DBfK

Mehr Ausbildung: ja – wenn an den Rahmenbedingungen gearbeitet wird

Berlin (28. Januar 2019) - „Wir legen los – ab morgen!“ Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey gab zusammen mit Bundesgesundheitsminister  Jens Spahn und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil heute in Berlin den Startschuss für die „Ausbildungsoffensive Pflege“. Im großen Kreis von Akteuren – darunter der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) - wurden die Kernelemente des auf vier Jahre angelegten Projekts der Konzertierten Aktion Pflege erarbeitet.


„Der DBfK wird die Ausbildungsoffensive Pflege mit ganzer Kraft unterstützen. Ausbildung ist ein wesentlicher Schlüssel, um die großen Herausforderungen in der Pflege auch nur ansatzweise bewältigen zu können“, sagt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Es reicht allerdings bei weitem nicht aus, nur die Zahl der Ausbildungsplätze zu steigern und die Jobsicherheit der Branche zu betonen. Solange die Voraussetzungen für eine Ausbildung auf gutem Niveau und ein Verbleiben im Beruf nicht stimmen, wird die Offensive wenig ausrichten können.  Die Arbeitsbedingungen, insbesondere die Pflegefachpersonalbesetzung, sind  sofort und spürbar zu verbessern, sonst gehen der Branche weiterhin viele junge (und auch ältere), begabte und leistungsbereite Menschen verloren. Mit dem Hinweis ‚Patientenversorgung geht vor‘ werden seit Jahren geplante Anleitung und regelmäßige Feedbackgespräche mit Pflegeschüler/innen und –studierenden gestrichen, Praxisanleiter/innen die dafür nötige Freistellung verweigert und Auszubildende als zusätzliche Arbeitskräfte ‚verwertet‘. Wir fordern Ausbildungsträger auf, sich an die eingegangenen Verpflichtungen zu halten und die für gute Ausbildung erforderlichen Ressourcen bereitzustellen. Nur mit Investitionen in Pflegefachpersonal können sie die Zukunft ihres Unternehmens sichern. Und das beginnt für die künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Tag 1 ihrer Berufsausbildung. Pflege muss endlich wieder zu einem Beruf werden, den man aus voller Überzeugung empfehlen kann“, so die DBfK-Präsidentin.




Quelle: Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK), 28.01.2019 (tB).