Aktuell

Neueröffnung

REMEO® – Das erfolgreiche Konzept für beatmete Patienten jetzt auch in Dortmund

 

Dortmund (10. Oktober 2012) - Am 27.09.2012 fand die offizielle Eröffnung des bundesweit sechsten REMEO® Centers in Dortmund / Nordrhein-Westfalen statt. Damit konnte in der Region eine Versorgungslücke bei der Beatmungspflege geschlossen werden. In Zusammenarbeit mit dem Knappschaftskrankenhaus Dortmund entstanden im Neubau des Klinikums 20 Einzelzimmer für langzeitbeatmete Patienten.

 

Arzneiverordnungs-Report 2012 belegt erstmalig seit 2004 Kostenrückgang

Arzneimittelausgaben in Deutschland gesunken

 

Berlin (27. September 2012) -  Zum ersten Mal seit dem Jahr 2004 sind die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankversicherung (GKV) rückläufig. Nach Zahlen des Bundesministeriums für Gesundheit reduzierten sich die Zahlen für das Jahr 2011 um 1,17 Milliarden auf 30,87 Milliarden. Dieser Entwicklung geschuldet verzeichnet der jährlich bei Springer Medizin erscheinende Arzneiverordnungs-Report für 2011 einen moderateren Anstieg der Gesamtausgaben der GKV um 2,3 Prozent; diese belaufen sich 2011 auf 184,86 Milliarden Euro einschließlich der Versichertenzuzahlungen. Der größte Anteil an den GKV-Kosten geht auf die Krankenhausbehandlung mit 60,83 Milliarden Euro, das sind 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. An Platz zwei des Rankings stehen die Ausgaben für ärztliche Behandlungen in Höhe von 33,69 Milliarden Euro, gefolgt von zahnärztlichen Behandlungen über 12,05 Milliarden Euro, was einem Plus über 2,1 Prozent entspricht.

 

Einkommen und Lebenserwartung

Menschen mit hohen Einkommen leben länger

 

Berlin (19. September 2012) - Menschen in wohlhabenden Haushalten haben im Alter von 65 Jahren eine im Durchschnitt deutlich höhere Lebenserwartung als Menschen in Haushalten mit niedrigen Einkommen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie, die DIW-Forscher zusammen mit Wissenschaftlern des Robert Koch-Institut (RKI) auf der Basis von Daten der großen Wiederholungsbefragung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) erstellt haben. Frauen aus armutsgefährdeten Haushalten haben demnach eine um dreieinhalb Jahre geringere Lebenserwartung als wohlhabende Frauen. Männer aus armutsgefährdeten Haushalten und solche mit prekären Einkommen leben durchschnittlich fünf Jahre kürzer als ihre wohlhabenden Geschlechtsgenossen.

 

Barmer GEK Heil- und Hilfsmittelreport 2012

Mehr Ergotherapie, weniger Massagen

 

Berlin (18. September 2012) - Die Heil- und Hilfsmittelversorgung geht noch vielfach am Patientenbedarf vorbei. Das zeigen neue Analysen des Barmer GEK Heil- und Hilfsmittelreports 2012. Ob Ergotherapien, Massagen oder Bandagen – besonders Kinder, Rückenkranke und Pflegebedürftige sind von Über-, Unter- oder Fehlversorgung betroffen. Das Wachstum in diesem Bereich ist allerdings beträchtlich.

 

Verordnung zur Datentransparenz heute in Kraft getreten

 

Berlin (18. September 2012) - Die Verordnung zur Umsetzung der Vorschriften über die Datentransparenz im Gesundheitswesen (Datentransparenzverordnung) ist gestern im Bundesgesetzblatt verkündet worden und ist heute in Kraft getreten. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) wird als öffentliche Stelle die Aufgaben der Datentransparenz wahrnehmen und die Daten für die Nutzungsberechtigten aufbereiten. Die Verordnung setzt die mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz neu gefassten gesetzlichen Vorgaben zur Datentransparenz um.

 

The Lancet

Risikofaktor Arbeitsstress in Metastudie bestätigt

 

Düsseldorf (17. September 2012) – „Beschäftigte, deren Arbeit psychisch belastend ist und wenig Gestaltungsspielräume zulässt, haben ein 23 Prozent höheres Risiko einen Herzinfarkt zu bekommen als Personen, die keinen solchen Arbeitsstress erleben.“ Das berichtet die Fachzeitschrift ‚The Lancet’, eine der führenden medizinischen Fachzeitschriften weltweit, in ihrer aktuellen Ausgabe (Online First). Die internationale Studie von Prof. Mika Kivimäki, University College London, u.a. umfasst rd. 200.000 Teilnehmer aus sieben Europäischen Ländern und ist die größte Studie bisher zu diesem Thema.

 

Von Arthritis bis Zahnvorsorgeuntersuchung

Neue Daten und Trends zu Gesundheit und Lebenssituation in Deutschland

 

Berlin/Wiesbaden (6. September 2012) - Knapp 75 % der Männer und 69 % der Frauen schätzen ihre Gesundheit als „sehr gut“ oder „gut“ ein. Asthma nimmt bei Frauen und Männern zu. Ein Drittel der Männer und ein Fünftel der Frauen trinkt zu viel Alkohol. Die Inanspruchnahme von Zahnvorsorgeuntersuchungen ist im mittleren Lebensalter zwischen 30 und 64 Jahren am höchsten. 6 % der Erwachsenen waren in einem Jahr an mehr als 50 Tagen krank. Frauen aus Baden-Württemberg leiden seltener an Diabetes.

