Pflege

DIVI, DGIIN und DGAI lehnen Pläne für eine „Nephrologische Intensivmedizin“ entschieden ab

Berlin (12. November 2019) -- Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) plant die Einführung einer Zertifizierung für eine „Nephrologische Intensivmedizin“. In einer Stellungnahme vom 5. November, unterschrieben von den Präsidenten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), stellen sich die drei Fachgesellschaften diesem Vorhaben entschieden entgegen. Die Pläne der DGfN stünden diametral zur Intensivmedizin als ganzheitliches Behandlungskonzept und reduzierten den Patienten auf ein einzelnes Organ. Die Nephrologen setzen daraufhin jetzt ihre frisch eingeführte Zertifizierung aus – um jedoch im gleichen Atemzug zu erklären „verbunden mit der klaren Absicht, im intensiven Dialog und Austausch mit unseren internistischen und anästhesiologischen Kollegen die Rolle der Nephrologie in der Intensivmedizin zu präzisieren und zu stärken.“ DIVI, DGIIN und DGAI werden deshalb nicht müde zu betonen: Alle trennenden Aspekte in der Versorgung kritisch kranker Patienten sind nicht zielführend!

RKI

Erster Bericht der Nationalen Diabetes-Surveillance

Berlin (12. November 2019) -- Diabetes gehört in Deutschland und in vielen anderen Ländern zu den wichtigsten nichtübertragbaren Krankheiten. Das RKI hat anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November den ersten Bericht der Nationalen Diabetes-Surveillance vorgelegt. Ein Rückgang von Risikofaktoren des Typ-2-Diabetes wie Rauchen und Bewegungsmangel und Verbesserungen in der Versorgungsqualität, hingegen ein Anstieg beim Schwangerschaftsdiabetes – dies sind Beispiele für aktuelle Entwicklungen beim Thema Diabetes.

Herbsttagung der DDG

Fokus „Time in Range“:
Paradigmenwechsel in der Diabetestherapie?

Leipzig (9. November 2019) -- Möglichst optimal eingestellte Glukosewerte stehen in der Regel im Zentrum der Diabetestherapie und im Austausch mit dem Patienten. Durch jüngste Diskussionen und aktuelle Studienergebnisse rückt nun in der Betrachtung von Glukosewerten, neben dem Goldstandard HbA1c, die Time in Range (TiR, dt.: Zeit im Zielbereich) als weiterer Parameter für die Behandlung stärker in das Bewusstsein von Arzt und Patient, denn diese ermöglicht erweiterte Rückschlüsse zur Therapiequalität. Wird damit allmählich ein Paradigmenwechsel in der Diabetestherapie eingeläutet?

Typ-2-Diabetes

Frühzeitige Therapie mit Sitagliptin parallel zur Dosiserhöhung von Metformin

Berlin (8. November 2019) -- In der CompoSIT-M-Studie (Comparison of sitagliptin vs. placebo during metformin uptitration) wurde gezeigt, dass Patienten mit Typ-2-Diabetes von einer frühzeitigen Einleitung der Behandlung mit Sitagliptin (z.B. Xelevia®) bei gleichzeitiger Erhöhung der Metformindosis bis zur maximal tolerierten Dosis (max. 2000 mg täglich) profitieren [1]. Beobachtungen über einen Zeitraum von 20 Wochen zeigten, dass dieser frühzeitig kombinierte Therapieansatz die Erreichung des HbA1c-Zielwertes von < 7% – im Vergleich zur Dosiseskalation von Metformin ohne den Zusatz des DPP-4-Hemmers Sitagliptin – signifikant verbesserte [1]. Die gleichzeitige Gabe von Sitagliptin hatte keine klinischen Auswirkungen auf die Verträglichkeit, d.h., es kam zu keiner signifikanten Zunahme unerwünschter Ereignisse wie Hypoglykämien oder einer Erhöhung des Körpergewichts [1].

Patientenbedürfnisse im Blick

Für eine erfolgreiche Diabetestherapie ist der Weg das Ziel

Leipzig (8. November 2019) -- Die Diagnose Diabetes mellitus kann für die betroffenen Patienten eine komplette Neuordnung ihres Alltags bedeuten. Beginnend mit einer Lebensstilintervention mit mehr Bewegung, Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme bis  hin zu einer lebenslangen Notwendigkeit von einer medikamentösen Therapie. Die Erkrankung stellt hohe Anforderungen an die Betroffenen. Das Symposium „Patient Journey – Diabetes kompakt“ der BERLIN-CHEMIE AG, das im Rahmen der Diabetes Herbsttagung 2019 stattfindet, widmet sich diesen Herausforderungen. Die Experten zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, Patienten mit Diabetes erfolgreich auf ihrem Lebensweg zu unterstützen. 

