Parkinson

"Störfeuer" aus dem Gehirn lässt die Patienten zittern

Jülicher Forscher klären Ursache für Parkinson-Tremor auf

 

Jülich (11. Juli 2008) - Typisches Symptom der Parkinson-Erkrankung ist das Zittern der Patienten. Einer Gruppe von Wissenschaftlern, darunter Professor Peter Tass vom Forschungszentrum Jülich, ist nun ein wesentlicher Schritt gelungen, den Mechanismus offenzulegen, der hinter diesem so genannten Tremor steckt: Nervenzellverbände in der Tiefe des Gehirns treiben selbst den Tremor an. Die Entdeckung bestätigt Tass' Forschungsarbeit für eine Therapie von Parkinson. Ein neuer Hirnschrittmacher soll die Zellen nachhaltig aus dem krankhaften Gleichtakt bringen.

Morbus Parkinson:

Langfristig beweglich mit Pramipexol

Neben den medikamentösen Optionen werden auch übende Behandlungsmethoden wie Krankengymnastik, Sport- oder Ergotherapie für eine bessere Beweglichkeit der Parkinson-Patienten eingesetzt. Photo: Thomas Backe 

Berlin-Beelitz (8. Mai 2008) - Parkinson hat viele Gesichter: bei jedem Patienten zeigen sich die Kardinalsymptome Rigor, Tremor und Akinese in unterschiedlicher Kombination und Ausprägung. Gemeinsam ist allen Verläufen der fortschreitende Verlust willkürlicher Beweglichkeit. In einem Workshop (1) wurden unter dem Vorsitz von PD Dr. Ebersbach, Parkinson-Fachklinik Beelitz-Heilstätten, Therapieansätze vorgestellt und diskutiert, die Parkinson-Patienten langfristig beweglich erhalten können. Mit Dopaminagonisten wie Pramipexol (Sifrol®) lassen sich die klinischen Symptome des Parkinson effektiv kontrollieren und im Vergleich zu L-Dopa können langfristig motorische Spät-Komplikationen minimiert werden.

Neupro®: Erweiterung der Zulassung jetzt auch zur Kombinationstherapie

 

Parkinson-Pflaster nun auch zugelassen zur Behandlung im fortgeschrittenen Stadium des idiopathischen Morbus Parkinson

 

Frankfurt am Main/Monheim (9. Februar 2007) -  Für das Parkinson-Pflaster Neupro® hat jetzt die Europäische Kommission die Zulassung auch für die Therapie von Parkinson-Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung in Kombination mit L-Dopa erteilt. Eine statistisch signifikante Reduzierung der Off-Phasen, eine Steigerung der On-Phasen ohne störende Dyskinesien und die einfache Kombinierbarkeit mit L-Dopa und anderen Medikamenten waren die ausschlaggebenden Argumente für die Zulassungserweiterung des innovativen Pflasters.

Die Grundlage für diese Entscheidung bilden u.a. positive Daten aus der doppelblinden Plazebo- und Verum-kontrollierten CLEOPATRA-PD-Studie, in der das Parkinson-Pflaster mit einer Wirkstärke von bis zu 16 mg/24 h Rotigotin gegen Pramipexol getestet wurde. Die Studie mit 506 Patienten zeigte, dass Neupro eine signifikante Reduktion der Off-Zeiten um 2,44±0,20 Stunden erreichte. Unter Plazebo betrug die Reduktion in der Studie 0,88±0,29 Stunden. Im Vergleich zu Pramipexol zeigte sich Rotigotin in vergleichbaren Dosierungen als ähnlich wirksam.. In der Steigerung der On-Zeiten ohne störende Dyskinesien schnitt Rotigotin mit 2,8 Stunden ebenfalls sehr gut ab. Prof. Heinz Reichmann, Dresden, dazu: „Zwei Stunden weniger Off bedeuten zwei Stunden mehr On für jeden Patienten.“ Und somit zwei Stunden mehr gezielte und kontrollierte Bewegung.

