Multiple Sklerose

Das AVOSTART-1a MS-Therapiebegleitprogramm:

Ich bleib dabei!

 

Düsseldorf (11. September 2009) - Eine konsequente Behandlung ist bei der Multiplen Sklerose besonders wichtig. Doch viele Betroffene führen ihre Therapie nicht regelmäßig durch oder brechen diese sogar ab. Die Gründe sind vielfältig: Sie wissen nicht genug über ihre Erkrankung, erkennen die Dringlichkeit der Behandlung nicht oder es mangelt an Zeit für eine adäquate Schulung. Häufig fühlen sich die Betroffenen auch allein gelassen und missverstanden. Unterstützung und Beratung sind hier besonders wichtig. Aus diesem Grund hat Biogen Idec ein umfassendes Serviceangebot für Menschen mit MS und jene, die sie betreuen, ins Leben gerufen: das AVOSTART-1a Therapiebegleitprogramm.

Parameter für eine effektive MS-Behandlung

Optimaler Therapiestart mit Avonex®

 

Düsseldorf (11. September 2009) - Die wichtigsten Parameter für eine effektive Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) sind eine hohe Wirksamkeit, eine patientenfreundliche Anwendung und eine gute Verträglichkeit. Das intramuskuläre Interferon beta-1a (Avonex®) hat sich hier seit Jahren als ideale Therapieoption bewährt. Die Wirksamkeit, die Applikation und das umfassende Serviceangebot gewährleisten einen optimalen Therapiestart, so das Fazit der Experten auf dem Presse-Roundtable „Parameter für eine effektive MS-Behandlung – optimaler Therapiestart mit AVONEX®“, der im Rahmen des 25. Kongresses des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) stattfand. „Vor allem die nur einmal wöchentliche Anwendung ist eine erhebliche Erleichterung für den Beginn der Behandlung“, betonte Dr. Norman Putzki, St. Gallen/Schweiz. Der optimierte Therapieeinstieg stellt die Weichen für den weiteren Behandlungsverlauf: Langzeitdaten zeigen, dass die Krankheitsprogression bei Patienten, die bis zu 15 Jahre lang mit AVONEX® behandelt wurden, signifikant verlangsamt wird und die Lebensqualität deutlich ansteigt [1], [2].

Neue Daten auf dem Europäischen Multiple-Sklerose-Kongress ECTRIMS präsentiert:

Betaferon® schützt möglicherweise vor Schädigung des Gehirngewebes

 

Düsseldorf (10. September 2009) – Das Multiple-Sklerose (MS)-Medikament Betaferon® (Interferon beta-1b) von Bayer Schering Pharma könnte auch eine wichtige Rolle beim Schutz des Gehirngewebes spielen. Hierauf deuten die Ergebnisse von zwei neuen Studien hin, die heute auf dem 25. Kongress des European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis (ECTRIMS) präsentiert wurden. Demnach unterstützt Betaferon körpereigene Mechanismen zum Abbau von oxidativen Stress, der bei MS-Patienten mit einer Schädigung des Nervengewebes einhergeht. Oxidativer Stress entsteht, wenn sich während des Entzündungsprozesses im Hirngewebe reaktive Sauerstoffmoleküle bilden, die antioxidative Schutzmechanismen überwinden und so die Schädigung des Nervengewebes hervorrufen und fördern. Derzeit mehren sich die Erkenntnisse, dass oxidativer Stress ein wichtiger Begleitfaktor in der Pathogenese der MS ist.

Europäischer Multiple-Sklerose-Kongress ECTRIMS:

Daten bestätigen Bedeutung einer frühen Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS)

 

  • Studienergebnisse belegen kognitive Funktionseinschränkungen und psychische Beeinträchtigungen im frühen Verlauf der MS

 

Düsseldorf (10. September 2009) – Neue, auf dem diesjährigen 25. ECTRIMS-Kongress (European Committee for Treatment and Research in Multiple Sclerosis) vorgestellte Ergebnisse verschiedener klinischer Studien zeigen, dass Symptome wie u.a. kognitive Defizite (Aufmerksamkeit etc.) oder Müdigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) schon sehr früh auftreten. Es können versteckte Anzeichen des Krankheitsverlaufs sein, ohne dass diese der Patient selbst so wahr nimmt. Daher kann ein früher Beginn der Therapie von großer Bedeutung sein.

