Pharmakologie

Weil jede Sekunde zähltNeue Dosisstärke von NovoSeven® ermöglicht vielen Hämophilie-Patienten noch raschere Blutungskontrolle

NovoSeven® 8 mg Durchstechflasche ab 1. März 2011 verfügbar

 

Wiesbaden (16. Februar 2011) - Ab März 2011 steht der rekombinante aktivierte Gerinnungsfaktor VII (rFVIIa, NovoSeven®) in einer zusätzlichen Durchstechflasche mit 8 mg zur Verfügung, wie das Unternehmen Novo Nordisk anlässlich eines Presse-Briefings im Rahmen des GTH-Kongresses 2011 mitteilte. Die neue Dosisstärke ermöglicht vielen Patienten mit Hämophilie A oder B mit Hemmkörpern eine erhebliche Zeitersparnis bei der Vorbereitung der Injektion und damit eine raschere Blutungskontrolle. Eine weitere Verbesserung: Die Haltbarkeitsdauer wurde auf drei Jahre verlängert. Dies erlaubt Patienten und Ärzten eine größere Flexibilität.

 

Rote-Hand-Brief zu Anemet® 100 mg i.v. Injektionslösung (Dolasetronmesilat): Verzicht auf Zulassung der intravenösen Formulierung aufgrund des Risikos von Arrhythmien

 

Berlin (10. Februar 2011) - Dolasetron ist ein selektiver Serotonin-(5-HT3-)Rezeptorantagonist. Die intravenöse Formulierung war bislang zugelassen zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen bei zytostatischer Chemotherapie einschließlich hoch dosierten Cisplatins.

 

Rückruf von Alkoholtupfern des Herstellers Triad Group, Inc.

 

Berlin (4. Februar 2011) - Die AkdÄ möchte über eine mögliche Kontamination von Alkoholtupfern, die von einem Hersteller stammen, aber verschiedenen Fertigarzneimittel beigefügt sind, informieren. Genaue Angaben zu allen Fertigarzneimitteln, denen diese Tupfer beigefügt sind, liegen der AkdÄ nicht vor. Die US-amerikanische FDA hatte am 6. Januar 2011 über einen Rückruf aller Alkoholtupfer des Herstellers Triad Group, Inc. aufgrund einer möglichen Kontamination mit Bacillus cereus informiert (1).

Nachgemeldete Fälle von Narkolepsie in zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung mit Pandemrix

 

Langen (1. Februar 2011) - Seit Oktober 2010 sind dem PEI weitere Verdachtsfälle von Narkolepsie nach Impfung mit Pandemrix gemeldet worden. Insgesamt erhielt das PEI bis zum 31.01.2011 acht Meldungen (sechs weibliche und zwei männliche Patienten). In einem Fall konnte durch weitere Untersuchungen die anfängliche Verdachtsdiagnose Narkolepsie nicht bestätigt werden. Das Mädchen erholte sich in der Zwischenzeit vollständig.

 

50 Jahre Nasivin . 50 Jahre Nasivin

 

Speyer (28. Januar 2011) - Das Jahr 1961 – Juri Gagarin erobert als erster Mensch den Weltraum, John F. Kennedy wird der jüngste Präsident der USA, J. Heinrich Matthaei und Marshall Warren Nirenberg entschlüsseln den genetischen Code – Dr. Wolfgang Fruhstorfer synthetisiert zusammen mit Dr. Helmut Müller-Calgan bei der Merck AG in Deutschland Oxymetazolin (OMZ) und erfindet damit das moderne α-Sympathomimetikum.

Rote-Hand-Brief:

octenisept® - Ödematöse Schwellungen und Gewebeschädigungen nach Wundspülungen unter Druck - Warnung vor nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch

 

Bonn (27. Januar 2011) - Die Schülke & Mayr GmbH hat davon Kenntnis erhalten, dass es nach Wundspülungen mit octenisept®, die unter Druck durchgeführt wurden, zu schmerzhaften persistierenden Ödemen gekommen ist. In einem Fall hatte sich nach einem Stoßtrauma im Bereich des Schambeines ein größeres Hämatom gebildet. Nach Inzidierung wurde der Wundraum unter Druck und ohne Abflusskontrolle mit octenisept® gespült, was offenbar Auslöser für die Ödembildung war.

