Pflege

Empfehlung des BfArM

Risikominimierung möglicher Fehlkonnektion von Beatmungsschläuchen in der Anästhesie

Bonn (12. September 2019) -- Dem BfArM sind Risikomeldungen bekannt geworden, bei denen Patientinnen und Patienten im Rahmen einer Narkoseeinleitung zu Schaden gekommen sind. In einigen Fällen konnten Fehler im Bereich der Konnektion der Beatmungsschläuche als Ursache ermittelt werden, die nicht bzw. zu spät als solche erkannt wurden und eine Beatmung der Patientin / des Patienten verhindert haben. Das BfArM hat diesbezüglich bereits Ende Januar 2019 eine gemeinsame Empfehlung mit der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) veröffentlicht (Gemeinsame Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) zu Narkosezwischenfällen durch Fehlkonnektion von Beatmungsschläuchen). Im Folgenden soll die damals getroffene Empfehlung um folgende Aspekte erweitert werden.

WHO Poster Pflegende Hebammen 2019 klDBfK

WHO-Poster zu Rolle und Potenzial von Pflegenden und Hebammen

Berlin (12. September 2019) -- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Pflege und die weltweite Situation in den Pflegeberufen vorrangig auf ihre Agenda genommen. Ihr Ziel ist es, alles daran zu setzen, dass professionell Pflegende in den jeweiligen Settings ihrer Tätigkeit gestärkt und unterstützt werden, weil sie eine zentrale Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung spielen. Hintergrund dieser WHO-Strategie ist das Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ für die Region Europa der WHO.

Physiotherapie

Viele junge Sportlerinnen leiden unter Inkontinenz – das müsste nicht sein

Idstein (11. September 2019) -- Es ist ein in der Gesellschaft weitgehend unbekanntes Phänomen: Viele Leistungssportler leiden unter Inkontinenz. Aufgrund ihrer biologischen Voraussetzungen sind vor allem Frauen betroffen. In manchen Sportarten liegt die Quote der Leidtragenden bei bis zu achtzig Prozent. Scham lässt die meisten jungen Frauen schweigen. Dabei könnte das Problem gut behandelt werden, sagt Prof. Dr. Birgit Schulte-Frei von der Hochschule Fresenius. Vorausgesetzt, Therapeuten und Sportvereine finden Wege der Zusammenarbeit. Bei der Ausbildung von Spezialisten sieht sie Hochschulen in der Pflicht.

Spezielle Verhaltenstherapie Computer und InternetsuchtSTICA-Studie belegt

Spezielle Verhaltenstherapie bei Computerspiel- und Internetsucht erfolgreich

Mainz (11. September 2019) -- Weltweit erste internationale, multizentrische, randomisiert-kontrollierte Behandlungsstudie „Short-term Treatment of Internet- and Computer game Addiction“ (STICA) belegt die nachhaltige Wirksamkeit einer strukturierten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Kurzzeitbehandlung von 15 Wochen bei Computerspiel- und Internetsucht. Die Studienergebnisse sind in der hochrangigen internationalen Fachzeitschrift „JAMA Psychiatry“ veröffentlicht.

Sepsis: Früherkennung rettet Leben

Innsbruck, Österreich (11. September 2019) -- In Europa erkrankt jährlich etwa eine halbe Million Menschen an einer Sepsis, in Österreich gibt es rund 18.000 Fälle pro Jahr, 7.500 sterben daran. Die Sepsis ist nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September soll helfen, das Bewusstsein für Sepsis zu erhöhen, um die frühzeitige Erkennung dieser schwerwiegenden Erkrankung zu fördern.

AWO zum Aktionstag Pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige endlich spürbar entlasten!

Berlin (6. September 2019) -- Wer Angehörige pflegt, bringt in der Regel viele Opfer. Dass es so ist, liegt auch an der unzureichenden Entlastung pflegender Angehöriger. Fast fünf Millionen Menschen in Deutschland sorgen für pflegebedürftige Angehörige. Davon sind zwei Drittel Frauen, die üblicherweise sowieso schon stärker durch Vereinbarkeitsfragen belastet sind als Männer. Anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Pflegende Angehörige“ am 9. September fordert die AWO deshalb deutlich mehr Unterstützung und angemessene Entlastungsleistungen.