 

Statistische Bundesamt (Destatis)

Aufenthaltsdauer im Krankenhaus 2011 durchschnittlich 7,7 Tage

 

Wiesbaden (24. August 2012) - Der Aufenthalt im Krankenhaus dauerte im Jahr 2011 durchschnittlich 7,7 Tage, im Jahr 2010 waren es noch 7,9 Tage. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse der Krankenhausstatistik weiter mitteilt, wurden im Jahr 2011 insgesamt 18,3 Millionen Patientinnen und Patienten stationär im Krankenhaus behandelt. Das waren rund 300.000 Fälle mehr als 2010 (+ 1,6 %).

 

BVMED

Innovationsnewsletter der Initiative "Fortschritt erLeben" zu medizinischen Registern

 

Berlin (3. Juli 2012) - Der Nutzen von medizinischen Registern ist das Schwerpunktthema des neuen Innovations-Newsletters "Fortschritt erLeben" des BVMed. Als prospektive Studien leisten medizinische Register mit ihren Aussagen und Ergebnissen einen wesentlichen Beitrag zur Patientensicherheit. Der BVMed-Newsletter enthält ein Interview mit Prof. Dr. Friedrich W. Mohr, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG), über Hintergründe und Nutzen des Deutschen Aortenklappenregisters. Im zweiten Registerbeispiel geht es um "Herniamed" und innovative biologische Hernien-Netze. Alle Ausgaben des Newsletters und weitere Informationen gibt es unter www.fortschritt-erleben.de.

 

ABDA

Mehr Zuzahlungen für Arzneimittel und neue Rabattverträge

 

Berlin (2. Juli 2012) - Millionen Patienten müssen sich auf häufigere Zuzahlungen und neue Rabattarzneimittel einstellen, wenn sie Rezepte in ihrer Apotheke einlösen. Für die Versicherten aller gesetzlichen Krankenkassen gilt die Absenkung so genannter Festbeträge und Zuzahlungsbefreiungsgrenzen. Im Gegensatz dazu sorgen neue Rabattverträge nur bei den Versicherten der jeweils betroffenen Kassen für eine Umstellung ihrer Medikation. In ihrer Apotheke können sich alle Patienten schnell und direkt informieren. Darauf weist der Deutsche Apothekerverband (DAV) hin.

 

Broschüre 'Gesund arbeiten während des Ramadans' Die Broschüre stellt auf zwölf Seiten Hintergrundinformationen und Tipps für Führungskräfte und Präventionsexperten zusammen. Download unter www.iga-info.de/veroeffentlichungen/einzelveroeffentlichung.html#c132730-tägige Fastenzeit für Muslime beginnt am 20. Juli

Leistungsfähig trotz Ramadan: Worauf Arbeitnehmer und Betriebe achten sollten

 

Berlin (20. Juni 2012) - Beschäftigte, die in diesem Jahr während des Ramadans fasten wollen, sollten sich im Vorfeld von ihrem Betriebsarzt beraten lassen. Darauf weist die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) anlässlich des Ramadans hin - die 30-tägige Fastenzeit beginnt am 20. Juli. Gerade bei schwerer körperlicher Arbeit und großer Hitze kann der Verzicht auf Trinken und Essen zu gesundheitlichen Problemen wie Dehydrierung, Kreislaufproblemen, Erschöpfung und zu erhöhter Unfallgefahr aufgrund von Konzentrationsstörungen führen.

Erste Ergebnisse der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" veröffentlicht

 

Berlin (14. Juni 2012) – Das Robert Koch-Institut hat erste Ergebnisse des neuen großen Erwachsenen-Gesundheitssurveys vorgestellt, mit Daten zu Übergewicht, Diabetes, körperlicher Aktivität, psychischer Gesundheit und Funktionseinschränkungen im Alter. Das Erhebungsprogramm der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS) bestand nicht nur aus mehreren Befragungen, sondern auch aus körperlichen Untersuchungen und Tests sowie Laboruntersuchungen von Blut- und Urinproben. "Die gewonnenen Daten zu Gesundheitsstatus, Versorgung, Gesundheitsverhalten und Lebensbedingungen sind eine solide Basis für die bedarfsgerechte gesundheitspolitische Planung und die Weiterentwicklung der Präventionsmaßnahmen in Deutschland", betont Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr.

Tod am Geburtstag wahrscheinlicher als an anderen Tagen

 

Zürich, Schweiz (12. Juni 2012) - Wir sterben eher am Geburtstag als an einem anderen Tag. Diesen Befund haben Forscher der Universität Zürich bestätigt, die Sterbedaten von mehr als zwei Millionen Personen ausgewertet haben. Das Risiko, am Geburtstag zu sterben, ist besonders bei Stürzen erhöht.

 

Borreliose: Mehr Erkrankungen als bislang bekannt

Labordiagnostik häufig von zweifelhafter Qualität

 

Hamburg (11. Juni 2012) - Lyme-Borreliose ist die häufigste, durch Zecken verursachte Infektionskrankheit. Dennoch gab es bisher nur grobe Schätzungen zu der Anzahl der betroffenen Patienten in Deutschland. Man ging von etwa 60.000 bis 100.000 Fällen pro Jahr aus. Eine aktuelle Analyse, die auf Daten der DAK-Gesundheit basiert, zeigt allerdings, dass die Anzahl deutlich höher ist: Jährlich kommt es hochgerechnet zu rund 214.000 Neuerkrankungen.

