Roche Symposium AIO 2018 BerlinAIO 2018

Personalisierte Medizin überschreitet Entitätsgrenzen

Berlin (16. November 2018) - Die Onkologie befindet sich im Umbruch. Verbesserte diagnostische Verfahren, digitale Tools und innovative Medikamente machen es schon heute möglich, viele Patienten individuell zu behandeln. Gleichzeitig setzen neue Therapiekonzepte auf entitätsübergreifende Ansätze, wie beispielsweise die Prüfsubstanz Entrectinib bei NTRK-positiven Tumoren. In einer gepoolten Analyse zeigte Entrectinib eine Ansprechrate von 57,4 % bei lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren.1 Im Rahmen eines Symposiums der Roche Pharma AG auf dem diesjährigen Herbstkongress der Arbeitsgruppe Internistische Onkologie (AIO) schilderte Dr. Benedikt Westphalen, Koordinator des Molekularen Diagnostik und Therapieprogramms des Comprehensive Cancer Center München, wie die Personalisierte Medizin bereits heute zum Einsatz kommt und wohin sie sich entwickelt.


Wie keine andere Fachdisziplin ist die Onkologie ein zunehmend datengetriebenes Forschungs- und Therapiegebiet. Patienten mit malignen Erkrankungen werden mehr und mehr aufgrund der spezifischen genetischen Veränderungen ihres Tumors stratifiziert und im Sinne der personalisierten Medizin behandelt. Die Basis dafür sind umfassende Daten, die eine leistungsstarke, molekulargenetische Diagnostik heute liefert.


Der Tumor-agnostische Behandlungsansatz – Krebs als eine Krankheit des Genoms

 
Die umfassende molekulare Diagnostik eines Tumors ist der erste Schritt zu einem Umdenken in der personalisierten Krebstherapie. „In Zukunft werden Tumoren zunehmend auch anhand ihrer molekularen Marker und über Entitätsgrenzen hinweg behandelt. Um diese teils seltenen genomischen Alterationen identifizieren zu können, ist ein umfassendes Tumorprofiling von großer Bedeutung. Wir erwarten, dass Behandlungsstrategien, die Entitätsgrenzen überschreiten, zukünftig deutlich an Bedeutung gewinnen werden“, sagte Dr. Benedikt Westphalen im Rahmen seines Vortrages.
 
Beispielhaft für einen entitätsübergreifenden Behandlungsansatz ist die Prüfsubstanz Entrectinib, welche zum Einsatz bei NTRK Fusion-positiven, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten soliden Tumoren in 10 verschiedenen Tumorentitäten erforscht wird. Eine kürzlich auf dem ESMO 2018 vorgestellte gepoolte Analyse (n = 54) der Phase-I- und -II-Studien STARTRK-1, STARTRK-2 und ALKA-372-001 belegte, dass 57,4 % der Patienten im lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Setting auf die Behandlung ansprachen. Die Wirksamkeit zeigte sich über ein breites Spektrum an Tumorentitäten. Im Median profitierten die Patienten mehr als 10 Monate von der Behandlung mit Entrectinib (DOR = 10,4 Monate). Nach einem medianen Follow-up von 12,9 Monaten lag das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) bei 11,2 Monaten – das mediane Gesamtüberleben (OS) bei 20,9 Monaten.1
 
Gemeinsam mit Foundation Medicine Inc. nutzt Roche seine Expertise in der Personalisierten Medizin und ermöglicht umfassende Tumorprofilanalysen, bei denen mit Hilfe moderner Next-Generation-Sequencing-(NGS-)Verfahren, die molekularen Grundlagen und Treiber der Krebserkrankung aufgedeckt werden. Der Service FoundationOne® CDx analysiert mittels NGS mehr als 300 krebsrelevante Gene auf alle vier Klassen genetischer Veränderungen (Basensubstitutionen, Insertionen/Deletionen, Genfusionen und Kopienzahl­variationen) und liefert einen Report, der alle gefundenen Genmutationen und dazu passende Therapie­optionen sowie klinische Studien auflistet. Dieser Ansatz kann dazu beitragen, um Patienten mit NTRK Fusion-positiven Tumoren zu identifizieren, die von einer Behandlung mit Entrectinib profitieren können.
 
