Medizin

B-Zell-Therapie mit MabThera hemmt Gelenkzer­störung bei RA-Patienten bereits im Frühstadium

Phase-III-Studie IMAGE erreicht primären Endpunkt

 

Photo: Roche PharmaGrenzach-Wyhlen (15. Januar 2009) - Eine frühzeitige und nachhaltige Hemmung der Gelenkzerstörung zählt zu den wichtigsten Therapiezielen in der Behandlung von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA). Ergebnisse der Phase-III-Studie IMAGE haben jetzt gezeigt, dass die radiologische Progression bereits im Frühstadium, evaluiert ein Jahr nach Erstbehandlung, mit 2 x 1 g Rituximab (MabThera®) in Kombination mit dem Basismedikament Methotrexat (MTX) effektiver gehemmt wird als durch MTX allein.  

In die randomisierte, kontrollierte, doppelblinde, multizentrische Phase-III-Studie IMAGE (International study in Methotrexate-nAïve subjects investiGating Rituximab´s Efficacy) wurden insgesamt 755 Patienten mit aktiver RA eingeschlossen, die bisher noch nicht mit MTX behandelt worden waren.

Chronisch transfundierte Patienten profitieren von Exjade® (Deferasirox):

Bedeutende Studie belegt signifikante Reduktion der organschädigenden Eisenüberladung

 

  • EPIC-Studie belegt signifikante Reduktion der Eisenintoxikation bei Patienten mit myelodysplastischen Syndromen (MDS)[i] sowie Entfernung des Eisens aus dem Herzen bei kardialer Eisenüberladung bei ß-Thalassämie-Patienten[ii]
  • Die Ergebnisse sind Teil der weltweit größten prospektiven Studie zur Eisenchelation mit über 1.700 Patienten mit verschiedenen transfusionsabhängigen Anämien
  • Aktuelle Konsensusrichtlinien empfehlen eine Chelattherapie in Abhängigkeit von der Transfusionshäufigkeit bei Serumferritinwerten ab 1.000 ng/ml

 

Frankfurt am Main (15. Januar 2009) — Neue Daten aus der größten prospektiven Studie zur Eisen­chelation EPIC (Efficacy and Safety of Deferasirox (Exjade) in Patients With Transfusion-Dependent Anemias) zeigen die Wirksamkeit und Sicherheit von Exjade® (Deferasirox) bei der Behandlung chronischer transfusionsbedingter Eisenüberladung. Chronische Eisenüberladung ist ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand bei Patienten, die im Rahmen der Behandlung unterschiedlicher zugrunde liegender Anämien wie myelodysplastischen Syndromen (MDS) und der β-Thalassämie mehrere Bluttransfusionen erhalten haben. Aktuelle Arbeiten zur EPIC-Studie wurden im Dezember 2008 im Rahmen der 50. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Francisco, Kalifornien, USA, vorgestellt.

Übergewicht ist Risikofaktor für Eierstockkrebs

Grundlage für Präventionsmaßnahmen gelegt

 

Regensburg (15. Januar 2009) - Im Rahmen einer Studie des U.S. Krebsforschungszentrums untersuchte ein Team um Professor Dr. Michael Leitzmann, Direktor des Instituts für Epidemiologie und Präventivmedizin der Medizinischen Fakultät Regensburg, den Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). Die Forscher konnten nachweisen, dass Übergewicht das Risiko für Eierstockkrebs erhöht. Die Ergebnisse wurden am 5. Januar 2009 im Journal "Cancer" (vorab online: www.interscience.wiley.com/cancer-newsroom, Print-Ausgabe: 15. Februar 2009) veröffentlicht.

Neue Kombinationspille bietet festen Rhythmus gegen das Pillenvergessen

Mit dem Verhütungsrhythmus 24vier ist aller Anfang leicht

 

Leverkusen (15. Januar 2009) - Der tägliche Griff zur Pillenpackung gehört für rund sieben Millionen Frauen in Deutschland zur Routine. Doch für viele von ihnen gerät diese Routine einmal im Monat ins Stocken. Nämlich dann, wenn sie sich nach 21 Tagen Pilleneinnahme und sieben Tagen Pause wieder an den rechtzeitigen Beginn einer neuen Packung erinnern müssen.

