Infektiologie

Robert Koch-Institut

Syphilis in Deutschland im Jahr 2018 –
Anstieg der Vorjahre stagniert auf hohem Niveau

Berlin (12. Dezember 2019) -- Der seit 2010 beobachtete Anstieg von Syphilis-Fällen in Deutschland setzte sich im Jahr 2018 zum ersten Mal nicht weiter fort, sondern stagnierte auf hohem Niveau. Nach wie vor wurden Syphilis-Infektionen vorwiegend bei MSM diagnostiziert, zudem sind Ballungszentren besonders betroffen.

Neuer Cochrane Review zur HPV-Impfung

Vergleich verschiedener Impfstoffe und Impfschemata

Freiburg (22. November 2019) -- Ein neuer Cochrane Review liefert Informationen über Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen verschiedener Impfstoffe gegen Humane Papillomaviren (HPV) und HPV-Impfstoffpläne bei jungen Frauen und Männern. Er basiert auf 20 randomisierten, kontrollierten Studien mit insgesamt mehr als 30.000 Teilnehmern.

Robert Koch-Institut

Antibiotikaresistenzen in Deutschland

Berlin (19. November 2019) -- Von 18. bis 24. November ist Welt-Antibiotikawoche. Sie zielt jedes Jahr im November darauf ab, das globale Bewusstsein für Antibiotikaresistenzen zu schärfen und die weitere Entstehung und Verbreitung von Antibiotikaresistenzen zu vermeiden. Jeder Einsatz von Antibiotika fördert die Bildung von Resistenzen: Empfindliche Bakterien werden abgetötet – die resistenten jedoch überleben und vermehren sich weiter. Antibiotikaresistente Erreger treten daher oft dort auf, wo viele Antibiotika eingesetzt werden, in Kliniken, Arztpraxen, aber auch in der Landwirtschaft.

Robert Koch-Institut

Neue Schätzung zur Krankheitslast durch Krankenhaus-Infektionen

Berlin (15. November 2019) -- Das Robert Koch-Institut hat zusammen mit Partnern aus Berlin und Stockholm eine aktuelle Schätzung zur Krankheitslast durch im Krankenhaus erworbene (nosokomiale) Infektionen vorgelegt.

Abwehr von Krankheitskeimen

Kann man Keime riechen?

Kaiserslautern (25. Oktober 2019) -- Mäuse meiden erkrankte Artgenossen. Dabei spielt ein spezielles Riechorgan eine Rolle, mit denen sie infizierte Tiere erkennen können. Eine Studie deckt nun einen neuen Mechanismus auf, den der Geruchssinn und das Immunsystem gemeinsam zur Erkennung und Verhinderung von Infektionen nutzen. Was ist aber mit uns Menschen? Können auch wir drohende Infektionen riechen?

TuberculosisRKI

Bericht zur Tuberkulose in Deutschland

Berlin (22. Oktober 2019) -- Das RKI hat den neuen Bericht zur Epidemiologie der Tuberkulose in Deutschland veröffentlicht, mit detaillierten Analysen der Meldedaten, etwa nach Organbeteiligung und Resistenzlage. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 5.429 Tuberkulosen registriert. Damit sind die Erkrankungszahlen nach der deutlichen Zunahme im Jahr 2015 und der weitgehend unveränderten Situation in 2016 seit 2017 wieder rückläufig, wenn auch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Entscheidend für eine erfolgreiche Tuberkulosekontrolle ist neben einem adäquat ausgestatteten öffentlichen Gesundheitsdienst und gut ausgebildeten Ärzten auch eine gut etablierte Tuberkulose-Surveillance, die anhand der übermittelten Daten aktuelle Entwicklungen im epidemiologischen Geschehen frühzeitig und im Kontext ihrer möglichen Einflussfaktoren erkennt.

