltig zu verbessern. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat deshalb das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt zu prüfen, welche Erkenntnisse es dazu unter anderem aus Studien gibt. Der Bericht liegt nun vor.

DBfK

Versorgung sichern durch erweiterte und spezialisierte Rollen der Pflege

Berlin (13. Mai 2019) - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat die Fachtagung „Advanced Nursing Practice – erweiterte Pflegepraxis nach internationalem Vorbild etablieren“ durchgeführt. Als roter Faden zog sich hindurch: Was ist erforderlich, damit dies auch im deutschen Gesundheitssystem gelingt? Internationale Studien belegen eine hochwertige Versorgung durch Advanced Nurse Practitioner (APN), die sowohl in Krankenhäusern als auch in der Primärversorgung erweiterte pflegerische Rollen übernehmen. Sie werden auch in Deutschland dringend benötigt, wegen der veränderten Versorgungsbedarfe (z.B. bei chronischen Erkrankungen) oder der Ausdünnung der Hausarztpraxen.

Wuppertaler Studie bestätigt positiven Einfluss von Farbe und Licht auf Intensivstationen

Wuppertal (10. Mai 2019) - Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal hat in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal in einer einjährigen Forschungsstudie die Wirkung von Farbe und Licht auf Patienten und Personal der Intensivstation untersucht. Jetzt wurden erste signifikante Ergebnisse vorgestellt. Die weltweit größte Forschungsstudie des Helios Universitätsklinikum Wuppertal wurde in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal über einen Zeitraum von 24 Monaten (Oktober 2017/2018) auf den Intensivstationen des Klinikums in Barmen durchgeführt. In enger Abstimmung der beiden Kooperationspartner wurde untersucht, welchen Einfluss ein neues Farb- und Lichtkonzept der Intensivstation auf den Menschen nimmt.

DAC-Kongress 2019 in Leipzig

Therapie der präoperativen Eisenmangelanämie –
Empfehlungen für den klinischen Alltag

  • Eine präoperative Anämie kommt bei fast 40 % der Patienten vor und ist ein ungünstiger Prognosefaktor für das Behandlungsergebnis von geplanten, operativen Eingriffen.1,2 Sie geht einher mit einem größeren Transfusionsbedarf1, einem erhöhten Risiko für Infektionen1, Nierenschädigungen1 und Sterblichkeit1 sowie einer längeren Kranken-hausverweildauer3 und erhöhten Krankenhauskosten4.
  • Die häufigste Form der präoperativen Anämie ist die Eisenmangelanämie.5 Die Diagnostik und Behandlung einer präoperativen Eisenmangelanämie ist wichtiger Bestandteil des multidisziplinären Patient Blood Management-Konzepts5,6 und wird in einer Reihe von Leitlinien empfohlen2,7-10.
  • Klinische Studiendaten zu Patienten mit präoperativer Eisenmangelanämie zeigten, dass eine intravenöse (i.v.) Therapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®)*11 die Eisen-homöostase rasch12 und nachhaltig13-15** wiederherstellen kann und dabei sowohl den Transfusionsbedarf13-15** als auch die Krankenhausverweildauer senkt13,14**.

Leipzig (9. Mai 2019) - Fast 40 % der Patienten, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen, leiden an einer präoperativen Anämie, unabhängig von der Art der Operation.1 Patienten in der Allgemeinchirurgie sind in 39 % der Fälle betroffen1, gefolgt von Patienten, die einen Hüft- oder Kniegelenksersatz erhalten (35 %)9, sowie Patienten, mit nicht-kardiochirurgischen (34 %)7 oder gefäßchirurgischen Operationen (33 %)16. Ältere Patienten haben noch ein deutlich höheres Risiko.17

DMP Typ-2-Diabetes

IQWiG legt vorläufige Ergebnisse aus Leitlinien-Recherche vor

  • Aktualisierungsbedarf bei fast allen Versorgungsaspekten

Köln (8. Mai 2019) - Disease-Management-Programme (DMP) sollen in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden, um sie an den jeweiligen Stand des medizinischen Wissens anzupassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat deshalb aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zu Diabetes mellitus Typ 2 recherchiert, deren Empfehlungen zu Kernaussagen zusammengefasst und überprüft, ob sich aus ihnen ein Aktualisierungsbedarf ergibt. Die vorläufigen Ergebnisse liegen nun vor. Demnach sollten oder könnten fast alle Aspekte des DMP überarbeitet werden. Allerdings bilden auch die Leitlinien nicht alle für die Patientenversorgung wichtigen Fragen und Probleme angemessen ab. Bis zum 5. Juni können Interessierte Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

BZgA gibt Tipps zum Welthändehygienetag

So geht gründliche Händehygiene

Bonn (5. Mai 2019) - Händehygiene ist eine wirkungsvolle Methode, um sich und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Daran erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Welthändehygienetages am 5. Mai 2019. Wer seine Hände effektiv waschen will, sollte einige einfache Grundregeln beachten: Beispielsweise sollten die Handinnenflächen, Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen gründlich eingeseift werden.

