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31 | 03 | 2017
Psychiatrie
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Die Symptome von Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung sind für Außenstehende befremdlich

Wenn fremde Stimmen das Kommando übernehmen

Frankfurt am Main (9. Januar 2017) - Die neuere psychiatrische Forschung zeigt: Schizophrenie beruht auf gestörter Informationsverarbeitung im Gehirn. Das macht die Krankheit für Außenstehende weniger befremdlich und hilft Betroffenen in der Therapie. Sie hören Stimmen, vermuten Botschaften in bedeutungslosen Ereignissen oder fühlen sich ferngesteuert: Die Symptome von Menschen mit einer schizophrenen Erkrankung sind für Außenstehende befremdlich. Wie der Psychiater Dr. Robert Bittner in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Forschung Frankfurt“ der Goethe-Universität erklärt, beruht die Verwechslung von „eigen“ und „fremd“ auf verschiedenen Störungen der Informationsverarbeitung im Gehirn.

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Doppelpack

Depressionen bei Jugendlichen gehen auf den Magen, Ängste unter die Haut

Basel, Schweiz (24. November 2016) - Psychische Störungen und körperliche Erkrankungen kommen häufig im Doppelpack vor. Psychologen der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum haben dabei bei Jugendlichen erstmals zeitliche Muster identifiziert: Arthritis und Erkrankungen des Verdauungssystems treten häufiger nach Depressionen auf, und Angststörungen ziehen Hautkrankheiten nach sich.

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DBfK

PsychVVG stellt wichtige Weichen

Berlin (21. November 2016) - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) begrüßt das am 10. November 2016 im Bundestag verabschiedete neue Vergütungssystem für psychiatrische und psychosomatische Leistungen „PsychVVG“ (Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen) ausdrücklich. „Dass man aus den vielen und folgenschweren Fehlanreizen des somatischen DRG-Systems Lehren gezogen und das ursprünglich auch für Psychiatrie und Psychosomatik vorgesehene pauschalierende Entgeltsystem verworfen hat, lässt auf eine auch in Zukunft gute Versorgung psychisch kranker Menschen in Deutschland hoffen“, sagt DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner.

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Psychiatrie

Wie funktioniert das Gehirn bei Schizophrenie?

Mannheim (24. Oktober 2016) - Die Gehirne von Patienten mit Schizophrenie funktionieren anders als die von Menschen ohne Erkrankung – aber wie? Forscher des ZI und der Universität von Philadelphia untersuchten mit Bildgebungsverfahren die Gehirnfunktionen auf Unterschiede und fanden überraschende Erkenntnisse, die sie in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichten. Der Artikel mit dem Titel „Dynamic brain network reconfiguration as a potential schizophrenia genetic risk mechanism modulated by NMDA receptor function“ erschien in dieser Woche.

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Vorbericht identifiziert Empfehlungen für künftiges DMP

Depressionen: IQWiG legt vorläufige Ergebnisse von Leitlinien-Recherche vor

Köln (19. Oktober 2016) - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat am 19. Oktober 2016 die vorläufigen Ergebnisse einer Recherche nach evidenzbasierten Leitlinien zu Depressionen vorgelegt. Demnach decken die darin enthaltenen Empfehlungen fast alle wichtigen Versorgungsaspekte ab. Bis zum 17. November 2016 können interessierte Personen und Institutionen Stellungnahmen zu diesem Vorbericht abgeben.

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IQTIG sucht Experten zur Unterstützung bei der Entwicklung der geplanten Patientenbefragung

Neues Qualitätssicherungsverfahren Schizophrenie

Berlin (10. Oktober 2016) – Das IQTIG möchte Plätze in einem beratenden Expertengremium besetzen. Anlass ist ein Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Danach soll das IQTIG eine Patientenbefragung zur Messung der Versorgungsqualität bei Patienten und Patientinnen mit Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen entwickeln. Das Expertengremium hat die Aufgabe, das IQTIG bei der Einschätzung von Qualitätsmerkmalen als Vorstufen von Qualitätsindikatoren für die Entwicklung des Fragebogens zu unterstützen. Hierzu werden Patientenvertreterinnen und -vertreter, pflegende Angehörige, Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer, Medizinerinnen und Mediziner, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Mitarbeiter der psychiatrischen Pflege sowie Experten aus der Wissenschaft gesucht.