 

Rote-Hand-Brief:

Novartis warnt vor erhöhtem Risiko einer eosinophilen Pneumonie unter Daptomycin (Cubicin®)

München (21. Januar 2011) - Nachdem die US-Zulassungsbehörde FDA bereits im August letzten Jahres in einer Drug Safety Mail auf entsprechende Sicherheitsbedenken unter Cubicin® hingewiesen hat, informiert nun das Pharmaunternehmen Novartis in Absprache mit der Europäischen Arzneimittelagentur EMA und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) offiziell in einem Rote-Hand-Brief über das erhöhte Risiko einer eosinophilen Pneumonie in Zusammenhang mit der Anwendung von Daptomycin.

 

Rücknahme des Antrags auf Genehmigung für das Inverkehrbringen von Ozespa (Briakinumab)

 

London, Großbritannien (20. Januar 2011) - Am 14. Januar 2011 teilte Abbott Laboratories Ltd. dem Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) offiziell mit, dass das Unternehmen seinen Antrag auf Genehmigung für das Inverkehrbringen von Ozespa zur Behandlung von Plaque-Psoriasis (Schuppenflechte, einer Erkrankung, die rote, schuppende Flecken auf der Haut verursacht) zurücknimmt.

FDA: Warnung vor Leberschäden unter Dronedaron

Stuttgart (17. Januar 2011) - In den USA sind unter Behandlung mit Dronedaron (Multaq®) zwei Fälle von akutem Leberversagen bekannt geworden, die eine Lebertransplantation erforderlich machten. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat dies zum Anlass genommen, vor dem Risiko schwerer Leberschäden unter dem Antiarrhythmikum zu warnen und angeordnet, die Produktinformationen zu ändern.

Medikamente und Gewalt

 

Nach einer US-Studie ist vor allem bei Antidepressiva, Amphetaminen, Schlafmitteln und Vareniclin zur Raucherentwöhnung eine erhöhte Neigung zur Gewalt festzustellen

 

Hannover (12. Januar 2011) - Der Zusammenhang von Gewalt mit Drogen- oder Medienkonsum wird gerne untersucht, im Schatten bleibt allerdings, wie dies bei der Vielzahl und Menge von Medikamenten ist, mit denen die Menschen behandelt werden. Dass gerade bei Psychopharmaka oder anderen psychoaktiven Medikamenten auch viele negative Auswirkungen auf das Verhalten zu vermuten sind, liegt auf der Hand. Dass ihre Einnahme Aggressionen auslösen kann, ist etwa bei Antidepressiva wie Prozac oder Ritalin bekannt. Systematisch untersucht auf ihre Auswirkung auf Gewalt wurden Medikamente und Medikamentengruppen aber noch nicht

 

roteHandRote-Hand-Brief zum Auftreten von venösen und arteriellen thromboembolischen Ereignissen im Zusammenhang mit Revlimid® (Lenalidomid)

 

Berlin (22. Dezember 2010) - Lenalidomid besitzt antineoplastische, antiangiogene, erythropoesestimulierende und immunmodulierende Eigenschaften. Es ist in Kombination mit Dexamethason zugelassen für die Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben.

 

roteHandRote-Hand-Brief zu möglichem Gehalt an Endotoxin in den Peritonealdialyse-Lösungen Dianeal®, Extraneal®, Nutrineal®

 

Berlin (20. Dezember 2010) - Der Hersteller informiert über erhöhte Endotoxin-Konzentrationen in Chargen der Peritonealdialyse-Lösungen Dianeal®, Extraneal® und Nutrineal® und dem damit verbundenen Risiko für das Auftreten einer aseptischen Peritonitis. Obwohl wahrscheinlich nur wenige Beutel betroffen sind, sei es nicht möglich zu ermitteln, um welche es sich handelt. Um den Bedarf weiter zu decken, werden alle betroffenen Chargen sukzessive zurückgenommen, sobald Ersatzchargen verfügbar sind (der Austausch wird voraussichtlich im März 2011 vollständig abgeschlossen sein).

