Multiple Sklerose

Neurowoche 2010 - State-of-the-Art Therapiemanagement der MS

Frühzeitiger Einsatz und Therapiekonzept mit Langzeit-Perspektive

 

Mannheim (24. September 2010) - Bei der Behandlung der Multiplen Sklerose ist der Basistherapie mit Interferonen unbestritten ein hoher Stellenwert beizumessen. Neben der zuverlässigen Wirkung auf die MS Symptome rücken zusehends auch kognitive Beeinträchtigungen durch die MS in den Fokus. Darüber hinaus sind Langzeit-Erfahrungen für die Therapieentscheidung von besonderem Interesse, wie bei einer Pressekonferenz von Bayer Vital im Rahmen der Neurowoche 2010 in Mannheim deutlich wurde.

 

Der Weg ist das Ziel

Fampridin-PR verbessert die Mobilität von Patienten mit Multipler Sklerose

 

Mannheim (22. September 2010) ‑ Mobilität gehört zu einem der natürlichsten Bedürfnisse des Menschen und ist ein wichtiger Garant, um ein selbstständiges und unabhängiges Leben zu führen. Menschen mit Multipler Sklerose (MS) leiden jedoch häufig unter Einschränkungen der Mobilität, die einen nachteiligen Einfluss auf die Lebensqualität ausüben können. Insbesondere Gehbehinderungen werden von den Betroffenen als außerordentlich belastender Aspekt der Erkrankung empfunden [1]. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf nahezu alle Bereiche des alltäglichen Lebens ‑ vor allem auf das Berufsleben ‑ sind oftmals gravierend, wie eine internationale Studie zeigt [2]. Mit Fampridin-PR steht nun erstmalig ein neuartiger oraler Wirkstoff kurz vor der Zulassung, der die Gehfähigkeit und -geschwindigkeit von MSPatienten klinisch signifikant verbessern könnte. Das Medikament wurde in den USA bereits im Januar 2010 zugelassen, die Einführung auf dem europäischen Markt wird für 2011 erwartet. Aktuelle Daten aus Phase‑III‑Studien zur Wirksamkeit des selektiven Kaliumkanalblockers wurden auf der Pressekonferenz „Einen Schritt vorwärts in der MS-Therapie: mehr Mobilität im Patientenalltag" anlässlich der 83. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) vorgestellt. Die Behandlung mit Fampridin-PR kann unabhängig von der Verlaufsform erfolgen und bietet ein gutes Verträglichkeits‑ und Sicherheitsprofil. „Die funktionelle Therapie mit Fampridin-PR stellt insgesamt eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden MS-Therapieoptionen dar. In der Anwendung beobachten wir über die Verbesserung der Gehfähigkeit hinaus auch positive Effekte auf die Fatigue", so das Fazit von Prof. Dr. Volker Limmroth, Köln.

 

Multiple Sklerose ändert sich mit den Jahreszeiten

Neue Läsionen treten vor allem im Frühjahr und Sommer auf

 

Boston, Massachusetts, USA (31. August 2010) - Wissenschaftler des Brigham and Women's Hospital haben herausgefunden, dass sich die Schwere einer Multiple-Sklerose-Erkrankung mit den Jahreszeiten ändern kann. Gehirn-Scans von Patienten zeigten im Vergleich mit Wetterdaten, dass vor allem Frühling und Sommer Zeiten höherer Aktivität sind.

Das Forscherteam um Dominik Meier geht davon aus, dass diese Forschungsergebnisse vor allem für das Testen neuer Medikamente von Bedeutung sind. Die Ergebnisse könnten je nach Jahreszeit unterschiedlich sein. Es ist derzeit noch nicht klar, warum die wärmeren Jahreszeiten diesen Auswirkungen haben. Details der Studie wurden im Fachmagazin Neurology veröffentlicht.

