Diabetes

Geri Winkler bezwingt als erster Diabetiker die Seven Summits

Abenteurer erreicht den Gipfel des Mount Kinley (Denali) in Alaska

Auf dem Gipfelgrat des Denali. Photo: Bayer HealthCare 

Leverkusen (10. Juli 2008) – Trockene Wüsten und eisige Höhen – Geri Winkler liebt die Extreme. Der Wiener ist der dritte Österreicher und der erste Mensch mit Diabetes, der die Seven Summits bewältigt hat. Zu dieser Gruppe gehört der jeweils höchste Berg auf jedem der sieben Kontinente. Mit seiner erfolgreichen Besteigung des fast 6.200 Meter hohen Mount McKinley (Denali) in Alaska hat der Typ-1-Diabetiker, dessen Bauch­speicheldrüse das für den Stoffwechsel lebenswichtige Hormon Insulin nicht mehr produzieren kann, den letzten Gipfel bezwungen, der ihm in seiner Sammlung noch fehlte. „Ich habe mir damit einen Lebenstraum erfüllt“, sagt der Abenteurer nach seiner Rückkehr nach Wien. „Die Tour war körperlich anstrengend, aber auch eine unglaubliche mentale Erfahrung.“

Programmierung für späteres Übergewicht und Diabetes mellitus schon im Mutterleib

Frühe „Fehlprägung“ kann für lebenslange Anlage von erhöhtem Krankheitsrisiko sorgen

 

Berlin (7. Juli 2008) - Bereits im Mutterleib können Kinder die Grundlagen für späteres Übergewicht und Diabetes mellitus erhalten. Diese Form der pränatalen „Fehlprägung“ kann für ein lebenslang anhaltendes erhöhtes Erkrankungsrisiko sorgen. Langzeitstudien haben gezeigt, dass die Anlage solcher Risiken bereits während kritischer Entwicklungsphasen in der Fetalzeit und Neugeborenenperiode erfolgt. „Die sogenannte Perinatale Programmierung ist ein neues Wissenschaftsgebiet, das auch international immer mehr Akzeptanz findet,“ sagt Prof. Dr. Andreas Plagemann, Experimentelle Geburtsmedizin, Klinik für Geburtsmedizin der Berliner Charité. Studien haben ergeben, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Gewicht der Mutter, dem Geburtsgewicht des Kindes und der weiteren Entwicklung des Kindes gebe. So habe sich gezeigt, eine Überernährung und daraus resultierendes Übergewicht während der Schwangerschaft kann zu einem Diabetes der werdenden Mutter führen. Davon sind mehr als zehn Prozent aller Schwangeren betroffen. Dieser Diabetes kann auch beim Kind zu einem erworbenen Diabetes mellitus oder krankhaftem Übergewicht (Adipositas) führen. Die gesamte Übersichtsarbeit „Perinatale Prägung und lebenslange Krankheitsrisiken – Am Beispiel von Adipositas und Diabetes mellitus“ ist zu finden in ‚Der Gynäkologie 4/2008’. Informationen zu EU-gefördeter Forschung zur perinatalen Programmierung gibt es unter  www.metabolic-programming.org .

Genauere Diagnostik und zukünftige Therapieoptionen

Diabetes Typ 1 durch Bluttests frühzeitig erkennen

 

Bochum (7. Juli 2008) – Fast alle Kinder und Jugendliche, die an Diabetes mellitus Typ 1 erkranken, haben charakteristische, körpereigene Abwehrstoffe im Blut. Die Autoantikörper sind die Folge vom Angriff des Immunsystems auf die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, in denen bei Gesunden das Hormon Insulin gebildet wird. Der Nachweis dieser Diabetes-Antikörper ist in den letzten Jahren ein wichtiger Bestandteil der Frühdiagnose geworden und könnte zukünftig neue Therapieoptionen eröffnen, erläutert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich einer aktuellen Studie.

Accu-Chek e-Training:

Neue Lerneinheit zum Informations-Management jetzt online

 

Wenn es Klick macht: Ein spielerischer Einstieg in das Informations-Management bei Diabetes

 

Mannheim (2. Juli 2008) - Ich messe regelmäßig meinen Blutzucker – aber muss ich wirklich alle Werte dokumentieren? Das fragen sich viele Menschen mit Diabetes, wenn sie von ihrem Arzt aufgefordert werden, ein Diabetes-Tagebuch zu führen. Sie empfinden die Dokumentation ihrer Blutzuckerwerte oft als Last und verkennen die Chance, den eigenen Stoffwechsel zu verstehen und ihren Diabetes dadurch selbst aktiv beeinflussen zu können. Welche verschiedenen Möglichkeiten es heutzutage gibt, ein Diabetes-Tagebuch zu führen, und wie man die Diabetesdaten selbst analysieren kann, zeigt die neue Lerneinheit des Accu-Chek e-Trainings auf der erst kürzlich preisgekrönten Internetseite www.accu-chek.de . (Mannheim, im Juni 2008).

IQWiG-Vorbericht zu Glitazonen berücksichtigt Evidenz nur teilweise

Harte Daten sprechen für kardioprotektive Wirkung von Pioglitazon

 

Köln (30. Juni 2008) - Das IQWiG sieht in seiner Nutzenbewertung zur Glitazontherapie bei Diabetes mellitus Typ 2 für Pioglitazon Hinweise auf Therapievorteile. So das Fazit der Experten auf einer Presseveranstaltung in Köln anlässlich des am 16.6.2008 publizierten Vorberichts des Instituts. Allerdings blieben entscheidende Studien in dem Bericht unberücksichtigt und die Bewertungspraxis von Daten eingeschlossener Studien führte zu teilweise fragwürdigen Ergebnissen. Dem hielten Experten die herausragende Evidenzlage entgegen, die den Mehrwert von Pioglitazon in der Therapie des Typ-2-Diabetes und der damit assoziierten Krankheiten überzeugend belegt.