 

Wechselwirkung antiretroviraler Substanzen:

Invirase® (Saquinavir) und Norvir® (Ritonavir) – Bewertung durch FDA und EMA

 

Martinsried (21. Oktober 2010) - Die Protease-Inhibitoren Invirase® (Saquinavir, Hersteller: Roche) und niedrigdosiertes Norvir® (Ritonavir, Hersteller: Abbott) werden zur Behandlung einer HIV-Infektion zusammen angewandt. Als Wechselwirkung kann es allerdings zu Veränderungen der elektrischen Aktivität des Herzens kommen, die zu Herzrhythmusstörungen (verlängerte QT- und PR-Intervalle) führen können. Diese Informationen werden in den USA durch die FDA künftig unter Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen, Gegenanzeigen und Pharmakologische Eigenschaften in der Packungsbeilage von Invirase® (Saquinavir) aufgenommen. Da potentiell schwerwiegende Torsades-de-pointes und Herzblock auftreten können, empfiehlt die FDA, besonders bei Patienten mit erhöhtem Risiko (bestehende Herzerkrankungen, Herzfrequenz- und -rhythmusprobleme) vor Beginn – und möglicherweise auch während - der Therapie ein Elektrokardiogramm durchzuführen.

Gonadotropin-Releasing-Hormon-(GnRH)-Agonisten:

Warnung der FDA

 

Martinsried (20. Oktober 2010) - Neue Informationen über ein erhöhtes Risiko von Diabetes und kardiovaskulären Ereignissen (Herzinfarkt, plötzlicher Herztod und Schlaganfall) werden in die Packungsbeilage ("drug label" der FDA) von Gonadotropin-Releasing-Hormon-(GnRH)-Agonisten unter den Abschnitt Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen in den USA aufgenommen. Mehrere von der FDA begutachtete Studien berichten von statistisch signifikanter (wenn auch geringer) Erhöhung des Risikos und veranlassten die FDA dazu, die Hersteller der entsprechenden Wirkstoffe darüber zu verständigen.

Abb. 1: Professor Dr. rer. nat. Hartmut Morck überreicht den Innovationspreis der Pharmazeutischen Zeitung 2010 an den Geschäftsführer der Firma Takeda, Herrn Konstantin von Alvensleben.Therapie des Osteosarkoms:

PZ Innovationspreis 2010 für Orphan Drug

 

München (9. Oktober 2010) -  Den 16. PZ Innovationspreis gewinnt in dieser Jahr ein Orphan Drug: Mepact® (Mifamurtid) überzeugte die siebenköpfige unabhängige Jury, weil mit dem Immunmodulator erstmals seit über 20 Jahren ein neues Medikament zur Behandlung des Osteosarkoms bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den deutschen Markt gekommen ist. Die Zusatztherapie mit Mepact® konnte in einer klinischen Studie die Gesamtüberlebensrate der jungen Patienten deutlich erhöhen. Anlässlich des Deutschen Apothekertages nahm Konstantin von Alvensleben, Geschäftsführer von Takeda Pharma, den Preis in München entgegen.

 

Drug Safety Mail

Mitteilung über Berichte von gastrointestinalen Perforationen im Zusammenhang mit der Gabe von Relistor®

 

Berlin (10. September 2010) - Relistor® (Wirkstoff Methylnaltrexoniumbromid) ist ein peripherer Opioidantagonist. Aufgrund der eingeschränkten Fähigkeit von Methylnaltrexoniumbromid, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, soll es an peripheren Geweben seine Wirkung entfalten ohne die opioidvermittelten analgetischen Effekte im zentralen Nervensystem zu beeinflussen. Relistor® wird subkutan verabreicht und ist zugelassen zur Behandlung einer opiodinduzierten Obstipation bei Patienten, die in fortgeschrittenen Krankheitsstadien eine palliative Behandlung erhalten und auf übliche Laxantien nicht ausreichend ansprechen.

 

AchtungAkdÄ Drug Safety Mail 2010-107

 

Weiterhin Spontanmeldungen über lebensbedrohliche Kreislaufreaktionen nach Off-label-Anwendung von Toluidinblau® zur Darstellung der ableitenden Harnwege

 

Berlin (24. August 2010) - Die AkdÄ hatte im Juli 2008 über fünf Fälle von schwerwiegenden Kreislaufreaktionen berichtet, die nach intravenöser Gabe von Toluidinblau® zur Darstellung der ableitenden Harnwege im Rahmen operativer Eingriffe aufgetreten waren (1). Toluidinblau® ist für diese Anwendung nicht zugelassen (Off-label-use) und wird offenbar eingesetzt, da andere Farbstoffe wie Methylenblau oder Indigocarmin in Deutschland derzeit nicht verfügbar sind.