Wundheilung mit der Kraft der Nanofaser

Mainz (29. April 2019) – Die Heilung von Verletzungen, insbesondere von durchtrennten Nervenbahnen, erfordert heutzutage aufwändige Methoden, wie z. B. das Zusammennähen der beiden entstandenen Nervenstümpfe. Wissenschaftler des Arbeitskreises von Prof. Tanja Weil (Max-Planck-Institut für Polymerforschung) haben nun unter der Leitung von Dr. Christopher Synatschke in einer Kooperation mit Forschern um Prof. Bernd Knöll vom Institut für Physiologische Chemie der Universität Ulm ein neuartiges Biomaterial entwickelt, welches die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützen könnte.

Abbildung Kantonsspital AarauPublication in Lancet

Individuelle Ernährung zeigt Nutzen bei Spitalpatienten

Basel, Schweiz (26. April 2019) - Durch eine individualisierte Ernährung nehmen Spitalpatienten nicht nur mehr Proteine und Kalorien zu sich, sondern es verbessern sich auch die klinischen Ergebnisse der Behandlung. Das zeigt eine Studie von Forschenden der Universität Basel und des Kantonsspitals Aarau in der Fachzeitschrift «The Lancet». Wer wegen einer Erkrankung nicht mehr richtig essen und trinken kann, läuft Gefahr, zu wenig Proteine und Energie zu sich zu nehmen. In den medizinischen Abteilungen von Spitälern ist von diesem Phänomen über ein Drittel der stationären Patienten und Patientinnen betroffen.

Patient Blood Management

Auch ultrakurze Therapie vor Operationen hilft Bluttransfusionen zu vermeiden

Zürich, Schweiz (26. April 2019) - Bluttransfusionen sind belastend und ein zusätzliches Risiko für Patienten. Eine gross angelegte Studie unter der Leitung von Prof. Donat R. Spahn, Direktor des Instituts für Anästhesiologie am Universitätsspital Zürich, zeigt nun, dass Patienten auch noch von kurz vor einer Operation angewandten Massnahmen profitieren, die Bluttransfusionen reduzieren.

Eine neue Studie liefert Antworten

Wer pflegt wen, in welchem Alter, wo und wie?

Berlin (26. April 2019) - Deutschland ist ein Land des langen Lebens. Das ist erfreulich, führt aber häufig dazu, dass immer mehr Menschen Pflege oder zumindest Unterstützung im Alltag benötigen. Diese Hilfe wird zu einem sehr großen Teil von Angehörigen und dem privaten Umfeld erbracht. Nun haben Ulrike Ehrlich und Nadiya Kelle, Wissenschaftlerinnen am Deutschen Zentrum für Altersfragen, erste Ergebnisse aus einem von ihnen entwickelten Fragenmodul für die Innovations-Stichprobe des Sozio-oekonomischen Panels vorgelegt. Auf dieser Grundlage vermittelt sich ein genaueres Bild der privat Pflegenden.

Erlangen DemenzforschungForschungsprojekt DemWG

Verbesserung der Versorgung von Menschen mit Demenz in Wohngemeinschaften

Erlangen (26. April 2019) - Eine umfassende Versorgung von Menschen mit Demenz und kognitiven Beeinträchtigungen in alternativen Wohnmodellen fördert das Forschungsprojekt DemWG, das ambulant betreute Wohngemeinschaften in Bayern, Berlin, Bremen und Hamburg einbezieht. Am Universitätsklinikum Erlangen leiten das neue Projekt Prof. Dr. Elmar Gräßel und PD Dr. Carolin Donath vom Zentrum für Medizinische Versorgungsforschung in der Psychiatrischen und Psychotherapeutischen Klinik (Direktor: Prof. Dr. Johannes Kornhuber). DemWG startet im April 2019.

Magnetic Particle Imaging (MPI)

TUHH und UKE entwickeln Bildgebungsgerät für die Schlaganfall-Intensivstation


Hamburg (26. April 2019) - Mit 17 Millionen Fällen pro Jahr weltweit ist der Schlaganfall die zweithäufigste Todesursache. Die häufigste ist dabei eine Durchblutungsstörung im Gehirn. Daher ist die Bestimmung der Hirndurchblutung eine wichtige Aufgabe bei der Diagnose von Gefäßerkrankungen wie Verschlüssen und intrazerebralen Blutungen. Auch nach erfolgreicher Diagnose besteht ein hohes Risiko eines erneuten Schlaganfalls oder einer Nachblutung, so dass die Patienten in den Tagen nach der Behandlung eine intensive Betreuung benötigen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben ein neues, diagnostisches tomographisches Bildgebungssystem entwickelt, das den Zugang zu einer Gehirndurchblutung in kurzen Abständen ermöglicht und somit schnell auf einen möglichen Schlaganfall hinweist. Die Studie „Human-sized Magnetic Particle Imaging for Brain Applications“ erscheint am 26. April 2019 im Fachmagazin Nature Communications.

Neues Infoangebot des DBfK zum Thema Rente

Berlin (24. April 2019) – Rente ist ein heißes Thema für Pflegende! Pünktlich mit 65 Jahren in Rente gehen – das war einmal: Seit 2012 steigt die Altersgrenze für die reguläre Altersrente jedes Jahr nach Geburtsjahr stufenweise an. Und das ist nicht das Einzige, was es beim Übergang vom Arbeitsleben in die Rente zu beachten gilt.