 

Europastudie zum Arzthaftungsrecht

Deutschland im Vergleich patientenfreundlich

 

Ecclesia: Haftpflichtprämien steigen /DKG: Kliniken stark unterfinanziert

 

Hamburg/Berlin (5. Juni 2012) - Patienten, die erwiesenermaßen falsch behandelt worden sind, erhalten in Deutschland höhere Entschädigungen als in den meisten anderen europäischen Ländern. Das ist ein Ergebnis der Studie Arzthaftung in Europa, die von der Ecclesia Gruppe und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

 

Studie belegt

Zuweisungen gegen Entgelt keine Einzelfälle - erhebliches Korruptionspotential

 

Berlin (22. Mai 2012) - Fangprämien sind im deutschen Gesundheitswesen keine Ausnahme, sondern gängige Praxis, so beschreiben niedergelassene Ärzte, leitende Angestellte von stationären Einrichtungen sowie nicht-ärztliche Leistungserbringer die aktuelle Versorgungspraxis im Rahmen einer repräsentativen Studie im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes. Statt medizinischer Argumente entscheiden offenbar oft Prämiengelder oder Sachleistungen, zu welchem Arzt, zu welcher Klinik oder welchem Hilfsmittelerbringer Patienten gelenkt werden. Ebenfalls erschreckend: Etwa jeder fünfte Leistungserbringer kennt oder interessiert sich für die jeweiligen berufs- und sozialrechtlichen Vorgaben, die Zuweisungen gegen Entgelt eindeutig verbieten, nicht.

Mit der Kraft der optimistischen Einstellung in ein gesundes Alter

 

Berlin (9. Mai 2012) - Mit der Kraft der optimistischen Einstellung in ein gesundes Alter: Wer sich sein Leben im Ruhestand aktiv, gesund und gesellig vorstellt, wird später enorm davon profitieren - das weist eine aktuelle Studie des Deutschen Zentrums für Altersfragen nach. Die jetzt startende Fortsetzung der Studie PREFER "Den Ruhestand aktiv gestalten" erprobt diese Erkenntnisse in der Praxis.

 

118. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM)

 

8.000 Internisten diskutieren über Krankheit, Gene und Umwelt

 

Wiesbaden (14. April 2012) – Heute eröffnet die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) in den Rhein-Main-Hallen ihren 118. Jahreskongress. Bis zum 17. April 2012 informieren sich Ärzte und Wissenschaftler in insgesamt 405 Einzelveranstaltungen über aktuelle Entwicklungen in der Inneren Medizin. Die Veranstalter rechnen mit rund 8.000 Teilnehmern. Mit seinen Hauptthemen genetische Diagnostik, Adipositas, Herzinsuffizienz, Multimorbidität im Alter und Krebserkrankungen des Verdauungstraktes greift Kongresspräsident Professor Dr. med. Joachim Mössner drängende Probleme der Industrienationen auf. Er stellt den Kongress unter das Rahmenthema Krankheit, Gene und Umwelt. Heute veranstaltet die DGIM gemeinsam mit der Stadt Wiesbaden einen Patiententag im Rathaus.

 

"116 117" - Notdienstnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst startet

 

Berlin (10. April 2012) - Die Sicherstellung einer flächendeckenden, bedarfsgerechten und möglichst wohnortnahen medizinischen Versorgung ist ein zentrales gesundheitspolitisches Anliegen. Dazu gehört, dass für Patientinnen und Patienten auch außerhalb der normalen Sprechstunden ein Ansprechpartner in medizinischen Fragen zur Verfügung steht.

 

Evaluationsbericht

Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin

 

Berlin (4. April 2012) - Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband), die Deutsche Krankhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) haben unter Beteiligung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und der Bundesärztekammer (BÄK) auf Bundesebene begonnen, die Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin zu evaluieren: Für das Jahr 2010 haben die Institutionen nun einen gemeinsamen Evaluationsbericht veröffentlicht.

 

Schlank und potent - mit Nebenwirkungen

 

Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsreduktion oder Steigerung der Potenz können unerlaubte Wirkstoffe enthalten

 

Berlin (4. April 2012) - „Rein pflanzlich“ und „frei von Nebenwirkungen“. So werden Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung der Potenz oder zur Gewichtsreduktion oftmals angeboten. Über das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel (RASFF) wird europaweit vor zahlreichen Präparaten dieser Produktgruppe gewarnt. Einige Untersuchungen von Überwachungsbehörden haben ergeben, dass manche dieser Produkte unerlaubte, nicht deklarierte arzneiliche Wirkstoffe enthielten. “Wir raten zur Vorsicht bei Präparaten, die als Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung der Potenz oder zur Gewichtsreduktion angeboten werden“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Verbraucher werden in einigen Fällen über die wahre Zusammensetzung der Produkte und ihrer Eigenschaften, einschließlich ihrer Risiken, getäuscht.“ Nahrungsergänzungsmittel müssen als Lebensmittel nicht staatlich zugelassen werden.

 

Ostereier: Auspusten und bemalen - aber richtig!

 

BfR weist auf Gesundheitsrisiken durch Umgang mit rohen Eiern hin

 

Berlin (30. März 2012) - Wie Eier ausgepustet und bemalt werden, weiß fast jedes Kind. Dass es bei der Herstellung der bunten Ostereier zu einer Infektion mit Salmonellen kommen kann, ist hingegen weniger bekannt. Die Keime können vor allem auf der Schale der Eier vorkommen. „Beim Auspusten von Eiern besteht die Gefahr, dass Salmonellen aufgenommen werden und Durchfallerkrankungen auslösen“, erläutert Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Das BfR weist darauf hin, dass beim Umgang mit rohen Eiern grundsätzlich verstärkt Hygieneregeln beachtet werden sollten.

 

(-jähriger Junge mit Down-Syndrom. Photo: WikipediaWelt-Down-Syndrom-Tag

Protest gegen Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung

 

Neuer Bluttest droht die vorgeburtliche Selektion von Menschen mit Down-Syndrom zu perfektionieren

 

Düsseldorf (21. März 2012) - Der Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März 2012 will auf die Situation von Menschen mit Down-Syndrom aufmerksam zu machen: Sie leiden nicht am Down-Syndrom, sondern an der gesellschaftlichen Diskriminierung. Dieser Ausgrenzung darf kein Raum gelassen werden. Das fordert nicht nur das Grundgesetz, sondern auch die UN-Behindertenrechtskonvention: Menschen mit Down-Syndrom gehören mitten in die Gesellschaft.

