Pflege

Präventionsangebot

Internetsucht erstmals signifikant reduziert

Heidelberg (16. November 2018) - Wissenschaftlerinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben ein Programm entwickelt, das die Internet- und Computerspielabhängigkeit bei Jugendlichen erstmals signifikant reduziert. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler den funktionalen Umgang mit Alltagsproblemen und werden befähigt, technische Medien kritisch zu beurteilen. Das Programm wird von der Dietmar Hopp Stiftung gefördert und von zahlreichen Einrichtungen und Organisationen der Metropolregion Rhein-Neckar unterstützt. Das Team um Junior-Professorin Dr. Katajun Lindenberg plant, ihr Präventionsangebot weiter auszubauen und Betroffenen schneller Zugang zu Unterstützungsmaßnahmen zu ermöglichen.

Universität Witten/Herdecke entwickelt Masterstudiengang bis 2020:

Neuer Studiengang für neues Berufsbild: Community Health Nursing

Witten/Herdecke (15. November 2018) - Wer auf dem Land oder in benachteiligten Stadtquartieren krank wird, hat derzeit in Deutschland ein Problem: Kein Arzt in Sicht und wenn, dann quillt das Wartezimmer über. Und wenn man dann auch nicht mehr der/die Jüngste ist, werden lange Wege wegen der oft ausgedünnten fahrenden Busse und Bahnen zur Odyssee. Länder wie Finnland und Kanada haben das Problem schon länger und darum auch eine Lösung: Community Health Nursing. Gut ausgebildete Pflegekräfte sind direkt vor Ort und übernehmen einfache ärztliche Tätigkeiten, managen die Erkrankungen, beraten die Patienten und erleichtern den Alltag mit chronischen oder psychischen Erkrankungen.

Digitalisierung im Mittelpunkt der Diabetes Herbsttagung

Verbesserte Blutzuckereinstellung mit „Closed Loop“-Systemen

Wiesbaden (13. November 2018) – Die 12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und die 34. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) ging am 10. November mit rund 3800 Teilnehmern erfolgreich zu Ende. Ein Schwerpunktthema waren digitale Technologien, die das Leben der Menschen mit Diabetes erleichtern und immer neue Möglichkeiten für mehr Lebensqualität schaffen. Das gilt insbesondere für Typ-1-Diabetes, woran mehr als 300 000 Erwachsene und circa 32 000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Deutschland leiden (1). Inzwischen nutzen viele Patienten in ihrem Alltag digitale Unterstützung in Form spezieller Diabetes-Apps sowie technischer Innovationen wie Insulinpumpen und Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung. Noch in diesem Jahr soll in Europa das erste „Hybrid Closed Loop“-System, das Blutzuckermessungen und notwendige Insulingaben weitestgehend automatisch steuert, verfügbar sein.

Mehr als zwei Millionen Behandlungsfälle auf Intensivstationen

Individuelle Ernährungstherapie kann Prognose verbessern

Berlin (15. November 2018) – Bei Störungen lebenswichtiger Körperfunktionen müssen Patienten auf einer Intensivstation überwacht und behandelt werden. Laut dem Statistischen Bundesamt gab es im Jahr 2017 in deutschen Krankenhäusern mehr als 2,13 Millionen intensivmedizinische Behandlungsfälle, wobei meistens eine akute Infektion den Organfunktionsstörungen zugrunde lag (1). Da sich unter diesen Bedingungen der Ernährungszustand der meisten Patienten und so auch ihre Prognose verschlechtert, kommt der Ernährung im Rahmen der intensivmedizinischen Behandlung eine zentrale Rolle zu. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e.V. (DGEM) gibt Ärzten in ihrer aktualisierten Leitlinie „Klinische Ernährung in der Intensivmedizin“ Empfehlungen zur Ernährungstherapie kritisch kranker Patienten.

Herbsttagung der DDG: Hautveränderungen bei Diabetes – nur ein kosmetisches Problem?

Insulintherapie mit Liprolog® 200:
Spritzlast reduzieren und Lipohypertrophien vermeiden

Wiesbaden (10. November 2018) - Lipohypertrophien sind eine häufige Komplikation an Injektionsstellen bei insulinpflichtigen Diabetikern.  Neben einem richtigen Spritzmanagement, das die Einhaltung empfohlener Rotationsschemata berücksichtigt, kann die Verwendung eines hochkonzentrierten Mahlzeiteninsulins wie z. B. Liprolog® 200 Einheiten/ml KwikPen+ eine weitere Präventionsmaßnahme zur Vermeidung von Lipohypertrophien sein, betonten Experten auf einem Symposium der BERLINCHEMIE AG, anlässlich der Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft.