Multiple Sklerose

Abb.: Die Kurven zeigen die zeitliche Reaktion von Nervenfasern, die so genannte Potenzialmessung, nach einer Stimulation (Pfeil). Die Reaktionszeit variiert zwischen einer normalen (grau), einer verzögerten (rot) und einer abgeschwächten Erregungsleitung (grün). Abbildung: AG Saleh IbrahimEntzündungsforschung

Kann der Verlauf von Multipler Sklerose beeinflusst werden?

 

Lübeck (21. August 2014) - Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters „Entzündungsforschung“ der Universität zu Lübeck haben ein Gen identifiziert, welches die Übertragungsgeschwindigkeit von Nervenfasern beeinflusst. Bei der Erkrankung Multiple Sklerose (MS) ist diese Nervenleitungsgeschwindigkeit verändert. Die neuen Erkenntnisse könnten zukünftige Therapien dieser Erkrankung beeinflussen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierte die Studie, die jetzt (Mittwoch, 13.08.) in der internationalen Fachzeitschrift American Journal of Pathology veröffentlicht wurde.

Sicherheitsrelevante Informationen zu Beta-Interferonen

Risiko einer thrombotischen Mikroangiopathie sowie eines nephrotischen Syndroms

 

Bonn (20. August 2014) - Das BfArM informiert in Übereinstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und den Zulassungsinhabern über wichtige Sicherheitshinweise bei der Behandlung der Multiplen Sklerose mit Interferon beta-Arzneimitteln.

IQWiG:Dimethylfumarat bei MS: Zusatznutzen ist nicht belegt

 

Köln (1. August 2014) - Dimethylfumarat (Handelsname Tecfidera) ist seit Januar 2014 für Erwachsene mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Da weder für den direkten noch für den indirekten Vergleich geeignete Daten vorliegen, lässt sich allerdings kein Zusatznutzen feststellen.

Schubförmig-remittierende Multipler Sklerose (RRMS)

PLEGRIDY® (Peginterferon beta-1a) in Europa zur Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose zugelassen

 

Ismaning (25. Juli 2014) – Am 23. Juli 2014 hat die Europäische Kommission (EC) PLEGRIDY® (Peginterferon beta-1a) zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (RRMS), der häufigsten Form der Multiplen Sklerose (MS), zugelassen. Peginterferon beta-1a bewirkt eine signifikante Reduktion der Schubrate und der Behinderungsprogression sowie der Anzahl der im MRT nachweisbaren Läsionen und zeigt dabei ein günstiges Sicherheitsprofil, das dem bekannten Profil der bewährten Interferon-Klasse entspricht.1 Peginterferon beta-1a wird alle 2 Wochen subkutan (s.c.) mit dem PLEGRIDY-Fertigpen, einem neuen automatischen Einweginjektor, oder per vorgefüllter Fertigspritze verabreicht. Die Biogen Idec GmbH wird PLEGRIDY aktiv in den deutschen Markt einführen, sobald das Medikament in der Lauertaxe gelistet ist. Das wird voraussichtlich am 1. September 2014 der Fall sein. Zu diesem Zeitpunkt wird PLEGRIDY auch verfügbar sein.

Therapie mit Natalizumab (TYSABRI®)

Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose können langfristig von starker Wirksamkeit profitieren

 

Frankfurt am Main (3. Juni 2014) - Die Erweiterung der Therapielandschaft und neue Erkenntnisse zur Erkrankung haben die Zielsetzung bei der Behandlung der schubförmig remittierenden Multiplen Sklerose (MS) verändert. Im Fokus steht die möglichst vollständige Krankheitskontrolle, das heißt, die Freiheit von klinischer und subklinischer Krankheitsaktivität. Dieses Ziel nicht nur zu erreichen, sondern auch langfristig zu halten, ist heutzutage die zentrale Aufgabe der MS-Behandlung. Die Rolle von Natalizumab im Gesamtkonzept der MS-Therapie diskutierten die MS-Spezialisten Prof. Sven Meuth (Uniklinikum Münster), PD Dr. Björn Tackenberg (Uniklinikum Marburg) und Dr. Boris Kallmann (MS-Zentrum Bamberg) im Rahmen zweier Expertenforen, deren Ergebnisse sie auf einer Presseveranstaltung der Biogen Idec GmbH in Frankfurt am Main präsentierten.

