Parkinson

Fortgeschrittener Morbus Parkinson: das Leben geht weiter. Morbus Parkinson – Behandlung im frühen und fortgeschrittenen Stadium. Etwa 250.000 Menschen leiden aktuell in Deutschland an Morbus Parkinson, einer der häufigsten Krankheiten, die das Nervensystem betreffen. Ungefähr 20 Prozent der Betroffenen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, in dem die übliche medikamentöse Behandlung keinen ausreichenden Erfolg mehr erzielt. Meist tritt das Leiden im Alter von 55 bis 65 Jahren auf, manchmal auch bereits in jüngeren Jahren. Photo: AbbvieFortgeschrittener Morbus Parkinson: das Leben geht weiter

Morbus Parkinson – Behandlung im frühen und fortgeschrittenen Stadium

 

München (13. November 2013) - Etwa 250.000 Menschen leiden aktuell in Deutschland an Morbus Parkinson, einer der häufigsten Krankheiten, die das Nervensystem betreffen. Ungefähr 20 Prozent der Betroffenen befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, in dem die übliche medikamentöse Behandlung keinen ausreichenden Erfolg mehr erzielt. Meist tritt das Leiden im Alter von 55 bis 65 Jahren auf, manchmal auch bereits in jüngeren Jahren.

PD-Map

Die Puzzlesteine der Parkinson-Krankheit verbinden

 

Luxemburg, Luxemburg (23. Oktober 2013) - Die Parkinson-Krankheit ist nach wie vor ein Rätsel: Zwar ist klar, dass viele Symptome durch das Absterben bestimmter Gehirnzellen, der so genannten dopaminergen Neuronen, ausgelöst werden. Die Ursache für diesen Zelltod besteht aus einem komplexen Zusammenwirken genetisch-molekularer Prozesse sowie äußerer Einflüsse. Wie die zahlreichen Faktoren sich gegenseitig beeinflussen, ist jedoch noch weitgehend unbekannt. Forscher des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg haben jetzt erstmals eine interaktive Darstellung des gesamten Wissens zu den genetischen und molekularen Ursachen der Parkinson-Krankheit veröffentlicht: eine „Parkinson-Landkarte“.

 

Arzt-Patienten-Gespräch. Photo: Deutsche Parkinson VereinigungDiagnose Morbus Parkinson

„Ich konnte meine Kaffeetasse nicht mehr halten“

 

Wie Betroffene ihre Krankheit und die Therapie erleben

 

Bonn (21. September 2013) - Es begann mit einem Zittern in der rechten Hand, das mit der Zeit immer schlimmer wurde. Doch Timo Lehmann vermochte es weitgehend zu ignorieren. Erst ein Freund öffnete ihm die Augen: „Merkst Du nicht, wie sehr Du zitterst? Du kannst doch kaum eine Kaffeetasse halten. Gehe endlich zum Arzt!“ Der Appell war so eindringlich, dass der 37-jährige gelernte Zerspannungstechniker tatsächlich seinen Hausarzt aufsuchte. Der überwies ihn an einen Neurologen. Der wiederum schickte ihn zu einem sogenannten DaTSCAN, einer speziellen Szintigraphie des Gehirns. Die Diagnose war eindeutig: Morbus Parkinson.

 

86. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Rasagilin add on zu L-Dopa: Wearing-Off gezielt behandeln

 

Dresden (20. September 2013) - Wirkungsschwankungen erkennen und erfolgreich behandeln ist eine besondere Herausforderung – vor allem in mittleren bis fortgeschrittenen Stadien der Parkinson-Erkrankung. Bei älteren und/oder multi-morbiden Patienten mit Wearing-Off, die bislang mit L-Dopa behandelt wurden, empfiehlt die aktuelle DGN-Leitlinie1 die Ergänzung des COMT-Hemmers Entacapon oder eines MAO-B-Hemmers wie Rasagilin (Azilect®). Durch seinen Wirkmechanismus verlängert Rasagilin die Dopaminwirkung, trägt zu einer kontinuierlicheren Rezeptorstimulation bei und gleicht damit Wirkfluktuationen aus, schilderten PD Dr. Karla Eggert, Marburg, und Prof. Dr. Wolfgang Jost, Wolfach, im Rahmen des diesjährigen DGN-Kongresses. Hierbei punktet der MAO-B-Hemmer neben seiner über 24 Stunden anhaltenden Wirksamkeit auch durch die einfache und gut verträgliche Kombinierbarkeit mit L-Dopa und weiteren Parkinson-Medikamenten – so die Experten. Dies wird unter anderem durch eine aktuelle Post-Hoc-Analyse2 der Studien PRESTO und LARGO untermauert.

Die Vorteile von Rotigotin transdermales System - bei Morbus Parkinson und RLS

Lebensqualität im Blick

 

Dresden (19. September 2013) – Morbus Parkinson und Restless-Legs-Syndrom: Bei beiden chronischen Erkrankungen wird die individuelle Therapie im Sinne einer personalisierten Medizin immer wichtiger, hob Professor Dr. Lars Timmermann, Köln, hervor. Für diese beiden neurologischen Indikationen ist der non-ergoline Dopaminagonist Rotigotin transdermales System zugelassen. Und in beiden Indikationen kann er auf ein besonderes, für die Lebensqualität des Patienten entscheidendes Wirkprofil verweisen. Dies legten die Experten auf dem Satelliten-Symposium von UCB Pharma überzeugend dar.