Fortschritte bei der Multiplen Sklerose:

Neue Wege zur individualisierten Therapie

 

Dresden (20. August 2010) - Die MS ist charakterisiert von heterogenen Krankheitsverläufen und -symptomen. Eine möglichst maßgeschneiderte und auf die individuellen Besonderheiten des Patienten abgestimmte Therapie ist daher von hoher Bedeutung für einen optimierten Behandlungserfolg. Ein neu entwickeltes Patientenmonitoringsystem eröffnet zukünftig neue Perspektiven in der Sicherung und Steigerung der Qualität der Behandlung von MS-Patienten unter innovativen Therapeutika. Das Konzept der multidimensionalen Datenerfassung wurde auf dem Pressegespräch „Fortschritte bei der MS – Neue Wege zur individualisierten Therapie“ am 20. August in Dresden vorgestellt. „Aufgrund der individuellen Verläufe der MS-Erkrankung und innovativer Therapieoptionen kann die Behandlung von MS-Patienten durch die Implementierung eines interaktiven Patientenmonitorings in das Prozess- und Risikomanagement deutlich verbessert werden“, so PD Dr. Tjalf Ziemssen, Dresden. Präsentiert wurden zudem aktuelle Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit von Tysabri® (A), u.a. zur Sehfähigkeit [1] und dem Schwangerschaftsverlauf [2] unter dem Antikörper. Aktuelle Erkenntnisse zu den oralen Therapeutika, deren Zulassung bereits beantragt ist, wurden darüber hinaus diskutiert. Mit Fampridin-PR stand eine weitere orale Substanz im Fokus, die zur gezielten Verbesserung der Gehfähigkeit von MS-Patienten entwickelt wurde und deren Zulassung ebenfalls für das kommende Jahr erwartet wird.

Voll im Leben trotz Multipler Sklerose – warum die Mobilität für den Alltag so wichtig ist

 

Ismaning (18. August 2010) – Das Kind von der Schule abholen, der tägliche Einsatz im Job oder morgens zum Bäcker gehen – für viele Patienten mit Multipler Sklerose (MS) sind scheinbar alltägliche Abläufe nicht mehr so einfach möglich. Die chronisch-entzündliche Nervenerkrankung bringt im Krankheitsverlauf häufig Einschränkungen der Beweglichkeit bis hin zu schwerwiegendem Mobilitätsverlust mit sich. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man unter der häufigeren, schubförmigen MS leidet oder unter einer schleichenden Verlaufsform.

 

Multiple Sklerose (MS): Neue Therapiemöglichkeit entdeckt

Forscher machen sich Autoimmunität zunutze

 

München (17.08.2010) – Das Böse zum Guten bekehren – was nach Wunschtraum und Märchen klingt, ist einer MS-Forschungsgruppe um Prof. Dr. Ralf Gold, Vorstandsmitglied des Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) und seinem Arbeitsgruppenleiter Dr. Ralf Linker jetzt gelungen. T-Zellen, die sich bei MS-Patienten gegen die eigenen Nervenzellen richten und sie zerstören, wurden von den Forschern so manipuliert, dass sie ein Neuronen-schützendes Protein, den sogenannten brain-derived neurotrophic factor (BDNF), durch die Blut-Hirn-Schranke schleusten, ohne die Immunantwort zu beeinflussen.

 

Kombination der Wirkstoffe Interferon beta-1b und Flupirtin könnte deren neuroprotektive Wirkung bei MS-Patienten verstärken

 

Leverkusen (20. Juli 2010) – Die Arbeitsgruppe Klinische Neuroimmunologie des Exzellenzclusters NeuroCure an der Charité in Berlin erforscht Ursachen und Therapien der Multiplen Sklerose (MS). Ein aktuelles Projekt unter Leitung von Dr. Paul ist die Therapie der MS mit Interferon beta-1b in Kombination mit Flupirtin. Da schon die Einzelsubstanzen Flupirtin und Beta-Interferon neuroprotektive Wirkungen erzielen, erwarten die Forscher, dass die Kombination synergistische Effekte aufweist. „Die Kombination der Wirkstoffe Interferon beta-1b (Betaferon®) und Flupirtin könnte deren neuroprotektive Wirkung in der Behandlung von MS-Patienten verstärken“, so Dr. med. Friedemann Paul, Oberarzt an der Klinik für Neurologie an der Charité in Berlin und Leiter der Arbeitsgruppe Klinische Neuroimmunologie von NeuroCure. Neurocure ist ein im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gefördertes neurowissenschaftliches Forschungszentrum.