Langwirksame Insulinanaloga

IQWiG will weitere Daten prüfen

 

Berlin (19. Juni 2008) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) will weitere Daten zum Patientennutzen langwirksamer Insulinanaloga zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 prüfen. Dies ist das Ergebnis der wissenschaftlichen Erörterung zu dem vorläufigen Prüfbericht des IQWiG. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob synthetisch hergestellte Insuline eine erhöhte Anwendungssicherheit haben, weil sie Unterzuckerung (Hypoglykämien) bei Patienten vermeiden helfen. Dazu erklärte Prof. Dr. Barbara Sickmüller, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI):

IQWIG: Glitazone zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2

Glitazone nicht ausreichend untersucht

Bislang kein echter Fortschritt für Patienten mit Typ-2-Diabetes erkennbar

 

Berlin (16. Juni 2008) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 16. Juni 2008 die vorläufigen Ergebnisse seiner Nutzenbewertung der Glitazone vorgelegt. In Deutschland sind zwei Wirkstoffe dieser Klasse (Pioglitazon und Rosiglitazon) in Form von Tabletten zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 zugelassen. Ziel des Berichts ist es, den Nutzen einer langfristigen Anwendung von Pioglitazon und Rosiglitazon im Vergleich zu Placebo, zu anderen medikamentösen und nichtmedikamentösen blutzuckersenkenden Behandlungen sowie untereinander zu bewerten. Stellungnahmen zum Vorbericht nimmt das Institut bis zum 14. Juli 2008 entgegen.

Insulin steuert Essverhalten im Gehirn

Nachwuchs-Forscher erhält IDE Förderpreis für Erforschung des Insulinstoffwechsels im Gehirn bei Übergewichtigen

 

München/Hamburg (12. Juni 2008) - Der Förderpreis des Institut Danone, Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE), geht in diesem Jahr an Dr. Manfred Hallschmid, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Endokrinologie der Universität Lübeck. Titel der Forschungsarbeit: "Zentralnervöse Insulinresistenz als Schlüsselphänomen bei Adipositas" (1). Professor Günther Wolfram, Präsident des IDE überreicht den mit 5.000 Euro dotierten Preis im Rahmen der 7. Drei-Länder-Tagung "Ernährung 2008" in Hamburg. Das Institut verlieh damit zum vierten Mal den IDE Förderpreis an Nachwuchswissenschaftler für herausragende Leistungen auf den Gebieten der Ernährungswissenschaft und Ernährungsmedizin.

"ADVANCE-Ergebnisse gehen über bestehende Evidenz hinaus"

Ergebnis der bisher grössten Diabetes-Studie: intensive glucosekontrolle reduziert schwere Komplikationen

 

San Francisco, California (6. Juni 2008, ots/PRNewswire) - Neue Ergebnisse der weltweit bislang grössten Studie über Diabetestherapien zeigen, dass die intensive Blutzuckerkontrolle mit Gliclazid MR und anderen eventuell notwendigen Medikamenten die Patienten vor den schweren Komplikationen dieser Krankheit schützt. Insbesondere reduziert die intensive Therapie das Risiko von Nierenerkrankungen um ein Fünftel. Die heute vor der American Diabetes Association vorgestellten und im New England Journal of Medicine veröffentlichten Ergebnisse von ADVANCE (Action in Diabetes and Vascular Disease) zeigen, dass diese intensive Therapiestrategie für Millionen von Diabetes-Patienten weltweit potenziell von Nutzen sein kann.

Moderne Insuline – moderne Konzepte

Die SIT-Studie: Patienten mit Typ 2 Diabetes „fix“ oder „flexibel“ therapieren?

 

München (30. Mai 2008) – Eine supplementäre Insulintherapie (SIT) mit Levemir® und NovoRapid® kann die Stoffwechsellage bei Patienten mit Typ 2 Diabetes, die mit ihrer bis­herigen Therapie keinen zufriedenstellenden HbA1c-Wert erreicht haben, ent­schei­dend verbessern. Das war das Fazit der Referenten bei einem Pressegespräch von Novo Nordisk am 30. Mai 2008 in München. Dr. Karsten Milek, Hohen­mölsen, und Dr. Erik Wizemann, Herrenberg, präsentieren die SIT-Studie, die zwei gängige Therapiekonzepte einer Basis-Bolus-Therapie mit Levemir® (Insulindetemir) und NovoRapid® (Insulinaspart) verglichen hat: ein flexibles Regime (FLEX) und ein Schema mit festen Insulindosierungen (FIX). Beide Regime waren effektiv und zeigten sich unter anderem mit einer geringen Hypoglykämierate als sicher. Gleichzeitig konnte trotz der Intensivierung in beiden Therapiearmen eine hohe Therapiezufriedenheit aufgezeigt werden. Die Experten betonten, dass die beiden Thera­pieansätze die Möglichkeit bieten, jeden Patienten individuell zu behandeln und damit den größtmöglichen Benefit der Behandlung zu erzielen.

