Multiple Sklerose

Kompetenznetz MS will Grundlagen- und klinische Forschung enger verzahnen

Multiple Sklerose: Vernetzte Forschung zum Patientenwohl

 

München (5. März 2013) – Die Mitglieder des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) haben sich gestern in München zu ihrer Auftaktveranstaltung in die zweite Förderperiode getroffen. Insgesamt 13 Projekte mit zum Teil mehreren Subprojekten sind von einem internationalen Gutachtergremium zur Förderung empfohlen worden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung investiert in den kommenden drei Jahren rund 7 Millionen Euro in die Multiple Sklerose (MS) Forschung.

 

GKV-Spitzenverband

AMNOG-Verhandlungen für MS-Therapeutikum erfolgreich beendet

 

Berlin (1. März 2013) - Der GKV-Spitzenverband und das Unternehmen Biogen Idec haben sich im Rahmen von konstruktiven und fairen Verhandlungen nach dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) fristgerecht auf einen Erstattungsbetrag für das Therapeutikum Fampyra® (Fampridin) geeinigt. Fampyra® ist zugelassen, um die Gehfähigkeit bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) der Schweregrade EDSS 4-7 zu verbessern. Der verhandelte Erstattungsbetrag spiegelt den Interessensausgleich zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und Biogen Idec wider. Mit ihm liegt erstmals ein Verhandlungsergebnis für ein neues Arzneimittel mit einer nicht-medikamentösen zweckmäßigen Vergleichstherapie vor.

 

Multiple Sklerose

Durch individuelle Behandlungskonzepte Therapieziele erreichen und Lebensqualität sichern

 

Ismaning (28. Februar 2013) - Schübe verhindern, die Behinderungs-progression stoppen und im Idealfall die Freiheit von jeglicher Krankheitsaktivität erlangen: Um diese Therapieziele zu erreichen, sind individuell auf den Patienten abgestimmte Behandlungskonzepte essenziell. Biogen Idec setzt auf diesem Gebiet immer wieder neue Maßstäbe. Die 1x wöchentliche Applikationsfrequenz macht das etablierte Basistherapeutikum Interferon beta-1a i.m. (Avonex®) besonders patientenfreundlich, was sich positiv auf die Adhärenz und damit auf den langfristigen Therapierfolg auswirkt. Für Patienten, die trotz Basistherapie Krankheits-aktivität aufweisen, ist eine rechtzeitige Therapieoptimierung beispielsweise mit Natalizumab (Tysabri®) entscheidend, denn diese zeigt vor allem in einem frühen therapeutischen Zeitfenster den größten Nutzen. Mit dem JCV-Antikörper-Test STRATIFY JCV kann das individuelle Sicherheitsprofil des Patienten bestimmt werden – der Status „seronegativ“ gibt größtmögliche Sicherheit und erleichtert dadurch den rechtzeitigen Therapiestart. Die symptomatische Behandlung mit dem oralen Kaliumkanalblocker Fampridin (Fampyra®) kann gezielt die Gehfähigkeit der Responder verbessern und so zum Erhalt ihrer Lebensqualität beitragen. Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten namhafte Experten aktuelle Aspekte und Erkenntnisse zur Therapie der Multiplen Sklerose und gaben einen Ausblick auf neue Therapieoptionen.

Überarbeitete Empfehlung, wann die Überwachung analog zur Erstgabe wiederholt werden sollte

Rote-Hand-Brief zu Gilenya® (Fingolimod)

 

Berlin (8. Januar 2013) - Das selektive Immunsuppressivum Fingolimod ist als Monotherapie zugelassen zur Behandlung von Patienten mit hochaktiver, schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose, die entweder eine hohe Krankheitsaktivität trotz Behandlung mit einem Beta-Interferon zeigen oder die einen rasch fortschreitenden, schweren Verlauf aufweisen.

 

Der Patient im Fokus

Vorteile der 1x wöchentlichen MS-Basistherapie

 

Nürnberg (4. Dezember 2012) - In der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist Interferon beta-1a i.m. (Avonex®) als effektives und gut verträgliches Basistherapeutikum etabliert. MS-Patienten profitieren zudem von der nur 1x wöchentlichen Anwendung, die mit der Einführung des automatischen Avonex® Pen™ noch einfacher geworden ist. Welchen Stellenwert diese Vorteile in der Praxis haben, erläuterte Privatdozent PD Dr. Ralf Linker, Erlangen, im Gespräch mit der MS-Schwester Tanja Stirnweiß und einer Patientin im Rahmen einer Presseveranstaltung der Biogen Idec GmbH.

 

Multiple Sklerose

Neue Methode zum Nachweis von MS in Aussicht

 

Hannover (22. Oktober 2012) - Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben eine neue Methode zum Nachweis von Multipler Sklerose (MS) sowie zur Unterscheidung verschiedener Verlaufensformen dieser Erkrankung ausfindig gemacht. Sie machen ihre Ergebnisse an einer Studie mit mehr als 100 Teilnehmern fest, die Daten müssen noch in einer zweiten Untersuchung mit mehr als 1.000 Patienten überprüft werden. Die Forscher veröffentlichten ihre Erkenntnisse in der aktuellen Ausgabe der angesehenen Zeitschrift Neurology.