Frühzeitige Therapie jugendlicher MS-Patienten empfohlen

Berlin (21. Juni 2010) – Wenn Kinder oder Jugendliche an einer Multiplen Sklerose (MS) erkranken, können die psychosozialen und medizinischen Konsequenzen schwerer wiegen als bei einem späteren Krankheitsbeginn(1). Dies trifft vor allem auf die potenzielle Verschlechterung der kognitiven Funktion zu, die besonders die schulischen Leistungen und die sozialen Beziehungen beeinträchtigen können(2). Deshalb empfehlen Experten einen möglichst frühzeitigen Therapiebeginn, um eine Schädigung der neuronalen Kapazitäten zu verhindern. Denn Nervenschäden können bereits im frühen Stadium der Erkrankung auftreten(3). Ein früher Therapiestart kann auch zu verbesserten langfristigen Verläufen führen und die Jugendlichen vor möglichen späteren Komplikationen der MS schützen(3). Wie aktuelle Daten von erwachsenen MS-Patienten zeigen, verringerte die frühe Therapie mit Interferon beta-1b (IFNB, Betaferon®) das Risiko, eine klinisch gesicherte MS (clinical definite MS, CDMS) zu entwickeln. Außerdem konnte die frühe Therapie die kognitive Funktion über den untersuchten Zeitraum von 5 Jahren erhalten(4). Diese Ergebnisse präsentierten internationale Experten auf der Bayer Schering Pharma Pressekonferenz „The importance of early treatment in the adolescent MS“ in Berlin.

MS-Barometer belegt eklatante Behandlungsunterschiede für MS-Erkrankte in Europa

Berlin (28. Mai 2010) - Die enormen Unterschiede hinsichtlich der Behandlung und Unterstützung für Menschen mit Multipler Sklerose in Europa werden durch die jüngste Auswertung des Europäischen MS-Barometers belegt. Die Ergebnisse sind im Rahmen der Jahrestagung der Europäischen Multiple Sclerosis Platform (EMSP) in Stuttgart vorgestellt worden.

Multiple Sklerose bei Kindern und Jugendlichen

Erste internationale Therapiestudie gestartet

 

logoGöttingen (25. Mai 2010) - Multiple Sklerose (MS) tritt nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen auf. Jedes Jahr erkranken rund 200 weitere Kinder und Jugendliche an dieser Erkrankung des Nervensystems, die zu schwerwiegenden Behinderungen führt. Das Deutsche Zentrum für MS im Kindes- und Jugendalter ist einmalig in Deutschland und hat seinen Sitz an der Universitätsmedizin Göttingen. Es setzt sich speziell für die Erforschung der Erkrankung bei jungen Patienten und deren Betreuung ein.

epstein-barr-Virus. Photo: wikipediaInfektion mit Epstein-Barr Virus führt bei Kindern nicht zwingend zu Multipler Sklerose

Studie: Virus nicht verantwortlich für Antikörper-Angriff gegen Myelin-Protein

 

München (25. Mai 2010) – Pünktlich zum morgigen Welt-MS-Tag hat eine Forschergruppe um Prof. Dr. Bernhard Hemmer, Leiter der Neurologischen Klinik der TU München, den Nachweis erbracht, dass das Epstein-Barr Virus (EBV) keine Antikörper gegen ein im Gehirn vorkommendes Eiweiß (Myelin-Protein/MOG) verursacht. „Unser Verdacht, dass ein Zusammenhang zwischen einer durchgemachten EBV-Infektion und einer Antikörper-Antwort gegen das MOG-Protein bei Kindern mit entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems besteht, hat sich nicht erhärtet“, sagt Hemmer, der auch Vorstandsmitglied im Kompetenznetz Multiple Sklerose ist.

georgieff: Multiple=

 

Georg St. Georgieff 

Multiple Sklerose

 

Satte Diagnose - Der Ratgeber für Betroffen und Angehörige.