 

Prof. Dr. Matthias Schwab untersucht die Stresstoleranz bei einem Kind. Photo: M. Szabo/UKJGesundes Altern beginnt im Mutterleib

 

Jena (8. März 2012) - Neurologen des Universitätsklinikums Jena erforschen die Auswirkung mütterlicher Stressfaktoren vor der Geburt auf die Alterung des Gehirns und dessen Anfälligkeit für altersassoziierte Erkrankungen wie Demenz oder Schlaganfall. Gemeinsam mit Partnern aus Europa und den USA wollen sie nachweisen, dass psychischer Stress, eine moderate Mangelernährung der Mutter oder die Gabe von Stresshormonen zur Lungenreifung bei drohender Frühgeburt die Verarbeitung von Stresssignalen im Gehirn des Kindes langfristig verändern. Von der detaillierten Aufklärung dieser Veränderungsprozesse versprechen sich die Wissenschaftler auch die Möglichkeit, ihnen therapeutisch entgegenzuwirken.

 

Selbstmord durch Schuss in den Mund: Hinterkopf mit Austrittstelle des Projektils. 3D Darstellung. Photo: UKE HamburgNeue CT-Untersuchung

Virtuelle Autopsie eine Alternative zur Obduktion

 

Hamburg (9. Februar 2012) - Trotz umfassender Diagnosemöglichkeiten bleiben die zum Tode führende Erkrankungen häufig unerkannt und können erst durch eine Obduktion geklärt werden. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Obduktionen jedoch deutlich zurückgegangen; weniger als fünf Prozent der Angehörigen stimmen einer solchen Untersuchung zu. Im UKE werden mit Hilfe einer speziellen Computertomographie-Untersuchung (CT) seit einiger Zeit auch virtuelle Autopsien durchgeführt. Eine von UKE-Experten jetzt veröffentlichte Studie im renommierten Fachmagazin “Annals of Internal Medicine” zeigt, dass solche virtuellen Untersuchungen sehr aussagekräftig sind.

 

Sag mir, wie es dir geht – und ich weiss, wie lange du lebst

 

Zürich, Schweiz (9. Februar 2012) - Die Art und Weise, wie Menschen ihre Gesundheit einschätzen, bestimmt ihre Überlebenswahrscheinlichkeit in den folgenden Jahrzehnten. Forschende des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich belegen: Das Sterberisiko steigt bei der Einschätzung von «sehr gut» über «gut», «es geht», «schlecht» bis «sehr schlecht» kontinuierlich an – und zwar unabhängig von bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, niedriger Bildung oder bestehenden Erkrankungen.

 

2010 starb jeder Vierte an Krebs

 

Wiesbaden (3. Februar 2012) - In Deutschland starben im Jahr 2010 insgesamt 218.889 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung (Bösartige Neubildung), davon 118.202 Männer und 100.687 Frauen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar weiter mitteilt, war Krebs damit bei einem Viertel aller Todesfälle (858.768) die Todesursache.

 

Mädchen bei einer Logopädin. Photo: Barmer GEKBarmer GEK Arztreport 2012

1,1 Millionen Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen

 

Berlin (31. Januar 2012) - Ist die Sprachentwicklung unserer Kinder gefährdet? Laut aktuellem Barmer GEK Arztreport 2012 wird mittlerweile bei jedem dritten Kind im Vorschulalter eine Sprachentwicklungsstörung festgestellt. Bundesweit liegt der Anteil an Kindern mit Sprech- und Sprachstörungen bei 10,3 Prozent. Insgesamt sind innerhalb eines Jahres 1,12 Millionen Kinder zwischen 0 und 14 Jahren betroffen. Dabei fallen die Diagnoseraten bei Jungen durchgängig höher aus: Im sechsten Lebensjahr kommen sie auf einen Anteil von rund 38 Prozent, Mädchen auf 30 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Behandlung: 20 Prozent aller fünfjährigen Jungen erhalten eine Logopädie-Verordnung, dagegen nur 14 Prozent der gleichaltrigen Mädchen.

 

Die Ritalin-Legende

Wie verbreitet ist Hirndoping unter Studierenden?

 

Hannover (31. Januar 2012) - Seit einigen Jahren häufen sich Medienberichte, wonach immer mehr Studierende zu Pillen greifen, um ihre Leistung zu steigern oder um Leistungsdruck und Prüfungsstress besser standhalten zu können. Belastbare Daten über die Verbreitung von und die Motivation für Hirndoping unter Studierenden lagen bislang für Deutschland jedoch nicht vor. Entsprechende Berichte beruhten daher in der Regel auf Fallbeispielen oder Beobachtungen von Lehrenden.

 

www.igel-monitor.deIndividuelle Gesundheitsleistungen auf dem Prüfstand

Neues Internetportal „IGeL-Monitor“ informiert über Nutzen und Schaden

 

Essen/Berlin (25. Januar 2012) - Ab sofort können sich Versicherte über Nutzen und Schaden von Individuellen Gesundheitsleistungen auf einem eigenen Internetportal informieren. Unter www.igel-monitor.de erhalten sie wissenschaftlich fundierte Bewertungen zu sogenannten Selbstzahlerleistungen. Entwickelt wurde die nicht-kommerzielle Internetplattform vom Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS).

 

Berichte aus Studienregistern sind für systematische Übersichten unverzichtbar

 

  • Weltweit einheitliche Standards fehlen

  • Auch Studienberichte älterer Studien öffentlich zugänglich machen

 

Berlin (11. Januar 2012) - Es gibt verschiedene Formate, in denen die Ergebnisse klinischer Studien üblicherweise berichtet und dokumentiert werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben in einem jetzt im British Medical (BMJ) Journal publizierten Beitrag untersucht, in wieweit Artikel in Fachzeitschriften, Ergebnisberichte in Studienregistern und Studienberichte, die bei Zulassungsbehörden eingereicht werden, ausreichende Angaben machen um klinische Studien bewerten zu können. Dafür haben sie die Nutzenbewertungen von Arzneimitteln herangezogen, die das IQWiG zwischen 2006 und 2011 erarbeitet hat.

