Pflege

Digitalisierte Dienstleistungen im Bereich der Ernährungsberatung von Personengruppen mit erhöhten gesundheitlichen Risiken bei Fehlernährung

Qualitätssteigerung in der Ernährungsberatung

Oldenburg (29. August 2016) - Bislang basiert die Ernährungsberatung vor allem auf dem direkten, auf Expertenwissen gestützten Austausch zwischen dem Kunden und dem Dienstleister. Durch den Einsatz sensorgestützter IT könnte diese Interaktion bald qualitativ erheblich verbessert werden. Dieses Ziel verfolgt in den nächsten drei Jahren das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt DiDiER („Digitalisierte Dienstleistungen im Bereich der Ernährungsberatung von Personengruppen mit erhöhten gesundheitlichen Risiken bei Fehlernährung“).

Neues Lehrformat steigert Beratungskompetenz

Fit für die Tabakentwöhnung

Göttingen (25. August 2016) - Mehr Kompetenz für die klinische Arbeit: Neues Lehrformat im Bereich Taba-kentwöhnung steigert Lernerfolg bei Studierenden und macht sie fit für die Beratung von Rauchern. Entwicklungsarbeit durch UMG-Lehrprofessur. Veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Nicotine & Tobacco Research“.

Abb.: Kein Eintritt für Hepatitis-D-Viren (rot) in menschliche Leberzellen mit Myrcludex B (rechts)Erster Vertreter einer neuen Arzneimittelklasse gegen Hepatitis B und D

Myrcludex B
 

                                    • DZIF-Wissenschaftler am Universitätsklinikum Heidelberg entwickeln einen Virusblocker gegen Hepatitis B und D, der nun in zwei Studien mit Erfolg getestet werden konnte

Braunschweig (18. August 2016) - Etwa 350 Millionen Menschen leiden an chronischen Infektionen mit Hepatitis B-Viren, 25 Millionen Menschen an Hepatitis D, das nur gemeinsam mit Hepatitis B auftritt. Zugelassene Therapien für Hepatitis B führen in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht zur Ausheilung und für Hepatitis D gibt es bisher überhaupt keine spezifische Therapie. Neuartige therapeutische Strategien sind daher von großem Wert. Am Universitätsklinikum Heidelberg konnte das Team um DZIF-Professor Stephan Urban mit Myrcludex B einen Wirkstoff entwickeln, der in vitro und in Tierversuchen den Eintritt von Hepatitis B- und D-Viren in die Leberzelle blockiert. In zwei klinischen Studien konnten die Wissenschaftler nun zeigen, dass der Wirkstoff vom Menschen sehr gut vertragen wird und er tatsächlich auch im Menschen einen Effekt auf Hepatitis-D-Viren hat.

Abb: Projektleiterin Dr. Andrea Kronenthaler (rechts) bei der Abschlussveranstaltung für die Interviewpartner des Projekts. Um Verständigungsprobleme zu vermeiden, waren auch Übersetzer zugegen. Photo und Copyright: Projekt CarEMiMigrantinnen und Migranten oft schlecht über Angebote informiert – Nachholbedarf bei kulturspezifischem Grundwissen von Ärzten und Pflegekräften

Welche Pflege sich türkischstämmige Senioren wünschen

Tübingen (24. August 2016) - In den 1960er Jahren warb die Bundesrepublik Deutschland türkische Gastarbeiter an, um den Arbeitskräftebedarf der wachsenden Wirtschaft zu decken. Viele von ihnen blieben und sind nun, 50 Jahre später, pflegebedürftig. Im Projekt „CarEMi“ (Care for Elderly Migrants – Pflege für ältere Migranten) haben Wissenschaftlerinnen am Institut für Soziologie der Universität Tübingen untersucht, ob es kulturell bedingte Besonderheiten gibt, die bei der Altenpflege von Migrantinnen und Migranten Beachtung finden sollten.

Abb:. 3D-Strukturenmodell des neuartigen Analgetikums PZM21 (blau mit rot und gelb) gebunden an den μ-Opioidrezeptor (grün), der für seine Wirkung verantwortlich ist. Grafik: Jonas Kaindl, FAULinderung schwerer Schmerzen:

Opiat ohne Nebenwirkung

Erlangen (18. August 2016) - Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat ein neues Opioid-Schmerzmittel entwickelt. Das Besondere: Das neue Analgetikum scheint kaum schwerwiegende Nebenwirkungen zu verursachen. Bisher wurde der Wirkstoff erfolgreich in Modellversuchen getestet. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin Nature* veröffentlicht.