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adasuveBipolare Störungen

Notfallsituationen im Trialog: Erster internationaler Expertenkonsensus zum Umgang mit Agitation in der Psychiatrie

Chemnitz (16. September 2016) - Erregtheit, Unruhe- und Spannungszustände (Agitation) und Aggression zählen mit einer Prävalenz von über 10 % zu den häufigsten medizinischen Notfallsituationen in der Psychiatrie. Trotz der großen Auswirkungen in persönlichen, rechtlichen und gesundheitlichen Bereichen gab und gibt es bislang keine einheitlichen Leitlinien zur Erfassung und Behandlung. Aus diesem Grund haben sich 24 internationale ausgewiesene Experten aus 13 Ländern auf 22 gemeinsame Empfehlungen zu Assessment und Management von Agitation in der Psychiatrie geeinigt und diese veröffentlicht. Vorgestellt und erstmalig trialogisch diskutiert wurde dieser Konsensus auf einem Symposium im Rahmen der 16. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e. V. (DGBS) in Chemnitz unter dem Vorsitz von Prof. Martin Schäfer, Essen, und Prof. Georg Juckel, Bochum.

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Forscher äußern Kritik

Psychopharmaka sind keine Lösung

Bochum (12. September 2016) - Medikamente helfen langfristig nicht gegen psychische Störungen – diese Meinung vertreten die Bochumer Psychologen Prof. Dr. Jürgen Margraf und Prof. Dr. Silvia Schneider in einem Kommentar in „EMBO Molecular Medicine“. Die Forscher der Ruhr-Universität haben zahlreiche Studien zusammengetragen, die die nachhaltige Wirkung von Psychopharmaka infrage stellen, teils sogar negative Folgen bei längerer Einnahme dokumentieren. Dauerhaft wirksamer seien Psychotherapien. Die Autoren fordern, psychische Krankheiten nicht allein auf biologische Ursachen zu reduzieren, sondern Forschung zu biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren besser zu verzahnen.

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Ab sofort für DAK-Versicherte kostenlos nutzbar: deprexis®24: schnelle, wirksame und flexible Therapie via Internet. Menschen, die an Depressionen leiden, brauchen schnelle Hilfe. Neben einer medikamentösen Behandlung kann eine fundierte Psychotherapie den Betroffenen helfen, einen Weg aus dem Stimmungstief zu finden. Doch bis man einen entsprechenden Behandlungsplatz erhält, können mehrere Monate vergehen. Eine rasch zugängliche Alternative bietet das Internet-basierte Online-Therapieprogramm deprexis®24. Durch die Nutzung des Programms können die Beschwerden einer Depression deutlich vermindert werden oder gar abklingen; Lebensqualität und Leistungsfähigkeit verbessern sich. Erwachsene mit einer leichten bis mittelschweren Depression, die in der DAK-Gesundheit versichert sind, können ab sofort einen kostenlosen Zugang zu deprexis®24 über die Internetseite der Krankenkasse erhalten und die Inhalte zeit- und ortsunabhängig auf dem Computer und allen mobilen Endgeräten nutzen. Photo und Copyright: Servier Deutschland GmbHAb sofort für DAK-Versicherte kostenlos nutzbar

deprexis®24: schnelle, wirksame und flexible Therapie via Internet

München (30. Juli 2016) - Menschen, die an Depressionen leiden, brauchen schnelle Hilfe. Neben einer medikamentösen Behandlung kann eine fundierte Psychotherapie den Betroffenen helfen, einen Weg aus dem Stimmungstief zu finden. Doch bis man einen entsprechenden Behandlungsplatz erhält, können mehrere Monate vergehen. Eine rasch zugängliche Alternative bietet das Internet-basierte Online-Therapieprogramm deprexis®24. Durch die Nutzung des Programms können die Beschwerden einer Depression deutlich vermindert werden oder gar abklingen; Lebensqualität und Leistungsfähigkeit verbessern sich. Erwachsene mit einer leichten bis mittelschweren Depression, die in der DAK-Gesundheit versichert sind, können ab sofort einen kostenlosen Zugang zu deprexis®24 über die Internetseite der Krankenkasse erhalten und die Inhalte zeit- und ortsunabhängig auf dem Computer und allen mobilen Endgeräten nutzen.

