Pflege aktuell

Effizientere Dokumentationsarbeit in der Pflege

Forschung zum Einsatz von Sprachsteuerung in der digitalen Pflege-Dokumentation

Hamburg (7. Dezember 2018) - In der Pflege ist Dokumentationsarbeit wichtig, um die Qualität der Versorgung sicherzustellen. Gleichzeitig nimmt sie aber auch viel Zeit in Anspruch, die im Pflegealltag angesichts des akuten Fachkräftemangels ohnehin knapp bemessen ist. Wie Digitalisierung dazu beitragen kann, die Dokumentationsprozesse zu optimieren, wird nun in einem neuen Forschungsprojekt untersucht, das am 28. November 2018 gestartet ist.

UmfrageDBfK

Online-Umfrage: Erwartungen an den Dienstplan

Berlin (4. Dezember 2018) - Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) legt im dritten Monat seiner Aktion „Mein Beruf: Pflegen“ den Schwerpunkt auf ein Thema, das die beruflich Pflegenden unmittelbar betrifft und sich bis hinein in ihr Privatleben auswirkt: Arbeitszeit und Dienstplan.

dbfkDBfK

Verlässliche Dienstpläne müssen wieder zum Normalfall werden

Berlin (3. Dezember 2018) – Am 9. November ist das Pflegepersonalstärkungsgesetz im Bundestag verabschiedet worden, am 1. Januar 2019 tritt es in Kraft. Ist damit nun endlich ein Ende des jahrelangen Ungleichgewichts zwischen Arbeitsaufkommen und Personalressource in der Pflege abzusehen? Immerhin scheint die Richtung zu stimmen und ein erster Schritt ist getan, dem zügig weitere folgen müssen.

AWOIn 30 Einrichtungen Maßnahmen für den Klimaschutz

Klimafreundlich pflegen – AWO im Gespräch mit der Bundesumweltministerin

Berlin (29. November 2018) - Im Rahmen der gestrigen Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) tauschte sich die Bundesumweltministerin Svenja Schulze mit sechs ausgewählten Klimaschutzprojekten aus. Darunter auch das Anfang 2018 von der AWO gestartete Projekt „klimafreundlich pflegen“.

Deutsches Zentrum für Altersfragen

Pflegende Frauen im Beruf: wer bleibt – wer geht?

Berlin (29. November 2018) - Noch immer wird die von den meisten Pflegebedürftigen präferierte Versorgungsform – die informelle Pflege im häuslichen Umfeld – zu mehr als 70% durch Frauen erbracht, meist im Erwerbsalter in ihren 40er und 50er Jahren. Die Frauen stehen damit vor der Anforderung, Pflegeaufgaben mit ihrer Berufstätigkeit zu vereinbaren. Nicht alle schaffen das, zeigt eine Untersuchung von Nadiya Kelle auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels. Demnach verlassen vor allem Frauen mit einem Pflegeaufwand von mehr als 10 Stunden die Woche den Arbeitsmarkt.

Roboter in der PflegeDie Universität Siegen und die Fachhochschule Kiel stellen Ergebnisse des Forschungsprojekts „Robotik in der Altenpflege“ (ARiA) vor

Roboter könnten in der Pflege unterstützen – in spezifischen Bereichen

Berlin (27. November 2018) – Roboter Pepper hat seine Deutschlandreise beendet: Die Universität Siegen und die Fachhochschule Kiel (FH Kiel) stellten im Rahmen des Abschlusssymposiums am 23. November 2018 in Siegen die Ergebnisse des gemeinsamen Forschungsprojekts „Anwendungsnahe Robotik in der Altenpflege“ (ARiA) vor. Wichtige Erkenntnis der bundesweiten Projektreise mit Roboter Pepper: Die Pflegekräfte reagierten deutlich weniger skeptisch als erwartet auf den mechanischen Helfer. „Die Angst, dass Roboter ihnen den Arbeitsplatz wegnehmen könnten, war schnell verflogen“, sagt Prof. Dr. Jens Lüssem von der FH Kiel. Viele können sich vorstellen, von einem Roboter bei ihrer täglichen Arbeit unterstützt zu werden – allerdings in klar abgesteckten Bereichen, wie zum Beispiel für Bewegungs- oder Singübungen. Pflegerische Tätigkeiten soll er nicht übernehmen. Die verantwortlichen Forscherinnen und Forscher der beiden Hochschulen fordern nun, dass die Themen Robotik und Digitalisierung künftig in der Ausbildung von Pflegekräften berücksichtigt werden sollten.

