Ethik

aefdl_logoÄrzte für das Leben e.V.

Herstellung von Mensch-Schwein Mischwesen beunruhigt zutiefst

Münster (8. Juni 2016) - Laut Berichten britischer Medien haben Forscher um Prof. Pablo Ross an der Universität von Kalifornien in Berkeley zum ersten Mal Mensch-Schwein-Mischwesen hergestellt. Ziel ist es, menschliches Gewebe im Schwein für die Transplantations­medizin heranzuzüchten. Prof. Paul Cullen vom Verein Ärzte für das Leben e.V. bezeichnet diese Versuche als zutiefst beunruhigend. „Diese Forschung“, stellt Cullen fest, „stellt das Wesen des Menschen und somit den Urgrund der Menschenwürde grundsätzlich in Frage.“ Er fordert ein umfassendes Verbot solcher Versuche „bis ihre Implikationen geklärt und auf der Ebene der gesamten Gesellschaft zur Diskussion gestellt worden sind.“

Pfingstbotschaft des Ratsvorsitzenden der EKD

„Der Heilige Geist ist kein Wellness-Manager“

Hannover (15. Mai 2016) - Zum diesjährigen Pfingstfest hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, auf die Bedeutung des Heiligen Geistes für Kirche und Gesellschaft hingewiesen. „Pfingsten ist für Christen das Fest des Heiligen Geistes. Jeder spricht seine eigene Sprache, und trotzdem versteht man einander“, erklärte Bedford-Strohm. So hätten die ersten Christen das Wirken des Heiligen Geistes als ein echtes Pfingst-Wunder erfahren.

Deutscher Ethikrat fordert

Patientenwohl als Maßstab für das Krankenhaus verankern

Berlin (5. April 2016) - In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme legt der Deutsche Ethikrat Empfehlungen für eine am Patientenwohl orientierte Ausgestaltung der Krankenhausversorgung vor. Die Krankenhausversorgung ist seit Jahrzehnten Gegenstand kontroverser politischer Debatten. Sie entzünden sich etwa an der allgemeinen Kostenentwicklung im Gesundheitswesen, an Innovationen in der Medizin, an veränderten Erwartungshaltungen der Patienten und an der demografischen Entwicklung. Der zunehmende ökonomische Druck, insbesondere auch auf den Krankenhaussektor, wirft zunehmend Fragen nach dem leitenden normativen Maßstab der Krankenhausversorgung auf.

Abb.: Nathalie Wolk unterrichtet hörbehinderte Kinder. (Foto: Screenshot) Junge Gebärdenseelsorgerin

Mit Händen predigen

Hannover (12. Mai 2016) - Wo sonntags noch der Pfarrer steht, könnte bald ein leerer Platz sein. Viele Pastoren gehen in Rente und theologischen Nachwuchs gibt es kaum. Bis 2030 erwarten Experten einen deutlich spürbaren Mangel. Nicht alle Pfarrstellen könnten dann mehr besetzt werden, sagen sie.

Deutscher Ethikrat empfiehlt gesetzliche Regelung der Spende und Adoption überzähliger Embryonen

 

Berlin (22. März 2016) - In seiner heute veröffentlichten Stellungnahme legt der Deutsche Ethikrat Empfehlungen zur gesetzlichen Regelung der Embryospende, Embryoadoption und Übernahme elterlicher Verantwortung vor. Spätestens seit 2013 wird auch in Deutschland die Weitergabe sogenannter überzähliger Embryonen zur Austragung und dauerhaften Übernahme elterlicher Verantwortung durch Dritte praktiziert. Damit sind grundlegende Fragen der Lebens- und Entwicklungschancen von Kindern, elterlicher Verantwortung und familiärer Beziehungen verbunden. Der Deutsche Ethikrat hält es für ethisch geboten, die Rahmenbedingungen für die Embryospende/Embryoadoption gesetzlich festzulegen.