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BMG

Gute Versorgung seelisch kranker Menschen für die Zukunft sichern

  • Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen

Berlin (3. August 2016) - Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines "Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen" (PsychVVG) beschlossen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Seelisch kranke Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass sie die Hilfe erhalten, die sie benötigen. Wir haben daher die Regelungen gezielt auf die Bedürfnisse psychisch kranker Menschen und die Erfordernisse ihrer Behandlung zugeschnitten. Zudem stärken wir mit Mindestpersonalvorgaben eine gute Versorgung und die menschliche Zuwendung. Behandlungen mit hohem Aufwand sollen künftig besser vergütet werden als weniger aufwändige Behandlungen. Durch besondere Behandlungsteams im häuslichen Umfeld sorgen wir dafür, dass Menschen mit seelischen Leiden und stationärer Behandlungsbedürftigkeit in akuten Krankheitsphasen noch besser versorgt werden. So stellen wir die Weichen dafür, dass seelisch kranke Menschen auch in Zukunft gut versorgt sind."

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Neuer Behandlungsansatz bei Zwangsstörungen

Metakognitive Therapie

Leipzig (11. Juli 2016) - Zwangsstörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Erwachsenenalter. Bisher wird diese Erkrankung meist mit einer kognitiven Verhaltenstherapie behandelt - einer effektiven Behandlungsmethode, von der aber nicht alle Patienten profitieren können. An den Psychologischen Instituten der Universität Leipzig und der Philipps-Universität Marburg wird deshalb derzeit eine neuartige Therapiemethode für die Zwangserkrankung erforscht - die metakognitive Therapie. Schwerpunkt ist dabei die Veränderung von krankheitstypischen Annahmen und Verhaltensweisen.

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Posttraumatische Belastungsstörung

Psychologen identifizieren Risikofaktoren

Berlin (5. Juli 2016) - Die Konfrontation mit Extremsituationen im Berufsalltag kann Posttraumatische Belastungsstörungen oder Depressionen auslösen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass bestimmte Denkmuster das Risiko für solche Reaktionen erhöhen und damit mögliche Ansatzpunkte für gezielte Trainingsprogramme liefern. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um die renommierte Psychologin Anke Ehlers begleiteten 386 Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter während ihrer Ausbildung und untersuchten, wie diese mit belastenden Ereignissen umgingen. Die Ergebnisse sind jetzt in der Fachzeitschrift „Psychological Medicine“ erschienen.

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Erstattungsbetrag auf niedrigstem generischem Niveau beschlossen

Lundbeck sieht sich gezwungen, den Vertrieb des Antidepressivums Brintellix® in Deutschland zum 15. August 2016 einzustellen

Hamburg (1. Juli 2016) - Die Lundbeck GmbH teilt mit großem Bedauern mit, dass am 27. Juni 2016 der endgültige Erstattungspreis für das Antidepressivum Brintellix® (Wirkstoff: Vortioxetin) durch die AMNOG-Schiedsstelle auf niedrigstem generischem Preisniveau festgesetzt worden ist. Lundbeck sieht sich daher außerstande, Brintellix® in Deutschland weiterhin kostendeckend anzubieten und zum Marktrückzug zum 15. August 2016 gezwungen.

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Glucocorticoidrezeptor in glutamatergen Neuronen

Wo die Angst sitzt

München (1. Juli 2016) - Stress kann Angst erhöhen. Der Glucocorticoidrezeptor für das Stresshormon Cortisol vermittelt verstärkte Angst. Spielen unterschiedliche Zelltypen, in denen er sich findet, dabei eine Rolle? Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie konnten erstmals nachweisen, dass nicht nur die Hirnregion, sondern auch die Art der Neuronenpopulation eine entscheidende Rolle spielt. Diese Erkenntnis liefert einen neuen Ansatzpunkt zur Behandlung von Angststörungen.

