Parkinson

Schützt Rauchen vor Parkinson?

 

Bozen, Italien (19. Mai 2010) - Rauchen verursacht Krebs – es könnte möglicherweise jedoch auch vor einer Parkinson-Erkrankung schützen. Zu diesem Ergebnis kommen verschiedene epidemiologische Studien. Dieser Zusammenhang ist bislang noch nicht eindeutig bewiesen worden, da einige Raucher dennoch erkranken.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass es eine genetische Veranlagung gibt, die – zusätzlich beeinflusst von bestimmten Umweltfaktoren – für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich ist.

Zeichnung zeigt Zittern

Spiralometrie: Einfacher Parkinson-Test für zu Hause

 

Abb.: Untersuchungsbogen mit Patientenzeichnung.Bochum (27. April 2010) - Das Zittern der Hände ist eines der Hauptsymptome der Parkinson-Krankheit; auch die Wirksamkeit von Medikamenten schlägt sich direkt in dieser Symptomatik nieder. Mediziner der Ruhr-Universität machen sich das zunutze: Anhand von Spiralzeichnungen, die per Computer standardisiert ausgewertet werden, können sie den Verlauf der Krankheit und die Medikamentenwirkung genau beobachten. Nachdem sie in den letzten Jahren Zehntausende Spiralzeichnungen ausgewertet haben, die in Arztpraxen angefertigt und nach Bochum gefaxt worden sind, testen sie jetzt den ersten Parkinson-Test für zu Hause. Interessierte Patienten können die Unterlagen beim Parkinson-Informations-Telefon unter der Nummer 01805/191909 anfordern.

Erblicher Risikofaktor für Parkinson identifiziert

Genvariante wirkt sich auf Vitamin B6-Stoffwechsel aus

 

München (11. Januar 2010) - Ein internationales Team von Ärzten und Humangenetikern hat einen neuen genetischen Risikofaktor für Morbus Parkinson identifiziert. Beteiligt waren das Institut für Humangenetik des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München, die Neurologische Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und die Mitochondrial Research Group der University of Newcastle upon Tyne, England.

"Unsere Studie zeigt das Zusammenspiel von erblichen Faktoren und Umwelteinflüssen wie etwa Nahrungsgewohnheiten bei der Entstehung des Morbus Parkinson," erklärt der Erstautor der Studie, Dr. Matthias Elstner von der Neurologischen Klinik der LMU und dem Helmholtz Zentrum. Die genomweite Expressions- und Assoziationsstudie bestätigt zudem, dass Vitamin B6-Status und -Stoffwechsel einen weitreichenden Einfluss sowohl auf das Krankheitsrisiko wie auch die Therapie der Erkrankung haben. (Annals of Neurology, Dezember 2009)

Boehringer Ingelheim erhält Marktzulassung von der Europäischen Kommission

Jetzt einmal täglich: Sifrol® Retardtablette bei Morbus Parkinson

 

Ingelheim (14. Oktober 2009) - Die Europäische Kommission hat die Marktzulassung für Sifrol® Retardtabletten zur symptomatischen Behandlung der idiopathischen Parkinson-Krankheit im frühen und fortgeschrittenen Krankheitsstadium in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Norwegen und Island erteilt. Die neue Formulierung bietet durch die verzögerte Wirkstofffreisetzung die Vorteile einer einmal täglichen Anwendung.

Die Marktzulassung beruht auf den eingereichten Ergebnissen klinischer Studien, nach denen das Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil der neuen Retardtablette mit dem der bewährten, dreimal täglich einzunehmenden Tablette mit sofortiger Freisetzung vergleichbar ist.(1-4)

Moderne Behandlungskonzepte bei psychiatrischen Störungen

 

Priv.-Doz. Dr. Georg Ebersbach

 

Nürnberg (24. September 2009) - Unter den im Rahmen der Parkinson-Erkrankung auftretenden psychiatrischen Störungen haben depressive Syndrome, dementielle Prozesse und psychotische Störungen die größte Bedeutung. In letzter Zeit wurde außerdem mehr Aufmerksamkeit auf durch die Parkinson-Erkrankung oder die dopaminerge Medikation induzierte Impulskontrollstörungen gerichtet.

 

Moderne Handlungskonzepte bei Wirkungsfluktuation und Freezing

 

Prof. Dr. Heinz Reichmann

 

Nürnberg (24. September 2009) - Spätkomplikationen des idiopathischen Parkinsonsyndromes sind von Seiten der Motorik Dyskinesien und Wirkfluktuationen im Sinne von Wearing-off und On-Off-Phänomenen. Es wird generell davon ausgegangen, dass diese Wirkfluktuationen durch das Absterben der dopaminergen Neurone und der dann fehlenden endogenen Dopamin-Produktion und Dopamin-Lagerung in den dopaminergen Nervenzellen zu erklären ist.