ResCure Hydrogel WundgeleForscher des Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. werden mit dem MaterialVital-Preis 2019 der ProMatLeben-Initiative des BMBF ausgezeichnet

MaterialVital Preis 2019 für neuartige Hydrogel-Wundauflagen

Dresden (5. September 2019) – Frau Dr. Passant Atallah, Herr Dr. Lucas Schirmer, Herr Dr. Uwe Freudenberg und Herr Prof. Dr. Carsten Werner vom Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e.V. (IPF) erhalten den Preis „Beste Entwicklung im Bereich Polymere für den Gesundheitsbereich – größtes Innovationspotential“ der ProMatLeben-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für die Entwicklung einer neuartigen Hydrogel-Wundauflage zur Behandlung chronischer Hautwunden. Allein in Deutschland gibt es aktuell über 900.000 Patienten mit chronischen Wundheilungsstörungen, die häufig auch an Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen leiden.

Richtige Reihenfolge der Maßnahmen bei plötzlichem Herztod

AED-Apparate erst dann holen, wenn Herzdruckmassage ausgeführt wird

Nürnberg (5. September 2019) -- AED-Apparate erst dann holen, wenn Herzdruckmassage ausgeführt wird - Notärzte weisen auf die richtige Reihenfolge der Maßnahmen bei plötzlichem Herztod hin - „Woche der Wiederbelebung“ im September Nürnberg. Kompakte gelbe, rote oder grüne Elektroschockgeräte in transparenten Wandkästen sind inzwischen ein bekanntes Bild in Schwimmbädern, Stadtverwaltungen und Flughäfen.

Leitlinienprogramm Onkologie publiziert aktualisierte und erweiterte S3-Leitlinie Palliativmedizin

Palliativversorgung bei einer nicht-heilbaren Krebserkrankung

  • Acht neue Themengebiete in S3-Leitlinie aufgenommen

Berlin (28. August 2019) -- Unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V.  (DGP) wurde im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie die aus dem Jahr 2015 stammende S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht-heilbaren Krebserkrankung aktualisiert und um acht Kapitel erweitert. Die Leitlinie greift dabei unter anderem den Umgang mit dem Wunsch zu sterben sowie die Versorgung einer tumorbedingten Fatigue und maligner Wunden auf. Ziel der Leitlinie ist es, die Symptomkontrolle und somit auch die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und Ärzten sowie allen an der Versorgung beteiligten Berufsgruppen evidenzbasierte Handlungs-empfehlungen zu geben.

Bad Oeynhausen SchlafSchrittmacherLangzeit-Studie belegt nachhaltige Behandlungsvorteile bei zentraler Schlafapnoe

Schrittmacher-Therapie für Patienten mit Schlafstörungen

Bad Oeynhausen (23. August 2019) -- Die zentrale Schlafapnoe ist eine schwerwiegende Erkrankung, welche vornehmlich als nächtliche Atmungsstörung in Erscheinung tritt und das normale Atmungsmuster während des Schlafs stört, aber dabei auch Herzfunktion und Lebensqualität dauerhaft beeinträchtigen kann. Hier kann ein neuartiger Schrittmacher helfen, der Stimulationsimpulse an den Zwerchfellnerv abgibt und so das Auftreten der Aussetzer der Atemmuskulatur überbrücken kann. Das belegt nun eine weltweit durchgeführte Patientenstudie, in der die Langzeittherapieergebnisse über 36 Monate mit dieser neuartigen Behandlungsmethode des derzeit einzigen implantierbaren Geräts zur Behandlung von zentralen Atmungsstörungen (Typ Remedé, Hersteller Respicardia, USA), unter federführender Mitwirkung der Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie/Angiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Volker Rudolph am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, in der Fachzeitschrift SLEEP veröffentlicht wurde. Am HDZ NRW besteht mit dieser Technologie bereits eine jahrelange Erfahrung und zählt weltweit zu den Einrichtungen mit den meisten durchgeführten Implantationen.