„Digitaler Engel“

Assistenzsystem für leichtere Pflegearbeit

Dortmund (6. November 2019) -- Angespannte Patientinnen und Patienten, bedrückende Schicksale, hoher Zeitdruck – Pflegearbeit ist nicht nur körperlich, sondern auch psychisch und emotional besonders anstrengend. In Kooperation mit vier Projektpartnern wird das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) nun den Nutzen digitaler Assistenzsysteme im Pflegealltag erforschen. Der sogenannte „Digitale Engel“ soll die Arbeitskräfte unterstützen, um psychische Fehlbeanspruchung zu vermeiden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Pflegebrille 1Erste Projektphase abgeschlossen

Pflegebrille: Expertenwissen immer im Blick

Hamburg (4. November 2019) -- Im BMBF-geförderten Verbundprojekt Pflegebrille – Pflege mit Durchblick wird untersucht, wie der Einsatz einer Datenbrille mit Augmented-Reality-Technologie die Zusammenarbeit von professionell und informell Pflegenden verbessern kann. Die erste Projektphase ist nun abgeschlossen.

Medizinisches Cannabis

Evidenzbasierte Schmerztherapie mit Sativex®

Reinbek (4. November 2019) – Medizinisches Cannabis kann dazu beitragen, die Situation von Patienten mit schwer zu behandelnden neuropathischen Schmerzen deutlich zu verbessern. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den verschiedenen cannabinoidbasierten Therapeutika hinsichtlich Evidenz, Wirkstoffgehalt und Wirtschaftlichkeit. Dies stellt den Arzt vor die Frage, welches Cannabinoid am besten geeignet ist. Warum Sativex® (Nabiximols)1 als Cannabisarzneimittel der ersten Wahl angeboten wird, erklärte PD Dr. med. Michael Überall, Nürnberg, bei einem Pressegespräch im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses 2019 in Mannheim.

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Nursing the World to Health

Berlin (30. Oktober 2019) -- Das Motto des nächsten Internationalen Tags der Pflegenden am 12. Mai 2020 wird lauten: Nursing the World to Health. Damit fokussiert der International Council of Nurses (ICN) die große Bedeutung der professionellen Pflege für alle Menschen dieser Welt.

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene

Ausweitung der Meldepflicht für invasive Methicillin resistente Staphylococcus aureus (MRSA)-Infektionen auf alle invasiven Staphylococcus aureus Infektionen –  unabhängig von der Resistenz des Erregers

Berlin (28. Oktober 2019) -- Der Vorstand der DGKH prüft in regelmäßigen Abständen die Situation der Krankenhaushygiene in Deutschland und erstellt in Abhängigkeit der Risikosituation grundsätzliche Forderungen, die der Verbesserung der Krankenhaushygiene und der Risikoregulierung dienen:

ZQP logoZentrum für Qualität in der Pflege:

Infektionen vermeiden:
Tipps zur richtigen Händehygiene für Pflegende

Berlin (25. Oktober 2019) – Für pflegebedürftige Menschen stellen Infekte, wie Erkältungen oder Magen-Darm-Erkrankungen, ein besonderes gesundheitliches Risiko dar. Gute Händehygiene hilft, sie vor solchen Krankheitserregern zu schützen. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) gibt dazu die wichtigsten Tipps.

17521 bvmed bilderwelt intensivstation 7Krankenhaushygiene

BVMed fordert vollumfängliche Vergütung der Hygienekosten
in Praxen und Kliniken

Berlin (24. Oktober 2019) -- Der BVMed-Fachbereich "Nosokomiale Infektionen" (FBNI) setzt sich dafür ein, die im Rahmen von Behandlungen anfallenden Hygienekosten zur Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes in Arztpraxen und Kliniken vollumfänglich durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu erstatten. Diese Kosten sind bisher nicht in vollem Umfang Bestandteil der ärztlichen Vergütung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll weist in diesem Zusammenhang auf das Recht von Patienten und Mitarbeitern hin, in allen medizinischen Einrichtungen durch konsequente und adäquate Hygienemaßnahmen vor Infektionen geschützt zu werden. Für Ärzte und Kliniken sind diese Maßnahmen ein elementarer Bestandteil, der bislang jedoch nicht umfassend vergütet wird.