Aktuelle Daten unterstützen Selfish-Brain-Hypothese:

Warum Übergewicht und Diabetes im Gehirn entstehen

 

Bochum (29. Mai 2008) – Bisher vermuteten Diabetesforscher die Ursache von Diabetes mellitus Typ 2 im zunehmenden Wirkungsverlust des Hormons Insulin, der Insulinresistenz. Für Professor Dr. med. Achim Peters von der Universität Lübeck dagegen steht die Unfähigkeit des Gehirns, sich der körpereigenen Zuckerspeicher zu bedienen, am Anfang der Erkrankung: Das Gehirn fordert mehr Energienachschub an, als für den Körper gut ist. Die Forscher sprechen vom eigennützigen Gehirn, englisch „Selfish Brain“. Die Selfisch-Brain-Hypothese könnte die Grundlage für zukünftige Therapiekonzepte sein, um Erkrankungen wie Adipositas und Diabetes Typ 2 zu verhindern. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich einer aktuellen Veröffentlichung hin.

Westdeutsches Diabetes- und Gesundheitszentrum Düsseldorf

Neue Hoffnung für Diabetiker mit Nervenschädigungen: 88,4 % Erfolg mit der Hochtontherapie in Real-World-Studie

 

Düsseldorf (28. Mai 2008, ots) - Patienten mit diabetesbedingten Nervenschädigungen wie Schmerzen, Brennen und Taubheitsgefühlen in den Füßen haben eine neue Therapieoption: In einer bundesweiten Anwendungsbeobachtung zeigten die Ärzte am Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) der Sana-Klinken in Düsseldorf, dass die Hochtontherapie 88,4 % der mehr als 400 teilnehmenden Diabetespatienten signifikant helfen konnte.

Neue Erkenntnisse aus der Diabetes-Forschung:

Automatisch codierte Blutzuckermessgeräte bringen mehr Sicherheit

Die richtige Insulin-Dosierung kann das Risiko von Folgeerkrankungen reduzieren

 

München (20. März 2007) – Viele Diabetiker müssen mehrfach täglich Insulin spritzen. Um die richtige Dosis zu ermitteln, kontrollieren sie zuvor ihren Glucosewert mit einem Messgerät. Eine Reihe von Messgeräten müssen für jede neue Teststreifenpackung manuell vom Anwender codiert werden. Diese Codierung bildet jedoch eine häufige Fehlerquelle der Selbstkontrolle. Der Grund: Ein nicht korrekt codiertes Gerät liefert oft ungenaue Ergebnisse. Und das kann zu einer falschen Insulin-Dosierung führen. Das bestätigte jüngst eine Studie aus den USA, die anlässlich des „Sixth Annual Diabetes Technology Meeting“ in Atlanta, Georgia, vorgestellt wurde.

Diabetestherapie heute: Im Spannungsfeld zwischen Behandlungsqualität und Wirtschaftlichkeit

Maßgeschneiderte Therapien bringen größeren Behandlungserfolg


Bad Homburg (14. Mai 2008) - Der diesjährige Kongress der DDG in München stand unter dem Motto „Unsere Verpflichtung: den Diabetes verhindern, Menschen mit Dia­betes als Individuen behandeln!“ Diesem Motto trug auch das Sympo­sium von Lilly Deutschland Rechnung. Hier diskutierten Experten über die Heraus­forderungen einer individuellen Diabetestherapie unter wirtschaftlichen Aspekten. Die Ergebnisse einer Patientenbefragung lieferten eine Standortbestimmung und verdeutlichten die Sichtweise von Betroffenen in Bezug auf ihre Erkrankung. Eine aktuelle Studie beleuchtete die Kostensituation der teuersten Volkskrankheit.

Ministerium für Gesundheit entscheidet im Sinne der Patienten

Kinder mit Diabetes erhalten weiterhin alle Insuline

Bochum (9. Mai 2008) – Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ 1 bis zum 18. Lebensjahr erhalten weiterhin auch kurzwirksame Analoginsuline von den Gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) teilte dies gestern dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) begrüßt die Entscheidung von Ministerin Ulla Schmid.

Insulinanaloga auch für erwachsene Typ-1-Diabetiker

Hamburg (9. Mai 2008) - Krankenkassen dürfen die Kosten für kurzwirksame Insulinanaloga in Zukunft für erwachsene Diabetes-Typ-1-Patienten nur noch dann übernehmen, wenn sie nicht teurer sind als kurzwirksames Humaninsulin. Das Bundesministerium für Gesundheit hat die ursprüngliche Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) nun eingeschränkt, so dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von dieser Regelung nicht betroffen sind.

Zulassung des Kombinationspräparats Sitagliptin/Metformin für Typ-2-Diabetes in der EU empfohlen

Zulassungsempfehlung aufgrund von Daten über signifikante Blutzuckersenkungen

 

Haar (6. Mai 2008) – MSD hat am 24. April 2008 eine positive Beurteilung des Ausschusses für Humanarzneimittel CHMP (Committee for Medicinal Products for Human Use) erhalten, in dem die europäische Zulassung des Kombinationspräparats Sitagliptin/Metformin (voraussichtlicher Handelsname: JANUMET®) empfohlen wird, einer neuen Behandlungsoption für Typ-2-Diabetes. Mit der hohen Wirksamkeit des Dipeptidyl-Peptidase-(DPP)-4-Hemmers Sitagliptin und des in der Diabetestherapie bewährten Metformins hilft das Kombinationspräparat Sitagliptin/Metformin vielen Patienten, den Blutzucker zu senken. Es greift gezielt an drei wichtigen Ursachen des Diabetes an – der mangelnden Insulinbildung durch die Betazellen, der Insulinresistenz sowie der Überproduktion von Glukose durch die Leber. Die Gabe des Kombinationspräparates Sitagliptin/Metformin führte im Vergleich zu einer Monotherapie mit Metformin alleine nicht zu einer Gewichtszunahme oder einem erhöhten Hypoglykämierisiko.