Stellungnahme der DGIIN zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Rehabilitation und intensivpflegerischer Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung

Berlin (22. August 2019) -- Die DGIIN begrüßt in Übereinstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) ausdrücklich die vom Bundesgesundheitsministerium geplante Verbesserung der außerklinischen Beatmung, der Eindämmung des damit verbundenen Missbrauchspotentials und der Stärkung der Rehabilitation.

Pflegetag Niedersachsen

Krankenhäuser müssen Magneten für beruflich Pflegende werden

Hannover (20. August 2019) -- „Magnet Hospitals“ könnten zum Gelingen einer zukunftsfähigen Patientenversorgung beitragen Die Krankenhausversorgung in Deutschland befindet sich in einem kritischen Zustand. Stationsschließungen und die Gefährdung einer sicheren und flächendeckenden Versorgung sind bereits eingetreten oder stehen kurz bevor. Zur Lösung des Problems könnte die Etablierung von „Magnet Hospitals“ beitragen, welche die Rolle beruflich Pflegender im Krankenhaus gezielt fördern. DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner präsentierte das Konzept am 20.08.2019 auf dem Pflegetag Niedersachsen 2019.

CAU Kiel DarmbakterienDarmbakterien bei Typ-2-Diabetes

Das Übergewicht ist entscheidend

Kiel (20. August 2019) - Publikation in Cell Host&Microbe: Ein Kieler Forschungsteam konnte zeigen, dass Veränderungen in der Zusammensetzung der Darmbakterien bei Typ-2-Diabetes vor allem mit Übergewicht und Einnahmen von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten zusammenhängen und weniger mit der Diabetes-Erkrankung.

Max Plank InstitutBiomarker verraten Gesundheit im Alter

  • Forscher können die Anfälligkeit älterer Menschen für Krankheiten anhand bestimmter Substanzen im Blut erkennen

Köln (20. August 2019) -- Alternsforscher des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns und des Leiden University Medical Center (LUMC) wollen grundlegende Erkenntnisse aus der Forschung an Tiermodellen auf die Ursachen des Alterns im Menschen übertragen. Sie haben nun eine Kombination von Biomarkern im Blut entdeckt, die bei klinischen Studien helfen könnte, die Anfälligkeit älterer Menschen für Krankheiten abzuschätzen. Die Marker könnten möglicherweise auch für Studien an Tieren verwendet werden.

KZBV und GKV-SV stellen ersten gemeinsamen Evaluationsbericht vor

Kooperationen zwischen Zahnärzten und Heimen

Berlin (19. August 2019) -- Kooperationen von Zahnärztinnen und Zahnärzten mit Pflegeeinrichtungen sind ein echtes Erfolgsmodell für die Verbesserung der Mundgesundheit von gesetzlich versicherten Patienten in Heimen. Das ist ein zentrales Ergebnis des ersten gemeinsamen Evaluationsberichtes von Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) und GKV-Spitzenverband. Der Auswertung zufolge steht statistisch in jedem 3. Pflegeheim ein Kooperationszahnarzt im Sinne der Rahmenvereinbarung zur Verfügung, die KZBV und GKV-SV bei der Umsetzung der entsprechenden gesetzlichen Regelung im Jahr 2014 unter Mitwirkung der Träger von Heimen und Verbänden der Pflegeberufe getroffen hatten.

Innovationsfonds

Innovationsausschuss des G-BA entscheidet über Förderung von 59 weiteren Projekten zur Versorgungsforschung

Berlin (16. August 2019) – Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag die Förderung weiterer Projekte zur Versorgungsforschung beschlossen. Auf die fünf Förderbekanntmachungen vom Herbst 2018 sind insgesamt 197 Projektanträge eingegangen. Den Antragstellern werden nun die Begutachtungs-​ und Bewertungsergebnisse des Expertenbeirats und des Innovationsausschusses mitgeteilt. Die Förderbescheide werden nach dem Ablauf der verbindlichen Rückmeldefrist erstellt und versendet.

