Pflege

Fachgesellschaft, Akademie und Bundesverband schließen sich zusammen

Gemeinsam Ernährungsmedizin stärken und ausbauen

Berlin (13. Februar 2019) – Wissenschaftliche Studien belegen, dass eine gezielte Ernährungsintervention bei vielen Erkrankungen genauso wichtig ist wie die verordneten Medikamente. Doch in Deutschland ist die Ernährungsmedizin noch immer nicht ausreichend in Ausbildung, Klinik und Praxis verankert. Der Bundesverband Deutscher Ernährungsmedizin e.V. (BDEM), die Deutsche Akademie für Ernährungsmedizin e.V. (DAEM) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) haben deshalb einen Vertrag geschlossen, der eine engere Zusammenarbeit in allen wissenschaftlichen, fortbildungsrelevanten und berufspolitischen Belangen der Ernährungsmedizin ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam die Ernährungsmedizin als Fachgebiet weiterzuentwickeln und dabei insbesondere Forschung, Therapie und Prävention zu fördern.

109. Aachener Hospizgespraech109. Aachener Hospizgespräch

Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerke müssen nicht nur flächendeckend etabliert und finanziert, sondern auch klar definiert werden!

Aachen/Stolberg (2. Februar 2019) - Im Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD für die 19. Legislaturperiode heißt es beim Kapitel ‚Gesundheit und Pflege‘: „Wir werden die Hospiz- und Palliativversorgung weiter stärken, insbesondere durch Kostenübernahme für die Koordination von Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerken sowie durch Verbesserungen bei der Versorgung von Kindern und in Altenpflegeeinrichtungen.“ Was aber bedeutet diese Ankündigung konkret? Wie sollen solche Netzwerke arbeiten, welchen Auftrag und welchen Rahmen haben sie? Wie können Krankenhäuser und Alteneinrichtungen in eine solche Vernetzung integriert werden? Wie kann man das, was eine regionale Koordinierungsstelle leistet, finanziell abbilden, und wer ist der Kostenträger? Mit solchen und vielen weiteren Fragen beschäftigte sich das 109. Aachener Hospizgespräch, ein bundesweiter Kongress mit ca. 300 Teilnehmern aus dem In- und Ausland.

Gemeinsame Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)

Narkosezwischenfälle durch Fehlkonnektion von Beatmungsschläuchen

Bonn (29. Januar 2019) - Dem BfArM sind Risikomeldungen bekannt geworden, bei denen Patientinnen und Patienten im Rahmen einer Narkoseeinleitung zu Schaden gekommen sind. In einigen Fällen konnten Fehler im Bereich der Konnektion der Beatmungsschläuche als Ursache ermittelt werden, die nicht bzw. zu spät als solche erkannt wurden und eine Beatmung der Patientin / des Patienten verhindert haben. Konstruktive Möglichkeiten zur Risikominimierung im Bereich der Beatmungsschläuche werden derzeit - unter anderem auf normativer Ebene mit Beteiligung des BfArM und der DGAI - diskutiert.

Als Prophylaxe erfolgreich, wenn andere medikamentöse Therapien ausgeschöpft sind

Erenumab bei Migräne:
Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen für bestimmte Patienten

Köln (1. Februar 2019) - Mit Erenumab kam im November 2018 das erste Medikament einer neuen Wirkstoffklasse zur Prophylaxe von Migräne auf den deutschen Markt. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun untersucht, ob Erenumab einen Zusatznutzen bietet. Wie die vom Hersteller vorgelegten Daten zeigen, kann Erenumab bei jenen Patientinnen und Patienten die Belastung durch Migräne verringern, bei denen andere, bisher zur Prophylaxe eingesetzte Arzneistoffe versagten oder nicht infrage kamen.

Studie Pflege in anderen LaendernStudie

Pflege in anderen Ländern – Vom Ausland lernen?

München (29. Januar 2019) - In einer Studie im Auftrag der Stiftung Münch wurde unter der Leitung von Professor Michael Ewers, Direktor des Instituts für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Situation der Pflege in Großbritannien, den Niederlanden, Schweden und Kanada untersucht. Alle betrachteten Länder haben mit Deutschland vergleichbare Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften und bei der Sicherung der pflegerischen Versorgung bei zugleich wachsendem Bedarf in allen Versorgungsbereichen.