„Hirnschrittmacher“

Tiefe Hirnstimulation mit Rückkoppelung bei Bewegungsstörungen

 

München (8. August 2013) - Im Universitätsklinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) sind bereits 280 Patienten mit der Methode der Tiefen Hirnstimulation behandelt worden. Dabei werden Elektroden in das Bewegungszentrum des Gehirns implantiert, die über einen kleinen, ebenfalls implantierten Stimulator kontinuierlich mit Strom versorgt werden. Im Volksmund ist diese Methode als „Hirnschrittmacher“ bekannt.

 

Der Parkinson-Erkrankung auf der Spur

 

Erlangen (22. Juli 2013) - Den Ursachen der Parkinson-Krankheit wollen Forscher der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemeinsam mit Forscherkollegen aus ganz Bayern auf die Spur kommen. Dazu nutzen die Wissenschaftler eine der innovativsten Biotechnologien der jüngeren Zeit: Sie programmieren die Körperzellen Erwachsener zurück ins Stammzellenstadium und züchten daraus dann Nervenzellen. Die Bayerische Staatsregierung fördert dieses Forschungsvorhaben im interdisziplinären Forschungsverbund ForIPS – „Humane induzierte pluripotente Stammzellen“ in den kommenden vier Jahren mit rund vier Millionen Euro.

 

ENS 2013: Neurologen tagen in Barcelona

Parkinson häufig von Depression und Demenz begleitet

 

Barcelona, Spanien (9. Juni 2013) - Morbus Parkinson ist im fortgeschrittenen Stadium oft von Demenz oder Depression begleitet, aber auch von Leiden wie Verstopfung, exzessivem Schwitzen oder Harninkontinenz. Ärzte/-innen dürfen diese nicht übersehen und müssen sie entsprechend mitbehandeln, forderten Experten/-innen auf dem Kongress der Europäischen Neurologengesellschaft in Barcelona: Denn diese Begleitkrankheiten sind manchmal belastender als Parkinson selbst, andererseits stehen teils gute Therapien zur Verfügung.

 

Therapie des Morbus Parkinson

Herausforderungen für Klinik und Praxis

 

Würzburg (15. März 2013) - Das idiopathische Parkinson Syndrom ist weit mehr als nur eine Bewegungsstörung. „Nicht-motorische Symptome können das Krankheitsbild dominieren und die Patienten erheblich belasten“, betonte Prof. Jens Volkmann, Würzburg, bei einem Symposium der UCB Pharma während des 8. Deutschen Parkinson Kongresses. Er erörterte zusammen mit zwei weiteren Experten die unterschiedlichen Facetten der nicht-motorischen Symptomatik. Als eine effektive Therapieoption stellten sie den non-ergolinen Dopaminagonisten Rotigotin vor.

 

Parkinson kommt selten allein

Herausforderung Komorbiditäten

 

Prof. Dr. Alexander Storch, Dresden

 

Würzburg (14. März 2013) - Durch die Degeneration dopaminerger Neuronen des nigrostriatalen Systems kommt es beim Morbus Parkinson zu der charakteristischen motorischen Symptomatik mit Akinese, Tremor, Rigor und Störung der Stellreflexe. Obwohl nicht-motorische Symptome bereits in der Erstbeschreibung der Erkrankung durch James Parkinson 1817 festgehalten wurden, haben nicht-motorische Störungen erst in den letzten Jahren zunehmende Beachtung gefunden, da sie die Lebensqualität von Parkinson-Patienten maßgeblich beeinträchtigen und sich auch auf die motorische Behinderung negativ auswirken. Zu dieser Gruppe zählen neben den vielfältigen neuropsychiatrischen und sensorischen Symptomen insbesondere auch autonome Störungen mit besonderer Beeinflussung des kardiovaskulären Systems.

 

Herausforderung Komorbiditäten

Parkinson kommt selten allein

 

Prof. Dr. Jens Volkmann, Würzburg

 

Würzburg (14. März 2013) - Morbus Parkinson ist eine chronisch progrediente Erkrankung, für die noch keine kurative Therapie existiert. Das Ziel der medikamentösen Behandlung besteht überwiegend darin, pharmakologisch den Dopaminmangel auszugleichen, welcher der Erkrankung zugrunde liegt. Bei der Auswahl der geeigneten Präparate ist eine Vielzahl von Faktoren zu beachten, welche die medikamentöse Einstellung des Morbus Parkinson zu einer der schwierigsten Aufgaben in der Neurologie macht.

