Nierenkrebs

Neue Therapieansätze und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten

Patienten mit fortgeschrittenem Urothel- und Nierenzellkarzinom profitieren von Tecentriq

München (28. September 2018) – Seit September 2017 erweitert der PD-L1-Inhibitor Tecentriq® (Atezolizumab) das Therapiespektrum beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (mUC) um eine wirksame und gut verträgliche Behandlungsoption.1 Dass auch Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Nierenzellkarzinom (mRCC) von Tecentriq – in Kombination mit dem VEGF-Antikörper Avastin® (Bevacizumab) – profitieren, belegen erste Daten der Phase-III-Studie IMmotion151 zum First-Line-Einsatz der Kombinationstherapie.2,3 Im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden erläuterten Experten aus der Praxis die Einsatzmöglichkeiten des PD-L1-Inhibitors bei mRCC-Patienten sowie die Vorteile des Krebsimmuntherapeutikums beim mUC.

Metastasiertes Nierenzellkarzinom (mRCC)

Zehn Jahre zielgerichtete Therapie mit Sunitinib: auch in Zukunft auf Erfahrung bauen

Berlin (30. September 2016) - Am 19. Juli 2006 wurde Sunitinb zugelassen – damit änderte sich die Therapiesituation beim metastasierten Nierenzellkarzinom (mRCC) grundlegend Berlin, 19. Juli 2016. Die Einführung der molekularen zielgerichteten Substanzen hat die onkologische Therapielandschaft revolutioniert. Mit der Zulassung von Sunitinib (SUTENT®) vor genau zehn Jahren hat die Behandlung des fortgeschrittenen metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht.1,2,3,4 Die unübertroffenen Daten zur Wirksamkeit und mehr als 300.000 mit Sunitinib behandelte Patienten5 belegen: Der Tyrosinkinase-Inhibitor ist mit der Aufnahme in die ESMO-Leitlinien in 2009 etablierter Therapiestandard und wird seitdem von mehreren europäischen und nationalen Leitlinien empfohlen.6,7,8

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Kisplyx® (Lenvatinib) erhält in Kombination mit Everolimus (Afinitor®) Zulassung beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom

Leipzig / Frankfurt am Main (28. September 2016) - Die erste zugelassene zielgerichtete Kombinationstherapie beim Nierenzellkarzinom (RCC) verdreifacht nahezu das progressionsfreie Überleben der Patienten im fortgeschrittenen Stadium nach Anti-VEGF-Vortherapie verglichen mit der gängigen Standardbehandlung Everolimus allein, wie Prof. Viktor Grünwald, Hannover, auf einer Pressekonferenz der Eisai GmbH anl. des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) e.V. 2016 in Leipzig berichtete.

Europäische Kommission erteilt Zulassung für Cabometyx® (Cabozantinib) zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (NZK) bei Erwachsenen nach vorangegangener Anti-VEGF-Therapie

  • Cabozantinib ist die erste und einzige Therapie, für die beim NZK in der randomisierten Phase-III-Studie METEOR eine Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS), der objektiven Ansprechrate (ORR) und des progressionsfreien Überlebens (PFS) nachgewiesen wurde.
  • Cabozantinib verbessert das Gesamtüberleben in allen untersuchten Patientensubgruppen.
  • Cabozantinib hat einen einzigartigen Wirkmechanismus mit dem Potenzial, eine Resistenz gegen VEGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren zu überwinden.

Paris / Ettlingen (19. September 2016) — Ipsen, eine weltweit agierende, auf Spezialpräparate konzentrierte Pharma-Gruppe, gab bekannt, dass die Europäische Kommission Cabometyx® (Cabozantinib) 20, 40 und 60 mg Tabletten zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms (NZK) bei Erwachsenen nach vorangegangener, gegen den Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) gerichteter Therapie zugelassen hat. Cabometyx® (Cabozantinib) ist die einzige Monosubstanz, für die in einer Phase-III-Studie bei vorbehandelten Patienten mit NZK bei allen drei Wirksamkeitsendpunkten (OS, PFS und ORR) klinisch signifikante Vorteile nachgewiesen wurden. Diese Zulassung ermöglicht die Markteinführung von Cabometyx® (Cabozantinib) zur Behandlung des vorbehandelten fortgeschrittenen NZK in allen 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in Norwegen und Island.

Nivolumab bei Nierenzellkarzinom: Hinweis auf Zusatznutzen

  • Vorteile bei Gesamtüberleben, Morbidität und Nebenwirkungen

Köln (1. August 2016) - Nivolumab ist seit April 2016 als sogenannter Checkpoint-Inhibitor zur Behandlung Erwachsener mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zugelassen, die bereits eine Vortherapie durchlaufen haben. In einer frühen Nutzenbewertung hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) nun untersucht, ob der monoklonale Antikörper diesen Patientinnen und Patienten einen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie bietet.