Vorsichtiger Optimismus

Neue Entwicklung beim Alzheimer-Wirkstoff Aducanumab

Düsseldorf (24. Oktober 2019) -- Der Biotechkonzern Biogen plant, für den Alzheimer-Wirkstoff Aducanumab 2020 einen Zulassungsantrag bei der US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) zu stellen. Das wäre der erste Schritt, um den Wirkstoff als Medikament auf den Markt zu bringen. Im März hatte der Konzern zwei Phase-3-Studien mit dem Antikörper gestoppt, weil es keine Hinweise auf eine klinische Wirksamkeit gegeben hatte. Damit galt die Entwicklung des Wirkstoffes zunächst als gescheitert.

Obstruktive Schlafapnoe

Anhaltspunkt für einen Nutzen der Unterkieferprotrusionsschiene

  • Unterkieferprotrusionsschiene kann Tagesschläfrigkeit ähnlich gut lindern wie die Atemwegsüberdruck-Therapie mit Schlafmaske

Köln (22. Oktober 2019) -- Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) untersucht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) derzeit, ob das Tragen einer Unterkieferprotrusionsschiene (UPS) bei obstruktiver Schlafapnoe nützt. Nach vorläufiger Auswertung der Studienlage sieht das Institut für den patientenrelevanten Endpunkt „Tagesschläfrigkeit“, das Leitsymptom der obstruktiven Schlafapnoe, einen Anhaltspunkt für einen Nutzen der UPS im Vergleich zu keiner Behandlung. Verglichen mit der Atemwegsüberdruck-Therapie per Schlafmaske (kurz:PAP-Therapie, PAP = Positive Airway Pressure) leiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Tagesschläfrigkeit einen Anhaltspunkt für eine Nichtunterlegenheit der UPS ab. Nachteile der UPS gegenüber der PAP-Therapie zeigten sich nicht.

Gesetzentwurf zur Organspende

Intensivmediziner sprechen sich mehrheitlich für Widerspruchslösung aus

Berlin (21. Oktober 2019) -- Zwei konkurrierende Gesetzesentwürfe zur Neuregelung der Organ- und Gewebespende werden derzeit im Bundestag diskutiert – bisher ohne Intensivmediziner anzuhören. „Hier müssen aber unbedingt Experten zu Wort kommen dürfen, die sowohl bei der Spendererkennung, aber vor allem in sämtliche Prozesse zur Realisierung einer Organspende verantwortlich eingebunden sind!“, befindet Professor Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler.

DBfK

Tipps zur Beurteilung von Arbeitsverträgen, Tarifen und Zusatzleistungen

Berlin (17. Oktober 2019) -- Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) veröffentlicht eine Handreichung mit praktischen Tipps für die Bewertung von Elementen des Arbeitsvertrags.

NarkosebildHeute ist Welttag der Anästhesiologie - Täglich weit über 45.000 Narkosen in Deutschland

„Die richtige Narkose trägt auch zur schnellen Heilung bei“

Nürnberg (16. Oktober 2019) -- Ob bei ambulanten oder stationären Eingriffen, ob im Rettungswagen draußen nach einem Unfall oder bei einer geplanten Operation im Krankenhaus: Ohne Narkose wäre ein Großteil der Medizin heutzutage undenkbar. Aber nicht nur das: „Durch moderne Verfahren und Techniken trägt die Anästhesie heute auch entscheidend zum Heilungsverlauf bei“, macht Professor Dr. Götz Geldner, Präsident des „Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten“ (BDA), deutlich. Ein Beispiel sind schonende und maßgeschneiderte Narkosen, die es dem Patienten ermöglichen, nach einer Operation besonders schnell wieder auf die Beine zu kommen. Geldner sieht die Anästhesie als die Abteilung im Krankenhaus, die sich besonders stark um die Sicherheit eines Patienten rund um einen Eingriff kümmert, angefangen von der Voruntersuchung zur Narkose über die lückenlose Überwachung während der Operation bis hin zur Betreuung später im Aufwachraum.