 

Firmenzentrale Boehringer Ingelheim. Photo: Boehringer IngelheimParkinson-Therapie – hohe Ansprüche an die Galenik

Sifrol® Retard ermöglicht eine effektive und zuverlässige Symptomkontrolle rund um die Uhr

 

Ingelheim (7. März 2013) – Eine zufriedenstellende Behandlung von Patienten mit idiopathischem Parkinson-Syndrom bedarf einer zuverlässigen, sicheren und gut verträglichen dopaminergen Therapie. Mit retardiertem Pramipexol (Sifrol® Retardtabletten) können aufgrund der speziellen Galenik über 24 Stunden hinweg stabile Plasmaspiegel aufrechterhalten werden. Motorische und nicht-motorische Symptome lassen sich mit dem Dopaminrezeptoragonisten in retardierter Formulierung rund um die Uhr gut kontrollieren. Doch was kann passieren, wenn ein Wechsel auf ein generisches Retardpräparat stattfinden soll? Dieser für den Praxisalltag relevanten Frage stellte sich Prof. Dr. Jost, Leiter des Fachbereichs Neurologie und Klinische Neurophysiologie an der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden, auf einer Fachpresseveranstaltung in Ingelheim.

 

Abb.: Parkinson-Patient mit Neurostimulation im Kernspintomografen: Zwei Elektroden wurden bis zum Nucleus subthalamus eingeführt, der elektrisch stimuliert werden kann. Die Motorischen Symptome der Krankheit lassen nach. Die Steuerung erfolgt über einen unter dem Schlüsselbein implantierten Regler. Photo: Universitätsmedizin KielTiefe Hirnstimulation

Verbesserung der  Lebensqualität bei weit mehr Parkinson-Patienten als bisher angenommen

 

Berlin (13. Februar 2013) – Die motorischen Störungen und die Lebensqualität von Parkinson-Patienten können in einem früheren Krankheitsstadium durch die Tiefe Hirnstimulation (THS, Neurostimulation) verbessert werden, berichtet heute die Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Das operative Verfahren kommt derzeit lediglich bei medikamentöser Therapieresistenz mit schwersten Symptomen nach mehr als zehnjähriger Krankheitsdauer zum Einsatz. Laut einer lange erwarteten Studie mit 251 Parkinson-Patienten im frühen Krankheitsstadium, die morgen im New England Journal of Medicine veröffentlicht wird, ist die frühe Neurostimulation der alleinigen Gabe von Medikamenten überlegen.

Neuer Therapieansatz zur Behandlung der Parkinson´schen Erkrankung

Das Nervensterben bei Parkinson aufhalten

 

Göttingen (20. Dezember 2012) - Die Parkinson’sche Erkrankung ist die häufigste neurodegenerative Bewegungserkrankung des Menschen und tritt im höheren Lebensalter zunehmend auf. Aufgrund der stetig steigenden Anzahl älterer Menschen nimmt auch die Anzahl der Parkinson-Patienten stetig zu. Heutige Therapien können nur die motorischen Symptome wie die Bewegungsarmut oder das Muskelzittern lindern, indem sie den Mangel am Botenstoff Dopamin ausgleichen. Die Ursache kann jedoch noch nicht behandelt werden, sodass weiterhin Nervenzellen im Gehirn absterben, die diesen Botenstoff bilden, und die Erkrankung dadurch weiter voranschreitet. Forscher aus der Abteilung Neurologie (Direktor: Prof. Dr. Mathias Bähr) der Universitätsmedizin Göttingen haben nun zeigen können, dass das Absterben von Nervenzellen im Tiermodell deutlich gebremst werden kann. Diese Erkenntnisse könnten einen neuen Ansatz zur Behandlung von Parkinson liefern.

 

Entschlüsselter Mechanismus

Giftige Pflanzenschutzmittel können Parkinson auslösen

 

Dresden (4. Dezember 2012) - Schon länger vermuten Wissenschaftler auch äußere Faktoren als mögliche Ursache für eine Parkinson-Erkrankung. Forscher der Klinik und Poliklinik für Neurologie (Leiter: Prof. Heinz Reichmann) des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus und des Instituts für Anatomie (Leiter: Prof. Richard Funk) an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus in Dresden haben nun den Mechanismus entschlüsselt, mit dem das Insektizid Rotenon Symptome der Parkinson-Krankheit auslöst und verstärkt. Dabei spielen Nervenverbindungen zwischen Darm und Hirn eine wesentliche Rolle. Diese aktuellen Ergebnisse wurden jetzt in den Nature Scientific Reports veröffentlicht.

 

Stalevo® - Feineinstellung und Therapieflexibilität verbessern

Nichtmotorische Wearing-off-Symptome bei Parkinson früh behandeln

 

Hamburg (27. September 2012) - Dass sich ein Wearing-off, also das Nachlassen der Medikamentenwirkung gegen Ende des Dosisintervalls, bei Parkinson-Patienten bereits sehr früh entwickelt, zeigen mehrere Untersuchungen: In der Studie ELLDOPA betraf dies nach einer nur neunmonatigen Behandlung mit herkömmlichem Levodopa (600 mg/d) bereits 30 % der Teilnehmer. Dabei stellt ein Wearing-off, das ja mehrmals am Tage auftreten kann, für die Mehrheit der Patienten ein großes Problem ihrer Levodopa-Therapie dar.