 

Zusammenhang zwischen Körpergröße von Kindern und der sozialen Stellung der Eltern

 

Tübingen (3. Januar 2012) - Vor kurzem wurde die deutsche Öffentlichkeit von einer Meldung erschreckt, wonach prekäre Arbeitsverhältnisse zu einer niedrigeren Lebenserwartung – insbesondere in Ostdeutschland - führen können. Dass sich Arbeitslosigkeit und sozialer Status der Eltern auch sehr erheblich auf die Körpergröße von Kindern und damit auch auf Lebensqualität und Gesundheit auswirken, konnten Prof. Dr. Jörg Baten von der Universität Tübingen und Andreas Böhm vom Landesgesundheitsamt Brandenburg in einem kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekt zeigen.

 

Rauchfrei 2012

Den Rauchstopp intensiv vorbereiten

 

Köln (29. Dezember 2011) - Ab dem 1. Januar 2012 wird Rauchen in Deutschland erneut teurer - für viele Menschen ein Grund, die Zigarette endgültig auszudrücken. Wer sich dabei gut auf den Rauchstopp vorbereitet, hat größere Chancen die Nikotin-Sucht dauerhaft zu überwinden. Entscheidend für den erfolgreichen Tabakausstieg ist die Änderung des eigenen Verhaltens.

 

WIdO-Heilmittelbericht 2011

Entwicklungsdefizite bei der Einschulung meistern helfen

 

Berlin (21. Dezember 2011) - Beim Übergang vom Kindergarten zur Grundschule benötigen immer mehr Kinder Unterstützung durch Logopäden. Bereits nahezu jeder vierte 6-jährige Junge hat 2010 eine Logopädie erhalten, bei den Mädchen lag dieser Anteil bei 16,2 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Heilmittelbericht hervor, den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) veröffentlicht hat. Gut 130.000 AOK-versicherte Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren waren 2010 in einer sprachtherapeutischen Praxis, weil sie bei ihrer Sprachentwicklung vorübergehend die Hilfe eines Sprachtherapeuten benötigten. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent bei den Jungen und 30 Prozent bei den Mädchen im Vergleich zum Jahr 2006. Eine ergotherapeutische Behandlung nahmen 14 Prozent der sechsjährigen Jungen und 5,6 Prozent der gleichaltrigen Mädchen wahr. "Wir beobachten seit Jahren, dass mehr Kinder für eine gesunde, altersgerechte Entwicklung vorübergehend therapeutische Unterstützung brauchen" sagt der stellvertretende WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder. Der "Heilmittelbericht 2011" wertet die Heilmittelverordnungen aller 70 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen aus. Rund 31,2 Millionen Rezepte für Maßnahmen der Physiotherapie, Sprachtherapie, Ergotherapie und Podologie wurden analysiert.

 

Gesundheitliche Risiken von E-Zigaretten nicht unterschätzen

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät vom Konsum ab

 

Köln (19. Dezember 2011) - Angesichts der zunehmenden Verbreitung von elektrischen Zigaretten (E-Zigaretten) warnt die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Prof. Dr. Elisabeth Pott: "Der Konsum von E-Zigaretten ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden, denn die benutzten Kartuschen enthalten häufig neben dem Suchtstoff Nikotin auch andere gesundheitsschädigende Substanzen. Deshalb ist vom Konsum der E-Zigarette abzuraten."

 

2010: Anstieg auf rund 4,8 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen

 

Wiesbaden (15. Dezember 2011) - Zum 31. Dezember 2010 waren rund 4,8 Millionen Menschen in Deutschland und damit etwa jeder neunte Beschäftigte im Gesundheitswesen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, gab es 2010 im Gesundheitswesen damit rund 90 000 Arbeitsplätze mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Beschäftigungswachstum von 1,9 %.

 

1,8 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche im dritten Quartal 2011

 

Wiesbaden (7. Dezember 2011) - Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche stieg im dritten Quartal 2011 - verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresquartal - um 1,8 %. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im dritten Quartal 2011 rund 27 000 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet. Das waren 500 mehr als im dritten Quartal 2010.

 

Reha: Neustart beim Qualitätsverfahren für Einrichtungen

Auswertungsstelle nimmt Arbeit auf

 

Berlin (23. November 2011) - Gut oder doch noch Luft nach oben? Wo die einzelne Rehabilitationseinrichtung im Vergleich zu anderen Anbietern in Sachen Qualität steht, zeigt sich künftig schwarz auf weiß durch das neuausgerichtete Qualitätssicherungsverfahren der gesetzlichen Krankenkassen. Das vom GKV-Spitzenverband in Auftrag gegebene QS-Reha®-Verfahren ist für die ca. 1.600 Reha-Einrichtungen in Deutschland verpflichtend, sofern sie nicht aktuell an einem vergleichbaren Verfahren der Rentenversicherung teilnehmen, um die gesetzlichen Vorgaben zur Qualitätssicherung zu erfüllen. Mit der eigentlichen Umsetzung des Prüfverfahrens hat der GKV-Spitzenverband das Düsseldorfer BQS-Institut für Qualität und Patientensicherheit beauftragt, das morgen seine Arbeit aufnimmt.

