Multiple Sklerose

Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN)

Neue Praxisdaten untermauern Stellenwert von Tecfidera® bei schubförmig remittierender MS

Mannheim (22. September 2016) - Neue Daten über einen Zeitraum von bis zu 7 Jahren aus dem Praxisalltag stützen die bekannte starke1 und langanhaltende Wirksamkeit von Tecfidera® (Dimethylfumarat, DMF) bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS).2 Auf dem 89. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) stellten Experten die Daten als Ergänzung zu den positiven Erkenntnissen aus randomisierten, klinischen Studien zu dem Wirkstoff vor.3,4 Ziel ist es „Freiheit von klinischer und kernspintomografischer Krankheitsaktivität“ zu erreichen.5 Auch zu weiteren Wirkstoffen von Biogen präsentierten Neurologen aktuelle Ergebnisse, darunter Daclizumab (Zinbryta®) – der neuen Therapieoption bei schubförmiger Multipler Sklerose (RMS) – sowie zu Natalizumab (Tysabri®) und Peginterferon beta-1a (Plegridy®).6,7

Selektive Depletion CD20-positiver B-Zellen bei Multipler Sklerose

Explorative Analyse von Phase-III-Daten bestätigt hohes Potenzial des Prüfmedikaments Ocrelizumab

Grenzach-Wyhlen/Mannheim (22. September 2016) - Neue Analysen aus Studiendaten zum Prüfmedikament Ocrelizumab zeigen: Unter dem anti-CD20-Antikörper erreichten 75 % mehr Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) den NEDA*-Status als unter Interferon-β-1a (p < 0,0001).1 Dies geht aus einer explorativen Analyse der gepoolten Daten der Phase-III-Studien OPERA I und II hervor, die kürzlich auf dem ECTRIMS-Kongress 2016 vorgestellt wurde. Das Ergebnis unterstreicht das große Potenzial von Ocrelizumab, die Krankheitsaktivität bei MS nachhaltig zu unterdrücken. Wie in einem Pressegespräch§ der Roche Pharma AG anlässlich des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e. V. deutlich wurde, sollte diese Krankheitsaktivität frühzeitig mittels selektiver, hochwirksamer Therapien eingedämmt werden, um das Risiko einer Behinderungsprogression langfristig zu minimieren.

Gilenya® (Fingolimod) bei Multipler Sklerose (MS)

Sichtbare Symptome kontrollieren – unsichtbare Symptome adressieren

  • Aktuelle Umfrage: MS-Patienten am meisten belastet durch Fatigue, Gleichgewichtsstörungen und Kognitionsstörungen1.
  • Gilenya® (Fingolimod) überzeugt in aktuellen Studien-Analysen erneut hinsichtlich NEDA-4 sowie Verbesserung der Kognition2,3,4.
  • PANGAEA 2.0: Transfer des NEDA-Konzepts in die Praxis5.
    4-Jahres-Daten des Patientenregisters PANGAEA: Über 80 % Schubreduktion6
  • Umfangreiche Erfahrungen nach 5 Jahren Fingolimod in der Praxis: Weltweit rund 155.000 behandelte Patienten entsprechend 343.000 Patientenjahren7.

Mannheim (21. September 2016) – Die meisten Menschen (62 %) halten motorische Beeinträchtigungen für die größten Belastungen bei Multipler Sklerose (MS). Betroffene Patienten hingegen empfinden vielmehr Fatigue (67 %), Gleichgewichts­störungen (55 %) und den Verlust von kognitiven Funktionen (38 %) als schwerste Belastungen1. Diese Ergebnisse einer aktuellen Umfrage illustrieren deutlich die vielfältige Symptomatik der MS, die sich nicht nur in den klinischen Parametern und der im MRT sichtbaren Läsionsaktivität manifestiert.

KKNMS_Logo.Multiple Sklerose

Qualitätshandbücher für Ärzte erstmals als Gesamtausgabe auf dem DGN-Kongress 2016

München (14. September 2016 ) – Die aktualisierten Empfehlungen des KKNMS zur Therapie der Multiplen Sklerose sind wieder auf dem DGN-Kongress erhältlich. Dieses Jahr erscheinen die gefragten „blauen Hefte“ mit den Therapiehinweisen erstmals als Gesamtausgabe. Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) präsentiert das 200 Seiten starke Buch an Stand N5 im Eingangsfoyer des Congress Center Rosengarten Mannheim.