DBfK

Nachbesserungsbedarf bei Gesetzentwurf zur außerklinischen Intensivpflege

Berlin (16. August 2019) -- Mit der Gesetzesinitiative des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur außerklinischen Intensivpflege sollen die besonderen Bedarfe intensivpflegebedürftiger Versicherter angemessen berücksichtigt, eine qualitätsgesicherte und wirtschaftliche Versorgung nach aktuellem medizinischen und pflegerischen Standard gewährleistet und Fehlanreize und Missbrauchsmöglichkeiten beseitigt werden. Das ist grundsätzlich zu unterstützen.

Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur

Ausländische Pflegefachpersonen in deutschen Einrichtungen begrüßen

Frankfurt am Main (15. August 2019) – Hessisches Institut für Pflegeforschung erarbeitet Qualifizierungskonzept und Empfehlungskatalog zur Etablierung einer Willkommens- und Anerkennungskultur, die auf die Gestaltung eines wechselseitigen Integrationsprozesses setzt. „Um den Pflegenotstand in Deutschland einzudämmen, erweist sich die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte als ein wichtiges Instrument. Dabei wird deren Integration in das vorhandene Team entscheidend sein“, fasst Prof. Dr. Ulrike Schulze, Professorin für Pflegewissenschaft/Klinische Pflege an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) und Geschäftsführerin des Hessischen Instituts für Pflegeforschung (HessIP), zusammen. Deshalb führt das HessIP mit Sitz an der Frankfurt UAS seit 2015 das Forschungsprojekt TransCareKult im Hessischen Landesnetzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ durch.

Kurkuma, der gelbe Ingwer

Schaum für die Wunde

Dübendorf, Schweiz (15. August 2019) – Schlecht heilende Wunden und starke Vernarbungen sind mehr als nur ein kosmetisches Problem; sie können die Beweglichkeit und Gesundheit eines Menschen deutlich beeinträchtigen. Empa-Forschende haben nun einen Schaumstoff entwickelt, der übermässige Narbenbildung verhindern und der Wundheilung auf die Sprünge helfen soll. Eine essenzielle Zutat: Kurkuma, der gelbe Ingwer.

G-BA: Veranlasste Leistungen

Häusliche Krankenpflege: Versorgungsangebot für Wundbehandlung wird gestärkt

Berlin (15. August 2019) – Patientinnen und Patienten mit chronischen und schwer heilenden Wunden wird zukünftig ein bedarfsgerechteres Leistungsangebot der häuslichen Krankenpflege zur Verfügung stehen. Die derzeitigen Leistungen zur Wundversorgung wurden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) an den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst, neu strukturiert und um klarstellende Angaben zur Dauer und Häufigkeit der Maßnahmen ergänzt. Neben den verbesserten Leistungsansprüchen hat der G-BA am Donnerstag in Berlin auch die Grundlagen für die Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen beschlossen. Insbesondere mit folgenden Änderungen der Häusliche Krankenpflege-​Richtlinie (HKP-​RL) wird den Besonderheiten der Versorgung von chronischen und schwer heilenden Wunden Rechnung getragen:

dgatp logoPositionspapier der Deutschen Fachgesellschaft Aktivierend-therapeutische Pflege e.V. (DGATP)

Beziehungsarbeit in Bezug zu den Pflegepersonaluntergrenzen

Berlin (15. August 2019) -- Die Aktivierend-therapeutische Pflege (ATP) ist ein ressourcenorientierter pflegerischer Ansatz mit den Handlungsschwerpunkten: Aspekte der Beziehungsarbeit, Bewegung und daraus folgend die Selbstversorgung. Aus Anlass der Diskussion um die Pflegepersonaluntergrenzen (PPUG) möchte die Deutsche Fachgesellschaft Aktivierend-therapeutische Pflege e.V. aus ihrer Perspektive Position zum zentralen Handlungsschwerpunkt der Beziehungsarbeit einnehmen. Zum einen spart die aktuelle Diskussion die Beziehungsarbeit durch Pflegende aus, obwohl sie ein Schlüsselelement der pflegerischen Unterstützung ist. Zum anderen wurde zur Ermittlung der PPUG ausschließlich auf quantitative Daten wie z.B. Abrechnungsdaten aus den Krankenhäusern verwiesen ohne zu berücksichtigen welche qualitativ hochwertigen Interventionen im Bereich Beziehungsarbeit erbracht werden.