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zum "Sterbefasten"

Achtung des Patientenwillens hört nicht beim freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken auf

  • Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin veröffentlicht Positionspapier zum freiwilligen Verzicht auf Essen und Trinken (FVET)
  • Expertengremium: FVET ist nicht als Suizid zu bewerten
  • Medizinische Begleitung des FVET stellt keine strafbare Handlung dar
  • Entschluss aus freiem Willen ist zu respektieren
  • Aufklärung zu Folgesymptomen und Behandlung wichtig
  • Herausforderung und Belastung für An- und Zugehörige und für Team

Berlin (16. Oktober 2019) – „Wenn ein schwerstkranker Mensch aus freiem Entschluss nicht mehr essen und trinken will, um sein Sterben zu beschleunigen, dann ist das zu respektieren.“ betont Prof. Dr. Lukas Radbruch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). Es sei keine strafbare Handlung, die selbstbestimmte Entscheidung eines unerträglich leidenden Palliativpatienten medizinisch zu begleiten, heißt es in einem aktuellen Positionspapier des Vorstandes der Fachgesellschaft gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten. Vielmehr würde es den Straftatbestand der Körperverletzung erfüllen, einen Menschen gegen seinen Willen zu ernähren.

Studien-Protokoll der Wirksamkeitsstudie zu „DiaLife“ veröffentlicht

Kommt Diabetes-Schulungsprogramm für Angehörige in die Regelversorgung?

Berlin (15. Oktober 2019) – Das vom Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e.V. (VDBD) entwickelte Angehörigen-Programm „DiaLife“ wird derzeit wissenschaftlich evaluiert. Es soll künftig zum festen Bestandteil einer strukturierten Versorgung der Menschen mit Diabetes Typ 1 oder 2 werden. Dazu muss wissenschaftlich fundiert der Nachweis erbracht werden, welche Bedeutung die Angehörigen-Schulung für eine erfolgreiche Therapie der Patienten hat. Das jetzt erschienene Studienprotokoll gibt Einblicke in die Methode.

dbfk logoDBfK

Teilzeit als Ressource gegen Fachpersonalmangel?
Nicht bei „Weiter so“!

Berlin (14. Oktober 2019) -- Mit dem seit Januar geltenden Pflegepersonalstärkungsgesetz soll qualifizierte Pflegekapazität in den Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen aufgebaut und verstärkt werden. Auch die Konzertierte Aktion Pflege hat sich ausführlich dem Pflegefachpersonenmangel gewidmet und Maßnahmen in Aussicht gestellt, ihn kurz- und mittelfristig zu lindern. Große Hoffnungen der Politik ruhen dabei auf der hohen Teilzeitquote in den Pflegeberufen; durch Aufstocken ihrer Arbeitszeit könnten Teilzeitbeschäftigte eine positive Wende bewirken. Heute veröffentlichte Ergebnisse einer Online-Umfrage des DBfK dazu zeigen allerdings, dass die Pflegefachpersonen dazu eine ganz klare Haltung einnehmen.

Schmerzkongress 2019

Projekt PAIN2020 – handeln, bevor Schmerzen

  • Patienten mit Risiko für chronische Schmerzen können jetzt an Projekt teilnehmen

Mannheim (11. Oktober 2019) -- Nach eineinhalbjähriger Aufbauzeit sind bundesweit rund 20 schmerzmedizinische Zentren dem von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und der BARMER ins Leben gerufenen Projekt PAIN2020 beigetreten. Ab sofort können Patienten, die schon längere Zeit an Schmerzen leiden, an dem Forschungsprojekt teilnehmen. Interessierte erhalten beim Teledoktor der BARMER unter der Telefonnummer 0800 8484 333 weitere Informationen.

Diakonie Deutschland LogoDiakonie Deutschland

Ehrenamtliche Hospizarbeit vielfältiger und offener gestalten

Berlin (11. Oktober 2019) -- Diakonie-Präsident Ulrich Lilie fordert dazu auf, ehrenamtliches Engagement in der Hospizarbeit so zu gestalten, dass sich noch mehr unterschiedliche Menschen auf vielfältige Weise engagieren - und damit noch mehr unterschiedliche Menschen ansprechen.

Neue Daten zur Ernährungssituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen

Mangelernährung an der Tagesordnung

Berlin (10. Oktober 2019) – Wenn es um den Ernährungszustand der Deutschen geht, denken die meisten Menschen an Übergewicht. Doch auch Mangelernährung ist bundesweit ein großes Problem. Vor allem ältere und kranke, pflegebedürftige Menschen sind betroffen. Das bestätigt auch eine Vorabveröffentlichung des 14. DGE-Ernährungsberichts der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) mit aktuellen Zahlen zur Ernährungssituation in deutschen Krankenhäusern und Pflegeheimen, die im Rahmen des nutritionDays erhoben wurden. Fast ein Drittel der Patienten und ein Viertel der Bewohner zeigen Zeichen einer Mangelernährung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM), die an der gemeinsamen nationalen Aktion „nutritionDay für den DGE-Ernährungsbericht“ beteiligt war, nimmt die Veröffentlichung der Ergebnisse zum Anlass, auf die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährungsversorgung in Krankenhäusern und Pflegeheimen aufmerksam zu machen.