RUB-Studie: Immuntherapie lindert Heuschnupfen und Asthma bei Kindern

 

Bochum (14. Januar 2009) - Die tägliche Einnahme einer Graspollentablette kann bei Kindern Heuschnupfen und Asthma lindern. Zu diesem Ergebnis kommt einer Studie von Medizinern der Ruhr-Universität Bochum um Prof. Dr. Albrecht Bufe (Experimentelle Pneumologie), die sie gemeinsam mit nationalen Kollegen an 253 Kindern durchgeführt haben. Asthmasymptome nahmen unter der Behandlung um 64 Prozent ab, Heuschnupfensymptome um 24 Prozent. Ihre Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlicht.

Studie zeigt: Neurofeedback hilft Kindern mit ADHS

 

Abb.: Patrick H. (10) beim Neurofeedback-Training. Der Torwart hält den Ball nur, wenn die rote Kugel im unteren Bildabschnitt 6 Sekunden durch die Konzentrationsleistung über der Ideallinie gehalten werden konnte. Die Konzentrationsleistung wird über 5 Elektroden gemessen. Photo: Uni-Klinikum ErlangenErlangen-Nürnberg (14. Januar 2009) - Erstmals wurde in einer groß angelegten randomisierten, kontrollierten Studie die Wirksamkeit eines Neurofeedback-Trainings bei Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) nachgewiesen. Die Ergebnisse einer Studiengruppe unter Leitung von Dr. Hartmut Heinrich aus der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Erlangen in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Uni-Klinikum Göttingen und dem Heckscher-Klinikum München wurden jetzt im "Journal of Child Psychology & Psychiatry" veröffentlicht (www3.interscience.wiley.com/journal/121635345/abstract).

Therapie-Anpassung auf Knopfdruck

Neueste Generation der Tiefen Hirnstimulation ermöglicht Patienten mit Parkinson, Tremor oder Dystonie umfassendere Kontrolle neurologischer Störungen

 

Meerbusch (13. Januar 2009) – Erstmals in Europa können Patienten, die an Parkinson, Essentiellem Tremor oder Dystonie erkrankt sind, eine umfassendere Kontrolle über die beeinträchtigenden motorischen Symptome ihrer Erkrankung erlangen, indem sie die Therapie auf Knopfdruck an ihre jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Die neue Gerätegeneration der Tiefen Hirnstimulation (THS) – Activa® RC und Activa® PC – basiert auf fortschrittlichster Technologie und verfügt über neuartige Programmiermöglichkeiten, die den Patienten mehr Möglichkeiten gibt.

Hilfe! Unsere Babys werden immer schwerer!

Stiftung Kindergesundheit: Schwangere sollten nicht „für zwei essen“!

 

München (13. Januar 2009) - Die Stiftung Kindergesundheit schlägt Alarm: Immer mehr Babys sind schon bei ihrer Geburt zu dick. Das Geburtsgewicht von Säuglingen hat innerhalb weniger Jahre in einem dramatischen Ausmaß zugenommen. An den Genen kann das nicht liegen, denn sie können sich nicht in einer so kurzen Zeit ändern. Die wichtigste Ursache liegt offenbar bei der Ernährung der Mütter: Viele junge Frauen sind bereits übergewichtig, wenn sie schwanger werden und viele von ihnen nehmen auch während der Schwangerschaft übermäßig zu.

Laborreform bedroht Existenz von endokrinologischen Fachpraxen

Therapiequalität bei hormonell bedingten Erkrankungen gefährdet

 

Regenstauf (13. Januar 2009) – Leiden Menschen an hormonellen Störungen ist die exakte Untersuchung der Werte im Labor wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Therapie. Die Qualität der Laboruntersuchungen ist jedoch durch die sogenannte Laborreform 2009 gefährdet, befürchten Experten der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE). Die zweite Etappe dieser Reform ist am 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Zukünftig erstattet die Krankenkasse weniger für Laboruntersuchungen als bisher – im Schnitt rund 20 Prozent.

