Ethik

25.000 Todesfälle pro Jahr

Ethikrat diskutiert Wege aus der Antibiotikaresistenz

Berlin (24. November 2016) - Antibiotikaresistenz führt in Europa zu geschätzten 25.000 Todesfällen pro Jahr und nimmt derzeit weltweit rasch zu. Experten warnen davor, dass selbst einfache mikrobielle Infektionen wieder zu akuten Bedrohungen für Einzelpersonen und die Bevölkerung werden könnten. Über die ethischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, die sich daraus für Patienten und Ärzte ergeben, diskutierte der Deutsche Ethikrat am 23. November 2016 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung der Reihe „Forum Bioethik“ in Berlin.

Wilhelm Löhe Hochschule Fürth

Wird Krankenhausseelsorge überflüssig durch Spiritual Care?

Fürth (28. Oktober 2016) - Das Ethikinstitut der Wilhelm Löhe Hochschule Fürth lud ein zu r Expertentagung in Nürnberg mit einem provozierenden Thema : Es ging um nicht weniger als die Frage, ob klassische Krankenhausseelsorge der Kirchen noch eine Zukunft hat. Denn dieser tritt zunehmend das so genannte ‚Spiritual care‘ gegenüber, das mit Konfession erstmal nichts zu tun hat. Ja mehr noch: Es ist Teil der Therapie, was Seelsorge nun gerade nicht sein will.

Über das Verhältnis von käuflichen Dingen und religiösen Praktiken

Macht Shoppen selig?

Frankfurt am Main (7. Juli 2016) - Apples iPhone wurde bei seiner Markteinführung in den USA „Jesus-Phone“ genannt, , die Flagship-Stores dieser und anderer Firmen laden als „Tempel des Konsums“ zur käuflichen Einkehr ein. Der Tanz um das goldene Kalb scheint ein grundlegendes Bewegungsmuster unserer Zeit zu sein. Ist der Konsum wirklich eine „Ersatzreligion“ und das Shoppen eine „quasi-religiöse“ Handlung? Diesen Fragen geht der Journalist Bernd Frye in seinem Beitrag für die aktuelle Ausgabe von „Forschung Frankfurt“ nach. Anregungen und Anschauungsmaterial lieferte ihm dabei auch das Forschungsprojekt „Konsumästhetik – Formen des Umgangs mit käuflichen Dingen“ unter maßgeblicher Beteiligung der Goethe-Universität.

Extremsituationen verstärken die individuelle Tendenz, hilfsbereit oder egoistisch zu handeln

Helfen oder flüchten?

Berlin (29. September 2016) - Denken Menschen in Gefahrensituationen nur an sich selbst? In einer Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Scientific Reports erschienen ist, haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung gezeigt, dass Hilfsbereitschaft gerade im Notfall stark von der Persönlichkeit abhängt. Die Ergebnisse zeigen: Die meisten Menschen würden helfen und einige sogar mehr als in harmlosen Alltagssituationen.

„Gott und die Welt“

Religion in der Gesellschaft – mehr als Spezialistin für Transzendenz?

Frankfurt am Main (5. Juli 2016) - In einem Aphorismus Friedrich Nietzsches ruft ein „Gottsucher“ aus: „Was sind denn diese Kirchen noch, wenn sie nicht die Grüfte und Grabmäler Gottes sind?“ Das war vor mehr als 130 Jahren. Heute leben wir in einer säkularen Gesellschaft mit immer weniger Kirchenmitgliedern, doch noch immer gibt es viele Anlässe, bei denen Gottesdienste zum großen öffentlichen Ereignis werden und als besonders angemessener Ausdruck kollektiver Gefühle und Stimmungen empfunden werden. Religion und Gesellschaft – das gehört offenbar zusammen. Welche Bedeutung hat Religion und welche Rolle spielt sie in der Gesellschaft?