Potenzial ergänzender Therapien beim fortgeschrittenen M. Parkinson

Mit Safinamid motorische und nichtmotorische Symptomatik bessern

Berlin/Stuttgart (7. Oktober 2019) – Da die Standardtherapien zu Behandlung des M. Parkinson im Verlauf der Erkrankung häufig an ihre Grenzen stoßen, stellt sich früher oder später die Frage, mit welchen additiven Behandlungsformen sich weitere Verbesserungen für die Patienten erzielen lassen. Angestrebt wird dabei eine Beeinflussung nicht nur motorischer, sondern auch nichtmotorischer Beschwerden wie z.B. Schmerzen und Depressivität. Gute Erfahrungen werden seit einigen Jahren mit der Gabe von Safinamid (Xadago®) als Add-on gemacht, berichteten Experten auf einem von Zambon unterstützten Symposium im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Die dual wirksame Substanz mit ihrem gleichzeitig dopaminergen und glutamatergen Ansatz bietet Chancen zur Besserung unterschiedlichster Symptome im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung.

Waschmaschine KeimeHygieniker der Uni Bonn beweisen eine Übertragung auf Neugeborene

Waschmaschine verbreitete antibiotika-resistente Keime

  • Konsequenzen für das häusliche Umfeld?

Bonn (30. September 2019) -- Antibiotika-resistente Erreger können über Waschmaschinen verbreitet werden. Das haben Hygieniker der Universität Bonn für ein Kinderkrankenhaus nachgewiesen, in dem mehrfach ein Klebsiella oxytoca-Typ auf Neugeborene übertragen wurde. Glücklicherweise kam es zu keiner gefährlichen Infektion. Quelle war eine handelsübliche Waschmaschine, in der Kleidungsstücke der Neugeborenen gewaschen wurden. Dieser Fall lässt aufhorchen, zumal auch in Haushalten mit zu pflegenden Personen antibiotika-resistente Bakterien über die Waschmaschine übertragen werden könnten. In einer weiteren Studie soll dieser Verbreitungsweg genauer untersucht werden. Die Ergebnisse sind nun im Journal „Applied and Environmental Microbiology" veröffentlicht.

Wirksamkeit und Sicherheit in der MS-Therapie

Neue Daten zur Langzeitanwendung von MAVENCLAD® und Rebif®

  • Aktuelle 5-Jahres-Daten bestätigen Langzeitwirksamkeit von MAVENCLAD (Cladribin-Tabletten)
  • Neueste ECTRIMS-Daten von 8.500 Patienten zeigen das bekannte Sicherheitsprofil von Cladribin-Tabletten
  • Positive CHMP-Bewertung zum Einsatz von Interferon beta in der Schwangerschaft – soweit medizinisch indiziert – und Stillzeit unterstützt jetzt die kontinuierliche Rebif-Anwendung

Darmstadt (26. September 2019) – Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute im Rahmen einer Fachpresseveranstaltung beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V. neue Daten zu den MS-Therapien MAVENCLAD® (Cladribin-Tabletten) und Rebif® (Interferon beta-1a s.c.) vorgestellt. Eine aktuelle Post-hoc-Auswertung der CLARITY Extension Studie zeigt, dass 5 Jahre nach Beginn der Behandlung mit Cladribin-Tabletten 75,2 % der Patienten einen stabilen oder verbesserten EDSS-Score haben (53,9 % stabil; 21,3 % verbessert).(1) Auch in einer retrospektiven Analyse (CLARINET-Studie) hatten 64 % der Patienten 5 Jahre nach der letzten Dosis Cladribin keine Behinderungsprogression (EDSS) und 57 % waren schubfrei. Die CLARINET-Studie ist eine nicht-interventionelle, explorative Auswertung von 80 Patienten aus dem italienischen MS-Register, die mindestens eine Dosis in der CLARITY, CLARITY Extension und anderen Studien des Entwicklungsprogramms erhielten.(2)