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neuraxpharm_logoMILNAneuraX®

Neues starkes Antidepressivum schließt Therapielücke in Deutschland

                                    • Einzigartige Interaktionstauglichkeit, da kein Abbau über das Cytochromsystem
                                    • Studien belegen eine mit Venlafaxin, SSRI und TZA vergleichbare Wirkung
                                    • Günstiges Verträglichkeitsprofil

Langenfeld/München (23. Juni 2016) - Depressionen gehen oftmals mit weiteren ebenfalls therapiebedürftigen Begleiterkrankungen einher. Entsprechend groß ist die Gefahr von Arzneimittelinteraktionen und daraus resultierenden Nebenwirkungen. Das Risiko für solche Interaktionen steigt mit dem Alter der Patienten und dem Grad der Multimorbidität. Mit MILNAneuraX® steht in Deutschland seit 1. August 2016 ein potentes Antidepressivum mit einzigartigem Wechselwirkungsprofil zur Verfügung. Der enthaltene Wirkstoff Milnacipran wird der Gruppe der selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI) zugeordnet und ist zur Behandlung von depressiven Episoden bei Erwachsenen indiziert. Der Wirkstoff wird nicht über das Cytochromsystem abgebaut und beeinflusst den Abbau anderer Pharmaka daher nicht. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und ein enormer Zugewinn für die Arzneimittelsicherheit, wenn wir die Probleme betrachten, die es bei der Wechselwirkungspharmakologie gibt“, erklärte Dr. Gabriel Eckermann, Facharzt für Psychiatrie, Psychopharmakologie und Arzneimittelsicherheit. Das führe zu einer wesentlich risikoärmeren Therapie und erleichtere somit das ärztlich-therapeutische Handeln enorm, so Eckermann.

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Fachinformation erweitert

Neue Daten untermauern die Wirksamkeit von Abilify Maintena® in der Behandlung der Schizophrenie

  • Die langfristige Stabilisierung eines Schizophrenie-Patienten beginnt mit dem Management der Akutphase.
  • Aktuell wurde die Wirksamkeit von Aripiprazol-Depot bei erwachsenen Patienten mit Schizophrenie nach einem akuten Rückfall untersucht.
  • Die guten Ergebnisse der 12-wöchigen Studie führten zu einer positiven Stellungnahme der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und flossen jetzt in die Fachinformation ein [1].

Hamburg (22. Juni 2016) - In einer 12-wöchigen, multizentrischen, randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie wurden 340 erwachsene Schizophrenie-Patienten nach einem akuten Rückfall (Positive and Negative Syndrome Gesamtscore; PANSS; > 80) eingeschlossen. Sie erhielten entweder Aripiprazol-Depot (n=168) oder Placebo (n=172). Primärer Endpunkt war die Veränderung auf dem PANSS-Gesamtscore nach 10 Wochen. Als sekundäre Endpunkte wurden die Negativ- sowie Positiv-Symptome (PANSS-Subskalen), der klinische Gesamteindruck, das psychosoziale Funktionsniveau sowie die Symptomschwere (Clinical Global Impression – Severity Scale, CGI-S) erfasst. [2]

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Ambulante Psychotherapie

Strukturreform verbessert Zugangsmöglichkeiten und führt neue Versorgungselemente ein

Berlin (16. Juni 2016) – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag in Berlin eine Strukturreform der ambulanten Psychotherapie beschlossen. Mit den Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie werden neue Elemente in die Versorgung eingeführt, beispielsweise die psychotherapeutische Sprechstunde, die psychotherapeutische Akutbehandlung oder Maßnahmen zur Vermeidung von Rückfällen (Rezidivprophylaxe). Weitere Änderungen betreffen die Förderung der Gruppentherapie, die Bewilligung beziehungsweise Anzeige von Leistungen gegenüber den Krankenkassen und die Qualifikation von Gutachtern.

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