 
 
Literaturverweise

[1] Demetri GD et al., ESMO 2018; Abstract LBA17
[2] Ahn M-J, Cho BC, Siena S et al., IASLC 18th WCLC 2017; Abstract 8564
[3] Rolfo C et al., Expert Opin Investig Drugs 2015; 24 (11): 1493-500

 
 
 
Eindeutige Kennzeichnung von biologischen Arzneimitteln in der medizinischen Kommunikation

 
Für die Patientensicherheit ist es wichtig, biologische Arzneimittel durch ihren Handelsnamen klar zu kennzeichnen. Nur so kann gewährleistet werden, dass mögliche Nebenwirkungen eindeutig einem bestimmten Produkt zugeordnet und zurückverfolgt werden können. Analog europäischer behördlicher Vorgaben für die Dokumentation des Handelsnamens in der Patientenakte nennt Roche in Publikationen, Texten und Presseinformationen deshalb neben dem internationalen Freinamen auch den Handelsnamen.
 
 
 
Roche weltweit

 
Roche ist ein globales Unternehmen mit Vorreiterrolle in der Erforschung und Entwicklung von Medikamenten und Diagnostika und ist darauf fokussiert, Menschen durch wissenschaftlichen Fortschritt ein besseres, längeres Leben zu ermöglichen. Dank der Kombination von Pharma und Diagnostika unter einem Dach ist Roche führend in der personalisierten Medizin – einer Strategie mit dem Ziel, jedem Patienten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.
 
Roche ist das größte Biotech-Unternehmen weltweit mit differenzierten Medikamenten für die Onkologie, Immunologie, Infektionskrankheiten, Augenheilkunde und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche ist auch der bedeutendste Anbieter von In-vitro- Diagnostika und gewebebasierten Krebstests und ein Pionier im Diabetesmanagement.
 
Seit der Gründung im Jahr 1896 erforscht Roche bessere Wege, um Krankheiten zu verhindern, zu erkennen und zu behandeln und leistet einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung. Zum Ziel des Unternehmens gehört es durch Kooperationen mit allen relevanten Partnern den Zugang von Patienten zu medizinischen Innovationen zu verbessern. Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation stehen heute 30 von Roche entwickelte Medikamente, darunter lebensrettende Antibiotika, Malariamittel und Krebsmedikamente. Ausgezeichnet wurde Roche zudem bereits das neunte Jahr in Folge als das nachhaltigste Unternehmen innerhalb der Pharma-, Biotechnologie- und Life-Sciences- Branche im Dow Jones Sustainability Index.
 

Die Roche-Gruppe mit Hauptsitz in Basel, Schweiz ist in über 100 Ländern tätig und beschäftigte 2017 weltweit rund 94.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Jahr 2017 investierte Roche CHF 10,4 Milliarden in Forschung und Entwicklung und erzielte einen Umsatz von CHF 53,3 Milliarden. Genentech in den USA gehört vollständig zur Roche-Gruppe. Roche ist Mehrheitsaktionär von Chugai Pharmaceutical, Japan.

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Roche in Deutschland

 
Roche beschäftigt in Deutschland rund 16.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Pharma und Diagnostik. Das Unternehmen ist an den drei Standorten in Grenzach-Wyhlen (Roche Pharma AG), Mannheim (Roche Diagnostics GmbH, Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Roche Diabetes Care GmbH sowie Roche Diabetes Care Deutschland GmbH) und Penzberg (Biotechnologie-Kompetenzzentrum, Roche Diagnostics GmbH) vertreten. Die Schwerpunkte erstrecken sich über die gesamte Wertschöpfungskette der beiden Geschäftsbereiche Pharma und Diagnostics: von Forschung und Entwicklung über Produktion, Logistik bis hin zu Marketing und Vertrieb, wobei jeder Standort neben dem Deutschland-Geschäft auch globale Aufgaben wahrnimmt. Roche bekennt sich klar zu den deutschen Standorten und hat in den letzten fünf Jahren in diese rund 2,5 Milliarden Euro investiert.

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Roche Pharma AG


Die Roche Pharma AG im südbadischen Grenzach-Wyhlen verantwortet mit rund 1.400 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das deutsche Pharmageschäft. Dazu gehören Marketing und Vertrieb von Roche Medikamenten in Deutschland sowie der Austausch mit Wissenschaftlern, Forschern und Ärzten in Praxen und Krankenhäusern. Im Bereich der klinischen Forschung koordiniert der Standort alle zulassungsrelevanten Studien für Deutschland sowie Studien für bereits auf dem Markt befindliche Produkte. Für den europäischen Raum erfolgen in Grenzach-Wyhlen zudem zentrale Elemente der technischen Qualitätssicherung.



Quelle: Roche Pharma, 16.11.2018 (tB).