Medizin

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)

Die stationäre Aufnahme von an Covid-19-erkrankten Patienten soll sich an Schweregradkriterien orientieren

Im Auftrag des Vorstandes der DGKH: P. Walger, S. Ewig und M. Exner in Abstimmung mit W. Popp, L. Jatzwauk, F. Lemm, B. Christiansen, U. Heudorf und  A. Krame

 

1. Anlass

Berlin (28. Februar 2020) -- Aktuelle RKI-Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte „COVID-19: Verdachtsabklärung und Maßnahmen“, dass Patienten mit laborbestätigter SARS-CoV-2-Infektion stationär behandelt werden müssen. Die DGKH sieht diese Empfehlung mit Sorge, da sie der nachdrücklichen Auffassung ist, dass nur Patienten mit klinisch schwerer Verlaufsform in stationäre Behandlung aufgenommen werden sollten, um das stationäre Versorgungssystem nicht zu überfordern und  das Risiko einer nosokomialen Übertragung auf weitere Patienten in stationärer Behandlung und auf das medizinische Personal so gering wie möglich zu halten.

Robert Koch-Institut

Risikobewertung zu COVID-19

  • Änderungen gegenüber der Version vom 26.2.2020 im ersten Absatz (Situation)


Situation

Berlin (28. Februar 2020) -- In Deutschland sind bislang nur wenige bestätigte Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) aufgetreten. Nach dem Infektionscluster bei einer Firma in Bayern und einzelnen Fällen bei den deutschen Staatsbürgern, die Anfang Februar 2020 aus Wuhan ausgeflogen worden waren, sind seit 25.2.2020 Erkrankungsfälle in weiteren Bundesländern bekannt geworden (Fallzahlen siehe www.rki.de/covid-19-fallzahlen). Fast alle Patienten aus dem Infektionscluster in Bayern wurden inzwischen genesen aus dem Krankenhaus entlassen.

Therapieempfehlungen auf der Basis einer systematischen und kritischen Evaluation neuester wissenschaftlicher Ergebnisse

S3-Leitlinie zur Rehabilitation von Herz-Kreislaufpatienten
in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Frankfurt am Main (27. Februar 2020) -- Herzpatienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK), chronischer Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen wird empfohlen, eine kardiologische Rehabilitation durchzuführen, da diese den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen und die Lebensqualität verbessern kann. Bei Patienten nach einem Herzinfarkt oder nach einer Bypass-Operation senkt die Teilnahme an einer kardiologischen Rehabilitation (KardReha) die Sterblichkeit deutlich. Bei Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz (HFrEF) werden körperliche Belastbarkeit und Lebensqualität deutlich verbessert. Gemäß erster Studienergebnisse senkt eine KardReha auch bei Patienten nach Klappenkorrektur, insbesondere nach kathetergestütztem Aortenklappenersatz (TAVI), die Sterblichkeit deutlich.

Maßnahmen im grenzüberschreitenden Verkehr werden intensiviert, Prinzipien zur Risikobewertung von Großveranstaltungen wurden beschlossen:

Krisenstab des BMI und BMG beschließt Maßnahmen zur Gesundheitssicherheit gegen Corona-Infektionen

Berlin (28. Februar 2020) -- Der nach dem Pandemieplan des Bundes durch Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eingesetzte gemeinsame Krisenstab hat in seiner zweiten Sitzung folgende Beschlüsse gefasst:

Bundesministerium für Gesundheit

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Berlin (26. Februar 2020) -- Erstmals wurden nun auch Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen bestätigt. Beide Länder haben einen Krisenstab eingerichtet, der durch das Robert Koch-Institut sowie das Bundesgesundheitsministerium unterstützt wird. Zum Gesundheitszustand der Patienten unterrichten die jeweiligen regionalen Behörden. Ziel sei es, so Jens Spahn, die Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen.