Gesundheitspolitik

47 Prozent der Krankheitskosten entstehen im Alter

 

Wiesbaden (5. August 2008) - Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entstanden im Jahr 2006 bei der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren Krankheitskosten von rund 111,1 Milliarden Euro. Damit entfielen 47 % der gesamten Krankheitskosten in Deutschland auf ältere Menschen. Das zeigen die neuesten Ergebnisse der Krankheitskostenrechnung, einem Rechensystem des Statistischen Bundesamtes, das die ökonomischen Konsequenzen von Krankheiten für die deutsche Volkswirtschaft abschätzt.

Kassen legen Empfehlungen zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) vor

 

Berlin (4. August 2008) - Bereits mit der letzten Gesundheitsreform hatte der Gesetzgeber schwerstkranken Sterbenden einen Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung zugesprochen. Ziel war es, die Versorgung Sterbender durch Linderung und Begleitung anstatt durch aktive Sterbehilfe zu verbessern. Durch einen systematischen Ausbau der palliativ-medizinischen und palliativ-pflegerischen Versorgung sollte Hilfe und Unterstützung in der Häuslichkeit und im Heim gewährt werden. Unnötige Krankenhausaufenthalte sollten vermieden und dem Wunsch, zu Hause zu sterben, Rechnung getragen werden. Zur Umsetzung des Leistungsanspruches konnte es bisher allerdings nicht kommen, weil die Krankenkassen die erforderlichen Rahmenbedingungen nicht geschaffen haben, weshalb bisher keine Verträge zustande kamen und Leistungen nicht erbracht werden.

Diakonie unterstützt die Kampagne „Rettung der Krankenhäuser“

 

Berlin (15. Juli 2008) - Das Diakonische Werk der EKD und der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) unterstützen die Kampagne „Rettung der Krankenhäuser“. Diese wird von einem Aktionsbündnis getragen, das aus der Deutschen Krankenhausgesellschaft, der Bundesärztekammer, dem Deutschen Pflegerat, dem Deutschen Städtetag sowie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden besteht. Der evangelische Spitzenverband der deutschen Wohlfahrtspflege ist überzeugt, dass die bisherigen Zusagen und Versprechungen der Politik bei weitem nicht ausreichen. „Die seit 15 Jahren als Kostendämpfungspolitik schöngeredete Unterfinanzierung der Krankenhäuser hat die kirchlichen Häuser besonders hart getroffen“, stellt der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Klaus-Dieter Kottnik, fest.

CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

Keine Einführung von Heroin als Medikament

 

Berlin (15. Juli 2008) -  Anlässlich der Forderung des Bundesverbandes der Eltern und Angehörigen für akzeptierende Drogenarbeit, Heroin als Medikament zuzulassen und die flächendeckende Heroinvergabe in die medizinische Regelversorgung einzuführen, erklärt die Drogenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB:

Experten diskutieren über das "Krankenhaus der Zukunft" Klinikreform

Ersatzkassen fordern mehr Wettbewerb im Sinne des Patienten

Siegburg (10. Juli 2008) - Wie wird das Krankenhaus in 20 Jahren aussehen, welche strukturellen und finanziellen Weichen müssen gestellt werden? Und vor allem: Was dient dem Wohl des Patienten? Über diese und weitere Fragen diskutieren am 10. und 11. Juli 2008 Experten auf der Tagung "Das Krankenhaus der Zukunft" in der Französischen Friedrichstadtkirche auf dem Gendarmenmarkt, Berlin, die von den Ersatzkassenverbänden VdAK/AEV und der Evangelischen Akademie zu Berlin veranstaltet wird.