Neurologen untermauern Forderung nach Einschluss der Lebensqualität als Zielparameter von Studien über Parkinson-Therapien

 

Aktuelle Meta-Analyse von Prof. Deuschl und Prof. Martinez-Martin in der aktuellen Ausgabe von „Movement Disorders“ zeigt klare Evidenzlage auf

 

Düsseldorf (8. Mai 2007) - Die Tiefe Hirnstimulation (Activa-Therapie®) erfüllt als eine der wenigen  Therapien der Parkinson-Krankheit den höchsten wissenschaftlichen Anspruch an medizinische Studien in Bezug auf die Verbesserung der Lebensqualität und  besondere Wirksamkeit. Dies haben die Neurologen Prof. Dr. med. Günther Deuschl von der Universitätsklinik Schleswig Holstein und Prof. Pablo Martinez-Martin vom Nationalen Zentrum für Epidemiologie in Madrid festgestellt. Das Ergebnis ihrer aktuellen Recherche ist Ende April 2007 in dem renommierten Fachjournal „Movement Disorders“ erschienen.

Pflaster ist nicht gleich Pflaster

Wirkstoffpflaster in der Anwendung

 

Hamburg (1. März 2007) - Transdermale Pflaster (Wirkstoffpflaster „durch die Haut“) werden heute in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt. Ihr Vorteil ist, dass sie über längere Zeit eine konstante Wirkstoffkonzentration im Blut aufrecht-erhalten. Beispiele sind Östrogenpflaster für Frauen in den Wechseljahren, Nikotinpflaster zur Raucherent-wöhnung oder auch das Pflaster zur Behandlung von Parkinson.

Neupro®: Fortschritte für fortgeschrittene Parkinson-Patienten

Das Parkinson-Pflaster – eine neue Therapie-Option auch in der Spätphase des idiopathischen Morbus Parkinson

 

Frankfurt am Main / Monheim (9. Februar 2007) - Das Ziel einer medikamentösen Therapie des Morbus Parkinson besteht überwiegend darin, den Dopaminmangel im Gehirn auszugleichen. Nachdem sich Neupro® im vergangenen Jahr als Therapie für Parkinson-Patienten im Frühstadium (d.h. ohne L-Dopa) bewährt hat, erweitert es nun die Optionen für Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung. Die Europäische Kommission hat die Zulassung zur Anwendung von Neupro in Kombination mit L-Dopa erteilt.

 

Gerade für Patienten, die sich im fortgeschrittenen Stadium der Parkinson-Krankheit befinden, bietet Neupro® sowohl aufgrund des Wirkstoffs Rotigotin als auch durch die innovative Applikation in Form eines Pflaster, große Vorteile. Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium profitieren von der kontinuierlichen transdermalen Wirkstoffzufuhr und der guten Verträglichkeit des non-ergolinen Dopamin-Agonisten. Wie aktuelle Studien zeigten, ist Neupro auch in der Kombination mit L-Dopa wirksam.

Maßgeschneiderte Parkinson-Therapie im fortgeschrittenen Stadium

Neupro: von der Art der Anwendung profitieren Patienten

 

Frankfurt am Main/Monheim (9. Februar 2007) - Das Parkinson-Pflaster Neupro® ist seit Januar auch für die Behandlung von Parkinson-Patienten im fortgeschrittenen Stadium zugelassen. Entscheidend für die Zulassungs-erweiterung waren nicht nur die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit des non-ergolinen Dopamin-Agonisten Rotigotin in Pflasterform, sondern auch die geringe Interaktion mit L-Dopa und anderen Medikamenten. Neupro® bewährt sich in Deutschland bereits seit März 2006 zur Behandlung von Parkinson-Patienten im frühen Krankheitsstadium.

Neupro® bietet Ärzten aufgrund der speziellen Pharmakokinetik seines Wirkstoffs Rotigotin und der innovativen Applikationsform als transdermales Pflaster auch große Vorteile zur Behandlung von Patienten im fortgeschrittenen Stadium von Morbus Parkinson. Die Therapie von Patienten im fortgeschrittenen Stadium stellt an den behandelnden Arzt viel komplexere Anforderungen als die Behandlung von neu diagnostizierten Parkinson-Patienten. So reicht bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung häufig die Therapie mit Dopamin-Agonisten allein nicht aus und muss z.B. mit L-Dopa unterstützt werden. Bei der Langzeittherapie mit L-Dopa können jedoch starke Nebenwirkungen wie Dyskinesien auftreten. Auch das so genannte Wearing-Off-Syndrom, bei dem das Medikament am Ende des Dosisintervalls seine Wirkung nicht mehr entfaltet, wurde verstärkt beobachtet. Daher empfiehlt die DPG (Deutsche Parkinson Gesellschaft), besonders bei Patienten unter 70 Jahren den Einsatz von L-Dopa so lange wie möglich hinauszuzögern und die Dosis so gering wie möglich zu halten.

