Pflege

Empagliflozin bei Typ-2-Diabetes

Zusatznutzen für Monopräparat und Fixkombination nicht belegt

  • Angaben zu patiente nrelevanten Endpunkten fehlen
  • Neue Daten für Bewertung des Zusatznutzens in Deutschland ungeeignet

Köln (1. Juni 2016) - Empagliflozin (Handelsname Jardiance) ist seit Mai 2014 für Erwachsene zugelassen, die an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt sind und bei denen eine Ernährungsumstellung und Bewegung zur Blutzuckerkontrolle nicht ausreichen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) kam 2014 in seiner Dossierbewertung zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen des Wirkstoffs gegenüber den zweckmäßigen Vergleichstherapien nicht belegt ist. Teils hatte der Hersteller keine relevanten Daten vorgelegt; teils unterschieden sich nicht nur die Wirkstoffe, sondern auch die Therapiestrategien; den indirekten Vergleichen lagen zudem für die Bewertung ungeeignete Studien zugrunde.

Uni Witten/Herdecke: Aussenansicht Nord abends.gifWas treibt Demenzerkrankte zum „Wandern“ und ständigen Rufen an

Wie können Pflegende mit herausforderndem Verhalten von Menschen mit Demenz umgehen lernen

Witten/Herdecke (31. Mai 2016) - Stundenlanges monotones Rufen: „Hallo!“, „Hallo!“, „Hallo!“, unvermitteltes Aufstehen und wieder Hinsetzen, klopfen auf den Tisch, wiederholtes Weglaufen, Schlagen oder auch schlicht apathisch dasitzen – die Formen von herausforderndem Verhalten, wie es die Forscher nennen, sind vielfältig. Juniorprofessorin Dr. Margareta Halek ist Pflegewissenschaftlerin an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) und erforscht diese Ausdrucksformen der Menschen mit Demenz, die viele Pflegende und Familienangehörige an Belastungsgrenzen bringt. „Wir sehen dieses Verhalten als eine Mitteilung, die wir erst mal nicht verstehen und mühsam entschlüsseln müssen. Aus Sicht der Menschen mit Demenz sind diese Ausdrucksformen eine Reaktion auf das, was in der Umgebung im Zusammensein mit anderen passiert“, erklärt Prof. Halek den Forschungsansatz.

DBfK fordert Mut zur Ausbildungsreform in der Pflege

Berlin (27. Mai 2016) - Anlässlich der Anhörung zum Entwurf des Pflegeberufsgesetzes im Gesundheits- sowie Familienausschuss des Bundestages unterstreicht der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) seine Forderung nach einer grundlegenden Reformierung der Pflegeausbildung in Deutschland.

BZÄK und ZQP veröffentlichen 10 Kurzfilme, die vor allem pflegende Angehörige bei der Mundpflege unterstützen sollen

Tipps für die Zahnpflege bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung

Berlin (30. Mai 2016) – Griffverstärkung für die Zahnbürste, Dreikopfzahnbürste oder Mundschleimhaut befeuchten – es gibt zahlreiche wichtige Hinweise, die helfen, die Mundgesundheit von Hochbetagten, Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung zu erhalten. 1,3 Millionen und damit etwa die Hälfte der pflegebedürftigen Menschen werden in Deutschland im eigenen Zuhause ausschließlich von Familienangehörigen oder nahestehenden Personen gepflegt – ohne professionelle Unterstützung. Vor diesem Hintergrund haben die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) gemeinsam die wichtigsten Hinweise zur Mund- und Zahnpflege in zehn Kurzfilmen zusammengefasst, die heute erstmalig auf YouTube zur Verfügung stehen.

Blutgerinnungssystem

Ein Auslöser für Multiple Sklerose entdeckt ?

Duisburg (25. Mai 2016) - Es könnte der entscheidende Durchbruch sein für die Frage, was die Multiple Sklerose (MS) auslöst: Erstmals konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) im Verbund mit Kollegen der Universität Münster einen Zusammenhang nachweisen zwischen dem Blutgerinnungssystem und dem Entstehen von MS. Darüber berichtet das Fachmagazin Nature Communications in seiner aktuellen Ausgabe.