Mikroalbuminurie und Diabetische Nephropathie

 

Im Filtrat gesunder Nieren finden sich nur sehr kleine Proteine, die zu 90 % in den Nierenkanälchen rückresorbiert werden. Können große Proteine wie Albumin die Basalmembran der Niere passieren, spricht man von einer Albuminurie. Eine Albuminausscheidung von 30 bis 300 mg/Tag oder 20 bis 200 mg/Liter Urin wird als Mikroalbuminurie bezeichnet (> 300 mg/Tag Makroalbuminurie, klinische Albumin-urie oder Proteinurie). Die Diagnose Albuminurie ist, von wenigen Ausnahmen (z.B. starke körperliche Aktivität, Fieber u.a.) abgesehen, immer krankhaft beziehungsweise ein Zeichen für eine beginnende Gefäßschädigung mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko.[i]

Diabetische Retinopathie

 

Die diabetische Retinopathie ist ebenso wie die Albuminurie Ausdruck mikrovaskulärer Veränderungen. Diese Veränderungen betreffen beim Diabetes mellitus alle Organe, sind jedoch in den Organen Auge und Niere zuerst sichtbar. Die diabetische Retinopathie gilt in den Industrieländern als häufigste Erblindungsursache bei Menschen zwischen 20 und 65 Jahren. Das Risiko der Entwicklung einer Retinopathie beim Diabetes steigt mit der Erkrankungsdauer. Bei Erstdiagnose eines Typ-2-Diabetes werden bei etwa jedem Fünften der Betroffenen Zeichen einer Retinopathie diagnostiziert. Nach 20 Jahren liegt bei etwa 90 % der Typ-1-Diabetiker und bei über 60 % der Typ-2-Diabetiker eine Retinopathie vor. 3,6 % der Typ-1- und 1,6 % der Typ-2-Diabetiker erblinden in Folge von Retinopathie, Makulaödem, Katarakt oder Weitwinkelglaukom.([i])

Bayer und Medtronic führen integriertes System zum Diabetes-Management ein

Mehr Sicherheit und Komfort für Insulinpumpenträger

 

Drahtlose Datenübertragung zwischen Blutzuckermessgerät und Insulinpumpe

 

Leverkusen/München (30. April 2008) – Eine neue Kombination aus Blutzuckermessgerät und Insulinpumpe mit zusätzlichem kontinuierlichem Glucose-Monitoring wird seit Mitte Februar in Deutschland gemeinsam von Medtronic und Bayer Vital angeboten. Das Blutzuckermessgerät Contour® Link überträgt die Blutzuckerdaten drahtlos an MiniMed Paradigm® Insulinpumpen und an das Guardian® REAL-Time-System zum kontinuierlichen Glucose-Monitoring. Dieses integrierte System zum Diabetes-Management bedeutet ein Plus an Sicherheit und Komfort, da es die Dosierung des Bolus-Insulins und die Kalibrierung vereinfacht.

Kinderdiabetes in Deutschland

Eine Diagnose mit gravierenden Folgen für die jungen Patienten und ihr soziales Umfeld

 

Von Prof. Thomas Danne,
Chefarzt im Kinderkrankenhaus auf der Bult, Hannover

 

Leverkusen/München (30. April 2008) – Diabetes mellitus ist in Deutschland die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern. Rund 25.000 Kinder bis 19 Jahren sind hierzulande vom Typ-1 betroffen, einer Stoffwechselerkrankung, die ursächlich nicht im Lebenswandel der betroffenen Patienten begründet ist.

Anders verhält es sich beim Typ-2 Diabetes, der durch Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel gefördert wird und in der Vergangenheit als Altersdiabetes bekannt war, weil er normalerweise bei Erwachsenen über 40 auftrat. In Folge eines dramatischen Anstiegs von Adipositas (krankhaftes Übergewicht, Fettleibigkeit) im Kindes- und Jugendalter wird jedoch auch der Typ-2 Diabetes bei Jugendlichen hierzulande immer häufiger diagnostiziert. Schon heute ist die Neuerkrankungsrate fünf Mal so hoch wie noch vor 10 Jahren.

Ausschreibung zum Welt-Diabetes-Tag 2008

„Fine Star“ soll Kindern das Leben mit dem Diabetes erleichtern

 

Bayer Preis für kreative Kinderdiabetes Projekte ist mit 17.500 Euro dotiert

 

Fine mit Rosette. Photo: Bayer HealthCareLeverkusen/München (30. April 2008) – Zum diesjährigen Welt-Diabetes-Tag unter dem Motto „Jahr des Kindes mit Diabetes“ initiiert Bayer HealthCare in Kooperation mit dem Diabetes Eltern Journal den ersten Bayer Preis für kreative Kinderdiabetes Projekte. Der mit 17.500 Euro dotierte „Fine Star“ zeichnet Projekte, Aktionen und Initiativen aus, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Kinderdiabetes auseinandersetzen. Namensgeberin und Patin für die Auszeichnung ist das Bayer Diabetes Care Maskottchen Fine – eine kleine Giraffe mit großem Auftrag. Fine steht für den bewussten Umgang mit der Diagnose Diabetes bei Kindern; durch Aufklärung und Hilfestellung soll sie dazu beitragen, den Alltag junger Patienten zu erleichtern.

