Pflege

Wirkung von natürlichem Braunalgenextrakt bei experimentellem Lungenhochdruck

Braunalgenextrakt als neuer therapeutischer Ansatz bei Lungenhochdruck

Gießen (14. Januar 2019) - Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie, PH) ist eine schwere Krankheit der Lunge und des Herzens – und sie ist nicht heilbar. Zwar können Medikamente das Leiden Betroffener lindern, dennoch nimmt die Erkrankung in der Regel einen fortschreitenden und lebensbedrohlichen Verlauf, sodass letztlich eine Lungentransplantation erforderlich ist. „Charakteristisch für die pulmonale Hypertonie ist der krankhaft erhöhte Blutdruck im Lungenkreislauf, der zu Atemnot und verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit führt“, erklärt der Gießener Lungenforscher Prof. Dr. Ralph Schermuly, Zentrum für Innere Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). Er forscht mit seinem Team am Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL, Hauptsitz an der JLU) an neuen Therapien gegen Lungenhochdruck. Der unheilvolle Kreislauf bei dieser Krankheit: Damit die Lunge gut durchblutet wird, muss das rechte Herz stark pumpen, was langfristig zu mehr Muskelmasse des rechten Herzens und schließlich zu einer Herzmuskelschwäche führt.

Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin

Vorgabe von Untergrenzen nicht geeignet zur Entspannung der Personalbelastung in der Pflege

Berlin (14. Januar 2019) - „Die Unterbesetzung von intensivmedizinischen Abteilungen im Krankenhaus kann fatale Folgen für Patienten haben“, stellte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sehr richtig fest. Und möchte mit dem seit 1. Januar geltenden Gesetz „Personaluntergrenze für pflegesensitive Krankenhausbereiche“ für ausreichend Pflegepersonal sorgen. Einer dieser Bereiche ist die Intensivmedizin. Hier sind ab sofort pro Tagschicht maximal 2,5 Patienten pro Pflegekraft zu versorgen, in der Nachtschicht 3,5 Patienten pro Pflegekraft. Soweit die Theorie.

DKG zum Fachkräftemangel in der Pflege:

DKG fordert: Überstunden der Pflegekräfte steuerfrei stellen

Berlin (8. Januar 2019) – Zur Diskussion um den Fachkräftemangel in der Pflege erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhaus-gesellschaft (DKG), Georg Baum: „In den vergangen Jahren hat die Zahl der Pflegekräfte in den Kliniken deutlich zugenommen. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der unbesetzten Stellen. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die Kliniken bei der Pflege nicht „sparen“ und es objektive Unmöglichkeiten auch bei der Deckung von Spitzenbelastungen gibt. Zur Erfüllung der neuen Mindestbesetzungen im Rahmen der Pflegepersonaluntergrenzen werden die Kliniken zumindest übergangsweise auf die Bereitschaft der Pflegekräfte zu Überstunden angewiesen sein.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Ernährung in Europa

Jeder zweite bis dritte Todesfall vermeidbar

Halle/Wittenberg (10. Januar 2019) - Von insgesamt 4,3 Millionen kardiovaskulären Todesfällen im Jahr 2016 in Europa gehen 2,1 Millionen auf eine unzureichende Ernährung zurück. Auf die 28 Mitgliedstaaten der EU entfallen davon rund 900.000, auf Russland 600.000 und auf die Ukraine 250.000 Todesfälle. Jeder zweite bis dritte vorzeitige Todesfall könnte durch eine bessere Ernährung vermieden werden. Das berichtet ein internationales Forscherteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), der Friedrich-Schiller-Universität Jena, des Kompetenzclusters nutriCARD und der University of Washington in den USA in der aktuellen Ausgabe des "European Journal of Epidemiology".

Biomarker für Demenz-Risiko

Wie ändert sich die Wahrnehmung im Alter?

Jena (8. Januar 2019) - Im Gedächtniszentrum am Universitätsklinikum Jena untersuchen und behandeln Ärzte, Neuropsychologen und Ergotherapeuten Patienten mit dem Verdacht einer beginnenden Demenzerkrankung. Sie erforschen, wie sich Wahrnehmung und Aufmerksamkeit im Alter verändern und worin sich diese Veränderungen beim gesunden Altern und der beginnenden Demenz unterscheiden. Ihr Ziel ist die frühzeitige Identifikation von Patienten mit einem erhöhten Risiko für eine Demenz, um deren Entwicklung bestmöglich entgegen wirken zu können.