Strategien gegen die Nebenwirkungen neuer MS-Therapien

Blutwäsche gegen schwere Infektionen

 

Bochum (10. September 209) - Die Kehrseite neuer Immuntherapien gegen Multiple Sklerose (MS) sind u.a. schwere Infektionen, die tödlich verlaufen können. So öffnet die Behandlung mit Natalizumab, das die Immunantwort herabsetzt, der progressiven multifokalen Leukencephalopathie (PML), einer schweren Gehirnentzündung, die Tür. Als Gegenstrategie setzten Prof. Dr. Ralf Gold (RUB-Klinik für Neurologie, St. Josef Hospital) und Dr. Werner Wenning (Ortenau-Klinikum Offenburg-Gengebach) auf eine Blutwäsche, um den Wirkstoff zu entfernen und die Immunantwort wieder zu stärken. Über ihre erfolgreiche Behandlungsstrategie berichten sie in der aktuellen Ausgabe des New England Journal of Medicine.

Multiple Sklerose: Bonner Forscher finden viel versprechenden neuen Therapieansatz

 

Bonn (7. September 2009) - Ein Team unter Federführung der Universität Bonn hat einen neuen Ansatzpunkt zur Bekämpfung von Autoimmunkrankheiten identifiziert. Dazu zählt beispielsweise die Multiple Sklerose. Durch Aktivierung eines bestimmten Moleküls konnten die Forscher den Verlauf dieser Krankheit in Mäusen erheblich verlangsamen. Dabei nutzten sie ein Medikament, das beim Menschen bereits zur Behandlung von Diabetes Typ II zugelassen ist. Auch in menschlichen Zellkulturen war die Methode erfolgreich. Die Studie erscheint jetzt im Journal of Experimental Medicine (doi: 10.1084/jem.20082771).

Hoffnung auf "maßgeschneiderte" MS-Therapie mit Mitoxantron

Genetische Informationen ermöglichen individuelles Therapieschema

 

Bochum (31. August 2009) - Potentielle schwere Nebenwirkungen neuer Immuntherapien gegen Multiple Sklerose (MS) vor Augen konzentriert sich die Forschung darauf, den Einsatz bewährter Medikamente mit bekanntem Nebenwirkungsprofil zu optimieren. Bochumer Neurologen aus der Arbeitsgruppe von PD Dr. Andrew Chan (RUB-Klinik für Neurologie, St. Josef Hospital, Direktor: Prof. Dr. Ralf Gold) verfolgen dabei einen pharmakogenetischen Ansatz: Sie konnten nachweisen, dass der genetische Bauplan bestimmter Transportproteine Rückschlüsse auf die individuelle Wirksamkeit und das Nebenwirkungsrisiko der hochwirksamen Substanz Mitoxantron zulässt. Sie hoffen, künftig anhand genetischer Informationen das optimale Therapieschema mit Mitoxantron für jeden einzelnen Patienten bestimmen zu können. Die Ergebnisse ihrer Arbeit sind in der Fachzeitschrift BRAIN publiziert.

Blutdruckmittel gegen Multiple Sklerose?

Entzündungen und Lähmungen im Tiermodell rückgängig gemacht 

 

Heidelberg (18. August 2009) - Gängige Blutdruckmittel können im Tiermodell Entzündungsherde heilen, wie sie in ähnlicher Form bei der Multiplen Sklerose (MS) vorkommen. Diese Entdeckung hat Privatdozent Dr. Michael Platten, Leitender Oberarzt der Abteilung Neuroonkologie am Universitätsklinikum Heidelberg und Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe Experimentelle Neuroimmunologie am Deutschen Krebsforschungszentrum mit seinem Team in Kooperation mit Wissenschaftlern der Stanford University in Kalifornien gemacht: Als ACE-Hemmer und AT1R-Blocker bezeichnete Blutdruckmittel können das Auftreten von Entzündungsherden bei Mäusen unterdrücken, die an einer der Multiplen Sklerose (MS) vergleichbaren Autoimmunerkrankung leiden. Die Ergebnisse werden zusammen mit einer zeitgleich eingereichten Publikation einer Bochumer Arbeitsgruppe, die ebenfalls die neue Rolle der ACE-Hemmer stützt, in den "Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)" veröffentlicht.

