Pflege

Nach BVG-Urteil

Pflegepersonal mit dem Problem nicht alleine lassen!

Berlin (25. Juli 2018) - Nach dem gestern vom Bundesverfassungsgericht gesprochenen Urteil über die Anforderungen an die 5-Punkt- oder 7-Punkt-Fixierung von Patienten in der Psychiatrie weist der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf erheblichen Handlungsbedarf hin. „Erst einmal ist es gut und wichtig, dass mit dem Richterspruch von höchster Stelle jetzt Klarheit geschaffen wurde und die Grundrechte der Patienten gestärkt worden sind. Damit sind die Probleme, die sich vor Ort für die Versorgung und Behandlung solcher Patienten ergeben, aber noch nicht gelöst.

Bundesverfassungsgericht

Zu den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Fixierung von Patienten in der öffentlich-rechtlichen Unterbringung

  • Urteil vom 24. Juli 2018 - 2 BvR 309/15, 2 BvR 502/16

Karlsruhe (24. Juli 2018) - Die Fixierung von Patienten stellt einen Eingriff in deren Grundrecht auf Freiheit der Person dar. Aus dem Freiheitsgrundrecht sowie dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ergeben sich strenge Anforderungen an die Rechtfertigung eines solchen Eingriffs: Die gesetzliche Ermächtigungsgrundlage muss hinreichend bestimmt sein und den materiellen und verfahrensmäßigen Anforderungen genügen. Bei einer nicht nur kurzfristigen Fixierung handelt es sich um eine Freiheitsentziehung, für die Art. 104 Abs. 2 GG den weiteren, verfahrensrechtlichen Vorbehalt einer richterlichen Entscheidung vorsieht. Aufgrund ihrer besonderen Eingriffsintensität ist die nicht nur kurzfristige Fixierung sämtlicher Gliedmaßen auch im Rahmen eines bereits bestehenden Freiheitsentziehungsverhältnisses als eigenständige Freiheitsentziehung zu qualifizieren, die den Richtervorbehalt abermals auslöst, von einer richterlichen Unterbringungsanordnung also nicht gedeckt ist. Aus Art. 104 Abs. 2 Satz 4 GG folgt ein Regelungsauftrag an den Gesetzgeber, verfahrensrechtliche Bestimmungen für die richterliche Anordnung freiheitsentziehender Fixierungen zu treffen.

Patientenumfrage Insulintherapie

Mit hochkonzentriertem Mahlzeiteninsulin flexibel im Alltag

Berlin (13. Juni 2018) – Was erwarten Patienten von ihrem Mahlzeiteninsulin? Und welche Vorteile ergeben sich durch eine Umstellung auf hochkonzentrierte Insulinanaloga? – Im Auftrag der Berlin-Chemie AG wurden 1.040 Patienten befragt*, inwieweit sich eine Insulintherapie auf ihren Alltag auswirkt. Ergebnis: Über die Hälfte der Befragten fühlen sich durch eine Insulintherapie im alltäglichen Leben eingeschränkt, 61 % wünschen sich von ihrer Therapie Flexibilität im Alltag. Patienten, die auf ein hochkonzentriertes Mahlzeiteninsulin wie Liprolog® 200 Einheiten pro ml Insulin lispro umgestellt wurden, sehen laut Umfrage vor allem zwei Vorteile: das Insulin im Insulinpen reicht länger und die Dosis muss nicht mehr aufgeteilt und an zwei Stellen gespritzt werden.

Camp D 2018: Bunt, vielfältig, vernetzt – wie das Leben junger Menschen mit Diabetes. Vom 5. bis 8. Juli trafen sich mehr als 400 Teilnehmer in Bad Segeberg zur fünften Auflage von Camp D, Europas größtem Zeltcamp für junge Menschen mit Diabetes. Das vielfältige Workshop-Programm setzte erstmalig digitale Schwerpunkte, per Livestream konnten auch Nicht-Camper teilnehmen. Auf große Begeisterung stieß erneut das umfangreiche Sportprogramm, das von zahlreichen Leistungssportlern mit Diabetes begleitet wurde. Ministerpräsident Daniel Günther zeigte sich bei seinem Besuch von der einzigartigen Atmosphäre des Camps beeindruckt.Camp D 2018

Bunt, vielfältig, vernetzt – wie das Leben junger Menschen mit Diabetes

Bad Segeberg (9. Juli 2018) – Vom 5. bis 8. Juli trafen sich mehr als 400 Teilnehmer in Bad Segeberg zur fünften Auflage von Camp D, Europas größtem Zeltcamp für junge Menschen mit Diabetes. Das vielfältige Workshop-Programm setzte erstmalig digitale Schwerpunkte, per Livestream konnten auch Nicht-Camper teilnehmen. Auf große Begeisterung stieß erneut das umfangreiche Sportprogramm, das von zahlreichen Leistungssportlern mit Diabetes begleitet wurde. Ministerpräsident Daniel Günther zeigte sich bei seinem Besuch von der einzigartigen Atmosphäre des Camps beeindruckt.

Was zählt wirklich in der langfristigen MS-Therapie?

Langjährige Studien und Erfahrungen machen Glatirameracetat verlässlich

Berlin/Düsseldorf (12. Juni 2018) - Was zählt wirklich in der langfristigen Therapie der schubförmig verlaufenden Multiplen Sklerose (RMS)? Aus Sicht des Versorgungsalltags und der Wissenschaft beleuchteten Prof. Dr. Orhan Aktas (Düsseldorf) und Dr. Dieter Pöhlau (Asbach) diese Frage bei einem Fachpressegespräch des Unternehmens Teva. Es sei eine entscheidende Anforderung, dass eine wirksame Therapie mit DMTs (Disease Modifying Therapies) und eine konsequente symptomatische Therapie aller relevanten Beschwerden der meist jungen Patienten auf lange Sicht sicher und gut verträglich ist. Unsicherheiten in der Anwendung könnten erfahrungsgemäß zu einer sinkenden Adhärenz führen – in der Praxis ist aktuell laut Aussage der zwei Neurologen der Austausch durch Nachahmer-Präparate ein Thema, gerade bei den so genannten NBCDs (Non-Biological Complex Drugs). Eine fundierte Datenbasis mit umfangreichen Studien- und Praxiserfahrungen steht bei der Wahl von MS-Therapeutika an erster Stelle, so die Experten. Am Beispiel des Immunmodulators Glatirameracetat (GA 40 und 20 mg/ml, Copaxone®) verdeutlichten sie die Bedeutung einer verlässlichen Langzeitanwendbarkeit: Zum einen weist GA 20 über zwei Millionen Patientenjahre Erfahrung auf.1 Zum anderen wurden für das dreimal wöchentlich zu verabreichende GA 40 jüngst 7-Jahres-Daten veröffentlicht, die eine langfristige Wirksamkeit bestätigen.2