"Wir kommen der Grippe zuvor"

Krankenhauswettbewerb zur Grippe-Schutzimpfung

 

Einsendeschluss ist der 31. Januar 2009

 

Köln (12. Januar 2009) - Noch bis Ende Januar läuft der bundesweite Krankenhauswettbewerb der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Robert Koch-Instituts (RKI) für Grippeschutz-Impfaktionen im Rahmen der gemeinsamen Kampagne „Wir kommen der Grippe zuvor“. Medizinisches Personal in Krankenhäusern und in der Altenpflege sollte - wie auch chronisch Kranke und ältere Menschen über 60 Jahre - gegen Grippe geimpft sein. Die Impfquote ist beim medizinischen Personal mit rund 20 Prozent jedoch besonders niedrig. Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich selbst vor einer schweren Erkrankung, sondern vermeidet auch eine Ansteckung anderer. Das ist in Kliniken und Pflegeeinrichtungen besonders wichtig.

Panikstörungen können zu 90 Prozent erfolgreich behandelt werden

 

Greifswald (9. Januar 2009) - Menschen, die unter Panikattacken und Platzangst (Agoraphobie) leiden, können mit einer speziellen Psychotherapie in relativ kurzer Zeit von ihrem Leiden befreit werden. Das belegt eine deutschlandweite Studie, die in diesen Tagen abgeschlossen wird. An dem Projekt war auch das Institut für Psychologie der Universität Greifswald beteiligt. Hier wurden 47 der insgesamt 360 Studienteilnehmer behandelt.

 

Antipsychotika erhöhen bei älteren Menschen das Schlaganfallrisiko

 

Stuttgart (9. Januar 2009) - Nehmen ältere Patienten Antipsychotika ein, so erhöht sich ihr Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Darauf weist die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft anlässlich einer aktuellen britischen Studie hin. Antipsychotika wirken unter anderem dämpfend auf Erregungszustände, aggressives Verhalten und Sinnestäuschungen. Den Studienergebnissen zufolge ist der Einsatz bei Menschen mit Demenzerkrankungen besonders riskant. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft fordert deshalb, die Anwendung der Medikamente bei älteren Menschen neu zu überdenken.

Signalmoleküle bei der Entstehung von weißem Hautkrebs

 

München (8. Januar 2009) - Plattenepithelkarzinome der Haut gehören zu den häufigsten Tumoren. Sie entstehen bevorzugt auf chronisch UV-Licht-exponierter Haut hellhäutiger Menschen und zeigen eine deutlich zunehmende Häufigkeit. Bei der Entstehung dieser Tumoren spielt der Transkriptionsfaktor NF-kB, der wichtige zelluläre Prozesse wie Proliferation, Apoptose und Seneszenz reguliert, eine entscheidende Rolle. In dem geplanten Projekt werden Komponenten dieses Signalweges untersucht. Die hierbei erwarteten neuen Erkenntnisse zur Pathogenese epithelialer Tumoren der Haut sollen zu künftigen gezielten Therapien beitragen.

Novo Nordisk fördert pädiatrische Nephrologie

Johannes-Brodehl-Preis für 2009 ausgeschrieben

 

Mainz (5. Januar 2009) -  In diesem Jahr verleiht die Gesellschaft für pädiatrische Nephrologie (GPN) zum wiederholten Male den von der Firma Novo Nordisk gestifteten Johannes-Brodehl-Preis. Der Preis dient der Anerkennung von Kindernephrologen, die auf dem Gebiet der pädiatrischen Nephrologie klinisch-wissenschaftlich arbeiten. Bewerbungen können für den mit 8.000 € dotierten Preis bis zum 31. Juli beim Vorstand der GPN eingereicht werden.

Mezavant® (MMX® Mesalazin) seit dem 1. Januar 2009 auch als N3 mit 120 Tabletten pro Packung erhältlich

 

Köln (5. Januar 2009) - Mezavant® 1.200mg magensaftresistente Retardtablette steht ab dem 1. Januar 2009 auch als N3 mit 120 Tabletten pro Packung zur Verfügung. Neben einer guten Wirksamkeit in der Akuttherapie hat Mezavant® mit patentierter MMX®-Technologie (Multi Matrix System) auch Erfolge in der Langzeit-Remissionserhaltung. Einen entscheidenden Beitrag zur überzeugenden Langzeiteffizienz dürfte die einmal tägliche Einnahme (2-4 Tabletten) von Mezavant® leisten, die die Therapietreue der Patienten auch in beschwerde-freien Zeiten unterstützt.

