Medizin

Repräsentative Umfrage DeBeNa-Monitor deckt Widersprüche auf:

Hochgeschätzt, wenig verordnet: Johanniskraut in der Depressionsbehandlung

Frankfurt am Main (26. September 2018) – In der Depressionstherapie gibt es Widersprüche in der Behandlung von Depressionen und Missverständnisse in der Arzt-Patienten-Kommunikation. Dies offenbart der aktuelle „DeBeNa-Monitor – Depressionsbehandlung in Deutschland 2018“. Laut der repräsentativen Umfrage im Auftrag von Bayer werden pflanzliche Wirkstoffe wie hochdosiertes Johanniskraut trotz Leitlinienempfehlung und studiengeprüfter Wirksamkeit selten verordnet. Gleichzeitig überschätzen viele Ärzte die Präferenz ihrer Patienten für chemische Antidepressiva. Tatsächlich wünschen sich mehr Menschen Zugang zu einer pflanzlichen Depressionsbehandlung.

Wann sollte ein suizidgefährdeter Patient stationär aufgenommen und versorgt werden?

Lässt sich ein Suizid vorhersagen?

Leipzig (21. September 2018) - Etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens Suizidgedanken. Eine genaue Vorhersage, wer diesen Gedanken auch Taten folgen lässt, ist der aktuellen Forschung zufolge nicht sicher möglich. Dennoch brauchen Ärzte und Therapeuten Anhaltspunkte, um das Risiko suizidalen Verhaltens abschätzen zu können. Wissenschaftler der Leipziger Universitätsmedizin untersuchen eine Theorie zur Vorhersage von suizidalen Gedanken und Handlungen. Die Ergebnisse stellen sie auf dem gemeinsamen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie und der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie vor.

DGRh-Kongress 2018

RA- und RZA-Patienten profitieren von breiter Evidenz und langjähriger Praxiserfahrung mit dem IL-6-Rezeptorinhibitor Tocilizumab

Grenzach-Wyhlen/Frankfurt am Main (20. September 2018) – Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) bietet sich durch die Behandlung mit RoACTEMRA® (Tocilizumab, TCZ) die Chance auf eine effektive Krankheitskontrolle: Früh eingesetzt – direkt nach Versagen von krankheitsmodifizierenden Antirheumatika (DMARD) – zeigt der Interleukin (IL)-6Rezeptorinhibitor als Mono- wie auch Kombinationstherapie mit Methotrexat (MTX) gute Ansprechraten und führt schnell zu einer Remission.1 Unter einer RoACTEMRA-Monotherapie erreichten die Patienten dabei eine signifikant längere Verweildauer als unter einer Tumor-Nekrose-Faktor-Inhibitor (TNFi)Kombinationstherapie mit MTX.2,3 Dies bestätigen aktuelle Daten einer Interimsanalyse der ARATA-Studie4, die anlässlich des 46. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) in Mannheim präsentiert wurden. Eine Vorreiterrolle spielt RoACTEMRA in der Indikation der RZA – seit September 2017 steht der IL-6R-Inhibitor als erstes Biologikum zur Behandlung der RZA zur Verfügung und ermöglicht ein neuartiges Therapiemanagement.5

Biosimilars bieten fachübergreifend neue Optionen in der Therapie komplexer Krankheitsbilder

  • Die DGRh empfiehlt den Einsatz von Biosimilars und bewertet den Switch vom Original zu einem Biosimilar als sicher und wirksam1
  • Die Phase-III-Studien EGALITY und ADACCESS belegen die therapeutische Gleich-wertigkeit von Erelzi® (GP2015) und dem Adalimumab-Biosimilar GP2017 mit ihren jeweiligen Referenzpräparaten2,3
  • Erkenntnisse der Mikrobiom-Forschung können möglicherweise helfen, das Ansprechen auf Biologika-Therapien bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen zu verbessern

Mannheim (21. September 2018) – Die Therapie von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen wird zunehmend komplexer, viele Patienten leiden an Komorbiditäten. Aus diesen Gründen wird eine gute fachübergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger, um eine bestmögliche Patientenversorgung zu gewährleisten. Biologika und ihre biotechnologisch hergestellten Folgepräparate, die Biosimilars, haben in der Therapie komplexer Krankheitsbilder inzwischen einen hohen Stellenwert. Für zahlreiche rheumatologische, dermatologische und gastroenterologische Indikationen spielt die Biologika-Gruppe der TNFα-Blocker eine große Rolle. Die Einführung der ersten Biosimilars zu TNFα-Blockern wie die Infliximab-Biosimilars oder das Etanercept-Biosimilar Erelzi® bieten nun die Möglich-keit, auch TNFα-Blocker kostengünstiger zu verordnen und dadurch möglicherweise noch mehr Patienten den wirtschaftlichen Zugang zu dieser Therapie zu ermöglichen. Auf dem von Hexal anlässlich des DGRh-Kongresses 2018 veranstalteten Symposium „Interdisziplinäre Sprechstunde: TNF-Blockade und mehr ...?!“, diskutierten Experten fachübergreifend über Biosimilars der TNFα-Blocker und die Chancen, die diese neuen Therapieoptionen bieten können.

Grundlage für Einführung der Reihenuntersuchung fehlt

Screening auf Depression: Nutzen bleibt fraglich

Köln (17. September 2018) - Bei knapp 12 % aller Erwachsenen in Deutschland wird im Laufe ihres Lebens eine Depression diagnostiziert. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat untersucht, ob es für Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Screenings Vor- oder Nachteile haben könnte, wenn beispielsweise Hausärztinnen und Hausärzte regelhaft einen Test anhand eines Fragebogens anbieten, der Hinweise auf eine Depression geben kann. Ein Vorteil könnte darin bestehen, dass die Diagnose frühzeitig gestellt und eine Therapie begonnen werden kann. Der jetzt publizierte Abschlussbericht bestätigt die vorläufigen Ergebnisse: Nutzen und Schaden sind weiterhin unklar. Somit fehlt weiterhin die wissenschaftliche Grundlage, um eine solche Reihenuntersuchung einzuführen.