 

Ausklang des 34. Deutschen Krankenhaustages im Rahmen der MEDICA

Zukunft der Krankenhäuser sichern - Sektorenübergreifende Patientenversorgung erleichtern, familienfreundliche Kliniken unterstützen

 

Düsseldorf (19. November 2011) - Wie sichert das Krankenhaus der Zukunft die medizinische Patientenversorgung? Wie steigern die Kliniken die Attraktivität und Familienfreundlichkeit ihrer vielfältigen und modernen Arbeitsplätze? Diese in die Zukunft gerichteten Fragen des Krankenhauswesens diskutierte der 34. Deutsche Krankenhaustag zu seinem Abschluss.

Einig war sich der Krankenhaustag, dass grundsätzlich die Politik stärker unterstützende und fördernde Rahmenbedingungen für die Kliniken und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen habe. Insbesondere dadurch, dass die Beschneidung der finanziellen Mittel für die Krankenhäuser um allein im kommenden Jahr 600 Millionen Euro aufgehoben werden müsse. Der Präsident des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte, Professor Hans-Fred Weiser, erkannte bei stärker wahrgenommener Verantwortung der Politik für die Kliniken neue Chancen für die stationäre Patientenversorgung, wenn die sektoralen Versorgungsgrenzen abgebaut würden und die Krankenhäuser sich noch stärker am Bedarf der Patienten orientieren könnten. „Die Kliniken sind darin zu stärken und zu unterstützen, dass sie sich den Herausforderungen der sich rascher den je verändernden Gesellschaft stellen können“, sagte Weiser.

34. Deutscher Krankenhaustag in Düsseldorf - Zweiter Kongresstag

Innovations- und Ideenmanagement als Erfolgsfaktor

 

Düsseldorf (17. November 2011) - Am zweiten Tag des 34. Deutschen Krankenhaustages in Düsseldorf steht das Pflegeforum im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Pflegeexperten aus Klinik und Politik greifen in diesem Jahr insbesondere Themen aus dem Bereich des Innovationsmanagements, der strategischen Personalentwicklung und -qualifizierung sowie der Arbeitsorganisation der Pflegenden in Krankenhäusern auf.

 

34. Deutscher Krankenhaustag im Rahmen der MEDICA eröffnet

Krankenhäuser fordern vom Gesetzgeber mehr Unterstützung ein

 

Düsseldorf (16. November 2011) - Anlässlich der Eröffnung des 34. Deutschen Krankenhaustages in Düsseldorf waren sich die Spitzen der Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag einig: Im Versorgungsstrukturgesetz liegen gute Ansätze. Bei differenzierter Betrachtung ergibt sich aber Diskussions- und Korrekturbedarf.

 

BVMed Homecare-Informationskampagne

„Ambulante Perspektiven“

 

Berlin (8. November 2011) - Die Homecare-Unternehmen im Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) haben eine neue Informationskampagne „Ambulante Perspektiven“ zur Bedeutung der ambulanten Patientenversorgung gestartet. Der Startschuss erfolgt heute (8.11.2011) mit der „Ambulanten Meile“, einem thematischen Rundgang zur ambulanten Patientenversorgung von heute und morgen im Berliner Bundespressestrand. Dabei geht es beispielsweise um die Versorgungsbereiche medizinisch-enterale Ernährung, ambulante Infusionstherapien, Inkontinenz, Stomaversorgung, Wundversorgung sowie Tracheostoma und Beatmung.

 

Broschüre zum Work Ability Index aktualisiert

 

Berlin (26. Oktober 2011) - Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die vierte überarbeitete Auflage der Broschüre „Why WAI – Der Work Ability Index im Einsatz für Arbeitsfähigkeit und Prävention – Erfahrungsberichte aus der Praxis“ herausgegeben. Der Work Ability Index (WAI), der in Deutschland auch als „Arbeitsfähigkeitsindex“ oder „Arbeitsbewältigungsindex (ABI)“ bezeichnet wird, ist eine Entwicklung aus über 20-jähriger arbeitswissenschaftlicher Forschung am Finnischen Institut für Arbeitsmedizin. Dabei handelt es sich im Kern um einen Fragebogen, der aus zehn Fragen und einer Diagnoseliste besteht, die in sieben sogenannten WAI- Dimensionen zusammengefasst werden.

 

Photo: Bertelsmann-Stiftung. Veit MetteBevölkerungsprognose: Zahl der Hochbetagten wird rasant zunehmen

Bertelsmann Stiftung veröffentlicht Vorausberechnung bis 2030 – Daten und Fakten für rund 3.200 Kommunen ab sofort im Internet abrufbar

 

Gütersloh (26. Oktober 2011) - Durch die rasante Zunahme der hochbetagten Menschen stehen die deutschen Städte und Gemeinden vor sehr großen Herausforderungen. Nach einer neuen Bevölkerungsprognose der Bertelsmann Stiftung wird die Zahl der über 80-jährigen Einwohner bis zum Jahr 2030 bundesweit um fast 60 Prozent zunehmen. Die Spanne reicht von einer moderaten Zunahme der Hochbetagten in der kreisfreien Stadt Coburg (Bayern) bis zu einem Spitzenwert von 139 Prozent im Landkreis Bad Doberan (Mecklenburg-Vorpommern). Unter www.wegweiser-kommune.de können ab sofort Daten und Fakten zu den Auswirkungen des demographischen Wandels für alle Kommunen ab 5.000 Einwohnern abgerufen werden.

 

Ganz normal für die gesetzlichen Kassen

44.458 vergütete Fälle an einem durchschnittlichen Krankenhaustag

 

Berlin (21. Oktober 2011) - Ob Notfallversorgung oder langfristig geplante Behandlung im Krankenhaus - die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) steht für eine zuverlässige Finanzierung von Krankenhausbehandlungen. Rund 58,13 Mrd. Euro gaben die gesetzlichen Krankenkassen 2010 für diesen Bereich aus – Tendenz seit Jahren steigend (vgl. Grafik). Allein über die Vorlage seiner Krankenversicherungskarte (Sachleistungsprinzip) erhält der gesetzlich Versicherte eine von seiner persönlichen Finanzsituation unabhängige Versorgung. Das bewahrt ihn vor möglicherweise kostspieligen Rechnungen. Die Leistungsfähigkeit der GKV insgesamt zeigt sich nicht zuletzt an den 16.227 Millionen stationären Krankenhausfällen im vergangenen Jahr, die durch die gesetzlichen Krankenkassen vergütet wurden. Im Jahresdurchschnitt 2010 wendete die GKV pro Tag ca. 160 Mio. Euro für die Krankenhausbehandlung ihrer Versicherten auf.