Intensivpflege

Mediziner fordern verbesserte Versorgung für außerklinisch künstlich beatmete Patienten

Berlin (13. August 2019) -- Gewinnmaximierung auf Kosten schwerkranker Patienten: Statt von der künstlichen Beatmung schnellstmöglich entwöhnt zu werden, werden Betroffene oft so lange wie möglich an Maschinen angeschlossen. Der Grund ist oft finanzieller Natur. Für die Versorgung eines Beatmungspatienten im eigenen Zuhause erhalten Anbieter pro Monat bis zu 25.000 Euro, spezialisierte Pflegeeinrichtungen verlangen von Angehörigen bis zu 3.000 Euro pro Monat. Diese Entwicklung will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit dem heute öffentlich gemachten Entwurf zum „Reha- und Intensivpflege-Stärkungsgesetz“ stoppen.

DDG empfiehlt Zweitmeinung per Telemedizin

Neues Versorgungskonzept beim Diabetischen Fußsyndrom DDG empfiehlt Zweitmeinung per Telemedizin

Berlin (12. August 2019) – Jeder vierte Diabetespatient bekommt im Laufe seines Lebens ein Diabetisches Fußsyndrom (DFS). Häufig werden Anzeichen der Erkrankung zu spät erkannt – dann bleibt Betroffenen unter Umständen nur die Entscheidung zur Amputation. Um Symptome rechtzeitig zu diagnostizieren und die richtige Behandlung einzuleiten, empfiehlt die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) eine Beratung mit DFS-Experten – auch per Telemedizin. Durch diese Videosprechstunden können behandelnde Ärzte eine Zweitmeinung einholen und so möglicherweise den Verlust der Extremität oder des Fußes vermeiden.

DZHIDischarge Heart Failure Nurse

„Entlass-Schwester“ koordiniert die Nachsorge

Würzburg (7. August 2019) -- Mit fast 400.000 Fällen pro Jahr ist die Herzinsuffizienz die häufigste Diagnose, die hierzulande zu Krankenhauseinweisungen führt. Das Risiko erneut hospitalisiert zu werden ist trotz therapeutischer Fortschritte extrem hoch. Um dem entgegen zu wirken und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern, startet am Uniklinikum Würzburg jetzt ein Pilotprojekt namens Discharge Heart Failure Nurse. Eine speziell ausgebildete Herzinsuffizienz-Pflegekraft schult die Patienten und managt sowohl die Entlassung als auch die Zuweisung zum Haus- und Facharzt für die poststationäre Weiterversorgung. Das Projekt wird von der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke gefördert.

IQWiG

Vakuumtherapie:
Hinweis auf Nutzen bei primärer Wundheilung

  • OP-Wunden schließen sich häufiger und schneller, Infektionen sind seltener / 23 % der Daten weiter unter Verschluss

Köln (7. Juli 2019) -- Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat seinen zweiten Abschlussbericht zur Nutzenbewertung der Vakuumversiegelungstherapie (VVS) bei Wunden vorgelegt. Gegenstand ist die intendierte primäre Wundheilung, also die Behandlung von Wunden, wie sie typischerweise bei einer Operation entstehen. Das Institut bescheinigt der VVS-Methode hier einen Hinweis auf einen höheren Nutzen im Vergleich zur herkömmlichen Wundversorgung. Bei beiden Bewertungen hat das Institut das Ergebnis herabgestuft, weil Studiendaten fehlen und die Aussagesicherheit deshalb vermindert ist. Denn die fehlenden Daten könnten den Nutzen oder den Schaden größer oder kleiner erscheinen lassen (Publikationsbias).

Deutsche Diabetes StudieSub-Typen von Typ-2-Diabetes weisen höheres Risiko für Fettleber und Neuropathie auf

Neue Diabetesklassifikation?