Internationale Bündnisse für die Suche nach neuartigen Behandlungsansätzen

Johnson & Johnson baut Atemwegs-Pipeline aus

 

Neuss (17. August 2010) - Johnson & Johnson, Mutterkonzern der Janssen-Cilag GmbH, erwirbt das junge Unternehmen RespiVert, das auf die Erforschung und Entwicklung von Wirkstoffen für die Behandlung von schwerem Asthma, COPD und zystischer Fibrose spezialisiert ist. Für zwei vielversprechende Wirkstoffe aus dem Londoner Labor steht die präklinische Phase vor dem Abschluss. Darüber hinaus hat Johnson & Johnson ein Abkommen mit dem schwedischen Unternehmen Orexo abgeschlossen, das ebenfalls die Weiterentwicklung von Substanzen für neuartige Therapieoptionen bei chronischen Atemwegserkrankungen vorantreiben soll. Johnson & Johnson ist bereits mit drei Produkten im Atemwegsbereich auf dem deutschen Markt vertreten: mit INUVAIR® Mikrosol, der innovativen Fixkombination bei Asthma bronchiale, dem Antiallergikum Livocab® und Nicorette® zur Raucherentwöhnung.

 

Studie bestätigt Wirksamkeit von Neurodoron®

 

Schwäbisch Gmünd (12. August 2010) - Neurodoron® von Weleda ist ein sehr gut wirksames und verträgliches Arzneimittel bei der Behandlung von Patienten, die stressbedingt unter nervöser Erschöpfung und Burnout leiden. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Beobachtungsstudie mit 300 Patienten. Die Wirksamkeit beurteilten 84 % der Ärzte, 79 % der Patienten mit "sehr gut" oder „gut“. Die Verträglichkeit bewerteten 97 % der Ärzte und 96 % der Patienten mit „sehr gut“ oder „gut“. Folgende stressassoziierten Symptome ließen sich während der Anwendung  von Neurodoron® lindern: Psychische Symptome wie Antriebsschwäche, depressive Verstimmung, Konzentrationsschwäche, Nervosität, Reizbarkeit und Ruhelosigkeit.  Körperliche Symptome wie Blutdruckauffälligkeiten, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Rückenbeschwerden und Schlafstörungen. (Einsatz von Neurodoron® bei Patienten mit nervöser Erschöpfung aufgrund von Stress” von Claudia Rother und Jutta Oexle, veröffentlicht in „Der Merkurstab”, Heft 2, 2010).

Testosteron erhöht Muskelkraft aber auch Herz-Kreislaufrisiko

Sexualhormon bei älteren Männern vorsichtig einsetzen

 

Wiesbaden (11. August 2010) – Nehmen ältere Männer das Sexualhormon Testosteron ein, stärkt dies nicht nur die Muskeln, sondern birgt auch Gefahren für Herz und Kreislauf – bis hin zum Herzinfarkt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hin. Die sogenannte TOM-Studie (Testosterone in Older Men with Mobility Limitations) wurde wegen dieser alarmierenden Ergebnisse abgebrochen. Die DGIM betont deshalb, eine Testosteronbehandlung nur dann einzusetzen, wenn sie für Patienten unerlässlich ist. Insbesondere bei Männern mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko müssten Ärzte dies zuvor gründlich prüfen.

 

Rheumatologische und dermatologische Indikationen

Zehn Jahre Enbrel® - Ärzte und Patienten profitieren vom medizinischen Fortschritt

 

Berlin (8. Juli 2010) - Seit der Zulassung von Etanercept (Enbrel®) als erstes Biologic zur Behandlung der Rheumatoiden Arthritis und der Polyartikulären Juvenilen Idiopathischen Arthritis vor zehn Jahren hat sich die Behandlungssituation von Patienten mit entzündlich-rheumatischen und -dermatologischen Erkrankungen grundlegend verändert. Mit der Einführung des rekombinant hergestellten löslichen Tumor-Nekrose-Faktor alpha (TNF-α)-Rezeptors wurde erstmals ein vollständig neuer medikamentöser Therapieansatz verfügbar, der als hoch wirksame Ursachentherapie das Entzündungsmolekül TNF-α effektiv und zielgenau blockiert.(1,2) Im Rahmen einer Pressekonferenz aus Anlass der 10-jährigen Zulassung diskutierten führende Rheumatologen und Dermatologen darüber, wie die Einführung von Etanercept die Versorgungssituation von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen verbessern konnte und wie sich Therapieschemata und -ziele über die Jahre gewandelt haben. Anhand der Ergebnisse aus klinischen Studien, Registerdaten sowie eigenen Praxiserfahrungen machten die Experten deutlich, welche solide Datengrundlage zur Wirksamkeit und Verträglichkeit die Therapie mit Etanercept nach zehn Jahren stützt.

