Multiple Sklerose

Abb.: Autoaggressive B-Zellen (grün) in einem Lymphknoten nahe des Gehirns. Die Aktivierung der B-Zellen findet in den Keimzentren (blau) des Lymphknotens statt. Die aktivierten Zellen produzieren Antikörper gegen die Myelinschicht im Gehirn und tragen so zur Ausbildung von Entzündungsreaktionen bei. MPI f. NeurobiologieNatürliche Darmflora an Entstehung von multipler Sklerose beteiligt

Nützliche Bakterien des Darms können Immunzellen aktivieren und Überreaktion des Immunsystems auslösen

 

München (26. Oktober 2011) - Multiple Sklerose entsteht durch eine Kombination genetischer Veranlagung und Faktoren aus der Umwelt. Krankheitserreger galten lange als solche äußeren Einflüsse. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried zufolge sind es jedoch offenbar nicht krankmachende, sondern nützliche Bakterien, die multiple Sklerose auslösen – nämlich die gesunde Darmflora, die jeder Mensch zur Verdauung braucht. Die Forscher haben herausgefunden, dass genetisch veränderte Mäuse eine der menschlichen Erkrankung ähnliche Entzündung im Gehirn entwickeln, wenn sie eine normal ausgeprägte Darmflora besitzen. Die Mikroorganismen aktivieren dabei zunächst die T-Zellen des Immunsystems und in einem weiteren Schritt B-Immunzellen. Die Ergebnisse legen nahe, dass die an sich nützlichen Bakterien der Darmflora bei entsprechender Veranlagung der Ausgangspunkt für multiple Sklerose beim Menschen sind.

 

Widersprüchliche Studienergebnisse verhindern Regelungen zum Off-Label-Use von Immunglobulinen zur Behandlung der Multiplen Sklerose

 

Berlin (20. Oktober 2011) – In der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) wird es auch künftig keine Regelung zum Off-Label-Use von Intravenösen Immunglobulinen G (IVIG) zur Behandlung der Multiplen Sklerose, einer chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems, geben. Einen entsprechenden Beschluss fasste der G-BA am Donnerstag in Berlin.

 

Zweiter Oppenheim-Förderpreis für Spitzen-Forschung im Bereich  Multiple Sklerose

 

Dr. Markus Krumbholz, PD Dr. Kristina Szabo und Dr. Kerstin Hellwig auf der DGN-Jahrestagung mit dem Oppenheim-Förderpreis ausgezeichnet

 

Wiesbaden (1. Oktober 2011) – Die Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hat in den letzten Jahren durch die Einführung neuer wirksamer Schubbehandlungen, symptomatischer Therapien und der immunmodulierenden Langzeittherapien große Fortschritte gemacht. Mit Spritzen, Infusionen und erstmals einer oralen Therapie stehen den Patienten mittlerweile verschiedene hochwirksame Behandlungsalternativen und Applikationsformen zur Verfügung. Trotz dieser immensen Fortschritte ist die MS weiter eine unheilbare Erkrankung. Viele Prozesse, die hinter der Erkrankung stehen und diese beeinflussen, sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt.

 

Multiple Sklerose: Praxisalltag erleichtern und medizinische Standards sicherstellen

 

Berlin/München/Wiesbaden (30. September 2011) – Die erste MS-Pille, neue Antikörpertests und Diagnosekriterien: Auf dem Gebiet der MS-Forschung hat sich in diesem Jahr einiges bewegt. Damit niedergelassene Neurologen, aber auch Hausärzte immer auf dem aktuellsten Wissensstand sind, gibt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) in regelmäßigen Abständen Leitlinien zur Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose (MS) heraus. Die jüngste Überarbeitung, die heute im Rahmen einer Pressekonferenz auf der 84. Jahrestagung der DGN vorgestellt wurde, haben die Experten des Krankheitsbezogenen Kompetenznetzes Multiple Sklerose (KKNMS) federführend im Auftrag der DGN erstellt. Darüber hinaus hat das KKNMS in Ergänzung zur Leitlinie zwei Qualitätshandbücher zu den MS-Medikamenten Natalizumab und Fingolimod mit Handlungsempfehlungen für den Praxisalltag erarbeitet.

