Lymphome

Refraktäres indolentes Non-Hodgkin-Lymphom

Gazyvaro erzielt deutlich längeres progressionsfreies Überleben

 

Bonn (16. Juni 2015) - Der Anti-CD20-Antikörper Gazyvaro® (Obinutuzumab) hat in der GADOLIN-Studie eine hohe Wirksamkeit bei der Behandlung von Patienten mit refraktärem indolentem Non-Hodgkin-Lymphom (iNHL) gezeigt – das belegt eine aktuelle Analyse, die erstmals im Rahmen der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurde.1 Die Behandlung mit Obinutuzumab/Bendamustin und anschließender Erhaltungstherapie mit Obinutuzumab über zwei Jahre, reduzierte das Risiko für Progression oder Tod gegenüber einer Behandlung mit Bendamustin allein um 45 % (p = 0,00011). Aufgrund dieses signifikanten Behandlungsvorteils beim primären Studienendpunkt wurde die Studie nach der geplanten Interimsanalyse einer unabhängigen Kontrollkommission vorzeitig beendet. 

roche_logoEU-Zulassung für MabThera SC

Lymphom-Therapie wesentlich vereinfacht

 

Berlin (20. Mai 2014) - Die neue subkutane Applikation (SC) des Anti-CD20-Antikörpers MabThera® (Rituximab, Roche) wurde von der EU Kommission für Patienten mit follikulärem Lymphom (FL) und diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) zugelassen. Durch die subkutane Gabe des Antikörpers wird die Therapie für Ärzte und medizinisches Fachpersonal erheblich vereinfacht. Bei gleicher Wirksamkeit und Verträglichkeit kann MabThera SC innerhalb weniger Minuten gegeben werden. Die deutlich kürzere Injektionszeit verbessert die Behandlung und Lebensqualität für Lymphompatienten.

 

Ein Plus an Lebensqualität

Deutlich kürzere Behandlungsdauer durch MabThera SC

 

Wien, Österreich (21. Oktober 2013) - Mit MabThera (Rituximab)-haltigen Therapieprotokollen wurden hohe Heilungsraten bei Patienten mit diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) bzw. die Verlängerung des Gesamtüberlebens bei Patienten mit follikulärem Lymphom (FL) zu erreichbaren Therapiezielen. Mittlerweile ist MabThera in Kombination mit einer Chemotherapie der zentrale Baustein in der Therapie des FL und DLBCL. Roche arbeitet zudem stetig an der dynamischen Verbesserung der Behandlungskonzepte. So wird mit der neuen subkutanen (SC) Applikation des monoklonalen Antikörpers die Behandlungsdauer wesentlich verkürzt. Die für Patienten und medizinisches Personal komfortablere Therapie stand im Fokus des Roche-Satellitensymposiums, das im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie (DGHO, ÖGHO, SGMO und SGH) in Wien stattfand.

 

Hersteller legt keine geeigneten Daten vor: Patienten in der Vergleichsgruppe nicht gemäß Zulassung behandelt

Pixantron: Keine Belege für Zusatznutzen

 

Köln (1. März 2013) - Pixantron (Handelsname Pixuvri ®) ist seit Mai 2012 in Deutschland zur Behandlung von bestimmten Patientinnen und Patienten mit aggressiven Non-Hodgkin-B-Zell-Lymphomen (B-Zell-NHL) zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat jetzt den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft. Demnach hat der Hersteller in seinem Dossier keine geeigneten Daten vorgelegt. Denn in der Studie, deren Ergebnisse er heranzieht, wurden die Patientinnen und Patienten in der Kontrollgruppe nicht so behandelt, wie es die Zulassung für die zweckmäßige Vergleichstherapie des G-BA vorsieht. Und selbst eine Begründung, warum die Daten dennoch anwendbar sein könnten, bleibt der Hersteller schuldig. Ein Zusatznutzen von Pixantron lässt sich aus dem Dossier deshalb nicht ableiten.

 

Cell Therapeutics, Inc. (CTI)

Pixuvri® jetzt auch in Deutschland zur Behandlung des mehrfach rezidivierten oder therapierefraktären aggressiven B-Zell-Lymphoms verfügbar

 

  • Erste und bisher einzige in der EU zugelassene Therapieoption für diese Patientengruppe
  • Für die mit Pixuvri behandelten Patienten belegen die Ergebnisse der Zulassungsstudie deutlich bessere Ansprechraten als mit der Vergleichstherapie

 

Seattle, USA (16. Januar 2013) - Cell Therapeutics, Inc. (CTI) (Nasdaq und MTA: CTIC), ein biopharmazeutisches Unternehmen; das sich auf die praktische Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse im Bereich neuer Krebstherapien konzentriert, gab heute bekannt, dass Pixuvri® (Pixantron) ab sofort in Deutschland zur Verfügung steht. Pixuvri stellt die erste in der EU zugelassene Therapie für erwachsene Patienten mit mehrfach rezidiviertem oder therapierefraktärem aggressivem B-Zell-Lymphom (NHL) dar. Pixuvri erhielt 2012 die bedingte Zulassung durch die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) und ist das erste Medikament in der EU, das für diese Indikation zugelassen ist.

 

G-BA

Allogene Stammzelltransplantation mit nicht-verwandtem Spender bei Hodgkin-Lymphom bleibt GKV-Leistung im Krankenhaus

 

Berlin (20. Dezember 2012) – Erwachsenen Patientinnen und Patienten, die an einem Hodgkin-Lymphom leiden, steht auch weiterhin die stationäre Behandlungsmöglichkeit einer allogenen Stammzelltransplantation mit nicht-verwandtem Spender zur Verfügung. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin.

