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Neue Checkliste des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet Pflegebedürftigen und Angehörigen schnelle Übersicht zu Siegeln und Zertifikaten in der Langzeitpflege

Pflege: Bei Qualitätssiegeln und Zertifikaten den Durchblick behalten

Berlin (27. März 2018) - In Deutschland gibt es verschiedene Qualitätssiegel und Zertifikate, mit denen sich Pflegeeinrichtungen und -dienste die Umsetzung bestimmter Maßnahmen zur Qualitätssicherung bescheinigen lassen können. Dazu gehören zum Beispiel Bereiche wie Hygienestandards oder das Medikamenten- und Fehlermanagement. Die Prüfung erfolgt freiwillig und in der Regel durch eine externe Stelle. Jedoch ist der Markt für diese Nachweise nur schwer zu durchschauen. Vor allem für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ist es schwierig, die Bedeutung von derzeit etwa 20 gebräuchlichen Siegeln und Zertifikaten einschätzen zu können.


Um die Orientierung hierbei zu erleichtern, hat das ZQP zentrale Informationen zu Siegeln und Zertifikaten, die in der Langzeitpflege in Deutschland häufig Anwendung finden, in einer Übersicht zusammengefasst. Interessierte können sich so zum Beispiel einen Überblick darüber verschaffen, was die einzelnen Siegel bzw. Zertifikate bedeuten, wer die Prüfungen der Kriterien durchführt und vor allem wo man weiterführende Auskünfte bekommen kann. Als Basis für die Entscheidung, welches Heim oder welcher Dienst gut pflegt, taugen die Prüfbescheinigungen jedoch kaum. Denn über die tatsächliche Pflegequalität sagen diese eher nichts aus. Allerdings können sie Hinweise zu bestimmten Strukturen und Prozessen der Pflegeangebote geben. Siegel und Zertifikate sind meist nicht miteinander vergleichbar, da Prüfverfahren und konkrete Prüfinhalte unterschiedlich und zudem nicht immer transparent sind.

Da also Siegel und Zertifikate – sowie auch die offiziellen Pflegenoten – für Pflegebedürftige und Angehörige keine hinreichenden Aufschlüsse über die Pflegequalität bieten und schon gar nicht Auskunft darüber geben können, ob ein Angebot zu den persönlichen Bedürfnissen passt, ist es wichtig, sich selbst ein Bild zu machen.

Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege, erklärt dazu: „Gerade wenn ein Pflegeheim gesucht wird, ist es wichtig, selbst vor Ort einen Eindruck zu gewinnen: Wie ist die Personalausstattung? Wirken die Pflegekräfte freundlich oder gehetzt? Zudem sollte man sich erkundigen, ob das Leistungsspektrum und die Atmosphäre zu den individuellen Bedürfnissen des Pflegebedürftigen passen. Gespräche mit dem Personal, wenn möglich auch mit den Pflegebedürftigen oder dem Heimbeirat, können helfen, ein Gefühl für die Einrichtung zu entwickeln.“

 

  • Die ZQP-Übersicht Siegel und Zertifikate ist das Ergebnis einer systematischen, stiftungseigenen Recherche und unter www.zqp.de kostenlos zugänglich.





Quelle: Zentrum für Qualität in der Pflege, 27.03.2018 (tB).

 
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