 

47 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren bei stationären Patienten im Jahr 2010

 

Wiesbaden (12. Oktober 2011) - Rund 47 Millionen Operationen und medizinische Prozeduren wurden bei den im Jahr 2010 aus vollstationärer Krankenhausbehandlung entlassenen Patientinnen und Patienten durchgeführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 5,2 % mehr als im Jahr 2009. Auf einen Krankenhausfall entfielen damit im Durchschnitt 2,7 Maßnahmen dieser Art.

 

Datenreport 2011: Neuer Sozialbericht für Deutschland erschienen

 

Wiesbaden (11. Oktober 2011) - Der neue Datenreport 2011 berichtet über Themen, die als Indikatoren für Lebensqualität und gesellschaftliche Wohlfahrt ins Blickfeld der Politik gerückt sind. Dazu gehören neben der Verteilung von materiellem Wohlstand, Erwerbsarbeit, persönlicher und wirtschaftlicher (Un)Sicherheit auch Aspekte wie Gesundheit, Bildung, Umwelt, persönliche Aktivitäten, politische Partizipation und soziale Beziehungen.

 

Mehr Geburten in Deutschland: 1,6 Kinder pro Frau

Max-Planck-Forscher korrigieren die amtlichen Zahlen zu Geburtenraten in Deutschland nach oben

 

Rostock (5. September 2011) - Die offiziellen Geburtenraten, die so genannte „zusammengefasste Geburtenziffer“, unterschätzen die Geburtenneigung, da sie nicht die endgültige Zahl der Kinder angeben, die ein Frauenjahrgang in seinem Leben gebiert, sondern einen vorab berechneten künstlichen Wert (für 2010: 1,46 Ost und 1,39 West). Dieser unterschätzt die endgültige Kinderzahl, wenn Frauen die Geburt ihrer Kinder in ein immer höheres Alter aufschieben, was in Deutschland der Fall ist.

Krankheitslast teilt Deutschland

 

Berlin (31. August 2011) Wie ungleich die Volkskrankheiten über das Bundesgebiet verteilt sind, verdeutlichen Landkarten im aktuellen Barmer GEK Sammelband "Gesundheitswesen aktuell 2011". Dieser "Morbiditätsatlas" vergleicht die Verbreitung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Depression zwischen den Regionen. Demnach tragen die Sachsen die höchste Krankheitslast, die Baden-Württemberger die geringste.

 

Abb.: Ein Polymerröhrchen, aus dem ein künstliches Blutgefäß werden kann, wird mit Zellmedium gespült. Fraunhofer IGBBlutgefäße aus dem Drucker

 

Stuttgart (24. August 2011) - Gewebe und Organe im Labor zu züchten, daran arbeiten Forscher schon lange. Mithilfe von Tissue Engineering kann man inzwischen zwar künstliches Gewebe aufbauen, an größeren Organen ist die Wissenschaft bisher aber gescheitert. Fraunhofer-Forscher entwickeln jetzt im Projekt »BioRap« mit neuartigen Verfahren künstliche Blutgefäße. Diese könnten künftig die Versorgung solcher Organe gewährleisten. Auf der Biotechnica, die vom 11. bis 13. Oktober in Hannover stattfindet, stellen sie ihre Ergebnisse vor.

 

Photo: DAK/WiggerJunge Arbeitnehmer: Alkoholkonsum steigt bei höherem Schulabschluss

Beim Komasaufen liegen Berufstätige mit Hauptschulabschluss vorne

Hamburg (23. August 2011) - Junge Erwerbstätige mit Abitur oder mittlerer Reife trinken mehr Alkohol als ihre gleichaltrigen Kollegen mit Hauptschulabschluss. So gaben in einer repräsentativen Befragung 29 Prozent der 18- bis 29-jährigen berufstätigen Männer mit Abitur und vergleichbaren Abschlüssen an, mehrmals wöchentlich bis täglich Alkohol zu trinken.

2010: Erstmals über 18 Millionen Behandelte in Krankenhäusern

 

Wiesbaden (19. August 2011) - Im Jahr 2010 wurden erstmals über 18 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär im Krankenhaus behandelt. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse der Krankenhausstatistik mit. Die Zahl der Behandelten stieg gegenüber dem Vorjahr um etwa 207.000 (+ 1,2 %). Der Krankenhausaufenthalt dauerte für die Patientinnen und Patienten im Jahr 2010 durchschnittlich 7,9 Tage (2009: 8,0 Tage).

 

DKG zu angeblich fehlerhaften Klinikabrechnungen

Kliniken weisen Vorwurf der Falschabrechnung zurück

 

Berlin (18. August 2011) - Zur Behauptung des GKV-Spitzenverbandes, den Krankenkassen entstünden durch fehlerhafte Abrechnungen der Kliniken Schäden von bis zu 1,5 Milliarden Euro, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum: "Fakt ist: 96 Prozent aller abgerechneten Fälle werden selbst nach intensiver Prüfung durch Krankenkassen und den Medizinischen Dienst (MDK) nicht beanstandet. …

 

GKV Spitzenverband

Krankenhäuser 2010: 45,6 Prozent aller geprüften Abrechnungen sind falsch

 

Berlin (18. August 2011) - Durch falsche Krankenhausabrechnungen entstand den gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr ein Schaden von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Bezahlen mussten dies die Versicherten und die Arbeitgeber über ihre Beiträge. Nachdem vor einiger Zeit die Ergebnisse des Bundesrechnungshofes, die sich auf das Jahr 2007 bezogen hatten, veröffentlicht wurden, liegen nun erstmals die bundesweiten Ergebnisse der Abrechnungsprüfungen der Krankenkassen für das Jahr 2010 vor.