Diabetes mellitus ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. Nach aktuellen Schätzungen leben weltweit etwa 200.000 Kinder und Jugendliche mit einem Typ-1-Diabetes. Besonders alarmierend: In Deutschland steigt die Zahl der Neuerkrankungen um drei bis vier Prozent pro Jahr. Sogar der bislang als Altersdiabetes bekannte und durch Übergewicht, Bewegungsmangel und Fehlernährung geförderte Typ-2-Diabetes wird heute schon bei Jugendlichen beobachtet und verzeichnet hierzulande einen Anstieg von über 200 Neuerkrankungen pro Jahr. Die Folgen des bislang unheilbaren Diabetes sind für die Kinder und ihre Familien gleichermaßen gravierend.

Glykämische Variabilität als Risikofaktor für Spätfolgen

 

Von Prof. Dr. med. Oliver Schnell,
Institut für Diabetesforschung, München

 

München (30. April 2008) - Der HBA1c‑Wert wird als Goldstandard zur Beurteilung der Stoffwechsellage bei Diabetes angesehen. In Leitlinien sind Zielwerte für den HbA1c‑Wert definiert, durch die das Auftreten von diabetischen Komplikationen vermindert werden kann. Neuere Untersuchungen zeigen, dass auch der glykämischen Variabilität mit Blick auf die Entstehung von Komplikationen eine besondere Bedeutung zukommt.

Ist der HbA1 c‑Wert als Surrogat‑Parameter für kardiovaskuläre Risiken ausreichend?

 

Von Prof. Dr. med. habil. Markolf Hanefeld

 

München (30. April 2008) - Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse der DCCT‑Studie bei Typ-l-Diabetikern ‑ die eine enge Beziehung der Qualität der Diabeteseinstellung zu diabetesbezogenen Komplikationen wie Retinopathie, Neuropathie und Nephropathie erkennen ließen ‑ gilt der HbA1c-Wert als Goldstandard der Diabeteskontrolle. Die Ergebnisse der UKPDS und andere Studien haben gezeigt, dass dies nur bedingt für das kardiovaskuläre Risiko gilt. Ein Grund dafür ist die mangelnde Vergleichbarkeit der jeweiligen HbA1c-Werte wegen fehlender internationaler Standardisierung. Deshalb gibt es zurzeit Bemühungen eine spezifischere, international standardisierte Methode zur Messung des HbA1c-Wertes zu etablieren. Die neue Methode soll die durchschnittliche glykämische Last besser bemessen. Die Qualität der Glukosehomöostase wird sowohl durch die eingeführte, als auch die neue, aufwendige und teure Methode nur unzureichend erfasst. Für die Endothelfunktion und den Schutz der insulinproduzierenden Pankreasinseln ist aber eine normale Einstellung der Glukotrias ‑ Nüchternblutzucker, postprandialer Blutzuckeranstieg und Fluktuationen des Blutzuckers ‑ essentiell. Die IDF ( www.idf.org ) veröffentlichte 2006 erstmalig Richtlinien zu „Postmeal Glucose Management".

Gezielte Nutzung der Blutzuckermessung zur Therapie-Optimierung

 

Von Prof. Dr. Theodor Koschinsky

 

München (30. April 2008) - Die Leitlinien von deutschen, europäischen und amerikanischen Diabetes‑Gesellschaften halten klar fest: „Der gezielte Einsatz der Blutzuckermessung und deren Nutzung ist ein essentieller Teil jeder Diabetes Therapie". Moderne, genaue und alltagstaugliche Blutzucker‑Messgeräte erleichtern den Menschen mit Diabetes die regelmäßige Blutzucker‑Selbstkontrolle (BZSK). Identische Messgeräte werden auch in der professionellen, patientennahen Diagnostik (POCT) eingesetzt, z.B. in der Notfall- und Intensiv‑Medizin. Der breite Einsatz von Blutzucker‑Messgeräten hat zu einer wesentlichen Verbesserung der Diabeteseinstellung und der kurz­- bis mittelfristigen klinischen Prognose beigetragen.

Augenerkrankungen durch Diabetes mellitus:

Neue Wirkstoffe im Test

 

Bochum (18. April 2008) – Neue Medikamente könnten zukünftig diabetisch bedingte Erkrankungen des Auges wirksamer behandeln. Durch Diabetes verursachte Erkrankungen der Netzhaut sind in Deutschland immer noch Hauptursache für Erblindung im Erwachsenenalter. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) bewertet die neuen Therapieoptionen als Fortschritt in der Diabetes-Therapie. Sie ersetzen jedoch nicht die engmaschige Kontrolle des Blutzuckers und die regelmäßige Untersuchung der Augen auf beginnende Schäden.

Wirksam – sicher – gewichtsneutral

Das klinische Wirkprofil Xelevia®

Von Prof. Dr. Andreas Pfeiffer, Berlin u. Bergholz-Rehbrücke

Berlin (4. April 2008) - Das Wirkprinzip des Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitors Sitagliptin markiert einen neuen Weg in der oralen antidiabetischen Therapie. Der Wirkstoff schützt die aktiven Inkretinhormone GLP-1 und GIP vor dem enzymatischen Abbau und verbessert so die Blutzucker-Balance. Sitagliptin bewirkt über die Erhöhung der aktiven Inkretinhormone eine Hemmung der Glucagonsekretion aus den Alpha-Zellen und damit eine Verminderung der hepatischen Glucoseproduktion; zudem wird die Insulinfreisetzung aus den Beta-Zellen stimuliert. Dies führt zu einer Senkung der Plasmaglucosewerte nüchtern und postprandial sowie der HbA1c –Werte. Die Wirkungen auf die Insulin- und Glucagonsekretion sind glucoseabhängig, das heißt, sie kommen nur dann zum Tragen, wenn der Blutzucker-Spiegel erhöht ist. In Kombination mit Metformin verabreicht zeichnet sich Sitagliptin darüber hinaus durch Gewichtsneutralität und ein geringes Hypoglykämierisiko aus.

