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Robert Koch-Institut: Epidemiologisches Builletin

Hepatitis B und D in Deutschland

Berlin (18. Juli 2019) --  Infektionen mit Hepatitis-B-Viren gehören zu den häu­figsten Infektionskrankheiten weltweit. Im Fall eines chronischen Verlaufs zählen sie zu den bedeu­tendsten Ursachen von Leberzirrhose und Leberzellkarzinom. Am 28. Juli findet der Welt-Hepatitis-Tag statt, der global auf die Risiken, aber auch Schutz- und Behandlungsmöglichkeiten von Hepatitis-Infektionen aufmerksam macht. RKI-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler berichten anlässlich dieses Tages im Epidemiologischen Bulletin 29/2019 über die aktuelle Situation bei Hepatitis B und D in Deutschland (das Hepatitis-D-Virus benötigt für die Infektion die Hülle des Hepatitis-B-Virus).


Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Hepatitis B für alle Säuglinge und Kleinkinder. Im Erwachsenenalter empfiehlt die STIKO die Impfung besonders gefährdeten Personengruppen. Hierzu gehören zum Beispiel HIV-Positive, Dialysepatienten, Kontaktpersonen zu an Hepatitis B erkrankten Personen, Personen mit Sexualverhalten mit hohem Infektionsrisiko, Personen mit injizierendem Drogengebrauch, Medizinpersonal und Ersthelfer. Die Impfquoten sind in allen Gruppen unzureichend.


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Quelle: Robert Koch-Institut, 18.07.2019 (tB).