Blinde Menschen feiern den Erfinder der Tastschrift

 

Berlin (4. Januar 2009) - Heute vor 200 Jahren wurde Louis Braille geboren, der Erfinder der Blindenschrift, die deshalb auch "Brailleschrift" oder einfach "Braille" genannt wird. Mit Feiern in Berlin und Hamburg haben blinde Menschen an den genialen Franzosen erinnert und das Jubiläumsjahr eingeläutet.

 Bei einem Empfang in der Französischen Botschaft direkt am Brandenburger Tor startete der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) heute Vormittag die "Tour de Braille". Es handelt sich um einen Lesemarathon unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten mit 200 Veranstaltungen in ganz Deutschland, bei denen Brailleschrift gelesen wird. Die erste Lesung war ein Ausschnitt aus dem Buch "Der kleine Prinz" des französischen Autoren Antoine de Saint-Exupéry, gelesen von dem blinden Berliner Schüler Felix Steindorff. Höhepunkt der Hauptstadtaktivitäten wird ab dem 18. September die Ausstellung "Sechs Richtige - Louis Braille und die Blindenschrift" im Museum für Kommunikation Berlin sein.

Zellen beschleunigen Freisetzung von HIV

Zellaustritt von HI-Viren erstmals dreidimensional auf Nanoebene dargestellt

 

Abb.: Neu gebildete Viren verlassen als kugelförmige Kapsel die Zelle - graphische Darstellung einer Rekonstruktion der HIV-Freisetzung mittels Elektronen-Tomographie (blau ist die Membran, rot die Proteinkapsel). Photo: Universitätsklinikum HeidelbergHeidelberg (19. Dezember 2008) - HI-Viren befallen Immunzellen, um sich im menschlichen Körper zu vermehren. Doch wie kommen die neu gebildeten Viren aus der Wirtszelle raus? Und welche Rolle spielt die Zelle selbst dabei? Diesen Fragen gehen Wissenschaftler des Hygiene-Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg gemeinsam mit Kooperationspartnern vom Max Planck Institut für Biochemie in Martinsried mit Hilfe eines neuen hochauflösenden Verfahrens, der Kryo-Elektronentomographie, auf den Grund. Die ersten dreidimensionalen Bilder im Nanometerbereich zeigen: Die Wirtszelle selbst ist an der Freisetzung des AIDS-Erregers früher beteiligt und spielt vermutlich eine wichtigere Rolle als bisher angenommen.

Glutamat verbessert das Gedächtnis: Neurowissenschaftler rütteln an einem alten Dogma

Neurodegenration kann kognitive Funktionen verbessern

 

Bochum (19. Dezember 2008) - Der Nervenzellen-Botenstoff Glutamat spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung von Gedächtnisfunktionen, führt in zu hohen Konzentrationen aber auch zum Untergang von Nervenzellen. Beim Morbus Huntington, einer neurologischen Erbkrankheit, die mit motorischen und kognitiven Beeinträchtigungen einhergeht, kommt es wahrscheinlich dadurch zum Zelltod. Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität und des Leibniz Research Centers in Dortmund konnten nun zeigen, dass sich bei Patienten aufgrund der erhöhten Ausschüttung von Glutamat die kognitiven Leistungen teilweise deutlich verbessern - ein scharfer Gegensatz zur allgemeinen Meinung über die Veränderung kognitiver Funktionen bei neurodegenerativen Erkrankungen. Die Forscher berichten im Journal of Neuroscience.

