Ethik

Das Gute im Geschäft – wie Unternehmen Ethik treiben

EKD-Institut präsentiert die Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojektes

Hannover (20. November 2009) - Ob Korruption, Datenskandal, Massenentlassungen oder Umweltverschmutzung –"unethisches" Verhalten von Unternehmen sorgt für Schlagzeilen. Spätestens seit der Finanzmarktkrise fragen viele Menschen: Spielt Ethik überhaupt eine Rolle im Unternehmensalltag? Oder unterliegt dort alles letztlich nur dem Ziel ökonomischer Gewinnmaximierung? Das Sozialwissenschaftliche Institut (SI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) stellt am heutigen Freitag im Rahmen einer Tagung in der Evangelischen Akademie im Rheinland in Bonn die Ergebnisse einer Studie über ethische Diskurse in Unternehmen vor.

Online der Verstorbenen gedenken

Webandacht zum Ewigkeitssonntag

Hannover (17. November 2009) - Erstmalig können Angehörige und Freunde am Ewigkeitssonntag auch online ihrer in diesem Jahr Verstorbenen gedenken. Ab sofort können Trauernde bis zum Ewigkeitssonntag am 22. November auf evangelisch.de/ewigkeitssonntag die Namen von Verstorbenen eintragen, derer sie gedenken möchten.
Unter dem Titel „Gott kennt alle unsere Namen“ findet am Ewigkeitssonntag um 18.00 Uhr eine Webandacht auf evangelisch.de statt, bei der die Namen der Verstorbenen nacheinander eingeblendet werden. Danach sind alle Trauernden eingeladen, über Chat ein Vaterunser miteinander zu sprechen und so Gedenken und Fürbitte zu verbinden.

Vielfältiges zum Reformationstag

 

reformationstagHannover (20. Oktober 2009) - Zahlreiche Infos und Aktionen um den Reformationstag am 31. Oktober präsentiert die Seite www.reformationstag.de. In diesem Jahr hat die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend (aej) eine reichhaltige Materialsammlung gestaltet. In einem Fernsehgottesdienst an diesem Feiertag, der an den Thesenanschlag von Martin Luther am 31. Oktober 1517 in Wittenberg erinnert, predigt Landesbischöfin Margot Käßmann aus Hannover und es singen „Die Prinzen“ aus Leipzig.

 

Die Tabuisierung des Leidens

Forschungsergebnisse der Tübinger Studie "Gesundheit im Spitzensport"

 

Tübingen (17. November 2009) - Über den extremen Druck, dem Spitzenathleten ausgesetzt sind, wird immer erst nach Ereignissen wie der Selbsttötung von Nationaltorhüter Robert Enke geredet. Dabei sind stressbedingte Beschwerden im Spitzensport durchaus keine Ausnahmeerscheinungen, wie die unter der Leitung des Tübinger Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ansgar Thiel entstandene Studie "Gesundheit im Spitzensport" belegt, die in wenigen Wochen im Hoffmann-Verlag Schorndorf erscheinen wird. Die vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft geförderte Analyse mit über 700 Spitzenathleten, Trainern und Funktionären aus den Sportarten Handball und Leichtathletik zeigt die gesundheitsbezogenen Schattenseiten des Spitzensports. Fast die Hälfte der befragten Athleten berichtete z.B. über Phasen von Ausgebranntsein und Kraftlosigkeit, fast 30% gaben an, mindestens einmal im Monat an Schlafstörungen zu leiden und mehr als ein Fünftel klagte über gelegentliche Depression und Melancholie. Das Problem sei aber, so Ansgar Thiel, der die Studie in den Jahren 2006 bis 2008 in Zusammenarbeit mit seinen Tübinger Kollegen Jochen Mayer und Prof. Dr. Helmut Digel durchgeführt hat, "dass diese Probleme aufgrund der Fokussierung auf die körperliche Leistungsfähigkeit weitestgehend tabuisiert werden". Bei der Jagd nach dem sportlichen Erfolg ist für das Zeigen von Schwäche kein Platz.

Diakonie sieht ihre Aufgabe verstärkt in Wächterfunktion

 

Schwerin (14. Oktober 2009)  - Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise sieht die Diakonie ihre Aufgabe verstärkt  in einer Wächterfunktion. "Wenn in einem veränderten Sozialstaat weniger Mittel für soziale Aufgaben zur Verfügung stehen, muss die Diakonie dafür sorgen, dass die Sparmaßnahmen nicht auf Kosten derer gehen, die sowieso schon benachteiligt sind", sagte Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik vor der Diakonischen Konferenz, die noch bis zum 15. Oktober in Schwerin tagt.

Kottnik betonte, die Diakonie werde weiter dafür kämpfen, dass ihr Anspruch, für Frieden und Gerechtigkeit zu sorgen, auch politisch umgesetzt werde. Als Beispiel für eine erfolgreiche Arbeit für Menschen, die keine Lobby haben, nannte er die nächste Woche beginnenden Verhandlungen des Bundesverfassungsgerichts über die Höhe der Hartz-IV-Regelsätze für Kinder.