 

Photo: AlmirallMultiple Sklerose

Zusatztherapie mit Sativex® bessert Symptome der MS-induzierten Spastik bei mehr als der Hälfte der Patienten

 

Hamburg (28. September 2012) – MS-induzierte Spastik mit Muskelsteifigkeit, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen belastet viele MS-Patienten schwer. Mit dem Endocannabinoidsystem-Modulator Sativex® konnte in der aktuellen Studie MOVE-2 die Spastik bei 58 Prozent der Patienten merklich gelindert werden. Die Therapiezufriedenheit stieg bei über einem Drittel der Patienten. Bestätigt werden die Studiendaten durch klinische Erfahrungen - beispielsweise von Professor Dr. med. Jürgen Koehler, Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter der Marianne-Strauß-Klinik in Berg, der bereits über 120 Patienten mit MS-induzierter Spastik mit dem Oromukosalspray behandelt hat.

 

DGN-Kongress 2012

Orales BG-12: Aktuelle Ergebnisse der klinischen Studien

 

Hamburg (27. September 2012) - BG-12 (Dimethylfumarat) wurde von Biogen Idec Anfang des Jahres zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose (RRMS) zur Zulassung eingereicht. Mit der Entwicklung des neuen oral zu verabreichenden Präparats reagierte das Unternehmen auf den medizinischen Bedarf für neue MS-Therapien. In den Zulassungsstudien DEFINE und CONFIRM zeigte BG-12 eine gute klinische Wirksamkeit sowie ein günstiges Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil. Auf einem Symposium der Biogen Idec GmbH im Rahmen des 85. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Hamburg präsentierte der Neurologe Professor Dr. med. Bernhard Hemmer, München, aktuelle Ergebnisse der klinischen Zulassungsstudien, die kürzlich im New England Journal of Medicine publiziert wurden (http://www.nejm.org).

 

Interferon beta-1b bei der Multiplen Sklerose

Mit Therapievereinfachungen und guter Verträglichkeit die Adhärenz der Patienten stärken

 

Hamburg/Leverkusen (26. September 2012) – Eine der großen Herausforderungen bei der Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS) ist nicht selten deren mangelnde Therapietreue. So brechen nach ungefähr 2 Jahren Behandlung bis zu 48% der MS-Patienten die Therapie ab.1 Häufige Gründe für einen Therapieabbruch bei der MS sind ganz allgemein eine Behinderungsprogression und eine mangelnde Wirksamkeit sowie Nebenwirkungen der Therapie.1,2,3,4,5,6 Nehmen Patienten dagegen an einem Nurse-Programm teil, zeigt sich eine deutlich größere Therapieadhärenz: 88 Prozent der Patienten im „BETA Nurse Program“ aus den USA behielten auch 13 Monate nach Beginn ihre Therapie bei.7

 

Sichere Tablette in Aussicht

Zwei Studien bestätigen Wirksamkeit der Fumarsäure gegen MS

 

Berlin (20. September 2012) - Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer Multiple-Sklerose-Tablette ohne gefährliche Nebenwirkungen für die Patienten ist erreicht. Gleich zwei große Studien mit dem Wirkstoff Fumarat (Fumarsäure) bei schubförmiger Multiple Sklerose (MS) erschienen heute im renommierten New England Journal of Medicine. Professor Ralf Gold, Direktor der Neurologischen Klinik, St. Josef Hospital Klinikum der Ruhr Universität Bochum, leitete eine der beiden Studien.

 

Multiple Sklerose

Patienten nach Studie verunsichert – Interferon-Therapie bleibt aber unverzichtbar

 

Berlin (13. August 2012) – Interferonpräparate werden als Standardtherapie bei Multipler Sklerose (MS) eingesetzt. In der Vergangenheit konnten mehrere Studien zeigen, dass diese Medikamente die Entzündungsaktivität im Zentralen Nervensystem reduzieren. Der Einfluss auf das Fortschreiten der Behinderung hingegen, also, ob Patienten auf Gehhilfen oder den Rollstuhl angewiesen sind, ist bislang nicht überzeugend positiv oder negativ belegt. Um dieser Frage nachzugehen, werteten Wissenschaftler aus Kanada Material aus Patientendatenbanken aus. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Interferontherapie das Voranschreiten einer Behinderung nicht bremse. Diese Nachricht hat viele Patienten verunsichert, doch bei genauerem Hinsehen weist die Studie starke methodische Schwächen auf.