Phase-III-Studienergebnisse zu Resolor(R) (Prucaloprid) von Movetis bei Patienten mit chronischer Obstipation in den Fachzeitschriften "Gut" und "Alimentary Pharmacology and Therapeutics" veröffentlicht

 

Turnhout, Belgien (18. Dezember 2008) - Mit der Veröffentlichung von Artikeln in den medizinischen Fachzeitschriften The Gut und Alimentary Pharmacology and Therapeutics (APT) und dem ersten Artikel über die Ergebnisse der zulassungsentscheidenden Phase-III-Studie, der im Mai 2008 im New England Journal of Medicine (NEJM) erschienen ist, sind die zulassungsrelevanten Phase-III-Studiendaten zu Prucaloprid jetzt vollständig veröffentlicht. Die Ergebnisse bestätigen in ihrer Gesamtheit die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung mit Prucaloprid bei Patienten mit chronischer Obstipation, die mit Laxanzien (Abführmitteln) keine ausreichende Verbesserung ihres Zustands erzielen konnten.

In die Tasche gesteckt

Erster Schritt zu neuartigen Therapien für Schilddrüsenerkrankungen ?

 

Abb.: TSH-Rezeptor mit Bindungstasche (grün). Photo: TRIPOS/SYBYL 8.0Berlin (18. Dezember 2008) - Forscher des Forschungsverbunds Berlin (FMP) spüren eine verborgene Bindungstasche in einem Hormon-Rezeptor auf. Dies könnte der erste Schritt zu neuartigen Therapien für Schilddrüsenerkrankungen sein.

In jeder Zelle leiten Proteine Signale von außen nach innen und umgekehrt. Eine große Gruppe solcher Signalüberträger sind die so genannten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. Sie kommen allein im menschlichen Körper in 900 verschiedenen Varianten vor. Für die Medizin und Pharmakologie spielen sie eine extrem wichtige Rolle - 30 bis 40 Prozent aller Medikamente wirken an diesen Rezeptoren.

Ginkgo gegen Demenz:

Zur Vorbeugung nutzlos, in der Therapie ist die Wirkung noch fraglich

 

Berlin (16. Dezember 2008) - Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) rät nicht zur vorbeugenden Einnahme von Ginkgo-Präparaten gegen Demenzerkrankungen. Auch für die Behandlung der Alzheimer-Demenz ist für diese Substanz keine generelle Empfehlung gegeben. Zwei neue Studien, die den Nutzen des auch in Deutschland millionenfach verkauften Ginkgo-Extrakts gegen Gedächtnisverlust untersuchten, hatten in der Öffentlichkeit für Verwirrung gesorgt: Einerseits bremse die vorbeugende Einnahme des Pflanzenextrakts nicht den Verfall des Gehirns. Andererseits können Patienten, die bereits an Alzheimer-Demenz erkrankt sind, möglicherweise von einer hohen Dosierung (240 mg) des Ginkgo-Extrakts profitieren.

Schwangerschaft gut planen

Neue Therapieempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e.V.

 

Berlin (15. Dezember 2008) - Fortschritte in der Therapie rheumatischer Erkrankungen haben dazu geführt, dass sich viele Frauen mit Rheuma ihren Kinderwunsch erfüllen können. 14 Prozent der betroffenen Frauen heute sind im gebärfähigen Alter. Noch bis vor zehn Jahren haben Ärzte von einer Schwangerschaft abgeraten - es gab kaum Erfahrungswerte. Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat die Erkenntnisse über die Anwendung von Rheuma-Medikamenten in der Schwangerschaft nun in einer Therapieempfehlung zusammengefasst. "Dieser Leitfaden hilft allen Beteiligten, ihre Patientinnen in Hinblick auf eine geplante Schwangerschaft besser zu beraten", sagt Prof. Klaus Krüger, Sprecher der Kommission Pharmakotherapie.

Ziel der Rheumaforscher in Berlin:

Das Krankheitsgedächtnis für Rheuma löschen

 

Berlin (11. Dezember 2008) - Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes oder multiple Sklerose entstehen, wenn das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Eine wichtige Rolle spielen dabei überaktive Gedächtniszellen des Immunsystems, die sich nach erfolgreicher Abwehr eines Krankheitserregers verselbstständigen und weiter gegen einen vermeintlichen Feind kämpfen, obwohl der "Krieg" längst zu Ende ist.

