Ophthalmologie

Augenoperation. Photo: Uni Witten/HerdeckeRichtwerte zur Ergebnisqualität nach Operation des grauen Stars

Gemeinsame Kohortenstudie zur Qualitätssicherung bei Kataraktchirurgie von Universität Witten/Herdecke und OcuNet Gruppe

 

Witten/Herdecke (23. August 2011) - Um nachhaltig die medizinische Versorgung in der Fläche zu verbessern, setzt die Gesundheitspolitik derzeit stark auf den Vergleich von Ergebnissen von Ärzten und medizinischen Einrichtungen. Die resultierenden Qualitätssicherungsverfahren bedienen sich Indikatoren, welche Ergebnisse messen und damit für den Vergleich transparent machen. Die Ergebnisse des einzelnen Arztes oder der einzelnen medizinischen Versorgungseinrichtung werden dazu einem Referenzwert für „gute Qualität“, dem Benchmark, gegenüber gestellt.

Augen vor Sonnenlicht schützen

Altersbedingter Makuladegeneration vorbeugen

 

München (17. August 2011) – Neue Untersuchungen zeigen, dass Sonnenlicht Krankheitsprozesse auf der Netzhaut fördert, die zur altersbedingten Makuladegeneration (AMD) führen. AMD ist eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in den Industrienationen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) bekräftigt deshalb den Rat, die Augen an sonnigen Tagen mit einer Sonnenbrille zu schützen. Setzten Menschen ihre Augen ungeschützt der Sonne aus, riskierten sie nicht nur eine Trübung der Augenlinse, sondern möglicherweise auch AMD.

Photo: Novartis Pharma GmbHErneute Indikationserweiterung für Lucentis®

Rasche und anhaltende Visusverbesserung nach Schlaganfall im Auge

 

Weitere Indikationserweiterung für Lucentis Wirkstoff: 
Jetzt auch für die Behandlung von Patienten mit Visusbeeinträchtigung infolge eines Makulaödems aufgrund eines  Retinalen Venenverschlusses (RVV).

 

Bamberg (28. Juni 2011) – Er gilt als Schlaganfall des Auges: Der Retinale Venenverschluss (RVV). Denn die Ursachen eines RVV sind mit denen des systemischen Schlaganfalls vergleichbar. Das Blut kann nicht mehr ungehindert durch die Venen im Auge abfließen. Auslöser sind Thromben, die sich in einer engen Stelle der Zentralvene oder einem Venenast festsetzen. Dadurch steigt der Druck in den Augenarterien. Netzhautblutungen, Ödeme, Gefäßwucherungen oder sogar Netzhautablösungen sind die Folge. Kommt es zu Flüssigkeitsansammlungen in der Makula kann das Sehvermögen stark beeinträchtigt werden; im schlimmsten Falle droht sogar die Erblindung. Ein Prozess, den die Therapie mit Lucentis® (Wirkstoff Ranibizumab) nicht nur stoppen kann. Vielmehr verbesserte jeder zweite Studienpatient, dessen Augenlicht durch einen RVV bedroht war, sein Sehvermögen rasch und nachhaltig.

Damit Operationen nicht ins Auge gehen

Neue optische Kontrastmittel in der Augen-Mikrochirurgie

 

München (13. Mai 2011) - Mikrochirurgische Methoden sind in jüngster Zeit in erheblichem Umfang weiterentwickelt worden. Insbesondere gilt dies für chirurgische Eingriffe im Bereich des Augenhintergrunds, durch die oft das Sehvermögen in beeindruckendem Ausmaß wiederhergestellt werden kann. Andererseits stellen diese neuen Verfahren besondere Anforderungen an den Chirurgen und setzen voraus, dass feine, empfindliche und kaum sichtbare Gewebestrukturen erkannt werden können. Optische Kontrastmittel, die einen genaueren Blick ins Auge erlauben, könnten hier einen entscheidenden Fortschritt bringen. Analog zu Kontrastmitteln für Röntgenuntersuchungen verstärken optische Kontrastmittel die Kontraste zwischen unterschiedlichen Gewebestrukturen und machen feinste Unterschiede sichtbar.

 

Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland immer häufiger – DOG fordert mehr Forschung

 

München (7. April 2011) – Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rechnet bis zum Jahr 2030 mit 25 Prozent mehr Blinden und Sehbehinderten in Deutschland. Denn die Deutschen werden immer älter – Blindheit und Sehbehinderung sind hierzulande vor allem ein Problem des Alters. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Diese Trends sind Ergebnis der Auswertung von Daten des Blindengeldarchivs des Landschaftsverbands Rheinland durch ein Forscherteam der Universitäts-Augenklinik Bonn.

 

Photo: Uniklinik ErlangenEU-Direktive erschwert Augenhornhautspende

 

Verkürzte Frist für Blutentnahme bei SpenderInnen verursacht massiven Rückgang der Transplantationen

 

Freiburg (8. März 2011) - Im Jahr 2007 wurden die EU-Geweberichtlinien 2004/23/EG, 2006/17/EG und 2006/86/EG durch das Gewebegesetz sowie die Transplantationsgesetz-Gewebeverordnung in Deutsches Recht umgesetzt. Sie enthalten unter anderem die Regelung, dass bei potentiellen Hornhautspendern Blut für infektionsserologische Untersuchungen innerhalb von 24 Stunden nach Eintritt des Todes entnommen werden muss. Ziel dieser Begrenzung soll sein, mehr Sicherheit im Hinblick auf die Übertragung von Erkrankungen durch Hepatitis- und HI-Viren zu bekommen. Eine Studie der Charité - Universitätsmedizin Berlin und des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf besagt jedoch, dass selbst 48 Stunden nach dem Tod entnommenes Blut sichere Untersuchungsergebnisse liefert.

