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KPJ

Bundesweit erste Patientenverfügung in Gebärdensprache erschienen

 

gebaerdendolmetscherinBielefeld (6. Juli 2009) - Für Gehörlose gibt es jetzt erstmals eine Patientenverfügung in Gebärdensprache. Zu dem Dokument gehört eine DVD, auf der eine Gebärdendolmetscherin die Patientenverfügung übersetzt, wie die Evangelische Kirche von Westfalen in Bielefeld mitteilte. Zusätzlich laufe der Text in Schriftsprache als "Untertitel" neben dem Bild mit. Die Patientenverfügung kann durch Streichungen und Ergänzungen individuell formuliert werden. Ein Beiheft erkläre die wichtigsten medizinischen Begriffe in gebärdensprachlich orientierter Schriftsprache. Mit der speziellen Patientenverfügung können die Betroffenen nun klar ihren Willen im Fall einer tödlichen Krankheit oder Langzeitkoma zum Ausdruck bringen. Das Dokument ist an der so genannten Christlichen Patientenverfügung der evangelischen und katholischen Kirche orientiert. Der Bundestag hat am 18. Juni ein Patientenverfügungsgesetz beschlossen. Danach sind schriftliche Patientenverfügungen für Ärzte und Angehörige verbindlich.

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Längs oder Quer?

Welcher Schnitt ist besser bei Bauchoperationen?

 

Kein Unterschied bei Heilungsverlauf und Schmerz nach der Operation

Komplikationsrate gleich - außer Wundinfektion

 

Studienpatient nach Bauch-OP an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg. Damit der Patient nicht erkennt, ob sein Operationsschnitt längs oder quer angelegt wurde, musste der Verband den ganzen Bauchraum abdecken. Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg.Heidelberg (29. Juni 2009) - Eine ungewöhnliche Studie an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hat erstmals untersucht, ob die Schnittführung bei einer großen Bauchoperation Auswirkung auf die Ergebnisse hat. Weder Arzt noch Patient wussten, wie der Schnitt gesetzt worden war. Die Studie an 200 Patienten hat gezeigt, dass Schmerzempfinden und Heilungsverlauf unabhängig davon sind, wie die Bauchhöhle eröffnet wurde. Auch Komplikationen traten gleich häufig auf, abgesehen von Wundinfektionen, die möglicherweise wegen Durchblutungsproblemen bei der Quer-Inzision häufiger waren. Die Empfehlung der Heidelberger Chirurgen lautet deshalb, dass der Chirurg individuell je nach Krankheitsbild über die Schnittführung entscheiden sollte.

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Warum das Herz links schlägt

 

Würzburg (7. April 2009) - Bei allen Wirbeltieren - und damit auch beim Menschen - schlägt das Herz im Normalfall auf der linken Körperseite. Warum das so ist, wird noch nicht bis ins letzte Detail verstanden. Würzburger Entwicklungsbiologen sind der Lösung dieses Rätsels jetzt einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Wenn aus einer befruchteten Eizelle während der Embryonalentwicklung ein lebensfähiger Organismus heranwachsen soll, müssen die Zellen unter anderem wissen, wo links und wo rechts ist, damit die Organe am Ende in der richtigen Form am richtigen Ort landen. So entwickelt sich beispielsweise bei allen Wirbeltieren das Herz aus einem zunächst schlauchförmigen Gebilde, das bereits kurz nach seiner Entstehung eine Krümmung zur rechten Körperseite aufweist. Diese erste Asymmetrie hat zur Folge, dass am Ende - nach einer ganzen Reihe weiterer Drehungen - die Herzspitze zur linken Körperseite weist.

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„STAY WILD STATT BURN OUT“

VELKD-Publikation zum Thema Burn-Out

- kostenloser Download

 

Stay wild statt burn outHannover (15. Juni 2009) - In zweiter Auflage ist jetzt im Gütersloher Verlagshaus die Publikation „STAY WILD STATT BURN OUT – Leben im Gleichgewicht“ (124 Seiten, 6,95 Euro) der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erschienen. Sie beschäftigt sich „aus christlicher Perspektive“ mit Burn-Out und war Anfang März erstmals aufgelegt worden.

Das Buch wurde vom Seelsorgeausschuss der VELKD unter der Leitung von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler (München) erarbeitet. Sie gibt den Band zusammen mit dem früheren Gemeindepädagogik-Referenten der VELKD, Dr. Norbert Dennerlein, heraus.

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Wenn Darmbakterien surfen gehen

Molekularer Signalweg bei Durchfallerkrankung

 

EHEC auf DarmzelleBraunschweig (19. März 2009) - Das Bakterium Escherichia coli gehört zur gesunden menschlichen Darmflora. Aber E. coli hat auch krankheitserregende Verwandte, die Durchfallerkrankungen hervorrufen: enterohämorraghische E.coli-Bakterien (EHECs).

Während einer Infektion besiedeln sie die Darmschleimhaut und verursachen dabei im Gegensatz zu gutartigen Bakterien Verletzungen. Die EHECs haften sich fest an die Oberfläche der Schleimhautzellen an und verändern deren Inneres: Ein Teil des zellulären Stützskeletts - das Aktin-Skelett - wird derart umgebaut, dass die Zelloberfläche unter den Bakterien sockelförmige Auswüchse bildet, sogenannte Pedestals. Die Bakterien sind auf diesen Sockeln fest verankert; die Pedestals dagegen sind beweglich. So können die Bakterien auf ihnen sitzend über die Zelloberfläche surfen und sich darauf vermehren, ohne aus dem Darm gespült zu werden. Wie aber bringen die Bakterien die Wirtszelle zum Umbau des Aktin-Zellskeletts? Forscher am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) haben jetzt den Signalweg aufgeklärt, der zur Bildung dieser Sockel führt.

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