 

Mit 139.000 Betroffenen im deutschen Sprachraum ist die Multiple Sklerose (MS) eine der häufigsten neurologischen Krankheiten. Dr. Georgieff ist Arzt und kennt die Krankheit aus nächster Nähe - musste er selbst doch mit der Diagnose MS leben lernen.

AAN 2010

MS-Therapie mit Tysabri® – aktuelle Daten, neue Perspektiven

 

München (7. Mai 2010) - Auf der 62. Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN), die vom 10. bis 17. April 2010 in Toronto stattfand, wurden wieder neue Erkenntnisse aus der Erforschung und Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) vorgestellt. Die Daten zu Natalizumab (Tysabri®, Anm. 1) belegen erneut die hohe Wirksamkeit des monoklonalen Antikörpers. Eine aktuelle Post-Hoc-Analyse der Zulassungsstudie zeigt, dass die Therapie mit Tysabri® mit einer anhaltenden Verbesserung der Sehfähigkeit assoziiert wird [1]. Zudem wurde erstmals der Zusammenhang zwischen einer Verbesserung des EDSS-Wertes und einem Anstieg der Lebensqualität von MS-Patienten nachgewiesen [2]. Auch das Ausmaß der Fatigue und die kognitiven Funktionen der Patienten bessern sich unter Natalizumab-Therapie, so ein weiteres Ergebnis vom AAN [3]. Neben der Wirksamkeit stand auch die Sicherheit von Tysabri® im Zentrum des Kongresses: Das Nutzen-Risiko-Profil ist nach der Neubewertung der EMA und der FDA im Januar 2010 trotz des sehr seltenen Risikos einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) nach wie vor positiv [4]. Die Behandlung mit Natalizumab ist aus der MS-Therapie daher nicht mehr wegzudenken, so das Fazit des „VIP-Gespräch MS: Neues aus Therapie und Forschung – Highlights vom AAN“, das am 7. Mai 2010 in München stattfand und in dessen Rahmen die wichtigsten Erkenntnisse zur MS-Behandlung heute und morgen präsentiert wurden.

 

AAN 2010

Aktuelles zu Langzeitwirksamkeit und Hautverträglichkeit von AVONEX®

München (7. Mai 2010) - Das Aufhalten der Krankheitsprogression ist ein wesentliches, langfristiges Ziel in der Behandlung der MS, gleichzeitig sollte die Lebensqualität der Patienten bestmöglich erhalten werden. Beides kann durch die Therapie mit dem intramuskulären Interferon beta-1a erreicht werden. Dies zeigen Daten aus 15 Jahren Erfahrung mit AVONEX®: Kumulativ über 1,2 Millionen Patientenjahre belegen die Langzeitwirksamkeit und die Sicherheit der AVONEX®-Behandlung [1], so das Fazit des Presse-Roundtables „Kongressnews kompakt – Aktuelles zu Langzeitwirksamkeit und Hautverträglichkeit von AVONEX®“, der am 7. Mai 2010 in München stattfand. Auf der 62. Jahrestagung der American Academy of Neurology (AAN) vom 10. bis 17. April 2010 in Toronto, Kanada konnte erneut gezeigt werden: Durch die konsequente Therapie mit AVONEX® können wichtige Prädiktoren der Krankheitsprogression langfristig effektiv reduziert werden [2]. Einen wesentlichen Einfluss auf den Therapieerfolg hat zudem die Adhärenz. Hier zeigt sich für AVONEX®, dass die sehr gute Hautverträglichkeit und die einfache Anwendung die Therapietreue steigern [3] und somit die Prognose verbessern. Erstmalig wurden darüber hinaus Daten vorgestellt, die die Sicherheit der Therapie mit intramuskulärem Interferon beta-1a hinsichtlich Schwangerschaften belegen [4].