Jasmin als Valiumersatz

Unerwartete Wirkung von Düften

 

  • Betäubender Duft: Jasmin als Valiumersatz
  • RUB-Forscher entdecken unerwartete Wirkung von Düften
  • Effekt ist vergleichbar mit potenten Psychopharmaka

 

Bochum (8. Juli 2010) - Statt Schlaftablette oder Stimmungsaufheller könnte auch eine Nase Jasminduft aus Gardenia jasminoides helfen: Bochumer Forscher um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt haben in Kooperation mit Dr. Olga Sergeeva und Prof. Helmut Hass von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf entdeckt, dass die beiden Duftstoffe Vertacetal-coeur (VC) und die chemische Variante (PI24513) den gleichen molekularen Wirkmechanismus haben und genauso stark wirken wie die häufig verschriebenen Barbiturate oder das Propofol. Sie beruhigen, lösen Angst und fördern Schlaf. Die Forscher bekamen für ihre Entdeckung inzwischen das Patent erteilt. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe des Journal of Biological Chemistry (online).

Sifrol® Retard bei Morbus Parkinson:

EU-weite Zulassung für zwei neue Dosisstärken

Berlin (21. Juni 2010) - Zwei neue Dosierungen von Sifrol® Retardtabletten (Pramipexol) ermöglichen die Behandlung mit nur einer Tablette täglich und bieten Ärzten und Parkinson-Patienten eine noch bessere Anwendungsfreundlichkeit durch vereinfachte Dosisanpassung und reduzierte Tablettenlast.
Die Europäische Kommission hat die Marktzulassung für zwei neue Tablettenstärken (1,57 mg und 2,62 mg) von Sifrol® Retard (Pramipexol) mit verzögerter Wirkstofffreisetzung und einmal täglicher Anwendung zur Behandlung des idiopathischen Morbus Parkinson im frühen und fortgeschrittenen Krankheitsstadium erteilt.1 Die neu zugelassenen Dosierungen versetzen Patienten in die Lage, nur noch eine Sifrol® Retardtablette täglich einzunehmen. Dies kann die Therapietreue verstärken und die Lebensqualität von Parkinson-Patienten verbessern.

Universität Basel, Universitätsspital Basel und Roche gründen neues Forschungsnetzwerk für translationale Medizin

 

Basel, Schweiz (25. Mai 2010) - Die Universität Basel, das Universitätsspital Basel und Roche gaben heute die Gründung einer strategischen Allianz bekannt. Ihr Ziel ist es, ein Forschungsnetzwerk für translationale Medizin zu etablieren und Fortschritte der translationalen und personalisierten Medizin voranzutreiben. Der «Basel Translational Medicine Hub» soll das Verständnis der zellulären Mechanismen, die Krankheiten und ihrer Behandlung zugrunde liegen, erweitern, indem die medizinisch orientierte Grundlagenforschung und die klinische Forschung einander näher gebracht werden.

 

Medikamente mit Wirkstoff Bufexamac vom Markt

 

Berlin (5. Mai 2010) - Seit heute sind Medikamente mit dem Wirkstoff Bufexamac in Apotheken nicht mehr erhältlich. Sie wurden gegen Entzündungssymptome der Haut angewendet, zum Beispiel bei Neurodermitis oder chronischem Ekzem. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Zulassung Bufexamac-haltiger Arzneimittel heute widerrufen. Innerhalb weniger Stunden hat die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) alle Apotheken über diesen Rückruf informiert. Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer: "Patienten, die derzeit Bufexamac-haltige Arzneimittel anwenden, sollten mit ihrem Arzt oder Apotheker über mögliche Alternativen sprechen." 

 

Hormonspray macht Männer sensibler

 

Bonn (29. April 2010) - Darauf haben manche Frauen sicher gewartet: Das Neuropeptid Oxytocin verbessert bei Männern die Fähigkeit, sich emotional in ihre Mitmenschen hineinzuversetzen. Die Substanz sensibilisiert zudem für so genannte „soziale Verstärker“ wie lobende oder tadelnde Gesichter. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn und des Babraham-Instituts Cambridge, die jetzt im Journal of Neuroscience erschienen ist (doi: 10.1523/JNEUROSCI.5538-09.2010).