Autonome Störungen beim Parkinson–Syndrom

 

Prof. Dr. Wolfgang Jost

 

Nürnberg (24. September 2009) - Autonome Regulationsstörungen gehören zu den häufigsten Symptomen beim Parkinson-Syndrom. Dies gilt sowohl für die Frühphase, als auch den Verlauf der Erkrankung. Durch neuropathologische Untersuchungen wurde auch bestätigt, dass die Degeneration beim Parkinson-Syndrom nicht in der Substantia nigra sondern distal davon beginnt, wodurch die vegetativen Störungen in der Frühphase teilweise erklärt sind. Daneben kommt es auch zu degenerativen Veränderungen des peripheren, postganglionären autonomen Nervensystems, was mittlerweile auch diagnostisch genutzt wird.

Neurologen warnen vor Stammzellentherapie für Parkinson-Patienten

 

Nürnberg (23. September 2009) - Der Behandlung von Parkinson-Patienten mit so genannten adulten Stammzellen fehlt nach dem aktuellen Kenntnisstand jegliche wissenschaftliche Grundlage. Parkinson-Experten warnten am Mittwoch auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Nürnberg daher eindringlich vor Therapieangeboten, die für mehrere Tausend Euro vom XCell-Center in Köln und Düsseldorf angeboten werden.

Moderne Parkinsontherapie

Patientenakademie Neurologie am Universitätsklinikum Jena

 

16. September 2009

 

Jena (11. September 2009) - Die Parkinson'sche Erkrankung ist eine der häufigsten neurodegenerativen Erkrankungen, die allein in Deutschland etwa 300.000 Patienten betrifft. Die Zahl der tatsächlich Betroffenen wird von den Experten allerdings weit höher geschätzt. Das liegt daran, dass die Parkinson-Erkrankung schleichend beginnt und über Jahre unspezifische Symptome aufweisen kann. Treten dann die typischen Symptome wie eine Verlangsamung und Steifigkeit bei den Bewegungsabläufen, das Zittern der Hände und eine Gangstörung auf, wird häufig das erste Mal der Arzt aufgesucht. "Die motorischen Symptome der Parkinson'schen Erkrankung lassen sich mit den modernen Medikamenten und individuell angepassten Therapien zunächst sehr wirkungsvoll behandeln, zum Teil gibt es sogar Hinweise, dass diese Medikamente das Fortschreiten der immer noch nicht heilbaren Erkrankung verzögern", erklärt Prof. Dr. Christoph Redecker, Neurologe am Universitätsklinikum Jena.

DPG und DGN warnen vor Parkinson-Therapie mit adulten Stammzellen

 

Gemeinsame Presseerklärung der Deutschen Parkinson-Gesellschaft (DPG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

 

Wiesbaden / Berlin (23. Juni 2009) - Von verschiedenen Anbietern weltweit, seit einiger Zeit auch vom Kölner XCell-Center, wird Patienten, die an einem Morbus Parkinson leiden, eine Therapie mit aus ihrem Knochenmark gewonnenen Stammzellen angeboten. Die Stammzellen werden den Patienten direkt in die Gehirnflüssigkeit oder direkt in das Gehirn transplantiert oder intravenös injiziert. Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ist ein Nutzen dieser Therapie nicht gegeben.

Der neue Blick in das Gehirn

Ultraschalldiagnostik ermöglicht Früherkennung der Parkinson-Krankheit

 

Hamburg (23. Juni 2009) - Manchmal hilft der Zufall der Wissenschaft. So hat sich der Ultraschall in jüngster Zeit als Diagnosemethode für die Nervenerkrankung Morbus Parkinson etabliert. Damit lassen sich typische Veränderungen im Hirngewebe frühzeitig erkennen, die mit den bisher verfügbaren Methoden nicht zu sehen waren. Ärzte haben diese Fähigkeit des Ultraschalls bei einer ganz anderen Patientengruppe entdeckt: Jenen, die an Gefäßerkrankungen leiden und bei denen ein Ultraschallbild der Gefäße im Schädel zur Routineuntersuchung zählt. Über die neuen Möglichkeiten des Ultraschalls schreiben Prof. Dr. Christian Arning und sein Team der Asklepios Klinik Hamburg-Wandsbek im Asklepios-Ärztemagazin medtropole.

European Neurological Society (ENS) 2009: Neurologen tagen in Mailand

Parkinson: Zunehmende Aufmerksamkeit für nicht-motorische Störungen eröffnet neue Therapieoptionen

 

Mailand, Italien (22. Juni 2009) – Nicht-motorischen Beschwerden von Parkinson-Patienten wie Schlafstörungen, Depressionen oder anderen psychiatrischen Problemen widmen Neurologen zunehmende ihre Aufmerksamkeit, berichten Experten bei der Jahrestagung der Europäischen Neurologengesellschaft (ENS) in Mailand. Die neuen Erkenntnisse über diese Probleme eröffnen auch neue therapeutische Möglichkeiten.