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin begrüßt Lehreinheit zur letzten Lebensphase

Palliativversorgung endlich verbindlicher Teil der Grundausbildung von Pflegefachkräften

Berlin (24. September 2019) -- Das Thema Palliativversorgung wird jetzt auch in der Grundausbildung von Pflegefachkräften verbindlich abgebildet. Dies ist laut Deutscher Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) „ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu entsprechenden Kompetenzen am Patientenbett“, wie DGP-Vorstandsmitglied Katja Goudinoudis hervorhebt. Die DGP begrüßt, dass die Einheit „Menschen in kritischen Lebenssituationen und in der letzten Lebensphase begleiten“ im Umfang von 250 Stunden in den Rahmenlehrplan aufgenommen wurde. So können angehende Pflegefachfrauen und -männer nun grundlegende Kompetenzen erwerben, die sie für die allgemeine Palliativversorgung im Krankenhaus, der stationären Altenhilfe, der Eingliederungshilfe und der ambulanten Versorgung benötigen.

CHMP empfiehlt Zulassungsänderung von Rebif®
für den Einsatz während Schwangerschaft –
soweit medizinisch indiziert – und während Stillzeit

  • CHMP-Bewertung: Interferon beta (IFN-ß), einschließlich Rebif, ist eine Behandlungsoption bei schubförmiger Multipler Sklerose (MS), die während Schwangerschaft, sofern klinisch erforderlich, und Stillzeit fortgesetzt werden kann
  • Weltweit sind mehr als 2,3 Millionen Menschen an MS erkrankt;(1) Frauen doppelt so häufig betroffen wie Männer(2)
  • MS-Diagnose erfolgt meist im Alter von 20 – 40 Jahren,(1) also in der Lebensphase der Familienplanung

Darmstadt (23. September 2019) – Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute bekannt gegeben, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) eine positive Bewertung für die Zulassungserweiterung von Interferon beta, einschließlich Rebif, herausgegeben hat. Demnach können Frauen mit schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) während der Schwangerschaft, wenn dies klinisch angezeigt ist, und uneingeschränkt in der Stillzeit die Behandlung mit Rebif beginnen oder fortsetzen.

Nicht ohne Nebenwirkungen

DBfK-Papier zu Leiharbeit in der Pflege

Berlin (18. September 2019) -- Auch wenn sie nach wie vor mit einem Anteil von etwa 2% eine Nische geblieben ist, hat die Zeitarbeit in der Pflegebranche doch zunehmend Rückenwind bekommen und lockt mittlerweile auch Pflegefachpersonen mit hoher Qualifikation und stark nachgefragten Spezialisierungen an.

Narkoseärzte sind „Scout“ und „Bodyguard“ rund um eine Operation

Anästhesisten sorgen oft unbemerkt für Patientensicherheit

Nürnberg (17. September 2019) -- „Im Laufe eines Krankenhausaufenthaltes gibt es für einen Patienten immer wieder Momente, in denen er einer erhöhten Gefahr ausgesetzt ist“, sagt Professor Rolf Rossaint, Facharzt für Anästhesiologie und Präsident der „Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI). „Das lässt sich auch nicht immer vermeiden“, erklärt der Arzt weiter. Was für den Außenstehenden sehr besorgniserregend klingt, ist den Medizinern aber sehr bewusst und sie wissen, diese Gefahren vorauszusehen und zu bewältigen. Am heutigen internationalen „Tag der Patientensicherheit“ wollen sie auf diesen Zusammenhang besonders aufmerksam machen.

Empfehlung des BfArM

Risikominimierung möglicher Fehlkonnektion von Beatmungsschläuchen in der Anästhesie

Bonn (12. September 2019) -- Dem BfArM sind Risikomeldungen bekannt geworden, bei denen Patientinnen und Patienten im Rahmen einer Narkoseeinleitung zu Schaden gekommen sind. In einigen Fällen konnten Fehler im Bereich der Konnektion der Beatmungsschläuche als Ursache ermittelt werden, die nicht bzw. zu spät als solche erkannt wurden und eine Beatmung der Patientin / des Patienten verhindert haben. Das BfArM hat diesbezüglich bereits Ende Januar 2019 eine gemeinsame Empfehlung mit der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) veröffentlicht (Gemeinsame Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) zu Narkosezwischenfällen durch Fehlkonnektion von Beatmungsschläuchen). Im Folgenden soll die damals getroffene Empfehlung um folgende Aspekte erweitert werden.