Bei ersten Anzeichen von Multipler Sklerose sofort mit Therapie beginnen

Basel. Schweiz (10. August 2016) - Wer Symptome von Taubheit, eingeschränktem Sehvermögen, Kraftminderung oder Gleichgewichtsstörungen verspürt, muss auf der Hut sein. Es könnte sich um erste Anzeichen einer beginnenden Multiplen Sklerose handeln. Bestätigt sich der Verdacht, kann eine frühe medikamentöse Therapie den Krankheitsverlauf langfristig günstig beeinflussen. Eine internationale Langzeitstudie unter Federführung von Forschenden der Universität und des Universitätsspitals Basel kommt zum Schluss, dass eine möglichst früh einsetzende Therapie den Ausbruch der Krankheit verzögern oder gar verhindern kann.

Demnächst im Kino: Multiple=Demnächst im Kino

Multiple Schicksale – Vom Kampf um den eigenen Körper

Berlin (10. August 2016) - Der DBfK ist Partner dieses außergewöhnlichen und sehr berührenden Films, der demnächst in die Kinos kommt. Der Dokumentarfilm begleitet MS-erkrankte Menschen in ihrem Alltag und will so für mehr Mut und Offenheit im Umgang mit der Krankheit und davon Betroffenen werben.

Abb.: Therapie der Multiplen Sklerose: Bildgebung erkennt lebensbedrohliche Nebenwirkung . (c) Kompetenznetz Multiple=Therapie der Multiplen Sklerose

Bildgebung erkennt lebensbedrohliche Nebenwirkung

Berlin (7. Juni 2016 ) – Ein Team französischer Wissenschaftler hat mit Hilfe der Magnetresonanztomographie ein charakteristisches „Pünktchenmuster“ im Gehirn ausgemacht, das auf eine potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkung des MS-Medikaments Natalizumab hinweist. „Die Arbeit liefert ein weiteres Kriterium, das wir heranziehen können, um die Sicherheit unserer Patienten zu erhöhen“, kommentiert für die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) Prof. Carsten Lukas vom Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am St. Josef Hospital Bochum.

Blutgerinnungssystem

Ein Auslöser für Multiple Sklerose entdeckt ?

Duisburg (25. Mai 2016) - Es könnte der entscheidende Durchbruch sein für die Frage, was die Multiple Sklerose (MS) auslöst: Erstmals konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) im Verbund mit Kollegen der Universität Münster einen Zusammenhang nachweisen zwischen dem Blutgerinnungssystem und dem Entstehen von MS. Darüber berichtet das Fachmagazin Nature Communications in seiner aktuellen Ausgabe.

Menschen mit Multipler Sklerose (MS) werden in ihrem Alltag mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Einfache Aufgaben wie Schnürsenkel binden können bei Gefühlsstörungen in den Händen Probleme bereiten. Photo und Copyright: Pressebild: Genzyme GmbH/MS-BegleiterNeue Initiative von Sanofi Genzyme

„The World vs. MS“ – Gemeinsam stark gegen die Herausforderungen, denen sich Menschen mit Multipler Sklerose (MS) täglich stellen müssen

Neu-Isenburg (18. Mai 2016) – In Deutschland sind Schätzungen zufolge 200.000 Menschen an Multipler Sklerose erkrankt.1 Die Erkrankung verläuft von Patient zu Patient verschieden und kann sich individuell unterschiedlich auf den Alltag der Betroffenen auswirken. So zeigt eine aktuelle Umfrage unter Menschen mit Multipler Sklerose, dass sich die Leistungsfähigkeit – im Vergleich zu vor zwei Jahren – bei jedem zweiten Befragten verschlechtert hat. Daneben kann sich die MS auch negativ auf das emotionale Wohlbefinden auswirken, wie über die Hälfte der Teilnehmer beklagt. In Abhängigkeit der Symptome können verschiedene Herausforderungen, wie zum Beispiel Gedächtnis- und Empfindungsstörungen oder starke Erschöpfung den Alltag erschweren. Die neue Initiative „The World vs. MS“ von Sanofi Genzyme möchte diese Herausforderungen aufdecken und ein Konzept entwickeln, um sie gemeinsam zu lösen. Sie verfolgt das Ziel, Veränderungen voranzutreiben und Menschen mit MS eine Stimme zu geben. „The World vs. MS“ – drei Schritte zur Lösung.