Teaser InfAZ Staphylococcus aureus 17 10 2019Robert Koch-Institut

MRSA in Deutschland

Berlin (17. Oktober 2019) -- Die detaillierte Analyse von Erregern, insbesondere die Er­stellung eines so genannten mikrobiellen genetischen Fingerabdrucks, ist unverzichtbar, um Ausbruchsgeschehen zu erkennen und evolutionäre Entwicklungen darzustellen. Die über die Routine hinausreichende Diagnostik und Feintypisierung von Erregern ist eine der Aufgaben der Nationalen Referenzzentren und Konsiliarlaboratorien. Im Epidemiologischen Bulletin 42/2019 berichtet das Nationale Referenzzentrum für Staphylokokken und Enterokokken über Häufigkeit, Eigenschaften und Verbreitung von MRSA in Deutschland.

GrippeKampagneRKI

Bericht zur Grippesaison 2018/19 veröffentlicht

Berlin (30. September 2019) – Das Robert Koch-Institut hat seinen Bericht zur Influenzasaison 2018/19 veröffentlicht. Die vergangene Grippewelle verlief vergleichsweise moderat: Die Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI verzeichnete rund 3,8 Millionen influenzabedingte Arztbesuche – in der ungewöhnlich starken Grippewelle 2017/18 wurden dagegen 9 Millionen influenzabedingte Arztbesuche registriert. Die Schätzung bundesweiten Influenza-assoziierten Todesfälle ist generell um ein Jahr verzögert, da die Daten nicht früher zur Verfügung stehen. Im aktuellen Saisonbericht ist erstmals die Zahl für die Saison 2017/18 veröffentlicht: Geschätzt 25.100 Menschen sind in Deutschland durch Influenza gestorben. Das ist die höchste Zahl der vergangenen 30 Jahre.

RKI

Erste durch Stechmücken übertragene West-Nil-Virus-Erkrankung beim Menschen in Deutschland

Berlin (27. September 2019) -- Erstmals ist eine in Deutschland durch Mücken übertragene Infektion und Erkrankung mit dem West-Nil-Virus (WNV) bekannt geworden: Die Person aus Sachsen war an einer Gehirnentzündung erkrankt und ist inzwischen wieder genesen. WNV werden von Stechmücken zwischen Vögeln übertragen, aber auch Säugetiere (vor allem Pferde) und Menschen können sich über Mückenstiche infizieren.

NeonatologieRKI

Kolonisationsscreening in neonatologischen Intensivstationen

Berlin (12. September 2019) -- Seit 2012 empfiehlt die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention ein wöchentliches Kolonisationsscreening in neonatologischen Intensivstationen. Im Epidemiologischen Bulletin ist in der Ausgabe 37/2019 ein Beitrag über die Ergebnisse einer Befragung von neonatologischen Intensivstationen zur Umsetzung dieser Empfehlung erschienen. Diese erste Übersicht zur Praxis des Kolonisationsscreenings in neonatologischen Intensivstationen in Deutschland zeigt Möglichkeiten der kontinuierlichen Verbesserung. Die Autorinnen und Autoren des Beitrags aus dem Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg, und der Universitätskinderklinik Lübeck diskutieren auch den Nutzen des Screenings im Hinblick auf die Late-onset Sepsis, eine schwer­wiegende Kompli­kation auf neonatologischen Intensivstationen mit erheblicher Morbidität, Mortalität und negativen Langzeitfolgen für die Entwicklungsprognose von intensivmedizinisch behandelten Früh- und Neugeborenen.

roeteln standardsPEI engagiert sich im Verbund mit WHO für zuverlässige Teststandards

Rötelndiagnostik

Langen (9. September 2019) -- Weltweit eingesetzte Referenzpräparate (Internationale Standards) sind unentbehrlich für zuverlässige diagnostische Tests. Eine internationale Expertengruppe hat den bisher verwendeten Internationalen Standard für die Diagnostik von Röteln unter die Lupe genommen. Über die Ergebnisse berichtet The Lancet Infectious Diseases in seiner Online-Ausgabe vom 06.09.2019.