Wer braucht Inkretin-Schutz?

Das Patientenprofil für Xelevia® in der täglichen Praxis

 

Von Dr. Ralph A. Bierwirth, Essen

 

Berlin (4. April.2008) - Seit längerem ist bekannt, dass die Zahl der Diabetiker, vor allem der Typ-2-Diabetiker rasant ansteigt. So zitiert der aktuelle „Gesundheitsbericht Diabetes 2008“ eine große Versicherten-Stichprobe der AOK Hessen. Hier wurde die Zahl der Menschen mit Diabetes für den Zeitraum 1989 bis 2001 erfasst. Die Daten von mehr als 300.000 Versicherten wurden ausgewertet und auf die deutsche Bevölkerung hochgerechnet. Das Ergebnis ist besorgniserregend: 6,9 Prozent aller Deutschen waren demnach im Jahr 2001 wegen eines Diabetes mellitus in Behandlung. Eine weitere Fortschreibung der Analyse auf das Jahr 2004 ergab eine durchschnittliche Rate von 7,6 %. Verglichen mit 1988 bedeutet dies ein Anstieg der Diabetesfälle um 54 %. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um den Typ-2-Diabetes.

Xelevia® - Innovation in der oralen Diabetes-Therapie:

Verbesserte Blutzucker-Balance durch Inkretin-Schutz

 

Berlin (4. April 2008) – Der DPP-4-Hemmer Xelevia® (Sitagliptin) steht für einen modernen Ansatz in der Therapie des Typ-2-Diabetes. Nur eine Tablette täglich schützt köpereigene Inkretine vor dem Abbau und verbessert dadurch die Blutzucker-Balance. In Kombination mit Metformin senkt Sitagliptin effektiv den HbA1c-Wert mit geringem Risiko für Hypoglykämien und ohne Gewichtszunahme. Alle diese Eigenschaften machen Sitagliptin zu einer wertvollen Therapieoption bei der Behandlung des Typ-2 Diabetes mellitus, resümierten Experten anlässlich der Einführungspressekonferenz in Berlin.

Indikationserweiterungen für JANUVIA® (Sitagliptin, MSD) in der EU

Kombination mit Sulfonylharnstoff nun ebenfalls zugelassen

 

Haar (März 2008) - Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat JANUVIA® für die Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes für zwei weitere Anwendungen zugelassen. JANUVIA® kann nun als einziger Di-Peptidyl-Peptidase(DPP)-4-Hemmer auch kombiniert mit einem Sulfonylharnstoff oder in einer Dreierkombination mit Metformin und einem Sulfonylharnstoff eingesetzt werden.

Bereits seit März 2007 ist JANUVIA® in der Europäischen Union für die Behandlung von Typ-2-Diabetikern in Kombination mit Metformin oder bei bestimmten Patienten mit einem PPARgamma-Agonisten (d. h. einem Thiazolidin) zugelassen. Der DPP-4-Hemmer ist indiziert, wenn die Monotherapie mit einer dieser Substanzen plus Diät und Bewegung den Blutzucker nicht ausreichend senkt.

Schwangerschaft und Diabetes:

Kurz wirksames Insulinaspart kann möglichen Risiken entgegen wirken

 

Berlin (26. Oktober 2007) - „Das kurz wirksame Insulinaspart reduziert die Risiken für schwangere Frauen mit Diabetes“, betont Prof. Elisabeth Mathiesen vom Rigshospital in Kopenhagen, Dänemark. Diese Schlussfolgerung basiert auf der weltweit größten randomisierten, kontrollierten Studie, die jemals mit einem modernen Insulin bei schwangeren Frauen mit Typ-1-Diabetes durchgeführt wurde.(1) Demnach kam es unter Insulinaspart (NovoRapid®) gegenüber Humaninsulin zu einer verbesserten postprandialen Blutzucker-Einstellung nach dem Frühstück und tendenziell weniger schweren Hypoglykämien. Damit sei die Studie hinsichtlich der Sicherheit als Meilenstein zu werten, denn sie erlaube den Ärzten, sichere Entscheidungen in Bezug auf die Behandlung schwangerer Frauen zu treffen, unterstreicht Mathiesen.

Abbott Diabetes Care auf dem Vormarsch:

Innovative Blutzucker-Messgeräte für eine bessere Einstellung

 

Blutzuckermessung für Diabetiker jetzt noch einfacher

 

Wiesbaden/Berlin (26. Oktober 2007) - Blutzuckerselbstkontrollen sind ein Dreh- und Angelpunkt in der Diabetestherapie. Ob Typ-1- oder Typ-2-Diabetes vorliegt oder mit Tabletten oder Insulin behandelt wird: Die regelmäßige Selbstkontrolle des Blutzuckers ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Stoffwechseleinstellung. So lautet das Fazit der Pressekonferenz „Abbott Diabetes Care auf dem Vormarsch: Mehr Selbstkontrolle für eine bessere Einstellung ‑ Blutzuckermessung für Diabetiker jetzt noch einfacher und entspannter", die am 26. Oktober 2007 anlässlich der Herbsttagung für praktische Diabetologie der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) in Berlin stattfand. Die Experten informierten über die Bedeutung der Blutzuckermessung in der Diabetestherapie und das Unternehmen Abbott Diabetes Care stellte mit dem neuen Blutzucker-Messsystem FreeStyle Freedom Lite eine weitere Innovation vor. Das Gerät ist sehr benutzerfreundlich, so dass insbesondere Diabetiker mit einem gelassenen Lebensstil ihren Blutzucker jetzt noch einfacher kontrollieren können.