 

Positive Ergebnisse von zwei Phase-III-Studien mit VEGF Trap-Eye bei feuchter altersbedingter Makula-Degeneration

 

  • Präparat erreicht in allen Studienarmen inklusive der Dosierung von 2 mg alle zwei Monate den primären Endpunkt bei Erhalt der Sehkraft im Vergleich zur monatlichen Gabe von Ranibizumab / Zulassungsantrag im 1. Halbjahr 2011 geplant

 

Leverkusen (22. November 2010) - Zwei parallel durchgeführte Phase-III-Studien mit VEGF Trap-Eye bei feuchter altersbedingter Makula-Degeneration (AMD) haben positive Ergebnisse erzielt - VEGF Trap-Eye erreichte den primären Endpunkt in allen Dosierungen inklusive der von 2 mg alle zwei Monate. Das Medikament VEGF Trap-Eye (Aflibercept-Lösung zur Anwendung am Auge) ist ein gemeinsames Entwicklungsprodukt von Bayer HealthCare und Regeneron Pharmaceuticals, Tarrytown/USA, u.a. zur Behandlung der AMD. Beide Studien (VIEW 1 + 2) wurden in verschiedenen Regionen vorgenommen, weisen jedoch dasselbe Design auf. Sie untersuchten das Medikament in einer Dosierung von 2 mg alle zwei Monate nach einer initialen Gabe von drei Dosen im Abstand von einem Monat, in der Dosierung 0,5 mg einmal monatlich und 2,0 mg einmal monatlich bei Patienten mit AMD. Der primäre Endpunkt war der Anteil der Patienten, die nach 52 Wochen Behandlung ihre Sehkraft erhalten oder verbessert hatten. Statistisch wurde auf Nicht-Unterlegenheit ('Non-Inferiority') getestet. Dabei wurden die mit VEGF Trap-Eye behandelten Patienten mit einer Kontrollgruppe verglichen, die die aktuelle Standardbehandlung mit Ranibizumab in einer Dosierung von 0,5 mg monatlich erhielt.

Augenprothese aus Kunststoff

 

München (20. Mai 2010) - Spenderhornhäute sind rar: Allein in Deutschland warten jährlich etwa 7.000 Patienten auf das winzige Stück Gewebe. Ein Implantat aus Kunststoff kann künftig insbesondere für Ultima-Ratio Patienten eine Möglichkeit bieten, wieder zu sehen.Für viele Patienten, die nach einem Unfall oder einer Krankheit erblinden, könnte eine Hornhauttransplantation das Sehvermögen wieder herstellen. Jährlich warten in Europa 40.000 Menschen – in Deutschland etwa 7.000 – auf die Chance dank eines Hornhautspenders wieder sehen zu können. Doch Spenderhornhäute sind rar. Dr. Joachim Storsberg vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm hat Material und Herstellungsverfahren für eine Hornhautprothese aus Kunststoff entwickelt. Sie kann Patienten helfen, die aufgrund einer speziellen Erkrankung die Spenderhornhaut nicht tolerieren oder diese ebenfalls zerstört würde. Für diese Leistung erhält Dr. Storsberg den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2010.

 

Gentherapie gegen Erblindung

Erste Erfolge bei erblichen Netzhauterkrankungen

 

Berlin (20. April 2010) - Menschen mit seltenen erblichen Augenerkrankungen wie der Leberschen kongenitalen Amaurose leiden von Geburt an unter schweren Sehstörungen. Oft erblinden sie noch vor dem Erwachsenenalter vollständig. Gentherapeutische Ansätze können helfen, die Sehleistung zu verbessern und eine Erblindung zu verhindern. Erste Studienergebnisse diskutieren Augenärzte aus 120 Ländern auf dem World Ophthalmology Congress (WOC 2010), der im Juni in Berlin stattfindet.

 

WOC 2010: Können neue Kunstlinsen die Lesebrille ersetzen?

 

  • World Ophthalmology Congress 2010 (incl. AAD und DOG-Kongress),
    3. bis 9. Juni 2010, ICC Berlin

 

Berlin (24. März 2010) - Immer häufiger kommen Patienten nach der Operation eines grauen Stars ohne eine Brille aus. Sie verdanken dies modernen Linsenimplantaten, die gleichzeitig eine Nah- und Fernsicht ermöglichen. Auch bei der klassischen Alterssichtigkeit können derartige Linsen mittlerweile eine Lesebrille ersetzen. Welche Fortschritte die Linsentechnik in den letzten Jahren gemacht hat, ist ein Thema auf dem World Ophthalmology Congress (WOC® 2010). Der weltweitgrößte Kongress zur Augenheilkunde findet im Juni in Berlin statt.

 

Trockene Augen durch Mangel an Sexualhormon

Testosteronhaltige Salben im Test

 

München (12. Januar 2010) - Eine entscheidende Ursache für trockene Augen bei Männern und Frauen ist ein Mangel an männlichen Sexualhormonen: Ein Testosteronmangel senkt nicht nur die Menge der abgesonderten Tränenflüssigkeit. Auch deren Verdunstung ist dadurch beschleunigt. Entzündungen und Hornhautschäden sind die Folge. Inwieweit hormonhaltige Salben abhelfen könnten, gilt es zu prüfen, betont die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG).