Pharmakologie

Gemeinsamer Bundesausschuss veröffentlicht die Nutzenbewertung für Galafold® (Migalastat) bei Morbus Fabry

Mit Migalastat hat erstmals seit Inkrafttreten des AMNOG eine Therapie zur Behandlung der Fabry-Krankheit die frühe Nutzenbewertung durchlaufen

München (1. Dezember 2016) – Amicus Therapeutics (Nasdaq: FOLD), ein führendes Biotechnologie-Unternehmen im Bereich der seltenen Erkrankungen, gab heute bekannt, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Bewertung des Zusatznutzens von Galafold® (Migalastat) abgeschlossen und veröffentlicht hat. Der Zusatznutzen des oral einzusetzenden Chaperons Migalastat wurde für die Langzeitbehandlung von Erwachsenen und Jugendlichen ab 16 Jahren mit bestätigter Diagnose der Fabry-Krankheit und bestimmten ansprechenden Mutationen geprüft. Mit Migalastat hat erstmals seit Inkrafttreten des Arzneimittelneuordnungsgesetzes (AMNOG) im Jahr 2011 eine Therapie zur Behandlung der Fabry-Krankheit das Verfahren der frühen Nutzenbewertung durchlaufen.

Rote-Hand-Brief zu levetiracetamhaltigen Lösungen zum Einnehmen

Risiko einer Überdosierung durch Medikationsfehler

Bonn (21. November 2016) - Bei der Verabreichung von Levetiracetamlösung (100 mg/ml) zum Einnehmen war es in mehreren Fällen zu einer versehentlichen, bis zu zehnfachen Überdosierung, insbesondere bei Kindern im Alter bis zu elf Jahren gekommen. Als wichtige Ursache wurde die Verwendung einer falschen Dosiervorrichtung identifiziert. Überdosierung von Levetiracetam kann zu herabgesetztem Bewusstsein, Atemdepression und Koma führen. Der Rote-Hand-Brief macht auf die Notwendigkeit der sorgfältigen Verordnungs-, Abgabe- und Anwendungspraxis aufmerksam.

Informationsbrief zu Acitretin und Teratogenität

Verlängerung des Kontrazeptionszeitraumes und des Blutspendeverbots nach Therapieende

Bonn (8. November 2016) - In ihrem Informationsbrief, der im Zusammenhang mit aktualisiertem Schulungsmaterial veröffentlicht wird, weisen die Firmen Dermapharm und Puren Pharma auf folgende Änderungen hin:

Rote-Hand-Brief zu Revlimid® (Lenalidomid)

Neuer wichtiger Hinweis zur Reaktivierung von Virusinfektionen

 

Bonn (8. November 2016) - Die Firma Celgene GmbH informiert darüber, dass Fälle von Virus-Reaktivierung nach der Behandlung mit Lenalidomid berichtet wurden, insbesondere bei Patienten, die zuvor mit Herpes-Zoster- oder Hepatitis-B-Viren (HBV) infiziert worden waren. Bei einigen Fällen führte die HBV-Reaktivierung zu einem akuten Leberversagen und zum Tod. Der HBV-Status ist vor Beginn der Behandlung mit Lenalidomid abzuklären.

 

Rote-Hand-Brief zu Otezla® (Apremilast)

Neue wichtige Hinweise zu Suizidgedanken und suizidalem Verhalten

Bonn (8. November 2016) - Die Firma Celgene GmbH informiert darüber, dass gelegentliche Fälle von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten (mit oder ohne Depression in der Anamnese) in klinischen Studien und nach Markteinführung berichtet wurden. Fälle von vollendetem Suizid wurden nach Markteinführung bei Patienten, die mit Apremilast behandelt wurden, berichtet. Bei Patienten mit anamnestisch bekannten psychiatrischen Symptomen oder Patienten, die Arzneimittel einnehmen, die wahrscheinlich psychiatrische Symptome verursachen, ist der Nutzen der Behandlung mit Apremilast sorgfältig gegen die Risiken abzuwägen.