Abbildung: Bei schleichender Multipler Sklerose sind Steh- und Gehfähigkeit meist eingeschränkt. Photo und Copyright: UKW/Berthold Steinhilber Multiple Sklerose

Arznei könnte bei Patienten das Risiko für Darmkrebs erhöhen

Würzburg (12. Mai 2016) - Das bei aggressiven Formen der Multiplen Sklerose (MS) verabreichte Medikament Mitoxantron könnte mit einem erhöhten Risiko für Darmkrebs einhergehen, so die Ergebnisse einer Studie von Forschern des Universitätsklinikum Würzburg (UKW), die in der Onlineausgabe der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlicht wurde. In der Studie wurden unter der Leitung des Würzburger Mediziners und MS-Experten Privatdozent Dr. Mathias Buttmann retrospektiv 676 MS Patienten untersucht, die Mitoxantron zur Behandlung ihrer MS Erkrankung zwischen 1994 und 2007 verabreicht bekamen. Mitoxantron unterdrückt das Immunsystem und wurde zunächst als chemotherapeutisches Präparat für bestimmte Krebsformen entwickelt.

Mit Yoga und Aquafit gegen MS-Symptome

Basel, Schweiz (3. Mai 2016) - Körperliche Aktivität kann bestimmte Symptome der Multiplen Sklerose positiv beeinflussen: Patientinnen, die Yoga und Aquafit betreiben, leiden weniger unter Müdigkeit, Depressivität und Hautkribbeln, wie Forschende der Universität und der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel mit iranischen Kollegen nachweisen.

Weissbuch "Multiple Sklerose - Versorgungssituation in Deutschland"

Fortschritte in der Therapie der Multiplen Sklerose besser nutzen

  • Weißbuch beschreibt Versorgungssituation bei Multipler Sklerose
  • Eine an der Krankheitsaktivität angepasste Behandlungsplanung ist noch unzureichend umgesetzt
  • Therapie der Symptome der Multiplen Sklerose weist große Defizite auf
  • Experten fordern strukturierte, besser vernetzte Versorgungskonzepte

Berlin (6. April 2016) - Dank der Fortschritte in der Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) können immer mehr Betroffene ein weitgehend normales Leben führen. Dennoch lässt sich die Krankheit langfristig nicht stoppen. Zudem fehlen Therapien zur Versorgung der belastenden Symptome der MS. Nötig sind ferner mehr strukturierte Versorgungskonzepte. Das ist ein Fazit des Weißbuchs Multiple Sklerose, das IGES-Wissenschaftler zusammen mit medizinischen Experten veröffentlicht haben.

Neue Studiendaten belegen

Sativex® kann die durch Spastik eingeschränkte Gangqualität bei MS-Patienten verbessern.1

Düsseldorf (17. März 2016) - Im August 2015 wurde eine unabhängige Studie zu Delta-9-Tetrahydrocannabinol/Cannabidiol (THC/CBD) veröffentlicht, deren Studienziel es war, bei MS-Patienten mit MS-induzierter Spastik unter Medikation von THC/CBD die Gangqualität durch objektive und quantitative Untersuchungen zu messen.1 50-60% der MS-Patienten leiden unter einer Spastik in den unteren Extremitäten, die häufig auch mit Stürzen einhergeht (selbst nach Adjustierung für den EDSS)2. MS-Patienten mit Spastik sind in ihrer Mobilität und Balance signifikant stärker betroffen als MS-Patienten ohne Spastik.3

TEVAneueroscience_LogoZug um Zug die Herausforderungen der MS meistern

Neue Copaxone®-Dosierung für ein individuelles Therapiemanagement

 

Berlin (14. Dezember 2015) - Während des Teva-Pressegesprächs im Rahmen der diesjährigen NEUROCLUSTER-Veranstaltung gingen Prof. Dr. Sven Schippling (Zürich) und Prof. Dr. Thomas Berger (Innsbruck) auf die derzeitigen Möglichkeiten einer noch individuelleren Multiple Sklerose-Therapie ein: Eine strategische Herangehensweise ist hierbei essentiell. Da der Krankheitsverlauf nur schwer vorhersehbar ist, sollte so früh wie möglich mit der Therapie begonnen werden. „Daten von CIS-Patienten (Clinical Isolated Syndrome) haben gezeigt, dass beim frühen Einsatz von Glatirameracetat die Reduzierung des Hirnvolumens um 28 %1 verringert werden konnte“, erklärte Prof. Schippling. Copaxone® (Glatirameracetat) ist seit langem ein wichtiger Baustein in der MS-Basistherapie und bietet in der neuen Formulierung 40 mg bei dreimal wöchentlicher Gabe (GA40) weiterhin ein verlässliches und wirksames Therapeutikum. „Injectables bieten vielfältige Vorteile im modernen Therapiemanagement und werden auch zukünftig ihren Stellenwert behalten. Insbesondere Glatirameracetat sollte hierbei als ‚moderne und strategische Schachfigur‘ berücksichtigt werden, die – auch in der Langzeitanwendung – die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern kann“, so Prof. Berger.

