Pharmakologie

Prävention von Venenthrombosen nach Hüftgelenkersatzoperationen:

The Lancet veröffentlicht Phase-III-Ergebnisse mit Rivaroxaban

 

Phase III-Studie untersuchte über 2.500 Patienten nach Hüftgelenkersatzoperation

Fünfwöchige Prophylaxe mit Rivaroxaban im Vergleich zu zweiwöchiger Therapie mit Enoxaparin

Verlängerte Prophylaxe mit Rivaroxaban signifikant wirksamer bei vergleichbaren Blutungsraten

 

Berlin (25. Juni 2008) – The Lancet hat heute Ergebnisse einer Phase-III-Studie (RECORD2) mit dem Gerinnungs-Hemmer Rivaroxaban (Xarelto®) veröffentlicht. Die Untersuchungen zeigen, dass eine verlängerte Therapie mit einmal täglich als Tablette verabreichtem Rivaroxaban der Häufigkeit von Thrombosen bei Patienten nach einer Hüftgelenkersatzoperation signifikant wirksamer vorbeugt, als eine kürzere Gabe von injiziertem Enoxaparin. Die fünfwöchige Rivaroxaban-Therapie zeigte trotz längerer Einnahme eine vergleichbare Blutungsrate mit der zweiwöchigen Enoxaparin-Behandlung.

IQWiG Methodenentwurf Kosten-Nutzen-Bewertung

Stellungnahme Novartis Pharma GmbH

 

Nürnberg (24. Juni 2008) – Präambel: Die Novartis Pharma GmbH ist sich als forschendes Pharma-Unternehmen der Verantwortung für die Finanzierbarkeit des deutschen Gesundheitssystems bewusst. Wir sind deshalb auch bereit, uns Kosten-Nutzen-Bewertungen zu stellen und diese konstruktiv zu begleiten, wenn sie fair und transparent erfolgen. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die Kriterien nach denen Nutzen gemessen und Kosten bewertet werden, worauf wir in der nachfolgenden Stellungnahme zur Kosten-Nutzen-Methodik des IQWiG im Detail eingehen möchten.

Jubiläum für ersten NNRTI im europäischen Markt:

Viramune® wird zehn Jahre alt

 

Ingelheim (23. Juni 2008) - Anfang des Jahres 1998 erhielt das Aids-Medikament Viramune® (Nevirapin) von Boehringer Ingelheim als erstes Präparat einer neuen Arzneimittelklasse - den NNRTI - die europaweite Zulassung. Die Einführung der nicht nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) als dritte antiretrovirale Wirkstoffklasse vor zehn Jahren war ein wichtiger Schritt in der Verbesserung der HIV/Aids-Therapie.

Vielversprechender Wirkstoff ohne Wirkung?

Studie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg:
Rückenschmerz und Bewegungsfähigkeit unabhängig von Entzündungsbotenstoff


Heidelberg (23. Juni 2008) - Die Hoffnung auf eine neue Gruppe von Wirkstoffen gegen Rückenschmerz ist durch das Ergebnis einer Studie an der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg getrübt worden: Der körpereigene Entzündungsbotenstoff TNF-alpha hat - anders als bisher angenommen - vermutlich keinen Einfluss auf Schmerzen und Bewegungsfähigkeit. In internationalen Expertenkreisen hatte man bislang große Hoffnungen in die Therapie mit neuen biologischen Wirkstoffen gesetzt, die den Botenstoff hemmen. Die Heidelberger Ergebnisse, die im renommierten Fachmagazin "The Clinical Journal of Pain" veröffentlicht wurden, stellen nun die Behandlungsoption mit dem Wirkstoff TNF-alpha-Blocker in Frage.

Befehl zum Selbstmord abgelehnt: 

Warum Tumorzellen resistent werden

 

Heidelberg (20. Juni 2008) - Bei irreparablen Erbgutschäden leiten Zellen normalerweise den programmierten Zelltod, die Apoptose ein. Bei Tumorzellen versagt dieser Mechanismus jedoch häufig, was dazu führt, dass sich entartete Zellen vermehren und im Körper ausbreiten können. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum entdeckten nun, worauf dieses Versagen zurückzuführen sein könnte: Tumorzellen bauen ein Protein, das die Apoptose bei Erbgutschäden auslöst, einfach ab. Eine Blockade dieses Proteinabbaus könnte die Apoptose wieder in Gang bringen und damit die Wirksamkeit von Strahlen- oder Chemotherapie verbessern. Ihre Arbeiten haben die Forscher jetzt in Nature Cell Biology veröffentlicht.