 

Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) hat seine Broschüre „Aktuelle Lymphom-Studien“ in einer Neuauflage veröffentlicht. Auf 48 Seiten informiert das Heft Ärzte, Lymphom-Patienten und ihre Angehörigen über die wichtigsten Therapie-Studien der KML-Studiengruppen. Einleitend werden die Bedeutung und die Hintergründe klinischer Studien erläutert. Ein umfangreiches Glossar der wichtigsten Fachbegriffe rundet die Information ab. Die Broschüre ist kostenlos und kann in der KML-Geschäftsstelle angefordert oder von der Internetseite http://www.lymphome.de heruntergeladen werden.Broschüre Aktuelle Lymphom-Studien 2012

 

Köln (12. Januar 2012) - Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. (KML) hat seine Broschüre „Aktuelle Lymphom-Studien“ in einer Neuauflage veröffentlicht. Auf 48 Seiten informiert das Heft Ärzte, Lymphom-Patienten und ihre Angehörigen über die wichtigsten Therapie-Studien der KML-Studiengruppen. Einleitend werden die Bedeutung und die Hintergründe klinischer Studien erläutert. Ein umfangreiches Glossar der wichtigsten Fachbegriffe rundet die Information ab. Die Broschüre ist kostenlos und kann in der KML-Geschäftsstelle angefordert oder von der Internetseite http://www.lymphome.de heruntergeladen werden.

 

Mode-Of-Action von Zevalin®. Photo: Bayer HealthCareNeue Daten zur Radioimmuntherapie mit Zevalin®

Konsolidierung verlängert progressionsfreies Überleben um fast 3 Jahre

 

„Radioimmuntherapie – denn sie tun nicht was sie wissen!“

 

Köln (12. April 2011) – Die Radioimmuntherapie (RIT) mit 90Y-Ibritumumab-Tiuxetan (Zevalin®) hat sich beim follikulären Lymphom als vielversprechender Ansatz erwiesen. Zunächst für Patienten mit refraktärem oder rezidiviertem CD20-positivem follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom vom B-Zell-Typ zugelassen, hat sich die Substanz inzwischen auch bei neu diagnostizierten Patienten bewährt. In der FIT-Studie wurde durch die First-line-Konsolidierungstherapie mit dem Antikörper eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) um fast 3 Jahre erreicht. Dies führte 2008 zur Zulassung von Zevalin® auch in dieser Indikation. Zudem könnte die RIT eine effektive und gut verträgliche Alternative zur First-line-Chemotherapie werden: In einer Phase-II-Studie wurden ähnlich hohe Remissionsraten wie mit einer Standard-Chemotherapie erreicht. Die neuen, kürzlich auf der ASH-Jahrestagung vorgestellten Daten zu Zevalin® und praktische Aspekte der RIT waren Thema einer Pressekonferenz von Bayer Vital in Köln.

 

Lymphsystem. Photo: Roche PharmaRituximab-Erhaltungstherapie beim Follikulären Lymphom in allen Therapielinien zugelassen

 

Frankfurt am Main (13. Januar 2011) – Die Ergebnisse der PRIMA-Studie haben jüngst zur Zulassung des monoklonalen Antikörpers Rituximab (MabThera®) für die Erstlinien-Erhaltungstherapie des Follikulären Lymphoms durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA geführt. Die positiven ersten Resultate dieser internationalen Studie wurden Anfang Dezember 2010 durch aktualisierte Daten bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Orlando untermauert. Sie zeigen, dass die Gabe von MabThera alle 2 Monate über 2 Jahre die progressionsfreie Überlebenszeit (PFS) signifikant verlängert und dabei das Rezidiv-Risiko etwa halbiert. In den aktuellen Leitlinien mehrerer deutscher, europäischer und US-amerikanischer Fachgesellschaften ist die MabThera-Erhaltungstherapie bereits als Standard in der Erstlinienbehandlung des Follikulären Lymphoms definiert.

 

Non-Hodgkin-Lymphom

Erhaltungstherapie mit Rituximab beim follikulären Lymphom

 

Prof. Dr. med. Wolfgang Hiddemann

 

Berlin (3. Oktober 2010) - Trotz zahlreicher unterschiedlicher therapeutischer Ansätze war die Behandlung von  Patienten mit fortgeschrittenen follikulären Lymphomen bis vor wenigen Jahren äußerst unbefriedigend. Diese Situation änderte sich in fast dramatischer Weise mit der Einführung des Anti-CD20-Antikörpers Rituximab (MabThera®). Durch die Kombination von Rituximab mit einer Chemotherapie konnte in vier großen multizentrischen Therapiestudien übereinstimmend erstmals eine signifikante Verlängerung des krankheitsfreien Intervalls und insbesondere auch der Überlebenszeit gezeigt werden. Diese Therapie gilt daher heute als Standard-Induktionstherapie beim unbehandelten follikulären Lymphom (FL) ebenso wie im Rezidiv.

 

Zulassungsempfehlung: Erhaltungstherapie mit MabThera® beim neu diagnostizierten follikulären Lymphom

Positive Opinion des CHMP an die EMA

 

Grenzach-Wyhlen (24. September 2010) – Roche gibt heute bekannt, dass der Ausschuss für Humanarzneimittel CHMP der EMA die positive Stellungnahme für die Erhaltungstherapie mit Rituximab (MabThera®) in der First-line-Therapie des follikulären Non-Hodgkin-Lymphoms ausgesprochen hat. Damit wird der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Erweiterung der Zulassung von Rituximab auf diese Indikation empfohlen. Rituximab gehört in Kombination mit einer Chemotherapie seit Jahren zur Standard-Induktionsbehandlung von Non-Hodgkin-Lymphomen. Der zusätzliche Nutzen der Erhaltungstherapie beim follikulären Lymphom wurde erst kürzlich in der großen internationalen Studie PRIMA1 gezeigt.