Kompetenz durch gezielte Weiterbildung:

Zertifizierter Lehrgang zum MS-Spezialisten optimiert Patientenbetreuung

 

Zertifizierter Lehrgang zum MS-Spezialisten optimiert PatientenbetreuungMünchen (6. März 2010) - Die Multiple Sklerose ist eine komplexe Erkrankung. Die Heterogenität der möglichen Ausprägungen fordert ein Höchstmaß an individueller und kompetenter Unterstützung. Neben den Ärzten kommt hier den MS-Betreuern eine entscheidende Bedeutung zu. Um eine optimierte Versorgung von MS-Patienten gezielt voranzubringen, hat Biogen Idec in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Dresden und dem Bildungswerk für Gesundheitsberufe (BIG) einen zertifizierten Lehrgang ins Leben gerufen, durch den medizinisches Fachpersonal speziell für die Betreuung von MS-Patienten geschult wird. Ziel der „Weiterbildung zum MS-Spezialisten“ mit anerkanntem Abschluss ist es, nicht nur theoretisches Fachwissen zur Erkrankung zu vermitteln, sondern darüber hinaus die praktische Kompetenz zu festigen und den Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen engagierten Fachkräften anzuregen.

Urgency to treat:

Aktuelles zu Wirksamkeit und Sicherheit von Tysabri® in der MS-Therapie

 

Berlin (24. Februar 2010) - Für eine erfolgreiche Behandlung der Multiplen Sklerose ist die Berücksichtigung des individuellen Krankheitsverlaufes entscheidend. Insbesondere bei der rasch fortschreitenden MS ist die Identifizierung betroffener Patienten Voraussetzung für die Wahl der optimalen Behandlung: Bei suboptimalem Ansprechen auf eine Basistherapie muss ein Wechsel zu einer Medikation mit höherer Wirksamkeit erfolgen, um die Gesamtprognose zu verbessern. Für viele Patienten ist hier eine Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Natalizumab (Tysabri® A) empfehlenswert, um die Krankheitsaktivität besser zu kontrollieren, so das Fazit der Experten bei der Pressekonferenz „Urgency to treat: Aktuelles zu Wirksamkeit und Sicherheit von Tysabri® in der MS-Therapie“, die am 24. Februar 2010 in Berlin stattfand. So bestätigt eine aktuelle multizentrische Anwendungsbeobachtung erneut die hohe Wirksamkeit des Antikörpers gerade in dieser Patientengruppe [1]. Ein weiterer Fokus lag auf der Sicherheit in der Behandlung mit Natalizumab. Die Neubewertung des Nutzen-Risiko-Profils sowohl durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMEA als auch durch die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) bescheinigen Tysabri® ein unverändert positives Nutzen-Risiko-Profil [2].

Langzeitwirksamkeit und gute Hautverträglichkeit

Effektive Basistherapie der MS mit AVONEX®

 

Hamburg (10. Februar 2010) -  Eine langfristige Verzögerung der Behinderungsprogression und der Erhalt der Lebensqualität – das sind die Ziele einer erfolgreichen MS-Behandlung. Gerade in Zeiten zahlreicher Neuentwicklungen bei MS-Therapeutika zählt die Zuverlässigkeit einer etablierten Basistherapie mit bekanntem Wirk- und Sicherheitsprofil. Besonders bewährt hat sich hier seit Jahren das intramuskuläre Interferon beta-1a (Avonex®). 15-Jahres-Daten belegen die hohe und anhaltende Wirksamkeit: Bei konsequent durchgeführter Therapie mit Avonex® können die wichtigsten Prädiktoren des Voranschreitens der Erkrankung über einen langen Zeitraum effektiv verlangsamt werden [1]. Über die Wirksamkeit hinaus haben jedoch auch Faktoren wie die einfache Anwendung und eine gute Hautverträglichkeit einen großen Einfluss auf die Therapietreue – und damit auch auf den Erfolg der Behandlung, so das Fazit der Experten bei dem Presse-Roundtable „Langzeitwirksamkeit und gute Hautverträglichkeit: AVONEX® – die Basistherapie der MS effektiv gestalten“ am 10. Februar 2010 in Hamburg. Hier wurden auch Daten vorgestellt, die eine Reduktion der Verschlechterung kognitiver Fähigkeiten von MS-Patienten unter Interferon beta-1a i.m. belegen [2].