Neue Hypothese zur Entstehung der Multiplen Sklerose

 

Berlin (8. Juli 2012) – Eine heute publizierte Studie in der Fachzeitschrift Nature mit deutscher Beteiligung wirft neues Licht auf die genetischen Ursachen der chronischen Krankheit Multiple Sklerose. Die Patienten weisen einen veränderten TNF-Rezeptor-1 auf, der nun als Schlüsselprotein im Krankheitsgeschehen in Frage kommt. „Diese Rezeptorvariante ist spezifisch für MS-Patienten und darum Ansatzpunkt für die Entwicklung verbesserter Therapien“, erklärt Professor Ralf Gold, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Direktor der Neurologischen Klinik an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist mit seinem Team an dieser Studie beteiligt, die vom Immunologen Lars Fugger an der Universität Oxford initiiert wurde.

 

Natalizumab bei Multipler Sklerose

Schutz der Patienten vor der schweren Viruserkrankung PML

 

Berlin (29. Juni 2012) – Das Medikament Natalizumab gilt seit seiner Einführung in Europa vor etwa sechs Jahren als großer Fortschritt bei der Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose. Allerdings kann bei Patienten, die bestimmte Risikofaktoren aufweisen, unter einer längeren Behandlung mit dem monoklonalen Antikörper als Nebenwirkung eine schwere Viruserkrankung auftreten, die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML). Dies wurde im Rahmen einer aktuellen Analyse klinischer Studien und eines schwedischen Registers bestätigt. Gleichzeitig wurde in Deutschland ein neuer Aufklärungsbogen für Patienten veröffentlicht.

 

Abb.: Auf der Suche nach Biomarkern bei MS-Patienten: Prof. Dr. Heinz Wiendl (Mitte) und sein Team. Foto: WWU/FZEU-Förderung für internationales Forschungsprojekt zur Multiplen Sklerose

Gesucht: Die MS-Therapie „nach Maß“

 

Münster (22. Juni 2012) - Seitdem er mit dem Wirkstoff Natalizumab behandelt werde, habe er keine Beschwerden mehr, berichtet ein Patient mit Multipler Sklerose (MS) im Internet. Er schließt mit dem Satz: „Ich bin froh und zufrieden.“ Doch so geht es nicht allen MS-Kranken: Natalizumab kann auch die progressive multifokale Leukoenzephalopathie - kurz: PML - auslösen. Sie verändert das Nervensystem und kann sogar tödlich enden. Wie lässt sich feststellen, wem das Medikament hilft und wem es wann schadet? Das untersuchen nun in einem groß angelegten Netzwerk-Projekt Wissenschaftler von zwei französischen und zwei spanischen Hochschulen sowie der Universität Münster zusammen mit einem Partner aus der Industrie.

Oromukosalspray Sativex® bei MS-induzierter Spastik

G-BA stellt Zusatznutzen fest

 

Hamburg (21. Juni 2012) – Die Beschlussfassung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in der frühen Nutzenbewertung zu Sativex®, einem Endocannabinoidsystem-Modulator, ist positiv ausgefallen. Der G-BA bestätigte einen geringen Zusatznutzen für den Gebrauch als Zusatztherapie bei MS-induzierter Spastik. Dies steht der Einschätzung durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) entgegen, das Sativex® aus formalen Gründen keinen Zusatznutzen bescheinigt hatte.

 

Das erste orale MS-Arzneimittel steht seit einem Jahr zur Verfügung

Gilenya® überzeugt mit Langzeitdaten bis zu sieben Jahre

 

  • Erfahrung aus bis zu sieben Jahren: Neue Daten bestätigen die anhaltende hohe Wirksamkeit und Sicherheit1
  • Im Durchschnitt erlitt jeder Patient nur etwa alle sechs Jahre einen Schub – mehr als die Hälfte der Patienten blieb schubfrei1
  • FIRST-Studie mit über 2.400 Patienten belegt niedrige Gesamtinzidenz von Bradykardien und Überleitungsstörungen nach Einnahme der ersten Dosis2

 

Berlin / New Orleans, USA (7. Mai 2012) – Jeden Morgen ins Büro gehen, die Freizeit mit Freunden verbringen, mit der Familie rausgehen und aktiv sein: Was sich für viele Menschen als „normaler“ Alltag gestaltet, ist für Multiple Sklerose-Betroffene nicht immer alltäglich: Denn die Angst vor dem nächsten Schub oder der Therapie können das tägliche Leben stark beeinflussen.

Zusatznutzen von Fampridin ist nicht belegt

Hersteller legt keine verwertbaren Studiendaten zur zweckmäßigen Vergleichstherapie vor

Köln (2. Mai 2012) - Fampridin (Handelsname Fampyra®) ist seit Juli 2011 in Deutschland für Patientinnen und Patienten zugelassen, die als Folge einer Multiplen Sklerose (MS), eine Gehbehinderung höheren Grades haben (Grad 4-7 auf der EDSS-Behinderungsskala). Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat den Zusatznutzen des Wirkstoffs gemäß AMNOG überprüft. Demnach gibt es keine Belege für einen Zusatznutzen. Denn der Hersteller hat in seinem Dossier keine verwertbaren Studiendaten für einen Vergleich von Fampridin mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie vorgelegt.