 

Patienten profitieren von einfacher MS-Therapie mit AVONEX® und dem AVONEX® PEN™

 

Wiesbaden (29. September 2011) - Einen aktuellen Überblick über die Studiendaten und Anwendungsvorteile von AVONEX® und dem neuen AVONEX® PEN™ gab Dr. Sven Schippling, UniversitätsSpital Zürich, auf dem Biogen Idec-Symposium „Innovative und individualisierte Ansätze für eine erfolgreiche MS-Therapie: Therapieoptimierung und Risikostratifizierung“ anlässlich der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Wiesbaden.

 

Fampyra® – Verbesserung der Gehfähigkeit von Patienten mit Multipler Sklerose

 

Wiesbaden (29. September 2011) - Fampridin (Fampyra®) ist seit Juli dieses Jahres zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit Multipler Sklerose (MS) mit Gehbehinderungen (EDSS 4-7) zugelassen. Die orale Therapie ist bei allen Verlaufsformen der MS anwendbar und kann in Kombination mit allen bestehenden Basistherapeutika und Natalizumab angewendet werden. Anlässlich der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) erläuterte Prof. Dr. Bernd C. Kieseier, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, im Rahmen des Biogen Idec Symposiums „Innovative und individualisierte Ansätze für eine erfolgreiche MS-Therapie“ die Vorteile der neuen Therapie.

 

Erhöhter Patientennutzen durch rechtzeitigen Einsatz von TYSABRI®

 

Wiesbaden (29. September 2011) - Ein Drittel aller Patienten mit schubförmig verlaufender Multipler Sklerose (MS) entwickeln trotz einer Behandlung mit Basistherapeutika Krankheitsaktivität in Form von Schüben. Über die Möglichkeiten eines Einsatzes gemäß Indikation von Natalizumab (TYSABRI®) bei Patienten, die unter einer Basistherapie nicht ausreichend eingestellt sind, referierte Prof. Dr. Bernhard Hemmer, Direktor der Neurologischen Klinik, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München. Anlass dafür war das Biogen Idec-Symposium „Innovative und individualisierte Ansätze für eine erfolgreiche MS-Therapie: Therapieoptimierung und Risikostratifizierung“ bei der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) in Wiesbaden.

 

Forschern gelingt genetische Entdeckungsreise

Multiple Sklerose ist primär eine immunologische Erkrankung

 

Berlin (7. September 2011) - Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Charité – Universitätsmedizin Berlin und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) ist es im Verbund mit 23 Forschergruppen aus 15 verschiedenen Ländern gelungen, insgesamt 29 neue genetische Varianten zu entdecken, die an der Entstehung von Multipler Sklerose (MS), einer entzündlichen Erkrankung des Nervensystems, beteiligt sind. Die Forscherinnen und Forscher versprechen sich von den gewonnenen Erkenntnissen neuartige therapeutische Ansätze. Die Studie wurde am 11. August in der renommierten Fachzeitschrift Nature* veröffentlicht.

 

Fampyra®

Erstes Medikament zur Verbesserung der Gehfähigkeit bei Multipler Sklerose ab sofort verfügbar

 

Hamburg (1. September 2011) - Einschränkungen der Gehfähigkeit gehören für Patienten mit Multipler Sklerose (MS) zu den größten Belastungen. Mit Fampyra® (Fampridin) steht für die betroffenen Patienten mit Gehbehinderung (EDSS 4 - 7) ab sofort die erste zugelassene medikamentöse Therapie zur Verbesserung der Gehfähigkeit zur Verfügung. Für MS-Patienten bedeutet dies einen erheblichen Fortschritt in Richtung mehr Lebensqualität, so das Resümee der Experten, Prof. Dr. Bernd Kieseier, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf und PD Dr. Mathias Mäurer, Caritas-Krankenhaus, Bad Mergentheim, auf der Zulassungspresse-konferenz des Biotechnologieunternehmens Biogen Idec GmbH in Hamburg.

 

Immunsystem entscheidend für Multiple Sklerose verantwortlich

Internationale Studie identifiziert 29 neue Genvarianten

 

Kiel (11. August 2011) - Einem internationalen Wissenschaftsverbund unter Beteiligung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und des Schleswig-Holsteinischen Exzellenzclusters Entzündungsforschung ist es gelungen, 29 neue Genvarianten zu identifizieren, die mit der Entstehung von Multipler Sklerose (MS) in Verbindung stehen und tiefe Einblicke in die Biologie einer der häufigsten neurologischen Krankheiten gewähren. Da viele der erkannten Gene in direktem Zusammenhang mit dem Immunsystem stehen, konnten die Experten eine Immunschwäche als wahrscheinliche Ursache von MS ausmachen.

