Pflege

Erste große Digitalisierungsstudie in Deutschland zeigt:

integriertes Personalisiertes Diabetes Management sorgt
für bessere Therapieergebnisse und gesteigerte Behandlungszufriedenheit

Mannheim (8. Mai 2018) – Ein diagnostisches Konzept – fast so wirksam wie eine medikamentöse Therapie: integriertes Personalisiertes Diabetes Management (iPDM) verbessert die Therapieergebnisse von Menschen mit insulinbehandeltem Typ-2-Diabetes durch einen strukturierten, personalisiserten und mit digitalen Lösungen unterstützten Prozess. Das konnte das PDM-ProValue Studienprogramm – die erste große Digitalisierungsstudie in Deutschland – nachweisen. Neben einer deutlichen Reduzierung des HbA1c-Wertes (0,5 %, p < 0,0001)(1) zeigten iPDM weitere positive Effekte: Das Konzept führt zu häufigeren Therapieanpassungen, einer höheren individuellen Adhärenz der Patienten und im Ergebnis zu mehr Zufriedenheit bei Ärzten und Patienten.(2) Die guten Ergebnisse der Studie sind vor allem auf die Kombination aus strukturierten personalisierten Abläufen und sinnvollen digitalen Lösungen zurückzuführen. Diese Verknüpfung ermöglicht durch die übersichtliche Nutzung von Daten mehr Zeit für das Arzt-Patienten-Gespräch und führt so zu einer verbesserten Kommunikation.

Pulmonal arterielle Hypertonie (PAH)

„Go for Green“: Für jeden PAH-Patienten die passende Therapie

Berlin (4. Mai 2018) – Erhält jeder PAH-Patient entsprechend seinem Krankheitsstadium die passende Therapie? „Die Möglichkeiten dazu haben wir durch ein breites Portfolio miteinander kombinierbarer Medikamente und der in den Leitlinien [1] empfohlenen Risikostratifizierung“, beantwortet Prof. Dr. Stephan Rosenkranz, Köln, die Frage anlässlich des Presse-Dinners im Rahmen des 14. Actelion P(A)H-Forums in Berlin. Bei der Risikostratifizierung werden die Patienten entweder dem Niedrigrisikobereich, dem Intermediärrisikobereich oder dem Hochrisikobereich (Abb. 1) zugeordnet. Damit lässt sich die Prognose einschätzen und die Therapie mit dem Ziel planen, den Patienten in den grün symbolisierten Niedrigrisikobereich zu führen oder zu halten. Ist damit also alles im grünen Bereich bei der PAH?

Magnetresonanz-gesteuerter, hoch fokussierter Ultraschall

Deutschlandweit erstes Gerät für hoch fokussierten Ultraschall bei Tremor und Parkinson

Bonn (11. April 2018) - Das Universitätsklinikum Bonn hat ein System zur Anwendung von Magnetresonanz(MR)-gesteuertem, hoch fokussiertem Ultraschall (MRgFUS) innerhalb des Schädels in Betrieb genommen. Mit dem neuen Verfahren lässt sich Tremor gezielt und nicht-invasiv behandeln. Es ist in Deutschland das erste Gerät dieser Art. Wer unter einem schweren therapieresistenten essentiellen Tremor oder Parkinson-Tremor leidet, kann sich in Bonn mit dieser Methode behandeln lassen. Für eine deutschlandweit erste Studie sind Patienten mit ausgeprägtem Tremor gesucht, die auf verschiedene Therapiemethoden nicht angesprochen haben. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Verfahren mit mehr als 1 Million Euro.

5 vor 12

Dem kardiovaskulären Tod bei Typ-2-Diabetes entgegenwirken

  • Fast die Hälfte aller Menschen mit Typ-2-Diabetes in Deutschland hat eine vaskuläre Erkrankung. *,1,2 Trotz üblicher antidiabetischer und kardiovaskulärer Therapie haben diese Patienten ein hohes kardiovaskuläres Risiko. 3,4,5
  • Durch Zusammenarbeit verschiedener Fachgruppen können Ärzte das kardiovaskuläre Risiko angehen.
  • Empagliflozin (Jardiance®) kann zum kardiovaskulären Schutz von Patienten mit Typ-2-Diabetes und diabetes-assoziierter Gefäßerkrankung beitragen.†,6,7

Ingelheim und Bad Homburg (17. April 2018) – Es ist 5 vor 12: Noch immer stirbt etwa jeder zweite Patient mit Typ-2-Diabetes an einer vaskulären Erkrankung.8 Besonders gefährdet sind Typ-2-Diabetiker mit koronarer Herzkrankheit (KHK), peripherer arterieller Verschlusserkrankung (pAVK), Myokardinfarkt oder Schlaganfall in der Historie – trotz praxisüblicher antidiabetischer und kardiovaskulärer Therapie.‡,3,4 Es ist höchste Zeit zu handeln – so der Konsens von Experten unterschiedlicher Fachrichtungen bei einem interdisziplinären Pressegespräch von Boehringer Ingelheim und Lilly in Mannheim.

Pulmonal arterielle Hypertonie

Frühere Diagnose und gezielte Therapie sind gefragt

Mannheim (5. April 2018) - Obwohl heute eine ganze Reihe wirksamer und spezifischer PAH-Medikamente ver­fügbar sind, wird die PAH immer noch zu spät diagnostiziert (in Funktionsklasse III oder IV [1]) und therapiert. Dies limi­tiert die Patien­ten hinsicht­lich ihrer Lebens­zeit und -qualität unnötig, wie Experten beim Acte­lion-Symposiums im Rahmen des 84. DGK-Kongress am 5. April 2018 in Mann­heim betonten. Prof. Dirk Skowasch, Bonn, PD Dr. med. Christian Opitz, Berlin und Prof. Dr. med. Stephan Rosenkranz, Köln erläuter­ten Ursachen und Lösungsansätze, um PAH-Patienten schneller einer gezielten Therapie zuzuführen. „Wir sehen heute andere Phä­no­typen, Patienten sind anders als noch vor 20 Jahren,“ so Skowasch. Bei dem schwer objektivierbaren Symptom Dys­pnoe gelte es genauer hinzuschauen und ggf. eine entsprechende Differenzialdiagnostik in einem PH-Zentrum durchzuführen.