11. Bamberger Gespräche 2007

„Pharmakotherapie und Harninkontinenz: Im Spannungsfeld von Praxis und Forschung“

Urologische Probleme beim älteren Diabetiker - Wittener Diabeteserhebung

Von Prof. Dr. med. Ingo Füsgen

Bamberg (8. Septemberg 2008) - Urologische Probleme und Diabetes mellitus können voneinander völlig unabhängig als altersabhängige Erkrankungen auftreten. Sie können kommitierend (begleitend) vorliegen, aber sie können auch kombiniert sein. Diese Kombination „Urologische Probleme beim Diabetiker" wird weder in den gängigen urologischen Fachbüchern, noch in diabetologischen Ausführungen angesprochen. 2003 war Diabetes mellitus und Harninkontinenz ein Schwerpunkt der Bamberger Gespräche der Deutschen Kontinenz Gesellschaft. (1). Eine sich daraus ergebende Standortbestimmung bezüglich der diabetischen Zystopathie zeigte auf, dass der wissenschaftliche Kenntnisstand über die diabetische Zystopathie in Anbetracht der Prävalenz und volkswirtschaftlichen Bedeutung dieser Diabetes-komplikation immer noch überraschend unscharf ist (11). Insbesondere liegen im Hinblick auf irritative und obstruktive Probleme beim Älteren mit Diabetes Typ II keine entsprechenden Untersuchungen vor. In diesem Sinne wurde mit Unterstützung der Firma Pfleger unter der Leitung vom Kollegen Wiedemann die sogenannte „Wittener Diabeteserhebung" geplant und durchgeführt.

Die moderne Diabetestherapie ist ein komplexes Geschäft

Der diabetische Risikopatient – eine interdisziplinäre Herausforderung

 

Hamburg (17. Mai 2007) - Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der steigenden Patientenzahlen hat die moderne Diabetologie in den vergangenen Jahren eine enorme Entwicklung genommen. Längst geht es um weit mehr als um die reine Blutzuckersenkung. Vielmehr wird angestrebt, die gestörte Stoffwechsellage mit all ihren Facetten in den Griff zu bekommen und Folgeschäden der Erkrankung sowie das erhöhte Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen abzuwenden. Entsprechend komplex ist die Diabetestherapie geworden. Sie umfasst die Blutzucker- wie auch die Blutdruckkontrolle, das Management von Risikofaktoren und auch die Therapie von Komplikationen der Grunderkrankung und das bis in den urologischen Bereich hinein. Der Typ 2-Diabetes stellt somit eine interdisziplinäre Herausforderung dar, wie bei einem Symposium von der Bayer Vital GmbH bei der 42. Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft in Hamburg deutlich wurde.

Medtronic Diabetes Deutschland führt die erste Insulinpumpe mit der Option zur kontinuierlichen Glukosemessung ein

 

Das MiniMed Paradigm® REAL-Time System: Insulinpumpe und kontinuierliche Glukosemessung

 

Düsseldorf (17. Mai 2007) – Die Firma Medtronic hat heute in Deutschland die Einführung des MiniMed Paradigm® REAL-Time Systems bekannt gegeben, das aus der neuen fortschrittlichen Insulinpumpe MiniMed Paradigm® 522/722 und der Option zur kontinuierlichen Glukosemessung besteht. Damit werden erstmals die Vorteile einer Insulinpumpe und der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) verbunden. Therapieverantwortlichen und Patienten eröffnen sich neue Möglichkeiten, das Diabetesmanagement zu optimieren. Die Funktion der kontinuierlichen Glukosemessung ermöglicht eine zeitnahe Interventionen zur Reduzierung der Häufigkeit und Schwankungsbreite unerwünschter glykämischer Exkursionen. Die Auswirkungen von Mahlzeiten, körperlicher Aktivität sowie von Insulin- und Medikamentengaben auf den Glukoseverlauf werden tranparenter. 

Neu von Abbott Diabetes Care:

Innovative Messgeräte und eine neue Teststreifengeneration für die individuelle Blutzuckerselbstkontrolle

 

Praktische, einfache und verständliche Blutzuckermessung für jeden Patienten

 

Wiesbaden / Hamburg (17. Mai 2007) Die Wahl des richtigen Blutzuckermesssystems ist für das tägliche Diabetesmanagement von entscheidender Bedeutung. Das optimale Blutzuckermessgerät muss den Fähigkeiten und Bedürfnissen des einzelnen Diabetikers entsprechen, so das Fazit der Experten auf der Pressekonferenz „Innovationen von Abbott Diabetes Care: Moderne Messgeräte und eine neue Teststreifengeneration für die individuelle Blutzuckermessung" im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes‑Gesellschaft in Hamburg. Das Unternehmen Abbott Diabetes Care stellte zwei Neuheiten vor: Das Blutzuckermessgerät FreeStyle Lite* und den Precision Xtra Plus Teststreifen** zur Verwendung mit dem Messgerät Precision® Xceed™. Beide Messsysteme ermöglichen eine sekundenschnelle und präzise Blutzuckermessung mit der weltweit geringsten Blutmenge von 0,3 ml und sind sehr einfach in der Handhabung. Dadurch können die Bereitschaft zur Blutzuckerselbstkontrolle und der Erfolg der Diabetestherapie deutlich erhöht werden.