 

Verbesserung der Gehfähigkeit  für MS-Patienten

Biogen Idec erhält europäische Zulassung für FAMPYRA®

 

Ismaning (26. Juli 2011) Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat Fampridin Retardtabletten (FAMPYRA®) als erstes Medikament zur Therapie von erwachsenen Patienten mit Multipler Sklerose (MS) mit Gehbehinderung (EDSS 4-7) zugelassen. Die orale Therapie verbessert die Gehfähigkeit signifikant und kann damit maßgeblich die Mobilität und Unabhängigkeit von Menschen mit MS fördern. FAMPYRA ist bei allen Verlaufsformen der MS (schubförmig und progredient) wirksam und kann alleine oder in Kombina­tion mit allen bestehenden Basistherapeutika und Natalizumab angewendet werden [1-4].

 

Trichuris suis. Photo: Merial 2011Wurmeier: „Angenehm salzig“

Forscher testen neue MS-Therapie – KKNMS rät wegen Risiken von Wurmbehandlung ab

 

München (19. Juli  2011) – Die orale Gabe von Eiern des Schweinepeitschenwurms (Trichuris suis) führt über drei Monate zu einer Reduktion von entzündlichen Läsionen im Zentralen Nervensystem (ZNS) von MS-Patienten. Das haben US-Forscher in einer Phase I-Pilotstudie nachgewiesen.

 

Breit angelegtes Patientenregister zur Dokumentation der Sicherheit von Gilenya® im Praxisalltag

 

  • Größtes klinisches Studienprogramm der Multiplen Sklerose: Mehr als 6.000 Patienten mit Fingolimod behandelt – Beobachtungsdauer bereits bis zu 7 Jahre.
  • Umfassendes Patientenregister PANGAEA soll zusätzlich Daten von 4.000 MS-Patienten erfassen, die mit Gilenya behandelt werden.
  • Im Vergleich zu Interferon beta-1a zeigt Fingolimod höhere Wirksamkeit bei besserer Verträglichkeit und gut dokumentierter Sicherheit.

 

Nürnberg (12. Juli 2011) – Als erste orale, hochwirksame Behandlung erweitert Gilenya (Wirkstoff: Fingolimod) seit März 2011 das Therapiespektrum bei Multipler Sklerose (MS). Für Patienten steht damit nicht nur eine leicht anwendbare Behandlungsoption zur Verfügung. Im bislang umfangreichsten klinischen Studienprogramm bei MS überzeugte Gilenya sowohl durch eine deutlich bessere Wirksamkeit und Verträglichkeit als auch durch das sehr gut dokumentierte Sicherheitsprofil. „Insgesamt beruht die Zulassung von Gilenya auf einer Datenbasis, die es in einem solchen Umfang noch nie vor Einführung eines neuen MS-Therapeuti­kums gegeben hat“, bestätigt Prof. Hans-Peter Hartung, Universität Düsseldorf.


 

 

PANGAEA-Registerstudie:

Weitere Erhebung von Praxis-Daten zur Therapie mit Gilenya

 

Um zusätzlich zu den Studiendaten nun auch die Erfahrungen mit Gilenya in der breiten praktischen Anwendung zu dokumentieren, hat Novartis in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden das Patientenregister PANGAEA initiiert1. „PANGAEA sammelt systematisch und prospektiv Daten zur Sicherheit und dem pharmaökonomischen Nutzen der Therapie mit Fingolimod im Langzeitverlauf“, erläutert der Leiter der Studie, Prof. Dr. Tjalf Ziemssen, Universität Dresden.

 

An der im Mai 2011 gestarteten Registerstudie kann jede MS-Praxis und jedes MS-Zentrum teilnehmen. Neurologen haben die Möglichkeit, Patienten mit schubförmig remittierender MS in die Studie einzuschließen, die entweder neu auf Gilenya eingestellt werden oder die bereits im Rahmen klinischer Studien mit Gilenya vorbehandelt sind. Geplant ist die Beobachtung von mindestens 4.000 MS-Patienten über fünf Jahre. In einer Substudie zur Pharma­koökonomie mit etwa 800 Patienten werden zusätzlich Lebensqualität, Compliance und Therapiezufriedenheit der Betroffenen erfasst sowie der direkt und indirekt mit der Erkrankung zusammenhängende Ressourcenverbrauch bewertet.

