Gesundheitspolitik

Berlin (6. Mai 2008) - Innovative Therapien erleichtern unzähligen Patienten das Leben mit ihrer Erkrankung. Aber immer häufiger kommt es zu Diskussionen um die Erstattung der Kosten. Ärzte müssen mitunter finanzielle Folgen fürchten, wenn sie moderne Therapien leitliniengemäß verordnen. Auf dem 3. Berliner Roche Forum haben sich Experten des Gesundheitswesens und Patienten vor diesem Hintergrund für eine breite und transparente gesellschaftliche Diskussion über die Leistungen des solidarischen Gesundheitswesens ausgesprochen.

Rabattverträge im rechtsfreien Raum - Pharmaindustrie fordert Einschreiten des Gesetzgebers

BPI: Rechtsunsicherheit endlich beseitigen!

 

Berlin (5. Mai 2008) - Als „unzumutbaren Zustand“ bezeichnete Dr. Bernd Wegener, Vorsitzender des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) die aktuelle Situation um die Rabattverträge der gesetzlichen Krankenkassen mit Pharmaunternehmen. „Was hier abläuft, ist eines Rechtsstaates unwürdig. Krankenkassen als öffentliche Auftraggeber schließen in einem quasi rechtsfreien Raum Rabattverträge ohne internationale und nationale Wettbewerbs- und Vergaberegeln zu beachten. Und der Gesetzgeber, der dafür verantwortlich ist, schweigt ganz bewusst. Kleine und mittlere Unternehmen gehen in Konkurs, weil sie de facto aus dem Markt gedrängt werden. Der Gesetzgeber versagt in seiner rechtstaatlichen Pflicht, konsistente Wettbewerbsregeln vorzugeben und durchzusetzen“, sagte Wegener.

Kein Tarifvertrag mit Nebenwirkungen
Hebammenverband  fordert Erleichterungen für Krankenhäuser

Karlsruhe (8. April 2008) - Der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst war längst überfällig. Der Abschluss liegt deutlich über der Inflationsrate, sodass die Beschäftigten seit langem mal wieder einen Reallohnzuwachs erhalten. Die Freude über den Tarifabschluss währte allerdings nur kurz, weil sie sofort von der Frage nach möglichen Auswirkungen für die Beschäftigten im Krankenhaus verdrängt wurde.

3. Berliner Roche Forum:
Gesundheit braucht Innovation und Prioritäten

Berlin (25. April 2008) - Medizinischer Fortschritt soll in Zukunft zu vertretbaren Kosten finanzierbar sein. Das kann gelingen, wenn Innovationen aus der Diagnostik und der Therapie eine personalisierte Medizin möglich machen, die zielgenau wirkt und Nebenwirkungen vermeidet. Gleichwohl wird nach Expertenauffassung ein gesamt-gesellschaftlicher Diskurs über Prioritätensetzungen im deutschen Gesundheitswesen notwendig sein, wobei allerdings strittig bleibt, wer konkret über Prioritäten oder gar explizite Rationierung entscheiden soll.

Symposium: Dialog im Gesundheitswesen

Ärztliche Therapiefreiheit in der Onkologie – quo vadis?


Bad Homburg (7. April 2008) - Wie steht es um die ärztliche Therapiefrei­heit in der Onkologie? So lautete die zentrale Frage einer gesundheits­politischen Dialogveranstaltung, zu der die Lilly Deutschland GmbH zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deut­schen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) in Berlin eingeladen hatte. Hochkarätige Experten aus den Bereichen Gesund­heitspolitik, Krankenversicherung und Wissenschaft sowie onkologi­sche Fachärzte und Vertreter von Patientenorganisationen diskutierten mit rund 200 Teilnehmern gemeinsam über die derzeitigen Rahmen­bedigungen und die Zukunftsperspektiven der onkologischen Versor­gung in Deutschland. Lilly Deutschland hatte zum 6. Mal zu dieser Symposiumsreihe eingeladen. Das Unternehmen engagiert sich seit Jahren als aktiver Partner im gesundheitspolitischen Dialog um die Ver­sorgung von Krebspatienten.