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Pflegereport zeigt

Familiengesundheitspflege ist der richtige Ansatz

Berlin (24. November 2016) - Die Ergebnisse des heute in Berlin vorgestellten Barmer GEK Pflegereport 2016 bestätigen deutlich einen Ansatz, den der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) bereits 2004 aufgegriffen hat und seitdem Schritt für Schritt umsetzt: Die Familiengesundheitspflege nach dem WHO-Konzept „Family Health Nurse“. „Was pflegebedürftige Menschen und ihre pflegenden Angehörigen im Verlauf einer Pflegebedürftigkeit vor allem brauchen sind passgenaue Beratungsangebote, die individuelle Ressourcen und Bedarfe berücksichtigen. Die Situation verändert sich mit den Jahren, wird komplexer, immer wieder neu muss sie in den Blick genommen und die Versorgung angepasst werden“, sagt DBfK-Referentin Andrea Weskamm, Leiterin des Kompetenzzentrums Familiengesundheitspflege. „Der Umgang mit zunehmender Pflegebedürftigkeit und die damit verbundene Belastung stellen die Familien vor große Herausforderungen, sie brauchen Hilfe.

Dafür werden vor allem mobile, aufsuchende Beratungsangebote benötigt. Die Familiengesundheitspflegenden begleiten die Familien über einen langen Zeitraum, kennen und beobachten die häusliche Pflegesituation und vermitteln individuell und gezielt die Leistungen, die am besten passen. Hier zeigt sich die Stärke der Familiengesundheitspflege, gerade im Vergleich mit eher starren Strukturen der Beratung wie beispielsweise den Pflegestützpunkten. International ist das Konzept Family Health Nurse seit Jahrzehnten etabliert, in Deutschland entwickelt es sich erst langsam. Es brauchte bis heute eine gute Vision und langen Atem, um dran zu bleiben und nicht aufzugeben. Umso erfreulicher, dass die Arbeit der vom DBfK qualifizierten und im Auftrag der Barmer GEK tätigen Familiengesundheitspflegenden positive Effekte zeigt und überzeugt hat. Andere Kassen täten gut daran, sich diesem Beispiel anzuschließen.“

In seinem Statement bei der Pressekonferenz heute in Berlin hatte der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Dr. med. Christoph Straub, von der Politik in Bund, Ländern und Kommunen gefordert, die Beratungsleistung und –effekte der Pflegestützpunkte gründlich zu evaluieren und keinesfalls weitere derartige Strukturen zur Pflegeberatung zu etablieren. „Unsere Erfahrung ist“, so Straub, „dass der Informationsbedarf von Angehörigen Pflegebedürftiger vor allem am Telefon, online und zu Hause gestillt werden muss. (…) Wir haben seit längerem einen Vertrag mit dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Er ermöglicht, dass Familiengesundheitspfleger zu den Pflegebedürftigen nach Hause kommen. Sie beraten dort auf einem Niveau weit über dem normaler Beratung im Pflegestützpunkt. Denn der Familiengesundheitspfleger sieht vor Ort, in welcher Situation gepflegt werden muss, erkennt Schwachstellen und Bedarfe.“ Das habe sich sehr bewährt, so sein abschließendes Fazit.

Mehr Informationen zum Konzept der Familiengesundheitspflege, der Umsetzung in Deutschland und der Kooperation zwischen dem Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und der Barmer GEK:


Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 24.11.2016 (tB).

 
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