Neues Screeninginstrument für Patienten mit Parkinson-Demenz

PANDA – einfach, objektiv, zeitökonomisch

 

Frankfurt am Main (29. November 2006) - Motorische Symptome stehen zwar auf den ersten Blick im Vordergrund der Par­kinson-Erkrankung, doch bilden sie häufig nur eine Facette ab. Knapp jeder zweite Parkinson-Kranke (ca. 40 Prozent) entwickelt im Ver­lauf der Erkrankung eine Demenz.[i] Bislang blieb diese neuropsychiatrische Beglei­terscheinung der Parkinson-Krankheit oft unentdeckt. Mangels geeigneter Testverfahren gelang es im Rahmen der Routineuntersuchungen oft nicht, diese charakteristischen, für die Alltags­kompetenz der Betroffe­nen sehr relevanten Defizite zu erfassen. Am häufigsten zeigen sich die kog­nitiven Störungen bei den Parkinson-Patienten im Bereich von Auf­merksamkeit, Exekutivfunktionen (u. a. kognitive Flexibilität, Planen und Strategiebildung), Gedächtnis und visuell-räumlichen Fähig­keiten.

Wird der Stellenwert der Parkinson-Demenz unterschätzt?


Prof. Dr. med. Rudolf F. Töpper

 

Frankfurt am Main (29. November 2006) - In den letzten Jahren wird den nicht-motorischen Störungen bei Parkinson-Pa­tienten ver­mehrt Aufmerksamkeit geschenkt, da diese erheblich zur Einschrän­kung deren Lebensqualität beitragen. Neben vegetativen Störungen (z. B. ortho­statische Hypotension und Blasenstörun­gen) und Schlaf­störungen sind es vor allem neuropsychiatrische Symptome, die viele Patienten beeinträchtigen. Ebenso wie für die motorischen Symptome gibt es inzwischen Evidenz-basierte Therapierichtlinien für die Behandlung der nicht-motorischen Symptome.

Parkinson-Demenz:

Diagnostische und therapeutische Herausforderungen in der Praxis

 

Von Dr. med. Ilona Csoti

 

Frankfurt am Main (29. November 2006) - Zwei von fünf Parkinson-Patienten entwickeln im Verlauf ihrer Grunderkrankung eine Demenz. Und obwohl der damit verbundene Leidensdruck meist sogar grö­ßer ist als jener der motorischen Symptome, standen bislang keine spezifischen Therapieoptionen zur Verfügung. Mit der EXPRESS-Studie gelang erstmals bei einem großen Patientenkollektiv der Nachweis, dass der Cholinesterase­hemmer Rivastigmin (Exelon®) zu einer signifikanten Besserung der kognitiven Funktio­nen und auch des Verhaltens bei Patienten mit Parkinson-Demenz (PDD) führt.

Parkinson-Pflaster Neupro® - hautnah am Parkinson-Patienten

 

Düsseldorf (10. März 2006) - Die Parkinson-Therapie wird für viele in Zukunft leichter. Schwarz Pharma erhielt die europäische Zulassung für das Parkinson-Pflaster Neupro® für die Monotherapie des idiopathischen Morbus Parkinson. Der nonergoline Dopamin-Agonist Rotigotin wird kontinuierlich aus dem Matrix-Pflaster freigesetzt und über die Haut aufgenommen. Dies führt zu stabilen Plasmaspiegeln und damit zu kontinuierlicher Rezeptor-Stimulation. Parkinson-Patienten im Frühstadium profitieren von dieser konstanten Freisetzung des Wirkstoffs und brauchen sich weniger mit komplizierten Einnahme-Schemata für Tabletten auseinanderzusetzen. Dazu kommt, daß eine Reihe von Parkinson-Patienten Schluck-Beschwerden und eine Verzögerung der gastrointestinale Passage haben, die durch die Applikation des Parkinson-Pflasters umgangen werden.