Herz-Kreislauf-Medikamente gegen Multiple Sklerose

Neue Ansatzpunkte für Erkrankungsverständnis und Therapie

 

Bochum (18. August 2009) - Bewährte Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten eine neue Therapieoption gegen Multiple Sklerose (MS) sein. Darauf deuten die Ergebnisse von Neurologen der Ruhr-Universität hin: Sie beobachteten, dass körpereigene Botenstoffe, die dem Regulationssystem von Blutdruck und Salz-Wasser-Haushalt angehören, auch Einfluss auf Autoimmunreaktionen haben. Greift man mit Medikamenten in den Regulationskreis ein, verläuft die Entzündungsreaktion im experimentellen MS-Modell in Rückenmark und Gehirn milder.

DMSG-Fachausbildung"Physiotherapie bei Multipler Sklerose"

Erste berufsbegleitende Fortbildung für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten

 

DMSG-Fachausbildung Physiotherapie bei MSHannover (14. August 2009) – MS-Erkrankte benötigen eine speziell auf ihr individuelles Krankheitsbild zugeschnittene Therapie. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG), Bundesverband e.V. hat aus diesem Grund eine unabhängige, umfassende, qualifizierte und berufsbegleitende Ausbildung "Physiotherapie bei MS" erarbeitet.

Die Behandlung der Multiplen Sklerose stellt jeden Therapeuten vor eine ganz besondere Herausforderung. Kaum eine andere Erkrankung ist so vielschichtig in ihren Symptomen und individuellen Verläufen. Jeder Patient ist anders, hat unterschiedliche Symptome, Verläufe, Bewältigungsstrategien und Ziele. Es gibt keine neurophysiologische Behandlungstechnik, die allein einem Patienten gerecht werden kann – vielmehr sind eine Mischung aus verschiedenen Behandlungsansätzen und eine interdisziplinäre Herangehensweise entscheidend. Die Ergebnisse der Forschung in der Neurorehabilitation belegen, dass Anpassungsvorgänge im Zentralen Nervensystem stattfinden, um nach einer Schädigung eine optimale Wiedererholung und Neuordnung zu schaffen. Diese Reorganisation kann durch eine individuell angepasste Physiotherapie in hohem Maße unterstützt werden.

Novartis führt ab August eine 3-Monatspackung für Extavia® ein

MS-Patienten können mit der neuen Packungsgröße bis zu 80 Euro im Jahr sparen

 

Extavia_45er_SchachtelNürnberg (5. August 2009) – Mit der erfolgreichen Markteinführung des Multiple-Sklerose-Präparates Extavia® (Wirkstoff Interferon beta-1b) am 01.01.2009 steht für Novartis die bestmögliche Versorgung des MS-Patienten im Mittelpunkt. Daher wurde parallel zur Einführung von Extavia ein umfangreiches Betreuungsprogramm unter dem Namen Extracare angeboten und ein deutschlandweites MS-Schwestern-Programm aufgebaut.

Jetzt reagiert die Novartis Pharma GmbH auf einen weiteren Patientenwunsch und bietet seit 1. August 2009 eine zusätzliche Packungsgröße mit 45 Injektionsspritzen (N3) zum Apothekenverkaufspreis von 4.180,68 Euro an (PZN 9013174). Der Inhalt reicht für drei Monate. Die neue Packungsgröße ermöglicht es dem MS-Patient, die Besuche bei seinem Arzt auf einmal pro Quartal zu reduzieren. Gleichzeitig kann er, durch die geminderte Zuzahlung, bis zu 80 Euro pro Jahr sparen.

Multiple Sklerose besser verstehen

BMBF-gefördertes Kompetenznetz Multiple Sklerose startet

 

Kompetenznetz MSBerlin (21. Juli 2009) - Etwa 2.500 Bundesbürger erhalten jedes Jahr in Deutschland die Diagnose Multiple Sklerose (MS). Insgesamt sind nach der jüngsten Hochrechnung etwa 122.000 Menschen betroffen. Ursachen und Verlaufsformen der MS sind bis heute noch nicht ganz genau verstanden. Um dies zu ändern und die Diagnostik und Therapie der Multiplen Sklerose zu verbessern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Kompetenznetz Multiple Sklerose, das jetzt seine Arbeit offiziell aufnimmt.

Gemeinsam machen sie krank

 

Würzburg (21. Juli 2009) - Das Wissen über die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten wie der Multiplen Sklerose ist noch immer lückenhaft. Wissenschaftler der Universität Würzburg haben jetzt das Zusammenspiel zweier wichtiger Faktoren unter die Lupe genommen - mit einem eindeutigen Ergebnis.