Bessere Stoffwechseleinstellung bei Typ-2-Diabetikern dank Rimonabant

 

Frankfurt am Main / Hamburg (17. Mai 2007) ‑ Rimonabant verbessert signifikant den HbA1c-Wert sowie andere kardiometabolische Risikofaktoren wie HDL-Cholesterin und Triglyceride bei Patienten mit Typ-2-Diabetes. Dies geschieht durch die Blockade zentraler und peripherer CB1-Rezeptoren, so wird ein überaktiviertes Endocannabinoid-(EC)-System wieder normalisiert. Experten berichteten über die Wirkung von Rimonabant anlässlich eines Symposiums* auf der 42. Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) in Hamburg. „Mit Rimonabant steht uns eine Therapieoption zur Verfügung, die eine gute glykämische Kontrolle mit einer zusätzlichen Gewichtsreduktion verbindet", erklärte Prof. Dr. med. Andreas Pfeiffer, Charité Berlin.

Erfolgreich gegen Typ 2 Diabetes – DDP-4 Inhibitor Vildagliptin

Angriffspunkt Inselzelle: Orale Diabetes-Therapie der nächsten Generation

 

  • Vildagliptin sorgt für eine effektive Blutzuckerkontrolle bei Typ-2-Diabetikern durch Verbesserung der Inselzellfunktion
  • DPP-4 Inhibitor steigert die Insulinproduktion in den Betazellen und hemmt die Glukagonsekretion in den Alphazellen
  • Plazeboähnliches Nebenwirkungsprofil: keine Gewichtszunahme, keine vermehrten Hypoglykämien, keine gastrointestinalen Nebenwirkungen
  • Patienten-gerechte Therapie: eine Tablette pro Tag, unabhängig von den Mahlzeiten

 

Nürnberg, 16. Mai 2007 – Ziel der meisten oralen Antidiabetika bei Typ-2-Diabetes ist es, zur Kontrolle des HbA1c-Wertes die Insulinresistenz zu senken oder die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse zu stimulieren(1). Nach Ansicht von Experten verfehlen die derzeit eingesetzten Therapieregime jedoch ihr Ziel, den Wert im oberen Normbereich von 5,8%, mindestens aber unter 7% zu halten(2). Darüber hinaus ergeben sich Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit, Ödeme und Gewichtszunahme(3) – Faktoren, die die Compliance reduzieren und damit den Therapieerfolg schmälern können. Einen neuen Behandlungsansatz bietet die therapeutische Klasse der DPP-4 Inhibitoren, die über das hormonale Inkretinsystem im Darm einen verbesserten Effekt auf die Inselzellen ausüben.

Behandlung schlafgestörter Patienten mit Diabetes mellitus

 

Von Prof. Dr. med. Stephan Volk, Hofheim am Taunus

 

Hamburg (16. Mai 2007) - Betrachtet man die Ursachen einer chronischen Schlafstörung in der Hofheimer Schlafambulanz, so wird deutlich, dass etwa 1/5 der Patienten organische Ursachen aufweisen. Der Diabetes mellitus, vor allem der Typ 1, spielt unter den organischen Ursachen der Schlafstörungen eine bedeutsame Rolle.

Die Behandlung einer chronischer Ein- und Durchschlafstörung bedeutet zunächst, einen nicht medikamentösen Ansatz zu verfolgen. Dabei geht es um die Übermittlung von Informationen über die physiologischen Grundlagen des Schlafes, die Vermittlung eines individuellen Störungsmodells und das Erlernen eines Entspannungsverfahrens.

Diabetes und Schlaf ‑ Schlafapnoesyndrom und Diabetes

 

Von Dr. med. Christian Lechner, Dachau

 

Hamburg (16. Mai 2007) - Seit Langem sind Interaktionen zwischen Diabetes mellitus Typ 2 sowie Schlafstörungen bekannt. Schlafstörungen können im Wesentlichen in zwei Gruppen unterteilt werden. Zum einen die so genannte Insomnie, die mit Ein- und Durchschlafstörungen vergesellschaftet ist. Auf der anderen Seite die schlafassoziierten Atemregulationsstörungen (Schlafapnoesyndrom), wie typischerweise beim obstruktiven Schlafapnoesyndrom. In der Regel führen beide Störungen zu erheblicher Schlaffragmentation mit teils gravierenden Auswirkungen auf die Gesamtbefindlichkeit der Patienten, namentlich auf die Leistungsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit, Unfallgefahr bzw. kardiovaskuläre Erkrankungen.

Diabetes und Angst ‑ Diabetes und Depression

 

Von Dr. phil. Dipl.-Psych. Bernhard Kulzer, Bad Mergentheim

 

Hamburg (16. Mai 2007) - Psychische Probleme bzw. psychische Störungen (sowohl aktuelle, als auch in der bisherigen Lebensgeschichte aufgetretene) erschweren die Selbstbehandlung des Diabetes und haben in der Regel einen negativen Einfluss auf die Durchführung der Therapiemaßnahmen im Alltag. Die am häufigsten vorkommenden psychischen Störungen bei Diabetikern sind Depressionen und Angststörungen.