 

„Die Ansprüche an eine neue Therapie sind hoch: Neben der Wirksamkeit sind Sicherheit und Verträglichkeit der wichtigste Faktor neuer Behandlungsoptionen“, erklärt  Dr. Dirk Kosche, Vorsitzender der Geschäftsführung von Novartis Pharma. „Mit dem Patientenregister PANGAEA gehen wir einen Schritt weiter und ergänzen die umfangreichen Daten zum Sicherheits- und Effizienzprofil von Gilenya um weitere Daten aus der Langzeittherapie.“ Das bisherige Fingolimod-Studienprogramm umfasst bereits mehr als 6.000 MS-Patienten mit einer Beobachtungsdauer von bis zu sieben Jahren – entsprechend einer Gesamtexposition von über 11.000 Patientenjahren. In den USA konnten seit Zulassung unter Praxisbedingungen bereits mehr als 10.000 Patienten mit Gilenya behandelt werden.

 

 

Literatur

 

  • 1 PANGAEA = Post-Authorization Non-interventional GErman safety study of GILENYA® in MS patients
  • 2 Cohen JA et al. N Engl J Med 2010; 362; 402-415
  • 3 Cohen JA et al. Poster P901 21st Meeting of the European Neurological Society 2011 in Lissabon
  • 4 Kappos L, et al. N Eng J Med 2010; 362; 387-402

 

 

Über Gilenya® (Fingolimod)

 

Gilenya ist der erste Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse, den Sphingosin-1-Phosphat (S1P-)Rezeptor-Modulatoren. Das Arzneimittel reduziert die Zahl der autoaggressiven Lymphozyten im Blut. Gilenya besitzt einen zielgerichteten Wirkmechanismus und wird ein Mal täglich als Kapsel oral eingenommen. Es führt zu einer Umverteilung der im Blut zirkulierenden Lymphozyten in die Lymphknoten. Wichtige Funktionen des Immungedächtnisses gewebsständiger Lymphozyten bleiben unbeeinflusst. Seit 17. März 2011 ist Gilenya in Europa als Zweitlinientherapie zugelassen. Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) hat im September 2010 die Zulassung zur Basistherapie erteilt. Auch in der Schweiz, in Australien und in Russland hat Gilenya die Zulassung zur Erstlinientherapie erhalten. Im Vergleich mit dem Basistherapeutikum Interferon beta-1a (Avonex®) reduzierte Fingolimod 0,5 mg die jährliche Schubrate innerhalb von zwölf Monaten um 52 Prozent2 (p<0,001). Bestätigt werden die klinischen Daten durch den kernspintomographischen Nachweis einer verminderten Läsionslast3. Gegenüber Plazebo zeigte Fingolimod 0,5 mg zudem eine signifikant geringere Abnahme des Gehirnvolumens sowie ein um 30 Prozent (p=0,02) geringeres Risiko für eine Behinderungsprogression.4

 

 

Über Multiple Sklerose

 

Multiple Sklerose ist eine chronische, progressive Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, die häufig zu Behinderungen führt. Betroffen sind bis zu 120.000 Menschen in Deutschland. Die häufigste Form der Erkrankung ist die schubförmige MS. Sie zeichnet sich durch Exazerbationen oder Krankheitsschübe aus, auf die Zeiten der Remission folgen. Normalerweise beginnt die MS im frühen Erwachsenenalter zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Frauen sind mehr als doppelt so häufig davon betroffen wie Männer.

 

 

Über Novartis

 

Novartis bietet medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften auf der ganzen Welt einzugehen. Das Unternehmen ist ausschließlich auf Wachstumsbereiche des Gesundheitssektors ausgerichtet und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen – mit innovativen Arzneimitteln, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostika zur Vorbeugung von Erkrankungen sowie Consumer-Health-Produkten. Novartis ist das einzige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2010 erzielten die fortzuführenden Geschäftsbereiche des Konzerns einen Nettoumsatz von USD 50,6 Milliarden. Der Konzern investierte rund USD 9,1 Milliarden (USD 8,1 Milliarden unter Ausschluss von Wertminderungen und Abschreibungen) in Forschung und Entwicklung. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz). Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 119.000 Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente, einschließlich 16.700 Mitarbeitende von Alcon) in über 140 Ländern.