Chronisch entzündliche Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS) haben für die Betroffenen in der Regel gravierende Auswirkungen auf ihre Lebensqualität. Obwohl die Forschung auf diesem Gebiet in der Vergangenheit große Fortschritte gemacht hat, sind die Auslöser und Ursachen dieser Krankheitsfamilie, zu der beispielsweise auch die Multiple Sklerose gehört, noch immer nicht zweifelsfrei identifiziert. Unter den Verdächtigen ragen zwei Faktoren besonders hervor: Eine erhöhte Anfälligkeit des zentralen Nervensystems gegenüber Angriffen von außen und ein fehlerhaft arbeitendes Immunsystem.

Multiple Sklerose: Wohltäter im Gehirn

 

In entzündeten Gehirnregionen von Patienten mit Multipler Sklerose kommen zerstörerisch wirkende T-Zellen vor (rot), aber auch solche mit Schutzfunktion (grün). Das haben Forscher von der Universität Würzburg nachgewiesen. In Grün sichtbar gemacht ist das HLA-G-Oberflächenprotein, das nur auf den schützenden Zellen auftritt. Bild: Heinz WiendlWürzburg (6. Juli 2009) - Die Entzündung im Gehirn von Multiple-Sklerose-Patienten wird vom Immunsystem ausgelöst. Doch ein Typ von Immunzellen stemmt sich gegen das zerstörerische Werk - womöglich lässt er sich künftig für therapeutische Zwecke einspannen.

Die "wohltätigen" Immunzellen neigen besonders stark dazu, aus dem Blut in entzündetes Nervengewebe einzuwandern. "Sie werden von speziellen Lockstoffen angezogen und blockieren im Gehirn die negativen Wirkungen von anderen Immunzellen", erklärt Heinz Wiendl, Professor an der Neurologischen Klinik der Universität Würzburg.

Umfassende Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS)

Multiple Sklerose und ihre Begleiterkrankungen

  • Novartis startet Forschungsprogamme zu Folgeerkrankungen bei MS
  • Osteoporose bei Multipler Sklerose: verkanntes Risiko gefährdet die Patienten
  • Kognitive Fähigkeiten entscheiden maßgeblich über Arbeitsfähigkeit

 

Nürnberg (29. Juni 2009) – Multiple Sklerose gilt als Krankheit mit den tausend Gesichtern: Das zentrale Nervensystem ist genauso betroffen wie unter anderem die Muskelkontrolle und Muskelkraft, wie der Gleichgewichtssinn oder kognitive Funktionen. Symptome, die weitere Erkrankungen nach sich ziehen. „Diese Zusammenhänge zwischen MS und möglichen Folgeerkrankungen wie Osteoporose oder Demenz sind aber kaum erforscht“, so Dr. med. Ferenc Tracik, Leiter der klinischen Forschung Spezialitätenmedizin bei Novartis Pharma aus Nürnberg. „Eine Situation, die wir durch umfangreiche Forschungsprojekte ändern wollen“, erklärt der Mediziner. Novartis unterstreicht durch die breit angelegten Studienprogramme bei MS-Begleiterkrankungen sowie durch die Entwicklung der oralen MS-Therapie (Fingolimod) den hohen Anspruch eines forschenden Arzneimittelherstellers.

ENS 2009: Multiple Sklerose: Hoffnung durch neue orale Therapien 

 

Mailand, Italien (22. Juni 2009) – „Mehr als 400.000 Menschen in Europa leiden an Multipler Sklerose. Die derzeit verfügbaren Behandlungsmethoden sind nicht in der Lage, allen Betroffenen wirksam zu helfen. Forscher in aller Welt arbeiten an einer Ausweitung der therapeutischen Palette. Auf der Jahrestagung der Europäischen Neurologengesellschaft in Mailand werden eine Reihe von viel versprechenden Studien zu neuen Medikamenten zum Einnehmen präsentiert. Neue Erkenntnisse gibt es auch zur Rehabilitation und Lebensqualität von MS-Patienten.

Multiple Sklerose Forschung:

Möglicher Therapieansatz entdeckt

 

Düsseldorf  (8. Juni 2009) - Die Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), bei der das fehlgeleitete Immunsystem die Markscheiden des Gehirns und Rückenmarks angreift und zerstört. Wie nun die Arbeitsgruppe um Priv. Doz. Dr. Patrick Küry an der Neurologischen Klinik (Direktor Prof. Dr. Hans-Peter Hartung) zeigen konnte, beruht die fehlende Regenerationsfähigkeit der Markscheiden, die von Oligodendrozyten gebildet werden, u.a. auf dem Vorkommen eines hemmenden Eiweißes namens "p57kip2".