Pflege

ThoraxMonitoring Fraunhofer IPAIntensivmedizinische Pflege von Frühchen

Sanftere künstliche Beatmung

Mannheim (16. Mai 2019) - Künstliche Beatmung ist häufig das letzte Mittel, um ein Leben zu retten. Leider geht sie oft mit akuten oder chronischen Lungenschädigungen einher – besonders, wenn das Beatmungsgerät gegen den Patienten arbeitet. Forscher der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie PAMB entwickeln derzeit ein schonenderes Verfahren. Es ist auf der Sensor+Test zu sehen.

Für Argumente pro und kontra fehlen belastbare Studiendaten

Medikamenten-Verblisterung für Pflegeheime: Viel diskutiert, aber kaum erforscht

Köln (14. Mai 2019) - Bei der Verblisterung portioniert und verpackt die Apotheke (oder ein von ihr beauftragter Dienstleister) die verordneten Medikamente einer Patientin oder eines Patienten nach Wochentagen und Tageszeiten sortiert in individuelle durchsichtige Verpackungen (Blister). So sieht man auf einen Blick, wann welche Tabletten zu nehmen sind und ob man an alle Einnahmen gedacht hat. Seit einigen Jahren wird in Deutschland breit und kontrovers diskutiert, ob eine vermehrte Verblisterung für Pflegeheimbewohner geeignet ist, das System der Pflege zu entlasten und die Versorgung der Heimbewohner nachhaltig zu verbessern. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat deshalb das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt zu prüfen, welche Erkenntnisse es dazu unter anderem aus Studien gibt. Der Bericht liegt nun vor.

Wuppertaler Studie bestätigt positiven Einfluss von Farbe und Licht auf Intensivstationen

Wuppertal (10. Mai 2019) - Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal hat in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal in einer einjährigen Forschungsstudie die Wirkung von Farbe und Licht auf Patienten und Personal der Intensivstation untersucht. Jetzt wurden erste signifikante Ergebnisse vorgestellt. Die weltweit größte Forschungsstudie des Helios Universitätsklinikum Wuppertal wurde in Kooperation mit der Bergischen Universität Wuppertal über einen Zeitraum von 24 Monaten (Oktober 2017/2018) auf den Intensivstationen des Klinikums in Barmen durchgeführt. In enger Abstimmung der beiden Kooperationspartner wurde untersucht, welchen Einfluss ein neues Farb- und Lichtkonzept der Intensivstation auf den Menschen nimmt.

DBfK

Versorgung sichern durch erweiterte und spezialisierte Rollen der Pflege

Berlin (13. Mai 2019) - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat die Fachtagung „Advanced Nursing Practice – erweiterte Pflegepraxis nach internationalem Vorbild etablieren“ durchgeführt. Als roter Faden zog sich hindurch: Was ist erforderlich, damit dies auch im deutschen Gesundheitssystem gelingt? Internationale Studien belegen eine hochwertige Versorgung durch Advanced Nurse Practitioner (APN), die sowohl in Krankenhäusern als auch in der Primärversorgung erweiterte pflegerische Rollen übernehmen. Sie werden auch in Deutschland dringend benötigt, wegen der veränderten Versorgungsbedarfe (z.B. bei chronischen Erkrankungen) oder der Ausdünnung der Hausarztpraxen.

DAC-Kongress 2019 in Leipzig

Therapie der präoperativen Eisenmangelanämie –
Empfehlungen für den klinischen Alltag

  • Eine präoperative Anämie kommt bei fast 40 % der Patienten vor und ist ein ungünstiger Prognosefaktor für das Behandlungsergebnis von geplanten, operativen Eingriffen.1,2 Sie geht einher mit einem größeren Transfusionsbedarf1, einem erhöhten Risiko für Infektionen1, Nierenschädigungen1 und Sterblichkeit1 sowie einer längeren Kranken-hausverweildauer3 und erhöhten Krankenhauskosten4.
  • Die häufigste Form der präoperativen Anämie ist die Eisenmangelanämie.5 Die Diagnostik und Behandlung einer präoperativen Eisenmangelanämie ist wichtiger Bestandteil des multidisziplinären Patient Blood Management-Konzepts5,6 und wird in einer Reihe von Leitlinien empfohlen2,7-10.
  • Klinische Studiendaten zu Patienten mit präoperativer Eisenmangelanämie zeigten, dass eine intravenöse (i.v.) Therapie mit Eisencarboxymaltose (ferinject®)*11 die Eisen-homöostase rasch12 und nachhaltig13-15** wiederherstellen kann und dabei sowohl den Transfusionsbedarf13-15** als auch die Krankenhausverweildauer senkt13,14**.

Leipzig (9. Mai 2019) - Fast 40 % der Patienten, die sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen, leiden an einer präoperativen Anämie, unabhängig von der Art der Operation.1 Patienten in der Allgemeinchirurgie sind in 39 % der Fälle betroffen1, gefolgt von Patienten, die einen Hüft- oder Kniegelenksersatz erhalten (35 %)9, sowie Patienten, mit nicht-kardiochirurgischen (34 %)7 oder gefäßchirurgischen Operationen (33 %)16. Ältere Patienten haben noch ein deutlich höheres Risiko.17