 

Hoffnung auf Stärkung der Therapieadhärenz: Neuer Injektomat erlaubt individualisiertes Therapiemanagement

BETACONNECT™ - ein weiterer Schritt in die Zukunft

 

München (23. Mai 2014) - Ein Behandlungserfolg ist bei der Multiplen Sklerose (MS) nur bei einer guten Therapieadhärenz zu erwarten. Das aber bedeutet für viele MS-Patienten eine enorme Herausforderung. Mit dem neuen Injektomaten BETACONNECT™ kann die Injektionstherapie individualisiert werden. Das Therapiemanagement wird einfacher, die Behandlung für die Patienten komfortabler. Damit verbindet sich die Hoffnung auf eine bessere Therapieadhärenz.

 

Multiple Sklerose

Aktualisierungen zur Leitlinie online verfügbar

 

München (23. April 2014) - Eine Aktualisierung zur Leitlinie für Multiple Sklerose steht ab sofort auf den Webseiten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) zum Download bereit. Experten des KKNMS haben die aktuelle Überarbeitung federführend im Auftrag der DGN erstellt. In der nun verfügbaren Version finden sich Hinweise zum Umgang mit den neu zugelassenen Medikamenten Alemtuzumab, Teriflunomid und Fumarat sowie ein aktualisiertes Stufentherapieschema, das auch in der KKNMS-App verfügbar ist.

 

Neurodegenerative Prozesse bei Multipler Sklerose

Glatirameracetat: Neue Sicht auf eine bewährte Therapieoption

 

Berlin (18. März 2014) - Aktuelle Erkenntnisse zur Pathophysiologie der Multiplen Sklerose deuten auf zwei unterschiedliche und teilweise voneinander unabhängig zugrunde liegende Mechanismen hin: Traditionell wird MS als progressive, entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems gesehen, deren Marker Schübe und fokale demyelinisierende Läsionen sind.1 Das Verständnis des Krankheitsgeschehens hat sich dabei in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiter entwickelt. In den Fokus rücken zunehmend neurodegenerative Prozesse durch eine diffuse Krankheitsaktivität in normal erscheinendem Gewebe.2,3 Dies erläuterten Experten im Rahmen eines Pressegesprächs von Teva Specialty Medicines in Berlin. Dem neuen Verständnis wird das bereits seit vielen Jahren etablierte Basistherapeutikum Glatirameracetat (Copaxone®) nach wie vor gerecht. Neben der Reduzierung der Schubrate können für den Immunmodulator positive Effekte auf neurodegenerative Prozesse nachgewiesen werden. Dazu gehört beispielsweise die Reduktion der Hirnatrophie.4,5

 

TECFIDERA® (Dimethylfumarat)

Neue, orale Therapieoption zur Basistherapie der schubförmigen Multiplen Sklerose

 

München (28. Februar 2014) - Die Forschung zur Therapie der schubförmigremittierenden Multiplen Sklerose (RRMS) hat in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte erzielt. Studien zeigen, dass die möglichst frühzeitige und wirksame Kontrolle der Krankheitsaktivität einen entscheidenden Einfluss auf den Langzeitverlauf der MS hat [1]. Daraus resultiert die Nachfrage von Ärzten und Patienten nach neuen Behandlungsoptionen, die eine hohe Wirksamkeit mit einer geringen Therapiebelastung* verbinden und zugleich möglichst früh im Krankheitsverlauf eingesetzt werden können. Mit der Zulassung von TECFIDERA® (Dimethylfumarat, DMF) als Basistherapie zur Behandlung der RRMS steht nun ein neues, oral zu verabreichendes Präparat zur Verfügung, das diese Anforderungen erfüllen kann und dem ein bislang in der MS-Therapie ungenutzter Wirkmechanismus zu Grunde liegt. Auf der von Biogen Idec GmbH veranstalteten Launch-Pressekonferenz in München stellten renommierte MS-Experten das klinische Entwicklungsprogramm und die wesentlichen Daten zu DMF vor.

 

Study finds decreased life expectancy for multiple sclerosis patients

 

Boston, MA, USA (January 21, 2014) – The first large scale study in the U.S. on the mortality of patients with multiple sclerosis (MS) has been published and provides new information about the life expectancy of people with the disease. The study appears in the journal Multiple Sclerosis and Related Disorders.

David Kaufman, ScD, of the Slone Epidemiology Center at Boston University, is the lead author. The work is the result of a collaboration between the investigators at BU and their colleagues at University of California San Francisco, the University of Alabama, Heinrich Heine University in Düsseldorf, Care-Safe LLC, a consulting firm and the sponsor of the research, Bayer HealthCare Pharmaceuticals.

 

Bessere Diagnose und Behandlung

Kopfschmerz und Multiple Sklerose

 

Rostock (10. Januar 2014) - Rostocker Forscher haben einen Zusammenhang zwischen der Erkrankung Multiple Sklerose (MS) und dem Auftreten von Kopfschmerzen entdeckt. Neurologen und medizinischen Psychologen gelang der Nachweis, dass vor allem jüngere und weibliche von der Krankheit MS Betroffene an Kopfschmerzen leiden. Diese Erkenntnis hat weitreichende Konsequenzen für die Diagnose und Therapie der noch immer unheilbaren Multiplen Sklerose.