Abb.: Computertomographie eines Nebennieren-Zufalltumors auf der linken Seite. UKWErstmalig Leitlinien für Nebennieren „Zufallstumoren“

Würzburg (11. Juli 2016) - Zufällig entdeckte Tumoren der Nebenniere, die bei Routineuntersuchungen mit bildgebenden Verfahren im Klinikalltag entdeckt werden, gehören zu den am häufigsten auftretenden Tumoren des Menschen. Forscher des Universitätsklinikum Würzburg (UKW) haben jetzt für die Behandlung dieser sogenannten Nebennieren-Zufallstumoren federführend eine neue europäische Leitlinie herausgebracht. Leitlinien sind zentrale Hilfen für Ärzte bei der Entscheidungsfindung welcher Diagnose- und Therapieweg eingeschlagen werden soll.

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) 2015

Neue S3-Leitlinie Nierenzellkarzinom: Sunitinib, Temsirolimus und Axitinib als Standards mit höchster Evidenz empfohlen

 

Hamburg (24. September 2015) - Die erste deutsche evidenz-und konsensbasierte S3-Leitlinie zum Nierenzellkarzinom „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms“ der federführenden Fachgesellschaften DGU (Deutsche Gesellschaft für Urologie) und DGHO (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie) wurde im Rahmen des diesjährigen DGU-Kongresses in Hamburg veröffentlicht. „Warum ist die Leitlinie so bedeutsam?“ Mit dieser Frage eröffnete Prof. Dr. Jan Roigas, Chefarzt der Vivantes Klinika für Urologie am Urban sowie im Friedrichshain in Berlin und beteiligt an der Erstellung der S3-Leitlinie, das Fachpressegespräch von Pfizer Oncology.

Axitinib bei Nierenzellkrebs

Anhaltspunkt für beträchtlichen Zusatznutzen

 

Im Vergleich zu Sorafenib haben bestimmte Patienten zum Teil weniger Nebenwirkungen

 

Köln (2. Januar 2013) - Der Wirkstoff Axitinib (Handelsname Inlyta®) ist seit September 2012 zur Behandlung von Menschen mit einem fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom zugelassen, bei denen eine Therapie mit Sunitinib oder einem Zytokin erfolglos war. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft. Demnach gibt es einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber dem Wirkstoff Sorafenib, da das Risiko für bestimmte Nebenwirkungen bei Axitinib geringer ist. Für den Vergleich mit Everolimus ist mangels geeigneter Daten ein Zusatznutzen dagegen nicht belegt.

Ein Fazit aus 5 Jahren Avastin®

IFN bei fortgeschrittenem RCC

 

Leipzig (28. September 2012) - Die antiangiogene Therapie mit Bevacizumab (Avastin) plus Interferon alfa-2a (IFN) hat sich als effektive First-Line-Option beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom (RCC) bewährt. Zahlreiche klinische Studien haben die Wirksamkeit und Sicherheit von Bevacizumab/IFN belegt. Seit der Zulassung in 2007 liegen umfangreiche praktische Erfahrungen vor. Auf dem Jubiläumspressegespräch der Roche Pharma AG anlässlich des 64. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Leipzig zogen Professor Dr. Christian Doehn, Lübeck, und Professor Dr. Jan Roigas, Berlin, ein Fazit aus den vergangenen fünf Jahren.

 

8. AIO-Herbstkongress

Ansprechen auf Sunitinib ist wichtiges Entscheidungskriterium in der Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC)

 

Sunitinib ist ein Erstlinienstandard beim mRCC, als Therapiestandard bei gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) nach Imatinib-Versagen etabliert und wird in der Therapie von pankreatischen neuroendokrinen Tumoren (pNET) eingesetzt.1

 

Berlin (17. November 2011) – Mit Sunitinib wurde eine objektive Ansprechrate von 47% in einer Phase-III-Zulassungsstudie zur Erstlinientherapie des metastasierten Nierenzellkarzinoms (mRCC) erreicht. Bei anderen Substanzen beträgt diese etwa 30%.2-8 Dass dies auch klinisch höchst relevant ist, unterstrich Professor Dr. Kurt Miller**, Berlin, auf einer Presseveranstaltung von Pfizer Oncology9: „Für viele Patienten ist es sehr motivierend, eine Verkleinerung des Tumors zu sehen – also zu sehen, dass ein Medikament das tut, was es tun soll. Zudem können durch Metastasen hervorgerufene Beschwerden gelindert werden.“ Darüber hinaus weisen aktuelle Daten darauf hin, dass beim mRCC zwischen dem Ansprechen eines zielgerichteten Medikaments und dem Gesamtüberleben ein Zusammenhang bestehen könnte.10

Fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom

Das Potenzial von Bevacizumab/IFN first-line für patientenindividuelle Sequenztherapie ausschöpfen

 

Hamburg (15. September 2011) - Bevacizumab (Avastin®) plus Interferon alpha-2a (IFN) hat sich als hochwirksame und verträgliche First-Line-Therapie für Patienten mit fortgeschrittenem klarzelligen RCC bei niedrigem bis mittlerem Risiko bewährt. Aktuelle Zwischenergebnisse der einarmigen Phase-II-Studie BEVLiN zeigten nun, dass die Verträglichkeit weiter verbessert werden kann, indem das IFN als nebenwirkungsträchtiger Therapiepartner in reduzierter Dosis mit Bevacizumab kombiniert wird [1]. Der klinische Nutzen der Therapie blieb dabei erhalten: Die Patienten im BEVLiN-Kollektiv erreichten ein medianes progressionsfreies Überleben (PFS) von 14,8 Monaten.