 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.de

 


Quelle: Novartis, 12.07.2011 (tB).

Photo: Biogen IdecMarkteinführung des AVONEX®PEN™

Mehr Unabhängigkeit durch vereinfachte Selbstinjektion

 

München (27. Juni 2011) - Der neue AVONEX®PEN™ ist ab heute in den Apotheken erhältlich. Der Autoinjektor erleichtert Patienten mit Multipier Sklerose (MS) die Injektion des i.m. Interferon Beta-1a erheblich. Mit der Neuentwicklung ist Biogen Idec dem Ziel Patientenautonomie einen weiteren Schritt näher gekommen. Der AVONEX®PEN™ ermöglicht eine MS-Basistherapie, die bei nur einmal wöchentlicher Anwendung einfach und schnell durchführbar ist. So ist die Erkrankung weniger präsent. Das Leben steht im Mittelpunkt, nicht die MS.

 

Neuer Bluttest zur Risiko-Nutzen-Einschätzung von Tysabri hilfreich, aber allein nicht ausreichend

KKNMS bezieht Stellung zur EMA-Empfehlung

 

München (10. Mai 2011) – Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat im Rahmen der Zulassungsverlängerung für Natalizumab (Tysabri) auch Stellung zu Risiken der Therapie genommen. Demnach ist das Vorhandensein von Anti-JC Virus-Antikörpern ein weiterer Risikofaktor unter Behandlung mit Natalizumab eine schwere Hirninfektion zu entwickeln, die sogenannte progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML), die tödlich verlaufen kann. Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) begrüßt diese wichtigen Maßnahmen zur weiteren Risiko-Nutzen-Abschätzung von Natalizumab, warnt aber gleichzeitig vor zu weitgehenden Schlussfolgerungen:

 

JC Virus Antikörper Assay

Einblicke in methodische Grundlagen und das laufende Forschungsprogramm

 

München (6. Mai 2011) - Innovative Immuntherapien in der Behandlung der MS zeigen, dass hohe Effekte auf die Krankheitsaktivität der MS auf der einen Seite mit potenziell speziellen und teilweise schweren Nebenwirkungen wie z.B. der progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) auf der anderen Seite einhergehen können [1]. Im Kontext der MS wurden PML-Fälle erstmals in der Therapie mit monoklonalen Antikörpern wie Natalizumab und Rituximab beobachtet [1, 2]. Die PML tritt jedoch auch unter anderen (klassischen) Immunsuppressiva zur Behandlung anderer Grunderkrankungen auf [1, 3]. Die initiale, meist asymptomatische Infektion und spätere Reaktivierung des JC Virus (JCV) sind Voraussetzungen einer Manifestation der PML. Zudem wird ein Konzept der kumulativen Risikofaktoren für PML mit viralen Faktoren (z.B. Mutation des Virus), individuellen Faktoren (Immunstatus, genetische Prädisposition) und bestimmten Wirkmechanismen der Substanzen in der MS-Therapie angenommen.

Tysabri® ‑ Neue Parameter zur Beurteilung des Therapieerfolgs

 

München (6. Mai 2011) - Mit der modernen Immuntherapie der Multiplen Sklerose (MS) sind zusätzlich zu den bekannten Outcome-Parametern Schubrate und Krankheitsprogression in Zusammenhang mit der Tysabri®‑Therapie erstmals die zwei neuen Outcome-Parameter „Freiheit von Krankheitsaktivität" und „klinische Besserung" validiert worden.

Ein Parameter für axonale Schädigung ist Neurofilament light (NFL): Die Behinderungsprogression bei MS korreliert mit der axonalen Schädigung, wobei diese wiederum mit dem Ausmaß der entzündlichen Prozesse zunimmt. Die aktuelle Analyse des Biomarkers NFL im Liquor ergab bei Patienten unter Tysabri®-Therapie eine signifikante Abnahme des NFL-Wertes. Dies lässt die Schlussfolgerung zu, dass Tysabri® die Akkumulation von axonalen Schädigungen bei Patienten mit schubförmig‑remittierender MS reduziert.