DBfK Baden-Württemberg

Geflüchtete erhalten Duldung während Helferausbildung

Stuttgart (23. November 2018) - In Baden-Württemberg kann seit dem 14. November 2018 geduldeten Ausländern für die Dauer der Ausbildung zum Kranken- oder Altenpflegehelfer durch die Ausländerbehörden eine Duldung erteilt werden – das bedeutet, dass die Ausländer während der Ausbildung zum Kranken- oder Altenpflegehelfer nicht abgeschoben werden. Die Duldung wird für die Dauer der Helferausbildung erteilt, damit die Geduldeten zunächst die Helferausbildung abschließen und im Anschluss daran eine qualifizierte Berufsausbildung zum Kranken- oder Altenpfleger aufnehmen können. Für diese qualifizierte Ausbildung wird dann eine Ausbildungsduldung, die sogenannte 3+2-Regelung, erteilt.

DBfK

Handlungsempfehlung: Sterbende brauchen gute Begleitung

Berlin (21. November 2018) - Dass Wunsch und Wirklichkeit häufig auseinander klaffen, ist keine große Überraschung. Dass dieses Phänomen gerade bei den letzten Dingen so deutlich auftritt, hingegen schon: Während die meisten Menschen sich wünschen, zu Hause ihre letzten Stunden zu verbringen, stirbt doch die Überwiegende Zahl im Krankenhaus. Im krassen Widerspruch dazu steht, dass in deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen vielfach immer noch nicht die Bedingungen vorzufinden sind, die ein würdevolles Sterben und eine entsprechende Begleitung durch beruflich Pflegende ermöglichen. Darauf verweist die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Palliative Care im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) angesichts der Jahreszeit zwischen Allerseelen und Totensonntag.

Universität Witten/Herdecke entwickelt Masterstudiengang bis 2020:

Neuer Studiengang für neues Berufsbild: Community Health Nursing

Witten/Herdecke (15. November 2018) - Wer auf dem Land oder in benachteiligten Stadtquartieren krank wird, hat derzeit in Deutschland ein Problem: Kein Arzt in Sicht und wenn, dann quillt das Wartezimmer über. Und wenn man dann auch nicht mehr der/die Jüngste ist, werden lange Wege wegen der oft ausgedünnten fahrenden Busse und Bahnen zur Odyssee. Länder wie Finnland und Kanada haben das Problem schon länger und darum auch eine Lösung: Community Health Nursing. Gut ausgebildete Pflegekräfte sind direkt vor Ort und übernehmen einfache ärztliche Tätigkeiten, managen die Erkrankungen, beraten die Patienten und erleichtern den Alltag mit chronischen oder psychischen Erkrankungen.

Studie der Universität Witten/Herdecke zu den Bedürfnissen pflegender Angehöriger

Was brauchen pflegende Angehörige wirklich?

Witten/Herdecke (8. November 2018) - Drei von vier Pflegebedürftigen in Deutschland und somit insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen werden im häuslichen Umfeld von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn versorgt. Wenn Angehörige die Betreuung oder Pflege eines nahestehenden Menschen übernehmen, bedeutet das häufig eine große Herausforderung und kann mit erheblichen physischen und psychischen Belastungen verbunden sein. Dennoch werden Angebote zur Information, Beratung, Schulung und Entlastung von den Angehörigen nur wenig angenommen. Sind die Unterstützungsangebote nicht bekannt oder bieten sie nicht das, was pflegende Angehörige wirklich brauchen?

DBfK

Beruflich Pflegende sind auch pflegende Angehörige –
mit dem Recht auf planbare, gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen

Berlin (8. November 2018) - Der größte Pflegedienst der Nation droht zu kollabieren!‘ Die Botschaft des heute in Berlin veröffentlichten BARMER Pflegereports 2018, dass die Bereitschaft und Fähigkeit zur Pflege von Angehörigen sinkt, lässt aufhorchen. Vor allem mit Blick auf die weitere demografische Entwicklung der Bevölkerung und den sich zuspitzenden Pflegefachkräftemangel. „Wir sind auf diese wichtige Säule ganz dringend angewiesen. Beruflich Pflegende fehlen heute überall, freie Fachkraftstellen sind nur mit viel Mühe und langem Zeitverzug zu besetzen. Es muss alles getan werden, um pflegende Angehörige zu stützen, zu entlasten und somit physisch und psychisch so lange wie möglich gesund und dieses Versorgungsarrangement stabil zu halten.

Neuartiger Mundschutz

Ende der Maskerade

Dübendorf, Schweiz (1. November 2018) - Lachen macht gesund, sagt die medizinische Forschung. Doch wie soll es Kranken zum Lachen zumute sein, wenn die Gesichter von Pflegenden und Angehörigen von Masken verdeckt sind? Forscher der Empa und der EPFL entwickeln derzeit einen neuartigen Mundschutz, der freie Sicht auf die Mimik des Gegenübers ermöglicht.