Ocrelizumab. Photo: Roche PharmaB-Zell-Therapie bei Multipler Sklerose

Überzeugende Wirksamkeit: Erste Phase-III-Daten zu Ocrelizumab bei der Behandlung von RRMS und PPMS

 

Düsseldorf  (8. Dezember 2015) - Der neue humanisierte monoklonale Antikörper Ocrelizumab zeigt in entscheidenden Phase-III-Studien positive Resultate. Erstmals steht mit Ocrelizumab ein Prüfmedikament zur Verfügung, das das Fortschreiten der Behinderung sowohl bei Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose (RRMS) als auch bei Patienten mit primär progredienter MS (PPMS) signifikant reduzieren kann. Dies belegen die kürzlich vorgestellten Ergebnisse des umfassenden ORCHESTRA-Studienprogramms. Bei schubförmiger MS war der sich gezielt gegen CD20-positive B-Zellen richtende neue Wirkstoff dem Interferon beta-1a (IFN ß-1a) überlegen und zwar sowohl hinsichtlich jährlicher Schubrate, Fortschreiten der Behinderungsprogression als auch hinsichtlich anderer wichtiger Kriterien, wie z. B. chronisch entzündlicher Hirnläsionen. Als erstes Prüfmedikament überhaupt zeigte der neue Wirkstoff darüber hinaus eine signifikante Wirksamkeit bei PPMS. „Diese Ergebnisse können einen wichtigen Fortschritt in der Behandlung von MS darstellen“, berichtet Univ.-Prof. Dr. Heinz Wiendl, Münster, im Rahmen eines Pressegesprächs der Roche Pharma AG.

Rote-Hand-Brief zu Tecfidera® (Dimethylfumarat)

Neue Maßnahmen zur Senkung des Risikos einer PML - vermehrte Überwachung und Absetzen der Therapie

 

Bonn (24. November 2015) - Die Firma Biogen Idec GmbH informiert über wichtige neue Maßnahmen zur Risikominimierung einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) bei der Behandlung mit Tecfidera®. Die risikominimierenden Maßnahmen sollen vor und während der Therapie durchgeführt werden und betreffen u.a. Untersuchungen des großen Blutbildes und MRT-Untersuchungen.

Die B-Zelle im Fokus

Ocrelizumab – zielgerichtete Therapie gegen CD20-positive B-Zellen?

 

Düsseldorf (25. September 2015) - Aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge scheinen CD20-positive B-Zellen in der Pathogenese der Multiplen Sklerose (MS) eine wichtige Rolle zu spielen. Die zielgerichtete Therapie gegen CD20-positive B-Zellen könnte möglicherweise eine nach wie vor bestehende therapeutische Lücke schließen und einen neuen Therapieansatz bei MS eröffnen. Der humanisierte monoklonale Antikörper Ocrelizumab, der sich selektiv und gezielt gegen CD20-positive B-Zellen richtet, scheint Phase-II-Daten zufolge hoch wirksam und zugleich gut verträglich zu sein. „Die Phase-II-Daten1 sprechen dafür, dass Ocrelizumab signifikant die inflammatorische Krankheitsaktivität und die beeinträchtigenden klinischen Symptome, insbesondere Schübe sowie die neurologische Behinderungsprogression reduziert“, erläuterte PD Dr. Björn Tackenberg, leitender Oberarzt der Klinik für Neurologie an der Philipps-Universität Marburg, bei einem Pressegespräch im Rahmen des 88. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN). Erste Ergebnisse des umfassenden Phase-IIIStudienprogramms zeigen die Überlegenheit von Ocrelizumab sowohl im primären Endpunkt als auch in den bedeutendsten sekundären Endpunkten.