Pharmakologie

Boehringer Ingelheim übernimmt Actimis Pharmaceuticals

Ingelheim (17. Juni 2008) - Die Boehringer Ingelheim GmbH gab heute eine Vereinbarung über die Akquisition von Actimis Pharmaceuticals, Inc., ein biopharmazeutisches Privatunternehmen mit Sitz in San Diego (Kalifornien), USA, bekannt. Der Unternehmenskauf wird in Form einer strukturierten Übernahme erfolgen. Dabei erwirbt Boehringer Ingelheim, abhängig von der Erfüllung mehrerer aufeinander folgender Meilensteine mit dem führenden Asthma-Wirkstoffkandidaten AP768, von Actimis Unternehmensanteile. Wenn AP768, das sich zurzeit in der Phase I der klinischen Entwicklung befindet, erfolgreich in die Phase III weiterentwickelt werden kann, wird Boehringer Ingelheim 100 Prozent der Actimis-Anteile besitzen. Nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Entwicklungsprogramms wird sich der Gesamtwert der Transaktion auf 515 Millionen US-Dollar belaufen. Weitere finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.

Paul Ehrlichs Zauberkugeln in der modernen Krebsforschung

Chemotherapeutika der Zukunft werden mehrere "Sprengköpfe" haben

 

Frankfurt am Main (18. Juni 2008) - Medikamente zu entwickeln, die gegen spezifische Zielstrukturen von Krankheitserregern oder Krebszellen gerichtet sind, ohne die gesunden Organe des Körpers zu schädigen, das war das Konzept von Paul Ehrlichs "Zauberkugeln". 100 Jahre später ist dies immer noch das beherrschende Paradigma chemotherapeutischer Forschung. Wie Ehrlichs revolutionäre Ideen die Entwicklung von Wirkstoffen gegen Krebs beeinflusst haben und wie die Chemotherapeutika der Zukunft aussehen könnten, beschreibt der Krebsforscher Prof. Klaus Strebhardt von der Universitätsklinik Frankfurt in der Fachzeitschrift "Nature". Die Chemotherapeutika der Zukunft, so schreibt er, sollten in der Lage sein, mehrere Krebsgene oder ihre Produkte gleichzeitig anzugreifen.

Internationalen Versammlung der Biotechnology Industry Organization (BIO) 2008

Sanofi-Aventis: drei neue therapeutische Antikörper und sechs neue Impfstoffe

 

San Diego/Kalifornien (17. Juni 2008) - Sanofi-aventis hat heute anlässlich der Internationalen Versammlung der Biotechnology Industry Organization (BIO) 2008 mitgeteilt, dass drei neue therapeutische Antikörper und sechs neue Impfstoffe aus Vereinbarungen hervorgegangen sind, die im Laufe des vergangenen Jahres unterzeichnet wurden.

Die therapeutischen Antikörper sind auf Entzündungsprozesse oder onkologische Indikationen ausgerichtet. Die neuen Impfstoffe sollen durch die Bekämpfung gefährlicher Infektionskrankheiten wie Malaria, Tuberkulose, Tollwut, Japan-Enzephalitis, West-Nil-Virusinfektionen und pandemische Influenza  zur Verbesserung der Weltgesundheit beitragen. Mit diesen neun wichtigen Vereinbarungen sind sanofi-aventis und sein Impfstoffbereich sanofi-pasteur aktive Partner von Biotechnologie-Unternehmen bei der Entwicklung von Molekülen und Impfstoffen für die Zukunft. Sanofi-aventis und sanofi-pasteur engagieren sich bereits in Forschungs- und Entwicklungs-Partnerschaften mit großen Universitäten, Forschungsinstituten, staatlichen Einrichtungen und Contract Research Organizations.

BundesMinisterium für Gesundheit

Strategie zum Eindämmen von Antibiotika-Resistenzen vorgestellt

 

Berlin (17. Juni 2008) - Das Bundesministerium für Gesundheit hat heute den Entwurf einer Strategie zur Erkennung, Prävention und Kontrolle von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland vorgestellt. Zentrales Ziel dieser Strategie ist die Eindämmung von antimikrobiellen Resistenzen. An der Veranstaltung im Langenbeck-Virchow-Haus in Berlin nahmen Vertreter der Länder, Ärzteschaft, Krankenkassen, Krankenhäuser sowie Verbände und Fachgesellschaften teil.

Kongresse der ASCO und EHA

Neue Studienergebnisse zu Lenalidomid (Revlimid®) beim multiplen Myelom und aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen vorgestellt

Azacytidin (Vidaza®) mit deutlichem klinischen Benefit bei myelodysplastischen Syndromen mit hohem Risiko

 

München (16. Juni 2008) – Daten, die auf den diesjährigen Kongressen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago und der European Hematology Association (EHA) in Kopenhagen vorgestellt wurden, belegen erneut die Wirksamkeit von Lenalidomid (Revlimid®) in der Therapie des multiplen Myeloms (MM) und aggressiv wachsender Non-Hodgkin-Lymphome (NHL). So ermöglicht die fortgesetzte Therapie mit Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason (DEX) bei therapienaiven MM-Patienten ein 2-Jahres-Gesamtüberleben, das dem von Patienten mit autologer Stammzelltransplantation entspricht. Weitere Ergebnisse zeigen, dass eine Monotherapie mit Lenalidomid bei Patienten mit rezidivierenden oder therapierefraktären aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL) wirksam ist. Neue Studiendaten zu Azacytidin (Vidaza®) bei myelodysplastischen Syndromen (MDS) belegen eine signifikante Verlängerung des Gesamtüberlebens durch den demethylierenden Wirkstoff.