Ärztliche Versorgung in Pflegeeinrichtungen

Zahl der kooperierenden Praxen wächst schnell

Berlin (30. Oktober 2018) - Niedergelassene Ärzte kümmern sich zunehmend auf Basis von freiwilligen Kooperationsverträgen um Pflegeheimbewohner. Die Anzahl der Arztpraxen, die mit stationären Pflegeeinrichtungen einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben, lag im 3. Quartal 2016 noch bei 737. Im 4. Quartal 2017 waren es bereits über 4.300 (4.317). Innerhalb dieses kurzen Zeitraums ist damit die Zahl der kooperierenden Praxen fast um das Sechsfache angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

DIVI

Pflege-Memorandum fordert gezielte Weiterbildung und mehr Solidarität

Berlin (24. Oktober 2018) - Unterbezahlt, unterbesetzt und vielerorts mangelhaft unterstützt: Die Notfallpflege in Deutschland muss besser organisiert werden. Immer mehr Mitarbeiter in den Klinik-Notaufnahmen kommen an die Belastungsgrenze. Schon lange fordert die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) konkrete Vorgaben für eine adäquate Pflegekraftbesetzung von Notaufnahmen und mehr Personal für eine bessere Patientenbetreuung. „Uns geht es um ausreichende Arbeitszeit, mehr Wertschätzung und natürlich auch eine adäquate Bezahlung der Pflegenden“, sagt Thomas van den Hooven, Präsidiumsmitglied der DIVI und Pflegedirektor am Universitätsklinikum Münster. Jetzt hat der Verein „Stiftung Pflege“ mit Unterstützung der DIVI ein Memorandum vorgelegt, das eine gezielte Fachweiterbildung, eine bessere Kommunikation sowie mehr Solidarität von Politik und Gesellschaft einfordert.

Eindringliche Empfehlung der Nierenexperten

Bei der Hitze genügend trinken!

Berlin (31. Juli 2018) - Die Hitzewelle hat Deutschland fest im Griff und strapaziert gerade die älteren Menschen. „In den letzten Tagen haben wir in den Kliniken viele dehydrierungsbedingte Notfälle gesehen – wie Kreislaufprobleme, Herzrasen und auch akute Nierenversagen“, erklärt Professor Dr. Jan C. Galle, Pressesprecher der DGfN. „Gerade ältere Menschen sollten ausreichend trinken. 1,5-2 Liter am Tag sind normal, bei starkem Schwitzen kann es auch gut ein halber Liter mehr sein.“ Eine weit darüberhinausgehende Flüssigkeitszufuhr bringt jedoch nichts. Die Getränke sollten außerdem genügend Mineralstoffe enthalten. Statt Leitungswasser also lieber mal eine Apfelschorle oder ein alkoholfreies Bier trinken.

Nach BVG-Urteil

Pflegepersonal mit dem Problem nicht alleine lassen!

Berlin (25. Juli 2018) - Nach dem gestern vom Bundesverfassungsgericht gesprochenen Urteil über die Anforderungen an die 5-Punkt- oder 7-Punkt-Fixierung von Patienten in der Psychiatrie weist der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) auf erheblichen Handlungsbedarf hin. „Erst einmal ist es gut und wichtig, dass mit dem Richterspruch von höchster Stelle jetzt Klarheit geschaffen wurde und die Grundrechte der Patienten gestärkt worden sind. Damit sind die Probleme, die sich vor Ort für die Versorgung und Behandlung solcher Patienten ergeben, aber noch nicht gelöst.

Bundesverfassungsgericht

Zu den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Fixierung von Patienten in der öffentlich-rechtlichen Unterbringung

  • Urteil vom 24. Juli 2018 - 2 BvR 309/15, 2 BvR 502/16

Karlsruhe (24. Juli 2018) - Die Fixierung von Patienten stellt einen Eingriff in deren Grundrecht auf Freiheit der Person dar. Aus dem Freiheitsgrundrecht sowie dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ergeben sich strenge Anforderungen an die Rechtfertigung eines solchen Eingriffs: Die gesetzliche Ermächtigungsgrundlage muss hinreichend bestimmt sein und den materiellen und verfahrensmäßigen Anforderungen genügen. Bei einer nicht nur kurzfristigen Fixierung handelt es sich um eine Freiheitsentziehung, für die Art. 104 Abs. 2 GG den weiteren, verfahrensrechtlichen Vorbehalt einer richterlichen Entscheidung vorsieht. Aufgrund ihrer besonderen Eingriffsintensität ist die nicht nur kurzfristige Fixierung sämtlicher Gliedmaßen auch im Rahmen eines bereits bestehenden Freiheitsentziehungsverhältnisses als eigenständige Freiheitsentziehung zu qualifizieren, die den Richtervorbehalt abermals auslöst, von einer richterlichen Unterbringungsanordnung also nicht gedeckt ist. Aus Art. 104 Abs. 2 Satz 4 GG folgt ein Regelungsauftrag an den Gesetzgeber, verfahrensrechtliche Bestimmungen für die richterliche Anordnung freiheitsentziehender Fixierungen zu treffen.