 

 

DKG zum Einkommen von Krankenhausärzten in Deutschland

 

Berlin (18. August 2011) - "Die Krankenhausärzte in Deutschland sind im Vergleich zu ihren europäischen Kollegen attraktiv und gut bezahlt. Behauptungen, die Vergütungen deutscher Klinikärzte seien international nicht wettbewerbsfähig, haben keine Grundlage", erklärte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum. Ein Blick auf die Fakten zeige dies deutlich: Danach erziele ein deutscher Klinikarzt bereits als Berufseinsteiger direkt nach dem Studium ein jährliches Nettoeinkommen zwischen 28.600 und 34.500 Euro. Die Einstiegsgehälter für Klinikärzte in Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Österreich, Frankreich und Großbritannien lägen - z.T. erheblich - darunter. Baum verwies auf zwei aktuelle Studien der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), die im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft das Einkommen von Krankenhausärzten in einer vergleichenden Analyse europaweit ermittelt hatten.

 

Macht Geld schlank?

Leipzig (16. August 2011) - Die Adipositas-Epidemie greift um sich, weltweit und auch in Deutschland. Geforscht wird mit Nachdruck, denn das Krankheitsbild ist vielschichtig und die Behandlungsmethoden sind noch immer beschränkt. Um dem Problem beizukommen, denken Ärzte und Politiker immer wieder auch über finanzielle Anreize zum Abnehmen oder zur gesünderen Ernährung nach. Doch lassen sich ausgerechnet Gewichtsprobleme finanziell lösen? Der Gesundheitsökonom Professor Hans-Helmut König steht Ideen wie Fettsteuer und Zahlungen für verlorene Pfunde kritisch gegenüber. Letztlich sei es weniger das Geld, sondern vielmehr die erworbene Bildung, die schlank mache.

Stechmuecke. Photo: WikipediaAchtung: Mücken fliegen auf Füße!

Die Deutsche Wildtier Stiftung rät zu Basilikum im Blumentopf gegen die Plagegeister

 

Hamburg (4. August 2011) - Die wochenlangen Regenfälle dieses Sommers haben überall in Deutschland ideale Brutplätze für Mücken geschaffen. „Sie legen alle paar Tage zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer. In großen Pfützen und auf überschwemmten Wiesen schlüpft jetzt gerade die nächste Generation der Plagegeister, die uns an lauen Sommerabenden zu schaffen machen“, erklärte Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Expertin hat simple Tricks parat, wie man sich vor juckenden Stichen schützen kann. „Basilikum im Blumentopf, der Verzicht auf Parfüm und andere Duftstoffe, hilft gegen den Stechangriff der Mücken“, sagt sie.

 

Zustimmung zur elektronischen Gesundheitskarte wächst

Ein Grund zur Einführung war der Lipobay-Skandal vor zehn Jahren

 

Berlin (4. August 2011) - Die Zustimmung zur elektronischen Gesundheitskarte wächst. Rund 70 Prozent der Bundesbürger sind für die Karte, wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben hat. Bei der letzten Erhebung 2009 waren es noch 59 Prozent. „Die Bürger sehen die Vorteile der elektronischen Gesundheitskarte offenbar sehr deutlich. Dies ist ein Auftrag an die Politik und alle Beteiligten, die Karte schnellstmöglich einzuführen und ihre Potentiale mit neuen Funktionen auch wirklich auszuschöpfen“, sagte Prof. Dieter Kempf, Präsident des BITKOM.

 

Abb.: Handystrahlen: Wie schädlich sind sie für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen? Photo: UniBaselKein erhöhtes Hirntumorrisiko bei Kindern und Jugendlichen wegen Handys

 

Basel, Schweiz (28. Juli 2011) - Das Risiko, an einem Hirntumor zu erkranken, ist nicht erhöht, wenn Kinder und Jugendliche mit dem Handy telefonieren. Dies belegt erstmals eine internationale Studie, die von Forschenden des mit der Universität Basel assoziierten Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts zusammen mit Kollegen aus Dänemark, Norwegen und Schweden durchgeführt wurde. Ganz Entwarnung geben können die Studienautoren nicht, da gewisse Unsicherheiten bleiben. Sie fordern deshalb weitere Abklärungen über die Risiken von Handystrahlen auf die Gesundheit. Ihre Forschungsergebnisse sind im amerikanischen Fachmagazin «Journal of the National Cancer Institute» publiziert.

 

EHEC/HUS O104:H4

Der Ausbruch wird als beendet betrachtet

 

Berlin (26. Juli 2011) - In den letzten Wochen wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) nur noch vereinzelt Erkrankungen an EHEC/HUS übermittelt, die durch den Ausbruch bedingt waren. Der letzte Erkrankungsbeginn, der dem Ausbruch zuzuordnen ist, wurde für den 4.7.2011 übermittelt und liegt damit drei Wochen zurück.

Photo: WikipediaHalluzinationen durch Kaffee

 

Berlin (21. Juli 2011) - Im Rahmen einer kürzlich durchgeführten Untersuchung der La Trobe University in Melbourne, Australien, haben Professor Simon Crowe und seine Kollegen die Auswirkung von Koffein und Stress an zweiundneunzig gesunden Testpersonen untersucht. Die Ergebnisse wurden in der Studie „The effect of caffeine and stress on auditory hallucinations in a non-clinical sample“ zusammengefasst.