Ethik

Ein Gespräch mit Sozialforscher Marcel Schütz

Eine Ahnung davon bekommen, was uns Weihnachten bedeutet

Hamburg (23. Dezember 2019) -- Ein interessantes Interview mit Sozialforscher und NBS-Research Fellow Marcel Schütz, der die Bedeutung der Weihnachtsfeierlichkeiten und im Speziellen des Schenkens in der deutschen Gesellschaft beleuchtet. Dabei wird deutlich, dass hinter dem eifrigen Verteilen von Gaben nicht nur der Konsumwahn steckt, sondern eine weitaus wichtigere, zwischenmenschliche Bedeutung des Weihnachtsfestes.

Liberale Eltern geben ihre Religion immer weniger weiter

Wie Religion in Familien weitergegeben wird

Münster (2. Oktober 2019) -- Angesichts des Rückgangs der Religiosität in westlichen Gesellschaften untersuchen Soziologen des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der WWU in Europa und Kanada, wie und warum Religion in manchen Familien an die nachfolgende Generation weitergegeben wird und in anderen nicht. „Wir wissen, dass die Religiosität eines Menschen stark von seiner Erziehung abhängt. Wir wissen jedoch wenig darüber, wie genau Familien Werte, Normen und Deutungsmuster zwischen den Generationen weitergeben, was zur Weitergabe oder Nicht-Weitergabe beiträgt und wie sich dabei Religiosität verändert“, erläutern die Religionssoziologen Prof. Dr. Christel Gärtner und Dr. Olaf Müller vom Exzellenzcluster zum Projektstart.

Ethische Fragen bei virtueller Realität in der Medizin

  • Forscher des Universitätsklinikums Freiburg mahnt sensiblen Einsatz von Möglichkeiten virtueller Realitäten in der Medizin und der Pflege an

Freiburg (8. August 2019) -- Demenz, Angsterkrankungen, Schlaganfall: Das Spektrum möglicher Anwendungen virtueller Realität (VR) wächst rasant. So kann auf Demenzkranke im Pflegeheim eine Simulation ihrer ursprünglichen Umgebung beruhigend wirken. „Grundsätzlich lassen sich mittels Virtueller Realität positive Effekte erzielen“, sagt der Neurologe Dr. Philipp Kellmeyer, Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg und Freiburg Institute of Advanced Studies (FRIAS). Doch er warnt auch: „Oft werden die besonderen Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten unzureichend berücksichtigt. Wenn Demenzkranke beispielsweise nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können, ist das ein gravierender Eingriff in ihre Autonomie.“ Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden und der Schweiz hat er dazu am 29. Juli 2019 einen Artikel im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht.

Diakonie Deutschland und Bundesverband evangelische Behindertenhilfe warnen vor neuen Formen der Ausgrenzung psychisch kranker Menschen

Berlin (29. August 2019) -- Anlässlich der Veranstaltung "Fünf Jahre Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen 'Euthanasie'-Morde" in Berlin an diesem Freitag warnen die Diakonie Deutschland und der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) vor neuen Formen der Ausgrenzung psychisch kranker Menschen.

Ethikrat fordert differenziertere Debatte zur Impfpflicht

Berlin (24. April 2019) – Der Deutsche Ethikrat begrüßt Anstrengungen zur Erhöhung von Impfquoten. Er kritisiert aber angesichts der aktuellen Debatte um eine Impfpflicht für Masern die unzulässige Verengung der Diskussion auf Kinder, die unzureichende Berücksichtigung der Datenlage sowie den unscharfen Begriff der Impfpflicht und plädiert für einen umfassenden Ansatz. Derzeit wird – nach Ansicht des Deutschen Ethikrates zu Recht – intensiv über Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote für Masern diskutiert. Dabei dominieren allerdings Forderungen nach Einführung einer gesetzlichen Impfpflicht für Kinder. Diese Verkürzung der Debatte hält der Deutsche Ethikrat aus folgenden Gründen für verfehlt: