Pflege

Supportivtherapie in der Onkologie

Wunschdenken und Wirklichkeit

 

Von Prof. Dr. Petra Feyer

 

Leipzig (6. November 2006) - Supportive Maßnahmen sind wesentliche Bestandteile der Behandlungskonzepte in der Tumortherapie. Krankheitsspezifische Tumortherapien sollten immer durch eine symptomorientierte Begleittherapie unterstützt oder ergänzt werden. Mögliche Nebenwirkungen der Therapieverfahren sollten prophylaktisch vermieden, gemildert oder behandelt werden. Ohne Supportivtherapie sind Chemotherapie, intensivierte Chemotherapie, Immuntherapie oder Antikörpertherapie sowie auch Strahlentherapie nicht möglich. Eine optimale Supportivtherapie ist vielmehr Voraussetzung für diese Behandlungsformen. Bei Chemotherapie treten als häufigste Nebenwirkungen Übelkeit, Erbrechen sowie Alopezie, Müdigkeit und Erschöpfung auf. Hier sind adäquate supportive Maßnahmen unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Fortschritte und dem Einsatz neuer effektiver Substanzen unabdingbar. Ein wesentlicher Aspekt der Supportivtherapie ist das ganzheitliche Verständnis der Tumorpatienten. Das bedeutet, dass die Behandlung maligner Erkrankungen nur dann effizient ist, wenn supportive Maßnahmen adäquat prophylaktisch und therapeutisch eingesetzt werden. Supportive Maßnahmen gehören daher unverzichtbar zum onkologischen Behandlungskonzept.

cell pharm erweitert Supportiva-Portfolio

Antiemetikum Cellondan® seit Juli auf dem Markt

 

Leipzig (6. November 2006) - Seit 1. Juli 2006 bietet die cell pharm GmbH cellondan® zur supportiven Krebstherapie an: Das Präparat mit dem Wirkstoff Ondansetron wirkt gegen Übelkeit, Brechreiz und Erbrechen bei der Therapie mit Zytostatika, bei Strahlentherapie und prophylaktisch nach Operationen. cellondan© wird in den Dosierungen 4 mg und 8 mg jeweils als Injektionslösung, als Filmtablette und ‑ seit dem 15. September 2006 ‑ als Schmelztablette angeboten und kann sowohl bei akuter als auch bei verzögerter Emesis eingesetzt werden.

Sitaqliptin plus Metformin: Senkung der HbA1c-Werte im Mittel um 2,1 Prozent

Neuer DPP-4-Inhibitor Sitagliptin zeigt gute Wirksamkeit und Verträglichkeit in Kombination mit Metformin

 

Haar (3. November 2006) - In einer randomisierten, doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie wurden Typ-2-Diabetiker mit einer Kombinationstherapie aus Metformin und dem neuen Dipeptidyl-Peptidase-4 (DPP-4)-Inhibitor Sitagliptin behandelt, der sich zur Zeit im Zulassungsverfahren befindet. Zum Zeitpunkt der Randomisierung befanden sich die Patienten unter Placebotherapie bei einem durchschnittlichen HbA1c-Wert von 8,8 Prozent. Nach 24 Wochen Behandlung mit zweimal täglich 50 mg Sitagliptin und 1.000 mg Metformin zeigten die Patienten eine placebokorrigierte Absenkung ihrer HbA1c-Werte um durchschnittlich 2,1 Prozent. Die Kombinationstherapie wurde gut vertragen und zeigte hinsichtlich ihrer Verträglichkeit keine wesentlichen Unterschiede zur Monotherapie mit Metformin.

4. Hauptstadt-Symposium Schilddrüse und Stoffwechsel

Subklinische Hypothyreose kann langfristig zu Adipositas führen

Bereits geringfügige Veränderungen des TSH-Spiegels beeinflussen Grundumsatz und Gewicht

Berlin (4. November 2006) - „Eine subklinische Hypothyreose kann langfristig zu einer Ge­wichtszu­nahme und damit zu einer Adipositas führen“, erklärte Prof. Karl-Michael Derwahl, Berlin, beim vierten Hauptstadt-Symposium Schilddrüse und Stoff­wechsel am 4. November 2006. Schon geringfügige Veränderungen des TSH-Spiegels innerhalb des Normbereiches könnten den Grundumsatz und damit das Gewicht beeinflussen. Bei der Therapie der Hypothyreose sei daher auf eine aus­reichende Levothyroxin-Substitution, z.B. mit Euthyrox®, zu achten. Dabei solle nicht nur eine subklinische Hypothyreose vermieden, sondern auch der TSH-Spiegel adäquat gesenkt werden. Unter Berücksichtigung der Energie-Bilanzie­rung könne eine zu geringe Levothyroxin-Dosis über ein relativ zu hohes TSH über Jahre hinweg zu einem signifikanten Anstieg des Gewichtes und damit zu Adipositas führen.

Wenn der Mund "Feuer fängt"

Das Burning Mouth Syndrom (BMS) - Ein Problem in und nach der Menopause mit schwieriger Ursachenfindung

 

Das Burning Mouth Syndrom kann jegliche Aktivität im Alltag lähmen und zu einem völligen Rückzug aus dem sozialen Umfeld führen. Photo: imagesource (is)Marburg (3. November 2006) - Kennen Sie das auch: Zungen- oder Mundbrennen? Ein lästiges Symptom, das vor allem bei Frauen zwischen 45 und 50 Jahren auftritt, aber auch bei der Altersgruppe über 60 Jahre. Die Missempfindungen äußern sich als brennendes, wundes Gefühl, manchmal auch verbunden mit Kribbeln oder Jucken. Sie können sich steigern bis zu stechenden Schmerzen und sind oftmals auch verbunden mit Störungen des Geschmacks und der Speichelbildung. Die Beschwerden beginnen nicht selten am Morgen und verstärken sich über den Tag. Derartige Beschwerden können als Begleitsymptom bei allgemeinen Erkrankungen oder auch bei Veränderungen der Mundschleimhaut auftreten. Dabei ist das „brennende Gefühl“ (Burning Mouth Syndrom/BMS) meist in den vorderen zwei Dritteln der Zunge, im vorderen Teil des harten Gaumens und in den Unterlippen zu spüren. Zwei Drittel der BMS-Patienten etwa klagen außerdem über Mundtrockenheit. Nur selten sind auch das Zahnfleisch, der Mundboden und der weiche Gaumen betroffen.