Multisystematrophie (MSA):

Erste Genvariante entdeckt, die das Erkrankungsrisiko für diese schwere Form von Parkinson erhöht

 

Tübingen (24. März 2009) - Die Ursachen der Multisystematrophie (MSA), einer besonders schweren Form des Parkinson Syndroms, waren bislang völlig unbekannt. Forscher am Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (Tübingen) haben nun erstmals gezeigt, dass erbliche Genvarianten das Risiko, an einer Multisystematrophie (MSA) zu erkranken, deutlich erhöhen. Die im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) und in Zusammenarbeit mit mehreren europäischen und amerikanischen Arbeitsgruppen durchgeführte Studie verändert die Sichtweise, denn bisher verstand die Forschung die MSA als sporadisch auftretend.

Mit fünf bis zehn Erkrankungen pro 100.000 Menschen ist die MSA die häufigste Form der sogenannten "atypischen" Parkinson-Syndrome. Die meisten Patienten erkranken zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr und versterben nach durchschnittlich neun Jahren an den Folgen dieser schweren Erkrankung.

Merck: Safinamid verbessert motorische Funktionen bei Patienten mit fortgeschrittener Parkinson-Krankheit in Phase-III-Zulassungsstudie signifikant

 

  • Primärer Wirksamkeitsendpunkt der Studie nach sechs Monaten erreicht: beide Dosierungen der Entwicklungssubstanz Safinamid verlängerten signifikant die „On-Zeit“ bei mit Levodopa behandelten Parkinson-Patienten im mittleren bis späten Krankheitsstadium

  • Bislang ausgewertete sekundäre Wirksamkeitsendpunkte der Studie wurden für beide mit Safinamid behandelten Dosisgruppen erreicht

 

Darmstadt (3. Februar 2009) – Die Merck KGaA und ihre Sparte Merck Serono haben zusammen mit dem Partner Newron Pharmaceuticals SpA (SWX: NWRN) heute bekannt gegeben, dass die erste Phase-III-Studie mit der Entwicklungssubstanz Safinamid als Begleittherapie zu Levodopa (Studie 016) ihren primären Endpunkt erreicht hat: Die „On-Zeit“ bei Patienten mit Parkinson im mittleren bis späten Stadium, die motorische Fluktuationen aufweisen, wurde um 1,3 Stunden verlängert. Als „On-Zeit“ werden die Zeitabschnitte bezeichnet, in denen die motorischen Funktionen der Parkinson-Patienten ihre höchsten Werte erreichen.

Logopäden verhelfen Parkinson-Patienten zu mehr Lebensqualität

Fortbildung für spezielle Stimmtherapie an der Universität Mainz ist einzigartig in Deutschland

 

Frechen (28. August 2008) - Etwa 240.000 bis 280.000 Menschen leiden in Deutschland an Morbus Parkinson. Meist treten die ersten Symptome im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf, so dass die Zahl der Betroffenen angesichts der Veränderungen der Alterspyramide in Zukunft voraussichtlich noch zunehmen wird. Hauptsymptome sind die Verlangsamung der Bewegungsabläufe (Akinese), Muskelsteifheit (Rigor) und Zittern (Tremor).

 90 Prozent der Parkinson-Patienten haben auch Probleme mit dem Sprechen: Die Lautstärke ist stark reduziert, die Stimme monoton und rau, die Artikulation ungenau oder das Sprechtempo viel zu schnell. Zunehmend wird auch die Mimik eingefroren, was die Kommunikation zusätzlich erschwert. "Diese Symptome schränken die Kommunikationsfähigkeit von Parkinson-Patienten stark ein und können so zu sozialem Rückzug und Depression führen", so Thomas Brauer, Vorstandsmitglied des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) und fachlicher Leiter der Lehranstalt für Logopäden am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Deshalb sei eine frühzeitige, gezielte logopädische Therapie außerordentlich wichtig, um die Kommunikationsfähigkeit zu erhalten. "Aufgrund des schleichenden Verlaufs bemerken viele Betroffene ihre leise Stimme selbst nicht", so Brauer. Dies mache die therapeutische Arbeit besonders schwierig.

Eine ergreifende neue Kampagne über die Parkinson-Krankheit zielt darauf ab, Ungleichheiten bei der Behandlung und Betreuung in ganz Europa auszuschalten

 

Madrid, Spanien (25. August 2008, ots/PRNewswire) - -Die "Bewusstseinskampagne" macht die durch eine europäische Studie offen gelegten Herausforderungen, denen Menschen mit der Parkinson-Krankheit täglich ausgesetzt sind, sichtbar. Die Europäische Parkinson-Vereinigung (European Parkinson's Disease Association - EPDA) forderte europäische Entscheidungsträger und Politiker auf, für Menschen mit der Parkinson-Krankheit die Ungleichheiten beim Zugang zur Betreuung und Behandlung abzuschaffen.

Der Appell erfolgte während des Startschusses zur neuesten Kampagne der EPDA mit dem Titel "Parkinson ist sichtbar, macht es lebenswert". Diese Kampagne zielt darauf ab, die täglichen Herausforderungen, denen Menschen mit Parkinson ausgesetzt sind, sichtbar zu machen, das Wissen und Verständnis der Menschen in Bezug auf diese Krankheit zu erhöhen und Entscheidungsträger zu beeinflussen.