Bei Nebenwirkungen sowohl positive als auch negative Effekte im Vergleich zu Beta-Interferon 1a

Teriflunomid bei MS: Zusatznutzen ist nicht belegt

 

Köln (2. Januar 2014) - Teriflunomid (Handelsname Aubagio) ist seit August 2013 für Erwachsene mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose zugelassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat mit einer frühen Nutzenbewertung gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) überprüft, ob dieser neue Wirkstoff gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie einen Zusatznutzen bietet. Dies ist jedoch nicht der Fall: Zwar treten bei Teriflunomid bestimmte Nebenwirkungen seltener auf als bei Beta-Interferon 1a, andere jedoch häufiger. In der Gesamtschau sieht das IQWiG einen Zusatznutzen als nicht belegt an.

Multiple Sklerose

Den Therapieerfolg vorhersagen

 

Würzburg (23. Dezember 2013) - Menschen mit Multipler Sklerose leiden häufig unter einer Gangstörung. Ein Medikament das ihnen helfen kann, wirkt allerdings nur bei weniger als der Hälfte der Patienten. Mediziner der Neurologischen Uniklinik Würzburg haben jetzt eine Methode entwickelt, den Behandlungserfolg vorherzusagen.

 

Rote-Hand-Brief zu Gilenya® (Fingolimod)

Hämophagozytisches Syndrom

 

Bonn (18. November 2013) - Die Firma Novartis Pharma GmbH informiert über die Meldung von 2 Fällen eines hämophagozytischen Syndroms (HPS) mit Todesfolge bei mit Fingolimod behandelten Multiple-Sklerose-Patienten. Eine frühzeitige Diagnose des HPS ist entscheidend, um die Prognose durch einen möglichst frühen Behandlungsbeginn des HPS und/oder der zugrundeliegenden Erkrankung, z.B. einer Virusinfektion, zu verbessern. >>>

Multiple Sklerose

Neurologen raten von einer Aufdehnung der Halsvenen als MS-Therapie dringend ab

 

Berlin (18. November 2013) – Tausende Multiple-Sklerose-Patienten setzten in den vergangenen Jahren ihre Hoffnung in eine Verbesserung des Blutflusses ihrer Halsvenen – offenbar ohne wissenschaftliche Grundlage, wie eine aktuelle Studie aus Kanada nahe legt. Die Ende des vorigen Jahrzehnts entstandene Theorie, Multiple Sklerose werde durch eine Verengung der blutableitenden Venen im Hals- und Brustbereich mitverursacht, ist schon seit einiger Zeit äußerst umstritten. Nun zeigt eine aktuelle Studie, dass diese relativ simple Erklärung der komplexen Multiplen Sklerose nicht zutreffen kann: Die Blutabfluss-Störungen kommen bei viel weniger MS-Patienten vor als bisher gedacht – und gleich häufig wie bei Gesunden. Somit kann die als CCSVI bezeichnete Stauung nicht die Ursache der Erkrankung sein.

 

Pranlukast

Neuer Ansatz im Kampf gegen Multiple Sklerose

 

Bonn (23. Oktober 2013) - Forscher der Universität Bonn haben einen neuen, viel versprechenden Ansatz im Kampf gegen die Multiple Sklerose entdeckt. Zusammen mit Kollegen aus den USA und Belgien konnten sie einen Signalweg aufklären, der die Reparatur geschädigter Nervenzellen im Gehirn einleitet. Die Ergebnisse könnten die Tür zu völlig neuen Behandlungs-Strategien öffnen. Bis möglicherweise Patienten davon profitieren, werden aber noch Jahre vergehen, betonen die Wissenschaftler. Sie veröffentlichen ihre Resultate in der Fachzeitschrift „Science Signaling“.

48 neue Genvarianten für Multiple Sklerose

 

München (1. Oktober 2013) - Wissenschaftler des International Multiple Sclerosis Genetics Consortium (IMSGC) haben 48 neue Genvarianten identifiziert, die das Risiko für Multiple Sklerose beeinflussen. Dadurch wird die Zahl der bekannten Risikofaktoren annähernd verdoppelt. Die identifizierten Gene unterstreichen die zentrale Rolle, die das Immunsystem bei der Entwicklung der Multiplen Sklerose spielt und zeigen grundlegende Überschneidungen mit Genen, die an der Entwicklung anderer Autoimmunerkrankungen beteiligt sind. An der Studie haben auch drei Forschungszentren des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) mitgewirkt.