Düsseldorf (6. August 2019) -- Aktuelle Studien liefern Hinweise auf eine neue Betrachtung der bekannten Diabetes-Klassifizierung in Hinblick auf unterschiedlich hohe Risiken für Diabetes-assoziierte Komplikationen. Forscher des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und ihre Partner vom Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und der Universität Lund in Schweden haben nun verschiedene Cluster identifiziert, die die Aufteilung des Diabetes in Sub-Typen ermöglichen. Zwei dieser Untergruppen weisen ein höheres Risiko für Fettlebererkrankungen und Neuropathie auf. Entsprechend dem Konzept der Präzisionsmedizin verdeutlichen diese Ergebnisse die Notwendigkeit einer gezielten Diagnose und Behandlung für diese Patienten.

Häufig verkannt

Sonderformen des Diabetes – Die Ursachen sind vielfältig

Berlin (6. August 2019) -- Diabetes Typ 1, Diabetes Typ 2, Schwangerschaftsdiabetes – diese Stoffwechselerkrankungen sind allgemein bekannt. Was viele Hausärzte in Deutschland aber nicht wissen: Es gibt auch Sonderformen des Diabetes. Immer noch kommt es bei diesen Ausprägungen zu einer falschen Behandlung, weil sie nicht richtig diagnostiziert oder mit anderen Diabetesformen verwechselt werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) erklärt, wie die seltenere Diabetes-Untergruppe erkannt wird und was bei der Therapie beachtet werden muss.

BMG

Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne für neue Pflegeausbildung veröffentlicht

  • Pflegeschulen und die Träger der praktischen Ausbildungen erhalten konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung der neuen Ausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz

Berlin (1. August 2019) -- Ein wichtiger nächster Schritt zur neuen Ausbildung: Für die Anfang 2020 beginnenden neuen Pflegeausbildungen stehen die Rahmenlehr- und Rahmenausbildungspläne ab sofort zur Verfügung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat die Rahmenpläne heute veröffentlicht. Pflegeschulen und die Träger der praktischen Ausbildungen erhalten damit konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung der neuen Ausbildungen nach dem Pflegeberufegesetz.

Empfehlung des BfArM

Nicht ausreichende Kennzeichnung von Sprechventilen

Bonn (31. Juli 2019) -- Im Rahmen der Mitwirkung in Ausschüssen im Deutschen Institut für Normung e.V (DIN) wurde dem BfArM bekannt, dass Zubehör für tracheostomierte Patientinnen und Patienten normativ zurzeit unzureichend beschrieben ist. Der deutsche Normungsausschuss für Medizinprodukte für das Atemwegssystem bemüht sich aktuell um eine Normerstellung auf internationaler Ebene bezüglich des Tracheostomiezubehörs. Insbesondere die hinweisende Sicherheit zu sogenannten Sprechventilen finde durch fehlende, normative Regulation zurzeit wenig Anwendung.

Gruppenbild Forschungsteam Muenchen Webformat 748ad7a15bDiabetesforschung

100.000 Babys auf erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes in der Freder1k-Studie untersucht

München (31. Juli 2019) – Es ist ein erster Meilenstein für eine der größten Kooperationen der Typ-1-Diabetes-Forschung in Europa: Die internationale Plattform GPPAD („Die Globale Plattform zur Prävention des Autoimmunen Diabetes“) hat länderübergreifend 100.000 Neugeborene auf ein erhöhtes genetisches Risiko für Typ-1-Diabetes getestet. Teilnehmer 100.000 ist der zwei Wochen alte Arthur aus Eilenburg in Sachsen.

BfArM

Gilenya® (Fingolimod):
Aktualisierte Anwendungsbeschränkungen in der Schwangerschaft

Bonn (26. Juli 2019) -- Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat empfohlen, dass das Multiple-Sklerose-Arzneimittelt Gilenya® (Fingolimod) nicht bei Schwangeren und bei gebärfähigen Frauen, die keine wirksame Verhütung anwenden, eingesetzt werden darf. Wenn eine Frau während der Einnahme von Gilenya® schwanger wird, muss die Einnahme des Arzneimittels beendet und die Schwangerschaft engmaschig überwacht werden, da der Wirkstoff Fingolimod das Ungeborene schädigen und Fehlbildungen verursachen kann.