Wissenschaftler des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums (DRFZ) in Berlin erforschen das "immunologische Gedächtnis" und seine Entgleisungen. Daraus wollen sie neue Strategien für die Behandlung dieser schweren Krankheiten ableiten.

11. PH-Patiententreffen mit Angehörigen · pulmonale hypertonie e.v.

Gemeinsam gegen Lungenhochdruck

Belastungssituation: Lungenhochdruck - Anstrengung nimmt den Atem. Photo: ph. e.v.Frankfurt am Main (29. November 2008) - Neue Forschungsergebnisse und die wachsende klinische Erfahrung mit der pulmonalen Hy­pertonie (PH), aber auch die aktuellen gesundheitspolitischen Ent­scheidungen sorgen auch in diesem Jahr beim 11. PH-Patienten­treffen wieder für reichlich Gesprächsstoff. So wurde beispiels­weise auf dem diesjährigen Weltsymposium in Dana Point, USA, eine neue Definition der seltenen Krankheit PH vorgeschlagen. Die Standards für die Diagnose- und Therapieverfahren werden lau­fend überarbeitet und neue Lösungsansätze für den Umgang mit der Krankheit gesucht. Bei all diesen Projekten haben sich auch die Mitglieder des Selbsthilfevereins pulmonale hypertonie e.v. (ph e.v.) engagiert. Auf dem PH-Patiententreffen in Frankfurt disku­tierten Experten in Vorträgen und Workshops mit Betroffenen und deren Angehörigen über die zahlreichen Facetten des Krank­heitsbildes pulmonale Hypertonie. Auf einer Pressekonferenz fass­ten sie für die Journalisten ihre Aussagen zusammen.
Beim Lungenhochdruck besteht eine anhaltende Erhöhung des Blut­drucks in den pulmonalen Arterien. Im weiteren Verlauf der Krankheit kommt es zu einem Remodeling der Lungengefäße. Der Anstieg des pulmonalen Blutdrucks und des pulmonal-vaskulären Widerstandes führen schließlich zu einer zunehmenden Belastung des rechten Her­zens. Am Ende droht ein terminales Rechtsherzversagen.

Münchner Auxologie Projekt (MAP)

Von Prof. Dr. med. Detlef Kunze

München (25. November 2008) - Ein Projekt mit einer Datenbank zur frühzeitigen Erkennung von Störungen des Wachstums und der Gewichtsentwicklung von Kindern und Jugendlichen, in enger Zusammenarbeit von einem spezialisierten Auxologenzentrum (Abteilung für Kinderendokrinologie und – Diabetologie der Kinderklinik der LMU München im Dr. v. Haunersche Kinderspital und dem „MVZ Endokrinologikum München“) mit niedergelassenen Kinder- und Jugendärzten in München und Südbayern.

Happy Day – Großer Tag für Menschen mit Kleinwuchs

 

sandoz.jpgMünchen (25. November 2008) - Die Kleinsten ganz groß. Beim „Happy Day“ im Dr. von Haunerschen Kinderspital (Lindwurmstraße 4) am 29. November von 10 bis 16 Uhr stehen kleinwüchsige Menschen und ihre Interessen ganz im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Initiative Wachsen: Wir zeigen Größe“ können sich kleinwüchsige Kinder oder Erwachsene und ihre Angehörigen einen ganzen Tag lang informieren und sich mit anderen Betroffenen austauschen. Ein buntes Rahmenprogramm rundet den Tag ab.

Geboten werden eine Reihe von Vorträgen rund um die Situation der Kleinwüchsigen im Alltag, mögliche Behandlungsansätze, Zukunftsperspektiven und Fragen zur Mobilität und Selbstständigkeit.

Schon im Vorfeld des „Happy Day“ wurden Erfinder und solche, die es werden wollen, dazu aufgefordert, Erfindungen zu entwickeln, die kleinwüchsigen Menschen das Leben ein wenig leichter machen können. Denn schon die Bedienung eines Lichtschalters oder der Kauf eines Tickets am Fahrkartenautomat kann ein unüberwindbares Problem darstellen und für sie Alltägliches zur Herausforderung machen. Die Gewinner des Erfinderwettbewerbs werden beim „Happy Day“ mit attraktiven Preisen prämiert.