Pharmakologie

Informationsbrief zu Acitretin und Teratogenität

Verlängerung des Kontrazeptionszeitraumes und des Blutspendeverbots nach Therapieende

Bonn (8. November 2016) - In ihrem Informationsbrief, der im Zusammenhang mit aktualisiertem Schulungsmaterial veröffentlicht wird, weisen die Firmen Dermapharm und Puren Pharma auf folgende Änderungen hin:

Rote-Hand-Brief zu Otezla® (Apremilast)

Neue wichtige Hinweise zu Suizidgedanken und suizidalem Verhalten

Bonn (8. November 2016) - Die Firma Celgene GmbH informiert darüber, dass gelegentliche Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten (mit oder ohne Depression in der Anamnese) in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet wurden. Fälle von vollendetem Suizid wurden nach Markteinführung bei Patienten, die mit Apremilast behandelt wurden, berichtet. Bei Patienten mit anamnestisch bekannten psychiatrischen Symptomen oder Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die wahrscheinlich psychiatrische Symptome verursachen, ist der Nutzen der Behandlung mit Apremilast sorgfältig gegen die Risiken abzuwägen.

Symposium im Rahmen der DGA-Jahrestagung 2016

Edoxaban – Fakten und Ausblicke

Dresden (9. September 2016) – Die Nicht-VKA oralen Antikoagulanzien (NOAKs) haben die gerinnungshemmende Therapie in der Praxis erheblich vereinfacht und gleichzeitig sicherer gemacht. Eine präspezifizierte Subanalyse der großen Hokusai-VTE-Studie bei Patienten mit venöser Thromboembolie (VTE), deren Dosis auf 30 mg Edoxaban reduziert wurde*, zeigt besondere Sicherheitsvorteile des Faktor-Xa-Inhibitors LIXIANA® (Edoxaban) gegenüber Warfarin.1,2 Aktuell wird Edoxaban bei Krebspatienten mit tumorassoziierten VTE untersucht.3 „Die orale Antikoagulation bleibt spannend“, betonte Prof. Dr. Ulrich Hoffmann, München, Chairman des Symposiums** „Edoxaban – Fakten und Ausblicke“, das im Rahmen der DGA-Jahrestagung 2016 in Dresden stattfand.

Europaweite Kampagne soll Patientinnen und Patienten sensibilisieren

Nebenwirkungen von Arzneimitteln melden

Langen (7. November 2016) - In einer gemeinsamen Kampagne fordern alle europäischen Arzneimittel­behörden derzeit Patientinnen und Patienten dazu auf, ihnen verstärkt Verdachtsfälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) zu melden. In Deutschland werden diese Meldungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, bearbeitet. Beide Bundesinstitute weisen Patientinnen und Patienten ausdrücklich darauf hin, dass sie Verdachtsfälle auf Arzneimittel­nebenwirkungen beziehungsweise Impfkomplikationen auch eigenständig und direkt an die Behörden melden können.

novartis_logo.Adult Onset Still’s Disease (AOSD)

Neue Therapieperspektiven mit Canakinumab (Ilaris®)

  • Adult Onset Still‘s Disease (AOSD): seltene autoinflammatorische Erkrankung mit zentraler Bedeutung des Botenstoffs Interleukin-1β (IL-1β) in der Pathogenese.1
  • Canakinumab (Ilaris®): Zulassung als erste gezielte Therapie für AOSD-Patienten, die unzureichend auf NSAR und systemische Kortikosteroide ansprechen.1–5

Frankfurt am Main (1. September 2016) – Still’s Disease des Erwachsenen, auch Adult Onset Still’s Disease (AOSD) genannt, tritt mit jährlich nur etwa 1 bis 3 neuen Patienten pro 1 Million Einwohner sehr selten auf.2,7 Dennoch bedeutet die autoinflammatorische Erkrankung eine hohe Belastung für die Betroffenen. Hinter der vielfältigen Symptomatik steckt eine hochgradig gesteigerte Entzündungsreaktion, ausgelöst durch das angeborene Immunsystem. Eine Schlüssel­rolle kommt dabei dem Botenstoff Interleukin-1beta (IL-1β) zu.1 Für Patienten, bei denen die bisherigen Standardtherapien nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) und Kortikosteroide nicht ausreichend wirksam sind, gab es bisher keine zugelassene Therapie.1,2,3 Diese Versorgungslücke schloss die Europäische Kommission nun mit der Zulassungs­erweiterung für Canakinumab (Ilaris®) für Adult Onset Still’s Disease (AOSD).4,5 „Mit Ilaris® steht nun endlich die erste zielgerichtete und nebenwirkungsarme AOSD-Therapie zur Verfügung“, erklärte PD Dr. Eugen Feist, Charité Berlin.